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Full text of "Naos"

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SEEYICE DES ANTIQUITES DE L'EGYPTE 



CATALOGÜE GENERAL 

DES 

ANTIQUITES EGYPTIENNES 

DU MUSEE DU CAIRE 

Ne. 70001-70ÜÖ0 



NAOS 

VON 

GÜNTHER ROEDER 




LEIPZIG 

BREITKOTF & HÄRTEL 
1914 



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YOEWOIIT. 



Die vorliegende Arbeit ist im wesentlichen während einer Reihe von Monaten im Frlibjahr 
und Herbst der Jahre 1908—1911 entstanden, während ich mich auf der Durchreise 
von Deutschland nach Nubien meist einige Wochen in Kairo aufhielt. Sie gibt das Material 
in der Form, wie es vor den Denkmälern selbst ausgearbeitet ist; auch die Indizes zu 
Naos 70021 (des Nektanebos aus Saft el-Henne) sind der größeren Zuverlässigkeit wegen 
unter ständiger Vergleichung mit dem Original hergestellt worden. 

Es war meine Absicht, dem Katalog eine zusammenfassende Abhandlung über die 
Naos beizufügen; leider bin ich jetzt durch andere dringende Arbeiten daran verhindert. 
Doch werden die ausführlichen Indizes nach bestimmten Richtungen hin einen kleinen 
Ersatz dafür bieten können. Für alles Weitere verweise ich einstweilen auf: Auguste 
Mariette, Catalogue des monuments d'Abydos (1880) 551; Perrot-Chipiez, Geschichte der 
Kunst im Altertum: Ägypten (deutsch von Pietschmaxn, Leipzig 1884), 33G— 8; Edouard 
Nayille, Deir el-Bahari 2 (1895) 1. 

Unter Naos sind in diesem Bande die auch »Kapellen«: oder > Schreine« genannten 
Tabernakel verstanden, die von Königen oder Privatleuten in Tempel oder Gräber geweiht 
waren und zur Aufnahme einer Statue des Gottes oder des Toten bestimmt sind; diese 
Statue ist bei steinernen Naos zuweilen aus demselben Block mit ausgehauen. Natürlich 
berührt sich diese Denkmälergruppe gelegentlich mit anderen; deshalb finden sich hier 
Stücke, die man auch unter anderen Gruppen hätte unterbringen können. Andererseits 
finden sich Naos-ähnliche Denkmäler, die sich den unsrigen anschließen, auch sonst in 
den Bänden des Catalogue General; besonders nenne ich: 

Stelen in Naosform mit Statuen bei Lacau, Steles; 

Statuen in Nischen bei Legrain, Statues; 

Amulette in Form einer Tempelfassade bei Reisner, Amulets. 

Für alle diejenigen Benutzer, die gegen die weitgehende Anlage der Indizes Bedenken 
haben, betone ich, daß es mir ebenso wichtig war, das im vorliegenden ]5ande enthaltene 
Material zu erschließen, als überhaupt einmal für mich und andere die Termini festzustellen 
und zu belegen. Die Indizes sind Vorarbeiten zu einem Typenkatalog für archäologische 
und religionswissenschaftliche Zwecke, der hoifentlich noch einmal in großem Stile her- 
gestellt wird. Allerdings wird es dazu notwendig sein, daß auch alle ägyptologischen Publi- 
kationen mit der Sorgfalt und Zuverlässigkeit ausgeführt werden, die in unseren Nachbar- 
wissenschaften selbstverständliche Voraussetzung für wissenschaftliche Arbeit ist. 

Die photographischen Vorlagen zu Tafel 1—46 sind von Herrn Emil Brugsch-Pascha 
angefertigt, diejenige zu Tafel 33 b von mir. Die Schnitte auf Tafel 47—66 sind von mir 
in genauem Maßstabe auf Millimeterpapier gezeichnet und in dem jeweils wünschenswerten 



VI VORWORT. 

Midie verkleinert worden. Die Details aus den Bildern auf Tafel 67 — 87 sind fast aus- 
nahmslos von mir auf Pauspapier direkt über dem Original gezeichnet worden und dann 
verkleinert; überall soll nicht die künstlerische Form und der Stil der Darstellungen, sondern 
ihr Inhalt wiedergegeben werden, soweit er für Archäologen von besonderer Bedeutung ist. 
Die Hieroglyphen auf Tafel 88 — 91 sind mit autographischer Tinte gezeichnet und im 
Umdruckverfahren vervielfältigt worden. Der Druck des Textes und der Tafeln ist von 
Breitkopf und Härtel in Leipzig mit außerordentlicher Sorgfalt und Zuverlässigkeit aus- 
geführt worden. 

Während der Arbeit im Museum hat Monsieur G. Daeessy mir oft freundlich geholfen ; 
ihm und besonders den liebenswürdigen Bemühungen von Siii Gaston Maspero verdanke 
ich auch noch Hinweise und Berichtigungen während des Druckes. Herrn Generaldirektor 
Maspero bin ich dafür verpflichtet, daß er gegen den Druck des Materiales in der vor- 
liegenden unvollkommenen Form keinen Einspruch erhoben hat; ich würde jetzt, nachdem 
ich die Erfahrung gewonnen habe, Vieles anders ausführen. Vor allem lege ich ungern den 
Stoff ohne eigentliche Durcharbeitung vor. 

Breslau, im März 1914. 

GÜNTHER ROEDER. 



INHALT. 

Seite 

TITEL, VORWORT UND INHALTSVERZEICHNIS i-viir 

BESCHREIBUNG VON NAOS 70001-70050 IN §§ 1-532 .... 1-146 

INDIZES. 

VERZEICHNIS DER NAOS NACH DER NUMMER 147 

VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN 148 

NUMMERN DES JOURNAL D'ENTREE UND DES GENERAL-KATALOGS 153 

ZEITLICHE FOLGE DER NAOS 70001 — 70050 154 

HERKUNFT DER NAOS 70001—70050 155 

MATERIAL DER NAOS 70001—70050 156 

DIE BILDER AUF NAOS 70001—70050 157 

Inhalt der Bilder 157 

Ilieroglyphisclie Beiscliriften zu den Bildern 158 

Haltung des Königs in den Bildern 158 

Die Königsnamen 15'J 

DIE BILDER DES NAOS 70021 (NAOS DES SOPD VON NEKTANEBOS AUS SAFT 

EL-HENNE) 161 

Namen der Gottheiten und Orte 161 

Archäologische Schlagworte 167 

DIE BILDER AUF DEN ÜBRIGEN NAOS 1Ö5 

Gestalt der Gottheiten 185 

Namen der Gottheiten 186 

Namen der Orte 18 ' 

Heilige Tiere 188 

Haltung der Männer 188 

Namen der Männer 18° 

Haltung der Frauen 18" 

Namen der Frauen 18J 

Titel von Privatleuten 1^0 

Darstellung der Sonne 1"! 

Geräte, Kronen, Symbole, Schriftzeichen u. ä 191 

NACHTRÄGE UND BEllICHTIGUNGEN 192 

TAFEL 1—91 (vgl. das Verzeichnis auf Seite 148—153). 



§ 1. 70001 a. Ebenholznaos für Amon von Hatschepsut 

aus Der el-Bahri. 

Erhaltene Höhe: 1,73 ra. Tiefe: 1,14 m. Ansicht von innen: Tafeil; von 

außen: Tafel 2. AVagerechter Schnitt: Tafel 59 a. Details aus den Reliefs: 

Tafel 67—71. 

8 2. Erhaltung: Vorhanden ist die linke Wand des Naos ohne den Anschluß am Boden und 
Lm Dach, jedoch mit den anstoßenden Teilen der Vorder- und Rückwand. Durch Ein- 
trocknen des Holzes haben sich die Fugen verbreitert : unten ist ein Riß entstanden infolge 
ungenauer Zusammensetzung bei der modernen Restaurierung. Einige kleine eingesetzte 
Stücke sind herausgefallen. — Hierzu gehört der linke Türflügel 70001 b. 

§3. Material': Äthiopisches Ebenholz; hart und schwer. Zur Verarbeitung gekommen 
sind kleine Bretter von 2-2,7 cm Dicke und 50—60, gelegentlich auch 70 cm Länge und 
6—8 auch bis 10 cm Breite. Die Naturfarbe des Holzes ist dunkelbraun bis hellbraun, 
schwach gemasert und stumpf. Wo die unter Hatschepsut bearbeitete Oberfläche unberührt 
erhalten ist, zeigt sie eine glänzende braunschwarze Farbe mit schwarzer Maserung; gleich- 
zeitig ist sie, wohl durch Öl, poliert. Die verwendeten Holzstifte sind aus Ebenholz; die 
von außen unsichtbaren Zapfen jedoch aus hellbraunem minderwertigerem Holz. 

§ 4. Zeit: Angefertigt unter Hatschepsut; überarbeitet für Thutmosis II. und I. (§ 5), 
Ausmeißelungen unter Amenophis IV. (§ 6). 

Unter Hatschepsut angefertigt ist die Konstruktion des Naos und alle diejenigen 
Teile der Bearbeitung der Oberfläche, welche unberührt erhalten sind. Die letzteren sind 
überall zweifellos festzustellen durch: 1. den Stil (§ 7), 2. die sorgfältige Politur (§ 3), 3. die 
dunkle Farbe (§ 3). Unberührt erhalten sind an der Außenseite die Streifen mit ornamen- 
talen Darstellungen und die zweiten Hälften der Inschriftzeilen. An der Innenseite fast nur 
die beiden untersten Streifen mit Ornamenten; in den Bildern ist stets die Figur des Königs 
mit den Namen abgemeißelt und ersetzt durch diejenigen von Thutmosis II. bzw. L; die 
Figuren und Namen des Amon sind überall unter Amenophis IV. ausgemeißelt. In den 
Bildern zeigen also nur einige Schriftzeichen in der Mitte jeder Darstellung den ursprüng- 
lichen Zustand. 

§ 5. Die nachträglichen Überarbeitungen'' unter Thutmosis II. und I. erstrecken sich 
auf alle Figuren und Namen des Königs in den Bildern der Innenseite; ferner auf die 
ersten Hälften, die Königsnamen enthaltend, in allen dekorativen Weihinschriften an den 
Außenwänden. Thutmosis kommt nur einmal vor (§ 15), sonst immer Thutmosis II. In den 

a Für die genauen Bestimmungen bin ich Professor Dr. Georg Schweinfurth zu Dank verpflichtet, 
b Die Photographien Tafel 1-3 lassen ^yeder den Unterschied der__Farbe deutlich erkennen, noch 
auch, da scharfes Seitenlicht fehlt, die Meißelspuren der nachträglichen Überarbeitungen. 

Eoeder, Naos. 



§ 5—10. KAIRO, NAOS 70001 a. 

stehen gelassenen Teilen der Inschriften der Hatschepsut hat mau, von einzelnen Flüchtig- 
keiten abgesehen, die auf die Königin bezüglichen weiblichen Endungen beseitigt: das femi- 
nalc <= ist abgemeißelt, um eine männliche Form des betreffenden Wortes herzustellen; die 
weiblichen rrouominalsiiftixe -*- und s=» sind ebenfalls weggemeißelt und z. T. durch 
die männlichen ^-^ und ^c^ ersetzt. — In den Bildern heben sich die von Thutmosis II. 
eingesetzten Teile deutlieh heraus 1. durch den Stil (§ 7); 2. durch die unebene und stumpfe 
Oberfläche, die unter dem Niveau der Hatschepsntbilder liegt; 3. durch die hellere Farbe; 
4. endlich sind überall die Meißelspuren zu erkennen, die den äußeren Eand der Ab- 
arbeitung angeben. An den Außenseiten ist der Befund in allen Punkten außer 3. ebenso; 
der geringere Unterschied in der Farbe mag durch nachträgliches Polieren (§ 3) be- 
wirkt sein. 

§ G. Die Ausmeißelungen unter Amenophis IV. betreffen an den Außenwänden die 
Namen des Amon und eines Teiles seiner Titel; und zwar gleichviel ob dieselben zur Arbeit 
der Hatschepsut oder zu den Einsetzungen von Thutmosis II. gehören. Ausgenommen ist 
nur die senkrechte Zeile an der äußeren Rückwand (§ 22); offenbar war sie unzugänglich, 
weil der Naos wie üblich an der Rückwand des Sanktuars stand. In den Bildern des Innern 
sind ausgemeißelt: die Figur des Amon, seine Namen, ein Teil seiner Beischriften, das 
hinter dem ithyphallischen Amon stehende Symbol, endlich die beiden Krugständer vor 
dem als schreitender Mann dargestellten Amon. Bei allen diesen Tilgungen hat man nicht 
wie bei den Änderungen unter Thutmosis II. mit Vorsicht eine glatte Oberfläche herzustellen 



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esucht, sondern mit einem scharfen Meißel und voller Kraft tief und unregelmäßig in das 



harte Holz hineingeschlagen; die brutalen Fanatiker haben dabei die dünnen Leisten an 
der linken Außenwand vollständig zertrümmert (vgl. Konstruktion). 

§ 7. Stil: Die unter Hatschepsut angeführten Skulpierungen (§ 4) sind in Hochrelief in sehr 
gutem Stil imd mit sorgfältiger Angabe der Details gearbeitet. Die Sehriftzeichen haben 
scharfe Umrisse und zeigen viele in das Relief gegrabene Einzelheiten und Schattierungen. 

§ 8. Die nachträglichen Einsetzungen von Thutmosis II. und I. (§ 5) sind, wenn auch in 
dem gleichen Stilcharakter, so doch von schlechteren Handwerkern und in flüchtigerer 
Weise ausgeführt. Der Grund ist nicht geglättet; er liegt in niedrigerem Niveau und die 
Figuren und Hieroglyphen sind weniger erhaben als in der Arbeit der Hatschepsut; endlich 
fehlt die gleichmäßige Politur. In den Darstellungen sind die Einzelheiten weniger sorg- 
fältig gezeichnet und die Schriftzeichen sind durchgehend gröber. 

§9. Konstruktion: Die linke Wand des Naos ist in drei Abteilungen hergestellt, einer 
unteren, mittleren und oberen; in jeder von ihnen sind die langen schmalen Ebenholz- 
bretter senkrecht gestellt. Zwischen je zwei Abteilungen und oberhalb der obersten ist 
eine Lage (Höbe 6 cm) von wagerecht verlegten Brettern angebracht. Die Bretter werden 
untereinander zusammengehalten durch Zapfen (Breite 2 — 3 cm) aus andersartigem Holz, die 
unsichtbar in den Fugen beiderseits eingelassen sind und durch von außen hineingesteckte 
Ebenholzstifte festgehalten werden''. An der Außenseite der Wand (Tafel 2) treten die oben 
erwähnten drei horizontal verlegten Bretter schwach vor; jedes trägt eine wagerechte Schrift- 
zeile (Nr. 1, 3 und 5). Für die entsprechenden Zeilen Nr. 2 und 4 sind besondere schmale 
Leisten (Dicke 2— 3 mm) mit Holzstiften auf der Wand befestigt; auf Tafel 2 deutlich er- 
kennbar an den Stellen, wo sie unter Amenophis IV. durchgeschlagen sind. 

§ 10. Die Wand ist an den Seiten- und der Oberkante durch Zapfen (wie oben) ver- 
bunden mit den anstoßenden Teilen der Vorder- und Rückwand und des Daches; unten 

a An zerbrochenen Stellen erkennbar. 



VORDERSEITE. LINKE AUSSENWAND. § 10—14. 

läuft sie aus iu vier zapfenähnlicbe Fortsätze', die in deu verlorenen Boden des Naos ein- 
faßten. 

§ 11. Die erhaltenen Ecken des Xaos haben keine Pfosten, aber die Konstruktion bewirkt 
in anderer Weise genügende Festigkeit. An der vorderen linken Ecke (Tafel 1 links] bilden 
Bretter von besonderer Länge (bis zu 70 cm) und Stärke (2 und 2,5 cm) die senkrechte Leiste, 
die den Türpfosten vertritt, und den Türanschlag; diese beiden Leisten greifen auf die 
linke Außenwand über und tragen dort die rechte senkrechte Zeile (Tafel 2 rechts). An 
der hinteren linken Ecke (Tafel 2 links) hat man an der Seiteuwand des Naos Bretter senk- 
recht in der vollen Höhe durchlaufen lassen; auf der durch sie gebildeten Leiste steht die 
linke senkrechte Zeile (§ 13). Mit ihr sind in der üblichen Weise durch Zapfen verbunden 
die Bretter der Kückwand des Naos, welche senkrecht auf die genannte Leiste stoßen 
(Tafel 1 rechts). 

Vorderseite. 

§ 12. Die linke Ecke der Vorderseite (Tafel 1 links) zeigt einen schmalen senkrechten Tür- 
pfosten mit einer Schriftzeile (§ 13); er enthält 90 cm über dem Boden ein Loch für den 
Kiegel (Tafel 1 links in der Mitte sichtbar). An den Pfosten stößt der Türauschiag; die 
Türöffnung war also nur durch einen Flügel verschlossen. Wie mit dieser großen Tür 
(Höhe mindestens 1,65 m) die Existenz zwei kleiner Türflügel (Höhe 75 cm; vgl. 70001b) 
zu vereinigen ist, geht aus dem Befund nicht hervor. Vielleicht war in den großen Tür- 
flügel eine Öffnung geschnitten, die durch zwei Türflügel verschlossen wurde; bei einer 
solchen Anlage verwenden andere Naos (z. B. 29752) praktischer eine feststellbare Einsatz- 
platte. — Für die Rekonstruktion der Vorderseite ist wahrscheinlich, daß nur ein schmaler 
Streifen mit einer Inschriftzeile an den Seiten, oben und vielleicht auch unten entlang lief; 
der größte Teil der Fläche war ofi"en und wurde durch den Türflügel verschlossen. 

§ 13. Senkrechte m-^ Zeile; eingerahmt von umlaufender schmaler Leiste. 

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Linke Außenwand (Tafel 2). 
§ 11. Die Dekoration gliedert sich in einen Sockel und ein Darstellungsfeld. Der Sockel 
zeigt siebenmal die doppelt umrahmte Tür und darüber ein wagerechtes Band; mit den 
gleichen Details wie au der Innenwand (§ 24). Das Darstellungsfeld, an dessen rechter und 
linker Seite eine senkrechte Schriftzeile läuft, enthält fünf wagerechte Schriftzellen und mit 
ihnen abwechselnd fünf Streifen mit ornamentalen Friesen. Jeder Fries wird gebildet von 
drei Gruppen von je zwei h, die abwechseln mit drei Gruppen von je zwei u (Tafel 71 c). 
Alle Schriftzeichen sind erhaben und »^^ gerichtet, d. h. sie sehen nach der Vorderseite des 
Naos; die Zeilen werden durch acht schmale Leisten eingefaßt. 

a Nach Naville pl. 27—28; jetzt in einen modernen Holzaockel eingelassen. 

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ausgehackt, ■ geschont. 

c — d Der Anfang, wohl bis zu d ^ einschließlich, ist nachträglich eingesetzt. 

e Der Mann streckt beide Hände vor; in der oberen ein "V (genauer auf Tafel 88, 3). 

1* 



§ 15-18. 



KAIRO, KAOS 70001 a. 



§ 15. Rechte senkrechte »>— > Zeile: 



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§ 17. Oberste wagerechte 



5«-^ Zeile: 

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§ 18. Zweite wagerechte 



Zeile^ 




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.1— b fast vollständig abgemeißelt bis auf o. c — d abgemeißelt. 

e — X — abgemeißelt. 

f— g nachträglich eingesetzt in schlechterer Schrift auf unregelmäßigem Grunde. 

h Der Mann streckt beide Hände vor; in der oberen ein -V- genauer auf Tafel 88, 3). 

1 N;wwvN ausgemeißelt, o geschont. k — 1 ausgemeißelt. 



m— n ^ ^^i:^ ausgemeißelt. 

o — X — ausgemeißelt. p— <1 nachträglich eingesetzt. 

r z. T. zerstört. s— t ausgemeißelt. 

u— V nachträgliche Einsetzung in schlechterer Schrift auf unsorgfältig geglättetem Grunde. 

w — X ausgemeißelt außer o. y — z ^ weggemeißelt. 

aa — »— weggemeißelt. bb Urkunden IV 277 Nr. 19. 

cc— dd nachträglich eingesetzt auf abgemeißeltem Grunde. 

ee Carter sah 1893 •¥" | I noch vollständig erhalten. 



ee — ff ausgemeißelt. gg o weggemeißelt. 

ii Sethes Ergänzung -/^ ' 



hh 



weggemeißelt. 



paßt nicht zu den Besten. 



LINKE AUSSENWAND. 



§ 19-22. 



§ 19. Dritte wagerechte 



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Zeile -^ 
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§20. Vierte wagerechte »»— > Zeile": 



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§ 21. Fünfte wagerechte *-^ Zeile 

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Äußere Rückwand. 

§ 22. Von der Rückwand ist nur der Ansatz an der linken Seitenwand in fast der ganzen 
Länge erhalten (Tafel 1 rechts); das Wandstück trägt die Löcher für die Zapfen, die es 
mit dem in der gleichen Ebene sich fortsetzenden Teil der Wand verband. Auf der Außen- 
seite läuft eine senkrechte >*-^ Zeile (die rechte Hälfte ist im oberen Teil weggebrochen): 




HU 







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u 



a Urkunden IV 276 Nr. 13. 
d — e ausgemeißelt außer I. 



b— c nachträglich eingesetzt auf abgemeißeltem Grunde. 



f— g ausgemeißelt; am Ende vielleicht 



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sind erhalten. 



h — i \\ wvAA/^ ausgemeißelt, O geschont. 

k weder Spur einer Ausmeißelung, noch Platz für <=>. 

1 wohl I I , also 'T' ^ zu ergänzen ? m nur die unteren Enden von 

u Urkunden IV 275 Nr. 8. o— p nachträglich eingesetzt auf abgemeißeltem Grunde. 

q— r abgemeißelt; oberer Teil weggebrochen; Sethes Ergänzung \\ ^ paßt nicht zu den 

Resten; [ob (| ^^ ^^ ^ zu lesen?]. 
s— t oberer Teil wohl nur zufällig weggebrochen; die erste Gruppe genauer auf Tafel 88, 2. 
u-v abgemeißelt außer O. w c. abgemeißelt. x es hat sicher kein ^ dagestanden. 

y oberer Teil zerstört. z— aa nachträglich eingesetzt, 

bb— cc ausgemeißelt außer ®. dd— ee ausgemeißelt, 

ff ^ weggemeißelt. gg es hat kein ^ dagestanden, 

hh— ü nachträglich eingesetzt auf ausgemeißeltem Grunde, 
kk cy weggemeißelt. 11 ^ weggemeißelt, 

mm Q weggemeißelt nn — weggemeißelt. 



§ 23—28. KAIRO, NAOS 70001 a. 

Linke Innenwand (Tafel 1). 
§ 23. Die Wand hat eine einheitliche Dekoration, welche besteht aus einem Sockel und 
einem Darstellungsfeld. Der Sockel trägt das Ornament der sechsmal wiederholten Palast- 
tür; jede TUr, über der ein Sturz angedeutet ist, ist doppelt umrahmt; zwischen je zwei 
Türen, sowie außerhalb der beiden äußersten-', ein glatter senkrechter Streifen. Der Sockel 
wird oben abgeschlossen durch ein Band, das aus zwei schmalen und zwei breiten wage- 
rechten parallelen Streifen besteht. 

§ 24. Das Darstellungsfeld ist umrahmt von einer umlaufenden Zierleiste. Diese stellt ein 
beiderseits gesäumtes Band dar mit Querstrichen, die in Gruppen zu je vier'' angeordnet 
sind; die Querstriche fehlen im unteren wagerechten Teile der Leiste. Das Darstellungs- 
feld enthält drei Reihen: in der untersten Reihe dreimal zwei jt, die mit je zwei Ih ab- 
wechseln (Ausführung wie außen § 14); in jeder der oberen Reihen zwei Bilder des Königs 
vor Amon. Das Bild oben links ist die letzte der Szenen des Rituals; vermutlich begann 
die Bilderfolge an der rechten Innenwand mit dem Offnen des Naos und dem Schauen 
des Gottes. — Der Sockel, die Zierleiste und die unterste Reihe sind unberührt im ur- 
sprünglichen Zustande, die vier Bilder jedoch überarbeitet (s. u.). 

Untere Reihe. 
§25. Zwei Bilder auf gemeinsamer Standleiste, getrennt durch eine senkrechte Leiste; 
oben durchlaufender f=^ Himmel; diese Einfassungen der Bilder sind überall ursprünglich 
und unberührt. 

Rechtes Bild. 

§ 26. Der König räuchert und sprengt Wasser vor dem ithyphalliscben Amon-Re. Die 
Figur des Königs und seine Namen sind nachträglich eingesetzt, die Beischrift vor ihm 
und die beiden Altäre jedoch ursprünglich. Die Figur und Namen des Gottes sowie das 
Symbol hinter ihm sind ausgemeißelt. 

§ 27. König »— * stehend , erhebt auf der linken Hand \J\^ und gießt mit der rechten 
vom oberen Rand (nicht aus dem Ausguß) eines PJ Kruges zwei Strahlen Wasser auf 
zwei Altäre; dieselben haben einen schlanken Fuß, der sich oberhalb eines Querbaudes zu 
einer \j Schale erweitert. — Kopftuch mit Lappen und Zopf*^^; abgesetztes Band über der 
Stirn, getrennt von dem Schläfenhaar; kein Schläfendreieck. Uräus, zweimal gewunden, 
reicht bis auf den Hinterkopf. Auge verlängert. Braue verstärkt. Halskragen glatt. Gürtel, 
abgesetzt gegen den Schwanz; vorn Schleife. Schurz mit dreieckig vorstehender Vorder- 
bahn, deren (vom Beschauer) linke Kante gesäumt ist; in der Mitte hängt ein Band (oben 
verdeckt durch den Arm des Königs) mit sechs Querstreifen und imten mit Bommeln ööö 
herab, das unten durch eine Querleiste gespannt wird; an jeder Seite ein Urans. Über 

ihm senkrecht: 4^ ^= ( Jz^J^"^^'^ I k ^"l- ^^^ ^^^ senkrecht: \k 

§28. Amon-Re -<—««'' Mann, auf einem vorn abgeschrägten Sockel stehend; Mumienkörper 
mit erigiertem beschnittenem Phallus. Der rechte Arm ist unterdrückt; im rückwärts er- 

a in Naville, Deir el Bahari pl. 28 von Carter falsch gezeichnet. 

b die einzelnen Striche haben überall gleichen Abstand voneinander; bei Carter falsch. 

c fehlt bei Carter irrtümlich. 

d Vase im Gestell; hinten Ausguß; das Wasser fließt vom oberen Rand nach vorn (genauer auf 
Tafel 88, 1). 

e Figur und Beischriften sind abgemeißelt; Tafel 68 gibt die erhaltenen Umrisse in Linien, die er- 
gänzten punktiert. f Napf mit Flamme; genauer auf Tafel 91, 137. 



LINKE INNENWAND. § 28—35. 

hobenea linken die dreisträhnige Geißel. Kopf vermutlich mit anliegender Kappe und 
einem Stirnband, das .sich in ein hinten bis fast auf den Sockel herabhängendes Band 
fortsetzt. Scheinbar in dem Stirnband steckten die beiden glatten Federn, auf denen 
wenigstens eine erhabene Spule angedeutet war. Gebogener Bart. Glatter Halskragen. 
Unterhalb desselben kam ein schmales Band zum Vorschein, dessen Enden kreuzweis her- 

abfallen. Über ihm senkrecht :^A-?-'^'=-^(lS^lii^-^=::^° ^- Hinter ihm senkrecht: 

»ISII-~Jf:=;?l. 

§ 29. Hinter Amon-Re steht als Symbol eine Tempelfassade mit Aufsatz. Der Tempel steht 
auf einem Sockel und hat eine Tür; auf dem außen umlaufenden Eundstab eine Hohl- 
kehle als oberer Abschluß. Auf dieser steht ein Aufsatz, von welchem unten das Q Symbol, 
darüber der Schaft der \ Säule und oben das Lotosblatt erhalten sind'. 



Linkes Bild. 
§ 30. Der König weiht zwei Krugständer vor Amon-Re. — Die Figur des Königs und seine 
Namen außer "^^ sind nachträglich eingesetzt, die Beischrift jedoch ist alt. Die Figur 
des Amon, seine Namen und die Krugständer sind abgemeißelt. 

§ 31. König *— > stehend; hält in der linken Hand einen langen Stab (glatt, unten nahe dem 
Ende ein Querstiick) und Keule, erhebt die rechte Hand (Daumen oben) nach vorn. Tracht wie 
im rechten Bild § 27; das Band am Mittelstück des Schurzes hat hier sieben Querstreifen. 



Über ihm senkrecht: ^^^-w^*^ i -^[jl 1 At^^" B^ischrift vor ihm wage- 

§ 32. Amon-Re (Tafel 67) < -* stehender Jlann, hält in der rechten Hand |, in der linken •¥-. 
Amonkrone: Untersatz, von dem hinten ein Band über den Gürtel hinaus herabhängt; zwei 
glatte Federn mit erhabener Spule. Auge verlängert. Braue verstärkt. Gebogener Bart- 
Glatter Halskragen. Enger Knieschurz mit Überschlag; Schwanz nicht erhalten. Über 

ihm senkrecht: I fl ^^^^ '' A.\ ^■mm/m^^:- 

§ 33. Vor Amon-Re stehen übereinander zwei Krugständer, der untere auf der Standleiste 
des Bildes, der obere auf eigener schmaler Standleiste. Die Krugständer sind in Seiten- 
ansicht gezeichnet: oben eine Leiste, an jeder Seite ein Bein, in der Mitte eine wagerechte 
Leiste (oder Standbrett?). Der untere enthält einen 0'^ und zwei n Krüge; der obere drei 
5", von denen nur der rechte einen Ausguß zu haben scheint. 

Obere Reihe. 
§ 34. Zwei Bilder wie in der unteren Reihe; Einfassungen unberührt. 

Rechtes Bild. 
§ 35. Der König ruft Amonre zu seiner Nahrung. — Die Figur des Königs und seine 
Namen sind nachträglich eingesetzt, die Beischrift vor ihm jedoch ursprünglich; in der 
senkrechten Zeile hinter dem Gott sind die beiden ursprünglichen s= weggemeißelt, das 
obere ist in -^=:x> verändert. Die Figur des Gottes und seine Namen sind ausgemeißelt. 

a zu ergänzen nach Naville, Deir el Bahari 1 pl. 2. 

b ^ weggemeißelt. c Genauer auf Tafel 91, 138. 



§ 36—42. KAIRO, NAOS 70001 a. LINKE INNENWAND. 

§ 36. König — > stehend; erhebt die linke Hand (Daumen nach oben), hält in der rechten •¥•. 
Tracht wie unten, linkes Bild §31: jedoch ist der Stirnstreifen des Kopftuches nicht ab- 
gesetzt gegen das Schläfenhaar und der Uräus hat drei Windungen; außerdem breiter 
grader Bart (Kopf: Tafel 71a); ferner hat das Band des Mittelstückes am Schurz fünfmal 

je zwei Querstreifen. Über ihm senkrecht: | T == (<.2=>^'~^~"j At^^" ^°'" ^^'™ 
senkrecht: t^ H '^ l'^^ 1) .^_ 

§ 37. Amon <-^- (Tafel 70): Haltung und Tracht wie unten links § 32. Über ihm senkrecht^: 
^A-?-H^|| ^(]~--|^1. Hinter ihm senkrechf^: ]||^{{j^ I^IE^S 






Linkes Bild. 

§ 38. Der König fegt(?) hinausgehend den Boden ab vor Amonre. — Die Fignr des Königs 
und seine Namen sind nachträglich eingesetzt, die Beischrift vor ihm ist jedocli ursprüng- 
lich. Die Figur und die Namen des Gottes sowie die Beischrift und das Symbol hinter 
ihm sind ausgemeißelt. 

§ 39. König <---# stehend, das Gesicht rückwärts »— ^ wendend; hält in der linken Hand 
einen am Boden nachschleppenden Gegenstand, der wie der vergrößerte untere Teil des 
Königsschwanzes aussieht; die rechte Hand hängt frei nach vorn herab. Perücke, deren 
Form an das Kopftuch erinnert (Tafel 71b): das lange Haar ist auf dem Rücken zu einem 
Zopf zusammengefaßt, dessen breites Ende in der Achsel sichtbar ist. Stirnstreifen, gegen 
das Schläfenhaar abgesetzt. Der Uräus, zweimal gewunden, reicht bis an den Hinterkopf 
heran. Breiter grader Bart. Glatter Halskragen. Schurz wie unten rechts § 27; jedoch 
sechsmal zwei Querstreifen am Band des Mittelstückes ; der Saum der dreieckigen Vorder- 
bahn läuft hier an der rechten Seite. Über ihm »—>- senkrecht: j T , , (»^^'^-a^aj 

^A'tSl" Vor ihm »-> senkrecht": H \^^ ^h 

§ 40. Amon <^s (Tafel 69): Gestalt, Haltung und Tracht wie unten rechts § 28; die Kopf- 
bedeckung ist unsicher. Über ihm senkrecht': ir1'=:z::7 ^^ ^^r:^ ^. Hinter 
ihm senkrecht: <«8<.-?-^|n j if'^"^ Q- 

§ 41. Das Symbol hinter ihm besteht aus Tempelfassade (wie unten rechts § 29) und Auf- 
satz; der letztere besteht aus Q, einer Säule (wohl mit „Lilien-, nicht Papyruskapitell) 
und einem Gemüse (Salat oder Kohl) mit oben sich ausbreitenden Blättern. 

§ 42. Bibliographie: Journal d'entr6 30739 (Septembre 1903). — Naville. Deir el Baliaii II :189ö) p. 1—4, 
pl. 25—29.'— Inschriften z. T. in Sethe', Urkunden IV (= der 18. Dynastie I, Leipzig 1906) 275—296; 
behandelt von Sethe in A.Z. 36 (1898), 31. — Übersetzt in Breasted, Aneient Records II (1906) § 126. — 
Maspero, Guide du Musee^ (1912) 492 Nr. 4920. 

a Zeile 1 geschont, 2 abgemeißelt. b unberührt bis auf die Zeichen bei c und d. 

c >v -6 nachträglich eingesetzt über weggemeißeltem " g • > . d deutlich weggemeißeltes % '> . 

e Anfang unberührt; die drei letzten Zeichen sind, wenigstens sicher teilweise, nachträglich über- 
arbeitet. 

f Zeile 2 und 3 abgemeißelt, O 1 geschont. 

g Sethes Emendationen beruhen auf der irrigen Voraussetzung, daß am Anfang die ursprünglichen 
Schriftzeichen, nur an einzelnen Stellen überarbeitet, erhalten seien. 

h n überragt die Gruppe ; genauer auf Tafel 91, 139. 



KAIRO, NAOS 70001 b. INNENSEITE DES TÜRFLÜGELS. § 43—48. 

§ 43. 70001 b. Linker Türflügel des Naos 70001 a. 

Höhe: 75cm. Material, Zeit, Herkunft und Stil: wie Naos 70001a. An- 
sicht von außen: Tafel 3a; von innen: Tafel 3b. Senkrechter Schnitt: Tafel 59b. 
Wagerechter Schnitt: Tafel 59c. Details aus den Reliefs: Tafel 72 — 73. 

§44. Erhaltung: Außen fehlt der unterste Querstab und Teile der beiden darüber ange- 
brachten; ferner sind die Bronzebeschläge mit den Zapfen abgefallen und der sie haltende 
Holzkern ist zum Teil weggebrochen. Innen sind an. den Fugen kleine Stücke abge- 
splittert. 

§ 45. Beschreibung: Der linke Flügel ist der bei der geschlossenen Tür außen aufliegende; 
er hat an der seitlichen und unteren Kante einen Falz (vgl. die Schnitte Tafel 59bcJ. 
Die Seitenkante, um welche sich der Türflügel bei dem Ütfnen dreht, ist gerundet. Oben und 
unten an derselben ist sowohl innen wie außen und auch um die gerundete Kante herum 
das Holz an einem Teil der Oberfläche (etwa 2x7 cm, bzw. 4x6 cm) um etwa 3 mm 
ausgehoben; hier waren die Bronzebeschläge aufgenagelt, an welchen die Zapfen saßen. 

§46. Der Flügel besteht aus fünf schmalen Brettern, die über die ganze Höhe der Tür 
reichen, kleine Stücke sind eingeflickt; die einzelnen Teile werden zusammengehalten durch 
beiderseits eingelassene Zapfen aus hellbraunem Holz^, die durch Ebenholzstifte befestigt 
sind. Außen sind elf' Leisten von etwa halbkreisförmigem Querschnitt quer über die Bretter 
gelegt und mit je fünf Ebenholzstiften befestigt. Auf der Außenseite des Flügels sind 
ferner zwei Ösen angebracht, in denen ein Riegel' lief; weiter unterhalb eine zweite Öse, 
in welche der auf dem rechten Türflügel befestigte Riegel hineingeschoben wurde. Zwischen 
beiden Riegeln sitzt, etwa oberhalb der Mitte des Türflügels ein Haken, dem ein gleich- 
geformter auf dem rechten Flügel entsprochen haben muß; sie sind offenbar für die 
Schnur mit dem Siegel bestimmt. Alle genannten Ösen und Haken bestehen aus starkem 
Bronzedraht; dieser ist durch die ganze Dicke des Flügels gezogen und die Enden sind 
auf der Innenseite umgebogen und eingehämmert. Wo bei der Arbeit größere Löcher ent- 
standen sind, hat man diese mit einem schwarzen Kitt verklebt. 

Innenseite des Türflügels. 

§ 47. An den Außenkanten der Innenseite ist ein schmaler Streifen der Oberfläche stehen 
gelassen, der ganze innere Teil ist ausgehoben; dabei hat man das Hochrelief ausgespart 
für zwei übereinander gestellte Bilder und einen Abschlußstreifen darüber. Jedes Bild und 
der Streifen ist oben abgeschlossen durch einen i^=^ Himmel, auf Avelchem Sterne (* Scheibe 
mit fünf Strahlen) angegeben sind; das obere Bild steht auf besonderer Standleiste. Die 
Figuren der Bilder sind so gewendet, daß bei geöffneter Tür der Gott aus dem Naos her- 
ausschaut und der König von außen vor ihn tritt. 

Unteres Bild. 

§ 48. Der König steht betend vor Amon. — Die Figur des Köuigs und alle Beischriften 
zu ihm sind nachträglich eingesetzt: die Figur des Amon mit ihren Beischriften ist aus- 
gemeißelt. 

a nicht Ebenholz; sichtbar auf Tafel 3 b rechts oben. 

b die unterste fehlt. 

c der Riegel selbst, der der obere von den beiden war, ist verloren. 

Roeder, Naos. 2 



10 



§ 49—55. 



KAIRO, NAOS 70001 b. OBERER ABSCHLUSSSTREIFEN. 



§ 49. König; •^*^^ stehend mit lierabbängenden Händen. Oberägyptisclie Krone, vorn Uräus. 
Auge ohne Scbniinkstreifeu. Kein Bart. Glatter Halskragen. Schurz wie Kaos 70001a, § 31. 

Über ihm senkrecht: "^"^ J ^f ^[j ^ J Ar ^°'" ^^^ senkrecht: j^m,- 



§ 50. Amon (Tafel 73) -^-m. Haltung und Tracht wie Naos 70001a, § 32; jedoch sind an 
der linken Feder der Krone außer der Spule auch ein Paar gebogene Queradern erhalten; 
ferner ist der Überschlag des Schurzes gestreift; am linken Handgelenk ein Band (beider- 

seits gesäumt mit Querstreifen). Über ihm senkrecht: l\ -r I -^^^^Oy- Hinter 

ihm senkrecht: |X} ^^ ] i ] '"''^ 8 O X V r ^^ ''^^^^ "T | ^^ 

Oberes Bild. 

§ 51. Der König bringt ein Weißbrot dar vor Amonre. — Die Figur des Königs und 
seine Namen sind nachträglich eingesetzt; die Beischrift vor ihm jedoch ist alt. Die Figur 
des Amonre, alle Beischriften und das Symbol hinter ihm sind ausgemeißelt. 

§ 53. König m-^ stehend; erhebt auf der linken Hand A und hält die rechte schützend 
(Innenfläche nach vorn, Daumen falsch rechts gezeichnet) dahinter. Tracht wie Naos 70001 a 
§ 27; jedoch hat das Band des Mittelstückes des Schurzes fünfmal zwei Querleisten 

und endet in eine Querleiste mit fünf Bommeln. ^^'--- -•■— ^ '■'• 

2 



O 



Über ihm senkrecht: 
FAfoEä- Vor ihm senkrecht: \^ ^X^H 



§ 53. Amonre <— «< Zeichnung 145 wie Naos 70001 a § 27 mit einigen Abweichungen: 
der Sockel vorn senkrecht; Halskragen mit mehreren Reihen: die inneren quergestreift, 
die äußerste mit Bommeln : J\ Geißel mit drei Reihen zu je drei Perlen am herab- 
hängenden Teile. Über ihm senkrecht: [1 ^A-t-k^=^. Hinter ihm senkrecht: °m«°-T- 
<!Yf> 'W^W^WM^ "^"'^ I tii 1 1 

Oberer Abschlnßstreifeu. 

§ o-t. Der Name des Königs in Verbindung mit der geflügelten Sonnenscheibe. — Nur 
der Himmel über dem Streifen ist unberührt; die ganze Darstellung ist nachträglich ein- 
gesetzt. 



§ 55. In der Mitte senkrecht 



o 



L^ 



Das Zeichen O ist unverhältnismäßig groß und 



von ihm herabhängend sind die beiden Schlangen gedacht, die sich unten an den Seiten 
der Cartouche aufrichten. Neben dem O setzt außen an jeder Seite des Königsringes ein 
Flügel an, der aus zwei Teilen besteht; der innere ist glatt, der äußere hat lange Schwung- 
federn. Der innere Teil hat am Ende einen trapezförmigen Fortsatz, der auf die Schwung- 
federn hinüber reicht; ferner hat er oben einen gewellten Saum, der auf der Mitte des 



a Die ganze Zeile ist von Amenophis IV. ausgemeißelt, so daß die sichere Feststellung von Über- 
arbeitungen durch Thutmosis II. unmöglich geworden ist. 

b Die Eeste der ausgemeißelten Zeichen passen nicht zu 



■o» 



KAlhOr^^-öS-?0ü02. 70003. § 55—62. 11 

genannten Fortsatzes mit einer aufwärts gebogenen Spitze endet. Links >»-^ unter der Sonne: 
(1 ,^«A^/|, \>. [1 [1 . rechts ebenso < -; in beiden Fällen ist [1^^ schwach ausgemeißelt. 

§ 56. Bibliographie: Wie 70001 a; jedooh: Journal d'entree 30740. — AFaspero, Guido du Musee^ (1912) ÖOG 
Nr. Ö22Ö. — Außerdem: Horchardt, Kunstwerlie aus dem Museum zu Kairo, Tafel 24. 



§ 57. 70002. Naos von Thutmosis IV. für Ptah (?). 

Hellbrauner krystalliiiisclier Sandstein. Höhe: 43 cm. Zeit: Tlnitniosis TV. 
Ansicht: Tafel 8b. Senkrecliter Schnitt: Tafel 62(1. 

§58. Arbeit: Die Architekturformen sind sauber und scharf herausgearbeitet, die Ober- 
fläche ist sorgfältig geglättet. Die Inschrift ist leicht eingegraben, aber in gutem Stil. 
§ 59. Erhallung: Alle vorspringenden Teile und Ecken (besonders die Rundstäbe und Hohl- 
kehlen) sind abgeschliifen. Der vordere Teil des Sockels ist abgestoßen. In die Vorder- 
seite ist ziemlich sorgfältig ein großes Loch gehauen, wobei man auch den oberen Teil des 
Götterbildes weggenommen hat. 

§ 60. Monolither Naos mit glatter äußerer Rückwand. Der Sockel springt vorn stark, an 
den Seiten schwach vor. An den vorderen (wohl nicht an den hinteren) Ecken des Ober- 
baues steigen Rundstäbe auf, die oben wagerecht verlaufen (Durchmesser 1,6 cm); sie tragen 
die umlaufende Hohlkehle und auf dieser ruht, etwas zurückspringend, das Dach, das vorn 
steil ansteigt und nach hinten allmählich abfällt. Die Seitenflächen des Oberbaues sind 
glatt. Die Vorderseite zeigt eine von glatten Leisten umrahmte Oifnung (Höhe 21 cm. 
Breite 16 cm). In dieser steht, an eine um 1 cm zurückspringende Wand gelehnt, ein 
Götterbild in Rundskulptur. Der obere Teil fehlt; nach der erhaltenen unteren Hälfte war 
es ein Gott (Ptah oder Osiris?) in Mumienleib (Füße umhüllt). Bei einer Rekonstruktion, 
die sich an die Grüßenverhältnisse der Beine anlehnt, scheint eine Krone über dem Kopf 
kaum möglich zu sein; also stellte die Statue wohl Ptah dar (vgl. die Rekonstruktion 
Tafel 62 d). 

§ 61. Auf der Oberfläche der Dachplatte steht eine Inschrift in senkrechten »-^ Zeilen, 
die von vorn nach hinten laufen; die Zeilen sind durch senkrechte Linien eingefaßt. 



§ 62. 70003. Naos von Kamses II. für die Sonnengötter 

aus Tanis. 

Rotbrauner harter Sandstein. Sockel 1,90 m breit und 2,71 m tief; Gresamt- 
höhe 1,56 m. Ansicht von hinten: Tafel 4. Wag-erechter Schnitt: Tafel 54a. 
Senkrechter Schnitt: Tafel 54b. Details aus den Reliefs: Tafel 74a. 84 f. 
85a— c. 87 b— c. 

a— b ausgemeißelt; lies ü oder ü v^^; das nicht ganz sichere '=^ ^-—7 hat G. Farina ge- 

lesen. 

2* 



12 



§ 62- 



-67. 



KAIRO, NAOS 70003. 



Arbeit: Alle Darstellungen und Inschriften sind vertieft eingeschnitten in dem typischen Stil 
der Zeit Ramses II., schematisch in der Komposition und etwas flüchtig in der Ausführung. 
Erhaltung: Am Sockel und Dach fehlt der vordere Teil, an der rechten Seitenwand der 
mittlere Teil. Ein Sprung läuft durch den hinteren Teil der rechten Seitenwand und der 
Kückwand. 

Herkunft: Tanis; im Juli 1904 in das Museum gebracht. Die beiden Naos 70003 und 70004 
waren zusammen mit Obelisken vor dem Tempel aufgestellt, und zwar als Pendants die 
Zugangsstraße flankierend, die Vorderseiten einander zuwendend (nach Petrie); 70003 auf 
der Nordseite, 70004 auf der Südseite der Straße. 

§ 63. Monolither Naos mit Sockel und mit einem sich nach oben verjüngenden Oberbau 
und mit gewölbtem Dach; die vordere Hälfte des Massivs ist ausgehöhlt zu einem Innen- 
raum, an dessen Rückwand drei halb plastische Statuen sitzen. Die Seitenwände dieses 
Innenraumes konvergieren nach oben und verjüngen sich gleichzeitig. Das innen und außen 
in gleicher Weise gewölbte Dach steigt ohne Vermittlung von den Seitenwänden auf. 
Charakteristisch für die Konstruktion dieses Naos ist das Fehlen von Architekturgliedern ; 
alle Wände sind ebene Flächen ohne architektonische Gliederung. Die Außenflächen des 
Oberbaues und des Daches sowie die Seitenwände des Innenraumes sind mit Darstellungen 
und Inschriften bedeckt. 

Vorderseite. 

ij 64. Auf der Front des Naos stehen Inschriften, die zu einer über Seitenwände und Dach 
hinweglaufeuden Zeile gruppiert sind, eingefaßt von zwei durchgezogenen Linien; Hieroglyphen 
und Linien wie überall vertieft. Die ^»^-^ <— «^ gewendeten Inschriften stoßen in der Mitte 
des Daches zusammen und enden am Sockel; sie sind am Dach wagerecht, an den Seiten- 



wänden senkrecht geschrieben. Rechts: 

O 



Ifl 




iiJi.^ 



Links: 



Linke Außenwand. 

§ 65. Drei Bilder auf gemeinsamer Standlinie, oben durchlaufender Himmel 

Rechtes Bild. 
§ 66. Der König opfert Wein vor Re-Harachte. 

§ 67. König ■<— «« stehend, erhebt auf jeder Hand ein c> Krug. Kriegshelm, vorn mit Uräus, 
hinten fallen zwei Bänder auf den Rücken herab. Am Hals vorn zwei Fältchen. Hals- 
kragen in fünf glatten Reihen. Auf dem linken Oberarm glattes Band, längsgeteilt. Weiter 
Knieschurz mit Gürtel und Schwanz. Der Gürtel, der vorn ein glattes Schild hat, ist oben 
und unten gesäumt; vorn außerhalb eine Schleife. Am Schurz (Tafel 85 c) hat der hintere 
anliegende Teil parallele Längsfalten. Der vorstehende Teil hat Faltenlinien, die von der 
Spitze strahlenförmig nach hinten laufen. Auf ihm liegt ein vom Gürtel herabfallendes 
Mittelstück, an dem unten drei Bommeln hängen; an jeder Seite eine unten sich auf- 
richtende Schlange mit Sonne; das ganze Gehänge unten abgeschlossen durch eine wage- 
rechte Leiste. Außen am Gehänge an jeder Seite zwei Bänder. — Über dem König 
schwebt iOi eine Sonne mit zwei Schlangen. Senkrechte Beischriften; vor dem 

o 



rechte Abschlußzeile hinter ihm: ^ "' 





König: 



Senk- 



m)cs\\\ 



LINKE AUSSElStWAND. § 68—74. 13 

§ 6S. Re-Harachte *-^ stehender Mann mit Falkenkopf, darauf Sonno mit Uräus sq. 
Er hält in der linken Hand 1, in der rechten -r-. Am Auge die Einfassung ^ des Horus- 
auges. Langes dreisträhniges Haar, längsgestreift; das untere Ende der beiden vorderen 
Strähnen ist glatt, oben durch eine wagerechte Linie abgeschlossen. Halskragen in fünf 
glatten Streifen. Armband an den Oberarmen, längsgeteilt (Tafel 87c); Armband an den 
Handgelenken glatt mit gesäumten Außenrändern (Tafel 87 b). Enger Knieschurz mit 
Gürtel und Schwanz. Gürtel wie bei dem König. Auf dem hinteren Teil des Schurzes 
liegt ein Überschlag, der in parallelen Falten längsgestreift ist. Über ihm senkrecht: 

5Iittleres Bild. 
§ 69. Der König bringt ein Weißbrot dar vor Atum. 

§ 70. König «-^ stehend; erhebt auf der rechten Hand A und hält die linke dahinter 
(Innenfläche nach vorn). Kopftuch mit den üblichen Faltenlinien; vorn Uräus; über der 
Stirn glattes Band, das gegen das Schläfenhaar nicht abgesetzt ist; Schläfendreieck ver- 
tieft; der vordere Rand des Lappens hat vom Ohr abwärts einen glatten Saum: der Zopf 
wird unter der linken Schulter wieder sichtbar. Auf dem Kopftuch steht frei die Doppel- 
krone; die oberägyptische ist bis unten durchgezogen. Halskragen in vier glatten Reihen. 
Armband am linken Oberarm wie Tafel 87c; an beiden Handgelenken wie Tafel 87b. 
Weiter Knieschurz mit Gürtel und Schwanz wie im rechten Bild. Senkrechte Beischriften; 

3^ijJ (1 M. Senkrechte Abschlußzeile hinter ihm: ^\^ f'o 1 \^ r2^ 1 "^ fW 



-fl 



n 



^^rr-TL 111 ® " 



§ 71. Atum M-^ stehender Mann; hält in der linken Hand 1 , in der rechten ■¥-. Doppel- 
krone ohne Uräus; die weiße Krone ist bis unten durchgezogen. Gebogener Bart. Vorn 
am Hals zwei kleine Fältchen. Halskragen in vier glatten Reihen. Armbänder nur an 
den Handgelenken (wie Tafel 87b). Enger Knieschurz, Gürtel und Schwanz wie bei Re- 
Harachte im rechten Bild (§68). Über ihm senkrecht: Jn ^^:=^\\\ ■ 

Linkes Bild. 
§ 72. Der König opfert vor Chepra. 

§ 73. König -^^« stehend, erhebt auf jeder Hand einen M7 Topf. Tracht genau wie im 
rechten Bild (§ 67); jedoch hat der Halskragen nur vier glatte Reihen. — Über dem König 

eine Sonne mit zwei Schlangen iQs. Senkrechte Beischriften vor dem König: a ^ 
rAt- Cber de. K..,: ' g Q ^lMl ' ^^ CM^TO ' '^'^ 
rechte Abschlußzeile hinter ihm: ^1^ Co 1 d i^ jl "^ f^Ä^^^^ffi N ] |\^ fl fl" 

§ 74:. Chepra »»— > stehender Mann; hält in der linken Hand j, in der rechten ^. Langes 

Haar, längsgestreift; über die rechte Schulter fällt eine Strähne herab, die unten einen 
glatten Abschlnßstreifen hat; das Haar hat hinten über der rechten Schulter einen gerundeten 
Abschluß, so daß also keine Strähne auf den Rücken fallend gedacht ist (anders als bei 



14 § 74—80. KAIRO, NAOS 70003. 

dem Frauenhaar; vgl. Tafel 83 d). Auf dem Kopf Sonne mit Uräus tQ. Gebogener Bart. 
Halskragen in fünf glatten Kcilicu. Enger Kuiescliurz mit Gürtel und Schwanz wie Ijei 
Re-IIarachte im rechten Bild (§ 68). Armbänder nur an den Handgelenken wie Tafel 87b. 

Über ihm senkrecht: M rff A ^J^ ''^-=— • Senkrechte Abschlußzeile hinter ihm: 4=^ 

Äußere Rückwand. — Emmanuel de Rouge, Album photographique de la Mission remplie 
en figypte 1863—1864, Paris [1865], Nr. 138. 

§ 75. Unten zwei Bilder von derselben Höhe wie an den Seitenwänden; gemeinsame Stand- 
linie, oben durchlaufender Himmel F=q. Darüber, d. h. auf der ^^^ gestaltigen Rückwand 
des Daches, eine Darstellung. 

Bild nuten rechts. 

§ 76. Der König opfert vor Schow. 

§ 77. König -^-« stehend, erhebt auf jeder Hand einen Krug. Halblanges Haar, längs- 
gestreift, das Ohr bedeckend, unten wagerecht abgeschnitten; um den Oberkopf ein wage- 
rechtes Band; vorn Uräus. Auf dem Kopf steht frei die Doppelkrone; die oberägyptische 
ist bis unten durchgezogen. Gerader Bart. Halskragen in drei Reihen. An jedem Hand- 
gelenk ein glattes Band (nicht gesäumt). Schurz mit Gürtel und Schwanz wie Tafel 85 c; 

jedoch ist der Gürtel glatt. Vor ihm senkrecht: ■== ( O ] V) £" — - I ( n/li '^=^ 



[ Senkrechte Abschlußzeile hinter ihm: ^\^ (^W^^^O^ "^ f^W^ [1] 



nj'^m- 



§ 78. Schow «-^ stehender Mann; hält in der linken Hand 1 , in der rechten -t-- Haar 
ähnlich wie Frauenhaar; jedoch fällt der hintere Rand steil ab und die auf den Rücken 
fallende Strähne ist nicht gezeichnet (wie Tafel 83e). Auf dem Kopf eine Straußenfeder K. 
Gebogener Bart; gehalten von einem Bande, das hinter das Ohr läuft. Halskragen in 
vier glatten Reihen. Enger Knieschurz mit Gürtel und Schwanz; Gürtel wie Tafel 80c; 
Schurz längsgestreift in parallelen Faltenlinien. Senkrechte Beischriften oben vor ihm: 

ü'^wj^^' tiiiitcr ifa™- -V- 1 ''^^^^- Senkrechte .^-> Abschlußzeile hinter Schow: 

Bild unten links. 
§ 79. Der König opfert vor Geb. 

§ 80. König •*— ^ stehend, erhebt auf jeder Hand ein Q Salbengelaß. Kopf zerstört, hat 
wohl halblanges Haar, darauf freistehend die Doppelkrone (oberägyptische Krone durchge- 
zogen). Hals zerstört. Keine Armbänder. Schurz mit Schwanz wie Tafel 85c im Spiegelbild; 



Gürtel glatt. Über ihm senkrecht: ^2 ( oi%ßf^ I ^~~^ ( h ll ''=^ iti 



m 



a Genauer auf Tafel 88, 4. 



ÄUSSERE KUCKWAND. RECHTE AUSSENWAND. 



§ 80—88. 



15 



Senkrechte Abschlußzeile hinter ihm: ^\ 

i ö 



ojM:Jm(M^M£\ 



\ipI=!L 



§ 81. Geb <^s- stehender Mann; hält in der rechten Hand |, in der linken -V-. Langes 
Haar wie bei Schow § 78. Gebogener Bart. Halskragen in vier glatten Reihen. An jedem 
Handgelenk ein glattes Band. Enger Knieschurz mit Gürtel und Schwanz: Gürtel vorn 
mit Schild, sonst glatt; auf dem Schurz liegt hinten ein Überschlag mit senkrechten Falten- 



Knien. Über ihm senkrecht 



Senkrechte AbschluHzeile hinter ihm : 



Oberes Bild. 

§ 82, Atum und Re-Harachte geben Glück und Leben dem Künig, der nur durch seine 
Namen symbolisch angedeutet ist. Über der ganzen Darstellung, die ein ci- förmiges Feld 
bedeckt, ein gewölbter i^=i Himmel, der jedoch nicht bis an die Ecken herunter reicht. 
Darunter eine ebenfalls gebogene geflügelte Sonne ohne Schlangen; die Flügel sind unten 
voneinander getrennt; ihr oberer Ansatz steigt gebogen an: jeder FlUgel ist zweiteilig: 
der innere glatt, der äußere mit langen Schwingen. 



§83. In der Mitte die Namen: 



w/1 



i^ 



n 




^' 



w=ii 



^ 



a — b Die Schrift in beiden 
Zeilen ist m — > gerichtet. 



§ 84. Links sitzt Atum ^— > als Mann auf einem Thron; er hält in der linken Hand 1 

_ n _ - _ _ _ _ . _ t' 

m 

1 



und -r und reicht mit der rechten dem Horusfalken, der auf dem Namen des Königs steht, 

A 1 Q 

und ■¥■ hin. Doppelkrone. Enger Knieschurz mit Schwanz, der von den Knieen vorn 
heraushängt. Thron jj mit Ecklinie. Kein Name, da die Figur eigentlich nur ein großes 



Schriftzeichen ist. Hinter ihm senkrecht 



^'Af' 



l^p J 






^n^-o 



/ATi 



§ 85. Rechts sitzt Re-Harachte <— «« als Mann mit Falkenkopf; Haltung, Schurz und 
Thron wie Atum (links); langes dreisträhniges Haar; auf dem Kopf Sonne mit Uräus. 

Hinter ihm vier senkrechte Zeilen wie bei Atum, jedoch endend: A-V- V ^1- 



ÜTi 



Rechte Außenwand. 

86. Drei Bilder auf gemeinsamer Standlinie; oben durchlaufender 



Himmel. 



Linkes Bild. 

§ 87. Der König opfert Wein vor Re-Harachte. 

§88. König »-^ stehend, erhebt auf jeder Hand einen ö Krug. Kriegshelm, vorn mit 

Uräus, hinten mit zwei Bändern. Am Halse vorn zwei kleine Fältchen. Halskragen in 



16 



§ 88—95. 



KAIRO, NAOS 70003. 



fünf glatten Reihen. An jedem Oberarm ein Band wie Tafel 87c, an jedem Handgelenk 
wie Tafel 87 b. Gürtel und Schurz (nur vorn oben erhalten) war wie Tafel 85 c (im Spiegel- 
bild). Beine weggebrochen. — Über ihm eine iQi Sonne mit zwei Schlangen. — Über ihm 

senkrecht: ^= 



öuM- 



i 



m % 

89. ]\e-Harachte <-^ 



Senkrechte Abschlußzeile hinter ihm 




stehender Mann mit Falkenkopf, darauf Sonne mit Uräus sQ ; hält 
in der rechten Hand ] , linke herabhängend (weggebrochen). Langes dreisträhniges Haar, 
längsgestreift; die beiden vorderen Strähnen haben unten ein glattes Abschlußband. Hals- 
kragen in sechs glatten Reihen. Unterhalb der Brust weggebrochen. Über ihm senkrecht: 



n' 



Mittleres Bild. 

§ 90. Erhalten nur links die senkrechte .-^-> Abschlußzeile hinter dem König: ^ 




Rechtes Bild. 



§ 91. Der König opfert vor Chepra. 



§ 92. König -^->- stehend, erhebt auf jeder Hand einen \j Topf. Kriegshelm, vorn Uräus, 
hinten zwei Bänder. Am Halse vorn zwei kleine Fältchen. Halskragen in fünf Reihen. 
Armband am rechten Oberarm wie Tafel 87 c, an den beiden Handgelenken wie Tafel 87b. 
Schurz, Gürtel und Schwanz wie Tafel 85 c. 

1 



Über ihm iQs Sonne mit zwei Schlangen. — 



Über ihm senkrecht: 






vor ihm: 



k 



C^ III ! 



Af- 



Senkrechte Abschlußzeile hinter ihm: 



W/-'l 



1^ 

^1:^ AA/VV\A 



y^ 



i 



§ 93. Chepra -^-^ genau das Spiegelbild des Chepra § 74. Abweichend nur das Ende 

'ysnü 



der senkrechten Abschlußzeile: 



Dach.*^ 

§ 94. Über die ganze Länge des Daches von vorn nach hinten laufen drei parallele In- 
schriftzeilen; eine in der Mitte; je eine an den Kanten der Dachwölbung und der seitliehen 
Außentlächen. Die beiden Längsstreifen zwischen den drei Zeilen sind ausgefüllt mit 
fliegenden Geiern, zwischen denen quer Zeilen mit den Namen des Königs laufen. 

§95. Rechte Zeile, <-^: wagerecht geschrieben'': 

0^ ntk ^^e^ 



ÄssM(°I...'.».-="-"-'»...llfl2&flfl 



I I I 



o 



C^timlA 



,f. 



a Genauer auf Tafel 88, 4. 

b Höhe IC cm. c Petrie Tanis II (London 1888) pl. I 68 zu p. 9. 



LINKE SEITENWAND. INNENRAUM. 
96. Mittlere Zeile, »— > senkrecht geschrieben'': 



§ 96—102. 



i> Zeile i 

..". i 



m. " 

1 ;^3r:n: 



m-^dfcSDt 



^^1 . 



§97. Linke Zeile, 



wagerecht geschrieben^: 



D I 



MCöim^ÖMiDÄM 



4!° 



s 
I I I 



MiOH 



Rechte Seite des Daches. 
§ 98. Der schmale Streifen zwischen der rechten und der mittleren Zeile ist ausgefüllt mit 
fünf Geiern (Tafel 74a)'i, die von hinten nach vorn fliegen und den Kopf nach *—> innen wen- 
den; am Anfang und Ende der Darstellung, sowie zwischen den Geiern läuft eine wagerechte 



)»-^ Zeile (also zusammen sechs), gleichlautend: |i^( 0'"'\^i2^ l'^>( '^f-l^ffi "'-- 1 

A -r . Jeder Geier ist vertieft in folgender Weise gezeichnet: der Leib ist erhaben und glatt, 
die Flügel ausgebreitet; in jedem der zur Seite gespreizten Fänge hält er Q und einen 1, 
Wedel. Die Flügel sind zweiteilig; auf dem inneren glatten liegt ein erhabener Streifen, 
der äußere hat lange Schwingen. Der Schwanz ist glatt und verbreitert sich. 

Linke Seite des Daches. 
§ 99. Genau das Pendant zur rechten Seite. Die Geier sind -&-« nach innen gewendet, 
ebenso die Schriftzeilen. Erhalten Geier 3—5 imd Teile von 1—2; Zeile 2— 6. 



17 



Innenz-aum. 

§ 100. Der Boden und die gewölbte Decke haben keine Darstellungen, jede Seitenwand 
trägt ein Bild, die Rückwand drei Statuen. 

Linke Seitenwaud. 
§ 101. Der König opfert Wein vor Atum. 

§ 102. König - -> knieend auf einem niedrigen rechtwinkligen Sockel; erhebt auf jeder 
Hand einen ö Topf Kopftuch (Tafel 84 f), vorn Uräus, SchUifendreieck vertieft, Zopf sicht- 
bar unter der rechten Schulter; der Streifen über der Stirn ist gegen das Schläfenhaar 
nicht abgesetzt; parallele Faltenlinien über das ganze Kopftuch, nur der vordere Rand des 
Lappens ist vom Ohr abwärts gesäumt. Am Hals vorn zwei kleine Fältchen. Halskragen 
in vier glatten Streifen. Keine Armbänder. Glatter Gürtel. Knieschurz mit parallelen 
Falten; vorn ein dreieckiges hochstehendes Mittelstück mit Linien, die von der Ecke unten 
rechts strahlenförmig ausgehen. Auf dem Mittelstück liegt ein glattes Gehäuge (unten keine 
Bommeln]; an jeder Seite richtet sich eine Sonne mit Schlange auf Der Schwanz ist hinten 
angegeben und hängt vorn heraus. — Über dem König eine iOj Sonne, an jeder Seite eine 

a Höhe 16 cm. 

b Hockender Gott mit Doppelkrone (oberägyptische Krone bis nntea durchgezogen; kein Uräus und 

Bart; auf den Knieen y (genauer auf Tafel 88, 5;. c Genauer auf Tafel 88, 6. 

d Erhalten Geier 4—5 (gezählt von vorn nach hinten) und Reste von 1 — 2; Höhe durchschnittlich 

31 — 36 cm. 
e Erhalten Zeile 5—6 und Reste von 1 — 2; Höhe durchschnittlich 14 — 15 cm. 



f Mit 







T 

Boeder, Naos. 



auf den Knieen wie Tafel 88, 8. 



KAIRO, NAOS 70003. INNENRAUM. 



18 § 102—109. 

Schlange mit 4-. Über dem König senkrecht: 4. 

m senkrecht: a 



-C2>- c 



r'|f4li=r[|ini j. Vor ih 



n 



I I 1 -- ^ V^ I xJ. >VV\AAA J\ 

Senkrechte Abschlußzeile 




SMl 
hinter dem König 

§ 103. Atum -e--« thronender Mann; hält in der rechten Hand |, in der linken •¥-. Doppel- 
krone; die oberilgyptische Krone ist bis unten durchgezogen. Gebogener Bart. Halskragen 
in vier glatten Reihen. An jedem Handgelenk ein glattes Band. Enger Knieschurz, längs- 
gestreift in parallelen Faltenlinien; am Knie kommt ein glattes Dreieck von dem Mittel- 
stUck zum Vorschein. Der Schwanz, hinten nicht gezeichnet, hängt vorn an den Knieen 

heraus. Thron £d: mit Ecklinie. Vor ihm senkrecht: ^ = nl . Hinter ihm senkrecht 



-P=^ 



:iH 



(als Beischrift zu der Statue des Atum an der Rückwand § 109): 

Rechte Seitenwand. 

§ 104. Der König räuchert und spendet Wasser vor Chepra. 

§ 105. König <— « knieend, erhebt auf der rechten Hand ^, auf der linken "Q ; war 
im übrigen das genaue Pendant zum König § 102; unterhalb der Brust weggebrochen, 
Spitze des hochstehenden Vorderstückes des Schurzes erhalten. — Über ih m Sonne jQ; i n 



jeder Schlange hängt ein V- — Über ihm senkrecht: f^ ,k^ = ( O " ij) i> — . | 



m 



Vor ihm senkrecht: 



-<s>- 



zeile hinter ihm: mCoU^l^ 




II 






Senkrechte Abschluß- 



§ 106. Chepra «— > thronend; hält in der linken Hand j (zerstört). Kopf mit Haar (unten 
weggebrochen) und gebogenem Bart; darauf a3i Sonne mit Schlange. Unterhalb des Halses 



weggebrochen. Über ihm senkrecht: 



I.W1 



Bei der Ausmeißelung des Innenraumes hat man einen Sockel stehen lassen; auf 



Rückwand 

§10- 

ihm sitzen drei als Statuen ausgearbeitete Figuren, die halb plastisch aus der Rückwand 
heraustreten. In der Mitte ist von modernen Schatzsuchern in das Steinmassiv ein tiefes 
Loch getrieben, das den Rumpf der mittleren Figur zerstört hat. 

§ 108. In der Mitte der König'', vom Hals bis zu den Knieen zerstört. Erhalten der 

Untersatz der Amonkrone w mit zwei hohen glatten Federn. Gesicht unkenntlich. Zwischen 
den nackten Beinen kein Schwanz. 

§ 109. Neben dem König sitzt an seiner rechten Seite Atum : er legt die Hände (zerstört) 
auf die Knieen. Doppelkrone; Ansatzstelle des Drahtes zerstört. Gesicht weggehauen. 
Bart beschädigt. Halskragen in drei breiten Streifen, an deren oberem Rande jedesmal ein 

a Wie auf Tafel 88, 2. 

b Man würde zunächst Amon in dieser Figur vermuten; aber was sollte dieser an der hervorragen- 
den Stelle eines Xaos aus Tanis, der ihn sonst nicht erwähnt? Übrigens ist der König mit der 
sogenannten Amonkrone auch anderweitig bekannt. c Form wie Tafel 88, 7. 



KAIRO, NAOS 70004. VORDERSEITE. LINKE AUSSENWAND. § 109—117. 19 

schmaler läuft (also drei schmale + drei breite). Gürtel oben und unten gesäumt; vorn glattes 
Schild, über dem ein gesäumter Zipfel heraussteht und unter dem zwei kurze Bänder herab- 
hängen. Enger Knieschurz (Tafel 85 a), an dessen unterem Rande ein breiter gesäumter 
Streifen mit Querlinien (je drei in Abständen) läuft; von rechts und links greift ein ge- 
rundeter Überschlag mit parallelen Faltenlinien über; in der Mitte bleibt ein glattes drei- 
eckiges Mittelstuck sichtbar. Kein Schwanz. — Beischrift an der linken Seitenwand: § 103. 

§ 110. Neben dem König sitzt links Chepra. Langes Haar, längsgestreift, fällt über beide 
Schultern nach vorn. Auf dem Kopf Sonne mit Uräus. Bart beschädigt. Schurz wie bei 
Atum. Die (zerstörte) Beischrift stand auf der rechten Seitenwand. 

§ 111. Bibliographie: Journal d'entree 37475 (Tanis, Juillet 1904;. — de Rouge, Album: vgl. §75. — 
W. M. Fliuders Petrie, Tanis I (London 1885) pl. XVI 6 zu p. 15 rechts Nr. 80. Tanis II iLondon 1888) 
pl. I 68 zu p. 9. — Maspero, Guide du Musee-' (1912) 161 Nr. 611. 

§ 112. 70004. Naos des Ramses II. für die Sonnengötter 

aus Tanis. 

Rotbrauner harter Sandstein. Sockel 2,15 m breit und 2,67 m tief; Gesamt- 
hohe 1,57 m. Arbeit und Herkunft: wie 70003. Ansicht von vorn: Tafel 5. 
Details aus den Reliefs: Tafel 83c — e. 84 d. 87g:. 

§ 113. Erhaltung: Der Naos ist aus sechs Bruchstücken zusammengesetzt, doch ist keine 
Wand vollständig- geworden. Ein breiter Riß läuft durch die rechte Seitenwaud; die untere 
Hälfte der linken Seitenwand und der Rückwand fehlen. Der Boden und das Dach des 
Innenraumes sind vollständig weggebrochen. 

§ 114. Beschreibung: Monolither Naos derselben Form, Größe und Skulpierung wie 70003. 
Wegen der schlechten Erhaltung lassen sich nicht alle Maße genau feststellen; aber sicher 
ist er etwas breiter-^ und kürzer'' als 70003. Der Sockel tritt außen vorn um 8 cm über 
den Oberbau vor, an der rechten Seitenwand um 5 cm (linke Seitenwand nicht erhalten) ; 
an der Rückwand ging die Wandfläche ohne Sockel bis zur Unterkante glatt durch. Am 
Oberbau sind genaue Dimensionen kaum festzustellen; die Dicke der rechten Seitenwand 
ist vorn unten 35 cm wie bei 70003; der Innenraum ist scheinbar 1,27 m tief. 

Vorderseite. 

§115. Von den Inschriften nur erhalten an der rechten Seitenwand: _if '^ 1 w Ci^ J 

Linke Außenwand. 
Rechtes Bild. 

§ IIG. Erhalten ist nur der obere Teil, Helm des Königs mit der Sonne O über ihm 
und den Namen vor ihm; ferner Kopf mit 5Q Sonne des Re-Harachte, darüber: 
O^^^^^-ft"^- Alles ist, abgesehen von der Beischrift Re-Harachte, genau ausgeführt 
wie in dem entsprechenden Bild auf Naos 70003 (§ ß6). 

3Iittleres Bild. 
§ m. Szene wie am Naos 70003 § 69; jedoch erhebt der König, von dem nur die 
beiden Hände erhalten sind, ^ und iQ ". Über ihm seine Namen. Atum wie Naos 70003 

a Breite des Sockels unten: 2,15m; Breite des Oberbaues unter dem Dach: 2.03m. 
b Länge des Sockels etwa 2.67 m. c Genauer auf Tafel 88, 7. 

3* 



20 §117— llOn. KAIRO, NAOS 70004. 

§ 71, unterhalb der Brust weggebrochen; jedoch hat der Halskragen sieben Reihen und 
außen Bommeln; an den Oberarmen Bänder wie Tafel 8^c. Über ihm senkrecht: 

■C rry n 

Linkes Bild. 

§ 118. Szene wie am Naos 70003 § 73; die untere Hälfte der Darstellung und der In- 
schriften unterhalb der Brust der Figuren ist weggebrochen. König wie dort (§ 73); jedoch 
ist der Halskragen wie Naos 70003 § 109. Chepra (Tafel 83 d) wie dort (§ 74); jedoch ist 
der Halskragen wie dort § 109. König und Chepra haben an jedem Oberarm ein Band 
wie Tafel 87 c. 

§119A. Äußere Rückwand. Einteilung wie Naos 70003 § 75. 

Rechtes Bild. 

§ 119 B. Szene wie Naos 70003 § 76; jedoch hält der König zwei fl ; Darstellung und In- 
schriften siud unterhalb des Gürtels der Figuren weggebrochen. König wie dort § 77; je- 
doch hat der Halskragen vier Reihen; Armbänder an Oberarmen (wie Tafel 87c) und an Hand- 
gelenken (ähnlich wie Tafel 87b). Beischrift vor ihm senkrecht: a ^^-M'$ Schow 
(Tafel 83e) wie dort § 78; jedoch wird der Bart nicht von einem Bande gehalten. Über 

ihm senkrecht: ^J-1 \ ß (2 J ' '^^ ^ W' T^'^^- 

Liukes Bild. 

§ 119 C. Szene wie Naos 70003 § 79. Der König wie dort § 80; jedoch trägt er auf beiden 
Händen eine Platte (Tafel 84d), die vorn dicker als hinten ist. Halblanges Haar, unten 
wagerecht abgeschnitten, vorn Uräus; Band um den Oberkopf Halskragen undeutlich. Am 
rechten Oberarm ein glattes Band (ungesäumt). Vor ihm senkrecht: K^^^,jg\ ^' ^ °' ^ 
P^^^A"^' ^^^^ ^'^^^^^ ^^^^ ^'*^ § ^^' J*"^°^^ Halskragen von drei Reihen. 

Oberes Bild. 
§ 119 D. Genau wie Naos 70003 § 82—85; jedoch schließt auch die linke Inschrift (§ 84) : 

Rechte Außenwand. 

§ 119 E. Die Ausschmückung im wesentlichen wie am Naos 70003 § 86. 

Linkes Bild. 

§ 119 F. Szene wie dort § 87; ein breiter Riß bat die Darstellungen und Inschriften in der 
Höhe der Oberschenkel der Figuren weggenommen. König wie dort § 88; jedoch bat der 
Halskragen nur vier Reihen. Re-Harachte wie dort § 89; Schurz mit Gürtel oben und 
unten gesäumt, vorn glattes Schild und Schwanz: glatter enger Knieschurz, hinten gerun- 
deter Überschlag mit parallelen Faltenlinien. Armbänder an den Oberarmen wie Tafel 87 c, 
an den Handgelenken: Tafel 87g. Über ihm senkrecht: 'v "^^^ 4rf • 

Mittleres Bild. 
§ 119 G. Der König bringt Weihrauch und Wasser dar vor Atum. 

§119H. König s^H^ stehend, erhebt auf der linken Hand ^, auf der rechten "O'. Kopf- 
tuch und Doppelkrone wie Naos 70003 § 70. Halskragen in fünf Reihen. Armbänder und 

a Form wie Tafel 88, 7. 



RECHTE AUSSENWAND. DACH. INNENRAUM. § 119 J— 125. 21 

Schurz wie Naos 70003 § 70. Beischriften über und hinter ihm wie dort; die letztere endet: 

§ 119 J. Atum <— ^ wie Naos 70003 § 71; erlialten nur Krone mit Gesicht und Beine mit 
Ecke des Schurzes. Über ihm: ^ ^^37 m \l\\. 

Reolites Bild. 

§ 119 K. Szene wie Naos 70003 § 91; König m-^ wie dort § 92; jedocii hält er zwei W; 
Halskragen in drei Reihen; vor ihm keine Beisclirift; senkrechte Abschlußzeile hinter ihm: 



m- 



:p/ , I t^!^ ^~~^ V ^ ']• Chepra <-« wie dort § 74 im Spiegel- 



bild; jedoch ist das Haar wie Tafel 83 e; keine Armbänder. 



Dach. 

§ 119 L. Einteilung wie Naos 70003 § 94. 

Rechte Zeile < -?? wagerecht geschrieben (vgl. dort § 35). 






§ 119 M. Mittlere Zeile ^^ senkrecht. Genau so viel erhalten wie auf Naos 70003 § 96. 
§ 120. Linke Zeile »^-> wagerecht. Genau wie Naos 70003 § 95; nach der Lücke- 

? b 

i- 



SIC 

§ 121. Rechte und linke Seite des Daches wie Naos 70003 § 98—99. 

Innenraum. 
§ 122. Einteilung wie Naos 70003 § 100. Erhalten vom Boden nur die Ecke rechts hinten, 
vom Dach nur der hintere Ansatz. 

Liuke Seitenwand. 
§ 123. Bild wie Naos 70003 § 101; erhalten nur ein Streifen oben links und oben rechts. 
König weggebrocben bis auf die lOi" Sonne über ihm; Beischrift über ihm: 0\^0^ 

" . . usw. Atum weggebrochen bis auf die linke Schulter: Halskragen in sieben Reihen; 

am Oberarm Band wie Tafel 87c. Hinter ihm senkrecht: s^=|^|| j At^^ 

P J ^- 

Rechte Seiteuwand. 

§ 124. Der König bringt Wein vor Chepra; die untere Hälfte des Bildes ist zum größten 

Teil weggebrochen. 

§ 125. König <—« knieeud, erhebt auf jeder Hand einen ö Krug. Kopftuch wie Naos 70003 

§ 102. Halskragen in drei schmalen und drei breiten (abwechselnd) Streifen. Bänder an 

den Oberarmen wie Tafel 87c, an den Handgelenken wie Tafel 87 b. Unterhalb der Brust 

a Auf den Knieen ein "r (Tafel 88, 8). b Oder ^^ o. ä. 



c An jeder Schlange hängt ein ■¥■. 



22 § 125 — 130. KAIRO, NAOS 7U(K)5. 

weggebrochen. — Über ihm (Qs^ Sonne. — Über ihm senkrecht: 4=^ f ^ "^ ■ usw. 

Vor ihm senkrecht; a ^M . Senkrechte Abschlußzeile hinter ihm: 4 w ( O l\f)r — . i 

§ 126. Chepra )^~> thronend; hält in der linken Hand 1, in der rechten -V-. Langes 
Haar wie Tafel 83 e; gebogener Bart. Auf dem Kopf ?Q Sonne mit Schlange. Halskragen 
wie der König. Bänder an den Oberarmen wie Tafel 87c, an den Handgelenken wie 
Tafel 87g. Schurz mit Gürtel und Schwanz wie Naos 70003 § 103. Thron zum größten 

Teil weggebrochen. Über ihm senkrecht: M J] |M , ■ Hinter ihm (Beischrift zu der 

Statue an der Rückwand) senkrecht: ^ 0'1'^'""fl'r i 



i'llU- 



Rückwand. 

§ 127. Drei Statuen wie Xaos 70003 § 107. Chepra erhalten, König und Atum unterhalb 
des Gürtels weggebrochen. Der König hat geraden Bart und scheinbar keinen Halskragen. 
Gürtel oben gesäumt; vorn glattes Schild. Am Schurz parallele Faltenlinien erkennbar. 
Atum und Chepra wie dort § 109 und 110; Bart war gebogen; wohl kein Halskragen. 

§ 128. Bibliographie: Joiunal (Ventree 37476. — Guide du Musee^ (1912) 161 Nr. 611. — Petrie, Tanis: 
vgl. 70003. 

§ 129. 70005. Naos von E.amses II. für den Sonnengott 

ans Abu-Simbel. 

Kalkstein, z. T. bemalt. Höhe 1,10 m. Ansicht: Tafel 6. Wag-erechter 
Schnitt: Tafel 64b. Senkrechter Schnitt: Tafel 64c. 

Arbeit: Die schlichte Form ist ziemlich grob ausgeführt; Hieroglyphen vertieft, Darstellungen 
in vertieftem Relief, beide gelb ausgemalt. 

Erhaltung: Die Fassade und die Seiten wände sind vorhanden, die Rückseite wurde durch 
die Felswand gebildet. Der am ursprünglichen Standort im Felsen ausgesparte fj^^ 
Untersatz ist in Holz nach dem Original ergänzt. 

§ 130. Der Naos ist Teil einer Gruppe von verschiedenartigen Denkmälern, welche die 
Verehrung der Sonne und des Mondes darstellen. Der auf einem /T^ Untersatz stehende 
Naos enthält die kolossale Figur eines Skarabäns, der eine Sonne mit Uräus auf dem 
Rücken trägt, und die nur wenig höhere Figur eines hockenden Pavians mit dem O 
jungen Mond auf dem Kopf; die Figuren sahen in der ursprünglichen Aufstellung in Abu- 
Simbel nach Süden. Der Skarabäus .steht in der Westhälfte, der Pavian in der Osthälfte 
des Innenraumes; dementsprechend wird Re-Harachte auf der westlichen, Thot auf der 
östlichen Außenwand des Naos angebetet; die gegenseitige Beziehung ist offenbar. — Vor 
dem Naos steht ein zweiter /r=\T Untersatz mit den Statuen von vier betenden stehenden 
Pavianen, die paarweise nach Osten und Westen gewendet waren''. Ostlich vor diesem 
Untersatz sind zwei Obelisken aufgestellt, deren Spitze über die Oberkante des Naos 
hinausreicht. 

a An jeder Schlange hängt ein "T". 

b Die jetzige Aufstellung im Museum gibt die ursprüngliche in Abu-Simbel wieder. 



FASSADE. LINKE AUSSENWAND. RECHTE AUSSENWAND. § 131—136. 23 

§ 131. Der Nao8 ist aus mehreren Platten zusammengesetzt. Er hat keinen Sockel; die 
gehuschten AuBenwilnde steigen direkt von dem Untersatz auf. Die Rückwand steht senk- 
recht und wurde durch die Felswand gebildet. Die Fassade zeigt eine große Türöffnung 
mit senkrechten Wäuden, die breite Pfosten und einen sehr schmalen Sturz stehen läßt; 
die Öffnung reicht bis auf den Untersatz herab. Der Oberbau wird oben abgeschlossen 
durch einen umlaufenden wagerechten Rundstab mit Hohlkehle. Auf der Hohlkehle das 
Federmuster; von den einzelnen Federn ist der obere Rand als Bogen, aber keine Trennungs- 
linien gezeichnet; auf jeder Feder läuft ein senkrechter Streifen (gelb ausgemalt) entlang. 
Die Innenwände des Naos sind glatt und schmucklos. 

Fassade. 
§ 132. An jedem Türpfos ten eine s enkrechte Zeile, eingefaßt von Linien, o ben 



wn 



Linke Außenwand. 
§ 133. Der König bringt [Wein dar vor Re-Harachte. Umrahmt von Linien, oben 
Himmel. König <— * stehend, erhebt auf jeder Hand einen ö Krug. Halblanges Haar, das 
Ohr freilassend, unten abgerundet; vorn Uräus; hinten fällt ein breites Band auf den Rücken. 
Oberer Rand des Halskragens. Gürtel mit Schwanz, vorn Schleife. Weiter Knieschurz 
mit einem Mittelstück, das aus einem breiten glatten Band (unten durch eine Querleiste 
gespannt) besteht; an jeder Seite zwei schmale Bänder. Über dem Kopf des Königs schwebt 
eine O Sonne mit zwei Schlangen. Vor ihm stehen zwei Altäre Y[ , jeder mit einem "»Q« 



Krug und einer ^^ Blüte ^. Über ihm senkrecht: f Oj|^j2^ j ( h l^flOO } 

At- 

§ 131. Re-Harachte »^^ thronender Mann mit Falkenkopf (Auge mit ^ umrahmt); hält 
links 1, rechts ip. Dreisträhniges Haar. Auf dem Kopf «Q Sonne mit Schlange. Glatter 
Halskragen, nur zwischen den vorderen Haarsträhnen gezeichnet. Gürtel mit vorn heraus- 
hängendem Schwanz; enger Knieschurz, unterer Rand nicht gezeichnet. Thron mit Rand- 
leiste und Eckleiste; Rückenlehne mit überfallendem Behang. Untersatz, vorn abgeschrägt. 

über ihm senkrecht ^ ' j^ 1) V ^"^ ' ü ^ t 1 ^- 

Rechte Außenwand. 
§ 135. Der König bringt [Wein] dar vor Thot. Umrahmt von Linien, oben f=i Himmel. 
§ 136. König »^-> stehend, erhebt auf jeder Hand einen ö Krug. Kriegshelm; der untere 
Rand hat einen schmalen gebogenen Saum an der Schläfe, einen breiteren über der Stirn; 
schräge Kante von der Schläfe nach hinten aufwärts; vorn Uräus; zwei Bänder hängen 

a Barsanti gibt 0; jetzt durch Zement verschmiert. 

b Stehender Mann mit Falkenkopf, darauf sQ; hält rechts |, links eine Feder I) Tafel 88, 9). 

c Das zweite ' nach Barsanti, jetzt verschmiert. 

d Auf den Knieen ein "T", nicht 1. e Form wie Tafel 88, 7. 

f Frau auf dem Thron sitzend, Feder Ij auf dem Kopf; in der rechten Hand |. in der linken "T"; 
genauer auf Tafel 91, 140. 



gMit 1 



auf den Knieen. 



24 § 136—139 E. KAIRO, NAOS 70006. 

auf den Rücken herab. Glatter Halskragen. Schurz wie § 133. Sonne tiber ihm und Altar 
vor ihm wie § 133; die Blüte ist nach der Inueuzeichnung sicher eine Lotosblüte. Über 



i,™ sc„..c..: '(ofÄ] ^ ClIPl ^Af. 



§ 137. Thot ■<-^ thronender Mann mit Ibiskopf, auf dem Kopf O der junge Mond. Alles 
übrige wie bei Re-Harachte § 134; jedoch ist der Halskragen nur auf der linken Schulter 
gezeichnet und der Untersatz des Thrones hat einen schmalen Aufsatz (Matte?) mit senk- 
rechten Wänden. Über ihm senkrecht: 1^ H ^ ^^^7-- j^ \ \ ]^\ 



ml 



§ 138. Bibliographie: Barsanti in Maspero, Kapports 'Les Temples immerges de la Nubie] p. 150 — 153, 
pl.160— 162. — Journal d'entree 42955. — Maspero, Guide du MuseeS (1912) 176-7. — Maspero in Z. 
Ägypt. Spr. 48 (1910) 91—6 mit Abb. 

§ 139 A. 70006. Naos für Bastet von Osorkon IL 

aus Bubastis. 

Rotgesprenkelter Granit. Erhaltene Höhe: 66 cm. Von G. Daressy ans Teil 
Basta gehracht. Senkrechter Schnitt: Tafel 65a. 

Arbeit: Die Architekturformen sind sorgfältig ausgehauen ; die Darstellungen und Inschriften 

sind sauber geschnitten (vertieft). 

Erhaltung: Nur der obere Teil des Naos ist vorhanden; an diesem ist die Oberfläche zum 

Teil abgeblättert. 

Bibliographie: Journal d'entree 35130. 

§ 139 B. Monolither Naos, dessen Oberbau (Breite 1,38 m) glatte senkrechte Wände hat. In 

der Fassade Türöffnung (Breite 83 cm) mit zurückspringendem Anschlag; oben beiderseits 

kleine Löcher (Durchmesser 1 cm, Tiefe 1,3 cm für die Metallzapfen der Angelbeschläge. 

Der Innenraum (Breite 79 cm. Tiefe 102 cm) hat glatte Wände. 

Der Oberbau wird oben abgeschlossen durch einen allseitig umlaufenden wagerechten 
Rundstab und aufgesetzte Hohlkehle; kein besonderes Dach. 

§ 139 C. Die Fassade zeigt zwei Pfosten (Breite je 27 cm) und einen Sturz (Höhe 9 cm). 
Am linken Pfosten ist der König dargestellt im Begritf, einen Schrein zu öffnen (?). 
König »— >- nach vorn übergebeugt stehend, streckt beide Hände (Innenflächen nach hinten) 
nach vorn unten. Anliegendes Haar mit Uräus; hinten hängt ein Band auf den Rücken 
herab. Oberer Rand des Halskragens. Enger Knieschurz mit Schwanz. Der vor dem König 
stehende Schrein (etwa Kniehöbe) ist ein viereckiger [Holz-]Kasteu auf Füßen, oben mit 
wagerechtem Rundstab und Hohlkehle, darauf gewölbter Abdeckpl atte (vorn steil an steigend, 

nach hinten allmählich abfallend). Vor dem König senkrecht: ( 0''y)l. " I. 

§ 139 D. Auf dem rechten Pfosten (zerstörtl hat offenbar eine Pedantdarstellung gestanden, 
von welcher man noch die ■<— «^ Figur des Königs und einen Rest des Namens erkennt. 
§ 139 E. Am Oberbau läuft unmittelbar unterhalb des Rundstabs eine wagerechte Zeile 
(Hieroglyphen vertieft) um, von zwei Linien eingefaßt, deren x^-> -*— « entgegengesetzt ge- 
wendete Hälften in der Mitte der Fassade zusammenstoßen. Linke Hälfte (die 1 Zeichen 
deuten die Ecken des Naos an) : '^ - 



a Mit j 



auf den Knieen. 



KAIRO, NAOS 70007. VORDERSEITE. 

d ? 







- hinten 



V rechts — 1? h Pl ..^ ■ ^ 



.1 



§ 139—143. 



i:Pf^ii;isMC°l 



^Z-m^B Rechte Hälfte: 

\j ^m I i 



AAAAAA 

000 AAAWVA 



V. hinten 

I AAAA/VA ( 



^1 O dJ^^J^V^^ 



25 



§ 1-to. 70007. Naos für Osiris von Schabaka aus Esne. 

Grauer gesprenkelter Granit. Höhe 1,27 m. Gefunden in Esne, am Ufer 
verbaut; 1887 von Daressy in das Museum g-ebraclit. Ansicht: Tafel 7. Wage- 
rechter bzw. senkrechter Schnitt: Tafel 51 a bzw. b. Details aus den Reliefs: 
Tafel 84g. 87 a. f. 

Arbeit schlicht, doch an den polierten Flächen sorgfältig. Reliefs en creux, Hieroglyphen 
vertieft; beide scharf und sauber geschnitten. 

Erhaltung gut bis auf ein abgeschlagenes Stück am linken unteren Angelloch. Durch die 
linke Seitenwand ist nahe der Rückwand ein Abflnßloch gebrochen. In den Reliefs und 
Inschriften sind die Namen des Königs, Teile seiner Figur und der Beischriften sorgfältig 
ausgemeißelt. 

§ 141. Monolither Naos von einfacher Form mit glatten geböschten Wänden. 

§ 142. Die Vorderseite 

ist eine glatte Fläche ohne Gliederung, in welche die Türöfl'nung eingeschnitten ist. Über 
und neben der Tür Widmungsinschriften: rechts -«-^« vertieft, eingefaßt von zwei Linien. 



O 




A ■¥• "^^^^i^ ^1 . Links anschließend >* — > ebenso: ]T usw. ohne Var. 



II 

§ 143. Die Tiiröifuung 

ist auch innen gut geglättet. Die beiden Türflügel waren parallel zur Außenwand einge- 
setzt, standen also schräg. Die beiden oberen Zapfenlöcher sind erhalten: rund, Durch- 
messer 2 cm, Tiefe 4 cm. Unten Rillen zum Einsetzen der Türflügel wie an Naos 70012. 
Die Löcher unten sind nicht rund, sondern rechteckig: 2 cm breit, 3,5 m lang, 2 cm tief; 
vielleicht waren hier Metallklötze eingesetzt, in denen sich die Zapfen drehten. 



.f. 



a Gefäß ohne Innenzeichnung; Deckel in ^-Form (Tafel 88, 10). 

b Hockende Frau mit Löwenkopf nach rechts; auf den Knieen ein 

c Lesung von G. Farina. d Genauer auf Tafel 88, 10; mit Künigshaube. 

e Von hier ab senkrecht geschrieben. f e»— => in umgekehrter Kichtung. 

Roe de r, Naos. 



26 



§ 144—146. 



KAIRO, NAOS 70007. 



§ 144. Das Innere 

setzt sich gegen die Türöffnung wenig ab; es ist roh behauen und verengert sich unregel- 
mäßig nach hinten zu. 

Die rechte Seite. 
§ 145. Unten ein 22 cm hoher Streifen glatt. Oben Himmel [=^. Links und rechts eine 
senkrechte Zeile mit den Namen des Königs, eingefaßt von zwei Linien; Hieroglyphen 
vertieft, die Namen in den Kingen ausgemeißelt. 



Links 



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w 



1^ Q 






lAi 



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Eechts -f— «, in der Mitte stark zerstört, die 
Namen in den Cartouchen waren wohl aus- 
gemeißelt: 

n 



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At 



§ 146. In der Mitte Darstellung. Unten das Ornament, das ursprünglich eine Hausfassade 
darstellt (Tafel 87a). Darauf das Bild: Umrisse eingegraben; flache Reliefierung an den 



a OTU ist möglich. b TtTtT ^^ U ist möglich, Widder z. T. erhalten, 

c Horn des Widders erhalten. 

d Falke mit wagerechten Widderhörnern — 1~~ und darauf Doppelfeder [h als Krone; vor seinen 
Füßen eine kleine -»^-m Schlange \) (Tafel 88, 12). 



DAS INNERE. LINKE SEITE. 



§ 146—149. 



27 



Gesichtern und den Muskeln der Arme und Beine. Der König gießt aus vier Krügen Q 
Wasser (drei Strahlen eingegraben) über Osiris. 

§ 1-1:7. Der König ^ > stehend, hält die Krüge zwischen den erhobenen Händen. Eng 
unliegende Kappe (Tafel 84g). Darüber breite Stirnbinde, deren Enden auf den RUcken 
herunterfallen. Auf dem Kopf zwei Schlangen, von denen die vordere vielleicht die ober- 
ägyptische Krone, die hintere sicher die unterägyptische ohne Draht trägt; ein Vorderleib 
ringelt sich über der Stirn, zwei Schwänze hängen auf den Hinterkopf hernnter\ Hals- 
kragen glatt. An den Handgelenken Bänder (Tafel 87 f). Auf dem Oberkörper ein eng 
anliegendes Kleid, unter der Brust beginnend, von einem Tragband über der rechten Schulter 
gehalten. Am glatten Gürtel vorn eine Schleife, hinten der Schwanz. Schurz gefältelt; auf 
dem dreieckig vorstehenden VorderstUck Falten, die strahlenförmig von einem glatten Felde 
in der rechten unteren Ecke ausgehen. Über dem König Beischrift m-^ senkrecht: -^1 T ^^ 




7 ^1 . Gegenüber Göttin Uto «— «< 



als Schlange 



senkrecht: 



unter ihr 



m\- 



Beischrift vor dem König 



DDDö '^'^^^''^iiri AT' B^ischrift hinter dem König )«-^ senk- 

recht: ^fSlPT^^^JS- 
§ 148. Osiris steht < — «, in der Rechten das | Szepter, in der Linken ■¥-. Langes Haar in 
glatten Strähnen, welches, das Ohr freilassend, auf den Rücken und über die linke Schulter 
nach vorn fällt. Auge mit starker Braue. Bart lang und dünn, an der Spitze spiralig um- 
geschlagen. Halskragen in vier glatten erhabenen Streifen, daran ein Kranz von Bommeln. 
Kleid auf dem Oberkörper wie bei dem König, jedoch auf jeder Schulter ein geknotetes Trag- 
band. Gürtel mit Schwanz; vorn steht ein langer Zipfel hoch. Schurz kurz, eng und glatt; 

ein kleiner Überschlag vorn ist gefältelt. Über ihm senkrecht -^-« Rede: « |/\/wvsaa^ 



n 



und Beischrift: 



Jl 






131i:iMJ 



0=^ 



Die Hnke Seite. 
§ 14:9. Anordnung der Darstellung genau wie auf der rechten Seite. Senkrechte Zeile 
rechts s?— > vollständig ausgemeißelt, Zeichen schwach zu erkennen. 






ri 



i] 






O 



b b 

i 



m 



lii 

13 



a Ähnliche Kopftrachten bei Schäfer in Ä. Z. 33 (1895;, 114. 
b Ausgemeißelt; scheinbar stand Neferkere, nicht Schabaka. 
c Die Schlange hält Q und I ineinander gesteckt (Tafel 88, 13). 
d Falke und Schlange vor ihm wie auf Tafel 88, 12. 



28 



§ 149—154. 



KAIRO, NAOS 70007. DAS DACH. 



Seukrechte Zeile links 

a a 

o 



ri 






P 



1 



)^-J} 



j 



h b 



§ 150. Oben Himmel, unten Ornament wie auf der rechten Seite. Darstellung wie dort, 
nur in umgekehrter Richtung. 

§ 151. Der König steht <— « in gleicher Stellung und Tracht; Kopf, Arme mit den Krügen 
und Oberkörper bis zum oberen Kleidrand sind ausgemeißelt, ebenso Bauchlinie und Gürtel. 
Die Falten auf dem dreieckig vorstehenden Vorderstück des Schurzes gehen strahlenförmig 
von der linken unteren Ecke aus. Beischrift über dem König -ä— « senkrecht, ganz ausge- 

meiüelt: 




'Ö^^ä- 



Gegenüber *— > ausgemeißelt Nechebt als Geier, der etwas Unerkennbares hochhält; Unter- 
satz ähnlich wie bei Uto auf der rechten Seite; Beischrift unten s—^ senkrecht, ausgemeißelt: 



A l^j. Beischrift hinter dem König 







senkrecht, ausgemeißelt: ^W^-V 



■f 



,o 

I 



Beischril't vor dem König 



senkrecht : 



V-o 



\\unnn 



^^ AAAAAft IUI 



rAf- 



§ 152. Osiris steht »-^, Tracht wie auf der rechten Seite, außer: der gefältelte Überschlag 
liegt hinten auf dem Schurz. Über ihm »-^ senkrecht, Zeile 1, 2 und 4 ausgemeißelt. 



Rede 



^'ilA' 



■T- 1 und Beischrift: 



2 -<2>- 



:nai 



ur- 



§ 153. Das Dach 

des Naos ist platt und nur roh zugehauen. x\n den polierten Seitenflächen und der Vorder- 
seite läuft unmittelbar unterhalb des Daches ein 4 cm hoher Streifen entlang, der behauen, 
nicht poliert ist. Auf diesem könnte ein metallener Aufsatz gesessen haben; etwa in Form 
einer Pyramide, so daß das Ganze etwa den Anblick von Naos 70012 ^Tafel 14) geboten 
hätte. 

§ 151. Bibliographie: Journal d'entree 27581. — Maspero, Guide du Musee^ (1912) 191 Nr. 797. 



a— b Ausgemeißelt. 



KAIRO, NAOS 70008. VORDERSEITE. 



§ 155—157. 



29 



§ 155. 70008. Naos von Apries für Thot aus Baklije. 

Gelbbrauner krystallinisclier Kalkstein. Gesamthöhe 1,56 in. Ansicht von 
rechts: Tafel 9; von links: Tafel 10; von hinten: Tafel IIa. Senkrechter bzw. 
wag-erechter Schnitt: Tafel 50a bzw. b. Details aus den Reliefs: Tafel 84b. c. 87 e. 

Herkunft: Die Angabe »Don de M. Insinger« im Journal d'entree (No. 25796) ist nach Mit- 
teihing von Monsieur Daressy falsch; der Naos soll vielmehr von einem eingeborenen In- 
spelvtor in Baklije (Baklieh) südhch von Mansiira gefunden sein. 

Arbeit sorgfähig. Darstellungen und Inschriften an den Außenwänden: vertieft mit einge- 
grabener Inneuzeichnung; innen an der Rückwand: in gutem Hochrelief 

Erhaltung: An der Vorderseite fehlen große Stücke des Sockels und der Türpfosten; hinten 
kleinere an den Rundstäben. 

Bibliographie: Journal d'entree 25796. — Maspero in Zeitschr. Ägypt. Spr. 22 (1884) 90 § LIX. — Daressy 
in Kec. trav. egypt. assyr. 14 (1893) 185. — Maspero, Guide du Musöe^ (1912) 188 Nr. 792. 

§ 156. Der Naos ruht auf einem senkrechten, 26 cm hohen Sockel, der vorn um mindestens 
8 cm (weggebrochen!, an den Seiten um 0,5 cm, hinten um 2,5 cm vorspringt. Auf diesem 
steht ein zweiter, 7 cm hoher Sockel; darauf der eigentliche Oberbau, welcher vorn um 
4 cm, an den Seiten um 1,5 cm, hinten um 3 cm zurückspringt. Der Oberbau verjüngt 
sich nach oben, so daß alle Außenwände gehuscht sind. An den vier Ecken stehen Rund- 
stäbe (Durchmesser 3 cm), die sich wagerecht über den Seitenwänden fortsetzen [Durchmesser 
2,5 cm). Auf ihnen sitzt eine um alle Seiten umlaufende Hohlkehle. Das Dach steigt vorn 
in steilem Bogen auf (um 5,3 cm auf 10 cm) und fällt nach hinten allmählich ab. 

Die Vorderseite. 

§ 157. Auf dem oberen Sockel steht die Türumrahmung; auf ihr ist oben (auf dem TUr- 
sturz) eine wagerechte, rechts und links je eine senkrechte Zeile mit den Namen des 
Königs eingegraben. Oben wagerechte >*-* *-^ Zeile, eingefißt durch Himmel 

V 



o 



(oben) und Strich (unten). Rechts: ^1^ 

=ti^ usw. ebenso. Senkrechte Zeile rechts <— (« 



=^, an jeder Seite ein 1, unten 



oben 



wagerechter Strich: 




Senkrechte Zeile links ebenso 



fast alles weggebrochen. 



a Vor jeder Schlange, wie von ihr gehalten, ein Q (Tafel 88, 14). 

b Die Stange, auf welcher der Ibis steht, wird von einem Kegel A getragen, von dessen Spitze eine 



Linie nach hinten abwärts lüuft (Tafel 88, 15). 
hat dagestanden. 



30 § 158—161. KAIRO, NAOS 70008. 

§ 15S. Die Türflügel 

müssen, da die Türöffnung nach hinten geneigt ist, schräg gestanden haben; außerdem 
nach innen geneigt, da sich die Türötlnung nach oben verjüngt. Vier Zapfenlöcher sind 
erhalten (Durchmesser und Tiefe 1,3 cm); keine Spur verrät, wie die beiden Türflügel ein- 
gesetzt worden sind. Es war in Wirklichkeit wohl ein Eahmen, der in die Türöffnung 



eingesetzt war. 



Die linke Außenwand. 



§ 159. Um das vom Rundstab umschlossene Feld läuft ein 7 — 7,5 cm breiter glatter 
Streifen ; innerhalb desselben auf vertieftem Grunde vier wagerechte Reihen Darstellungen 
übereinander. Jede Reihe ist eingerahmt, an den Seiten und unten durch einen Strich, 
oben durch den Himmel. 

§ 160. 1. Reihe (von unten). Der König vollzieht eine Zeremonie vor vier Göttern. 

a) Rechts der König <— «< stehend; er erhebt die Arme ausgestreckt in Schulterhöhe, 
die Handflächen einander zukehrend. Kopf imd Oberkörper zerstört. Schurz dreieckig vor- 
stehend, gemustert wie in Tafel 84 c; hinten Schwanz. Beischrift über dem König <— «: 

^^r oT'O«) '^or ili™ "-^ senkrecht: -^2>- l^o — °Ä^- 
° '^ V -^ m m -^^ '^^ 

b) Gegenüber auf niedrigem Sockel stehend »»— >■ Gott mit herabhängender Brust (wie 

der Xilgott); er hält die Rechte vor sich mit der Handfläche nach oben, die Linke vor 
das Gesicht. Langes Haar, das auf den Kücken und über die rechte Schulter nach vorn 
fällt. Auf ihm stecken zwei Straußenfedern in einer Binde, die hinten zur Schleife ge- 
bunden ist. Langer Bart J. Halskragen mit drei Reihen und Bommeln. Körper nackt, 

vor den Schamteilen hängen drei Bänder. Beischrift »»-^ über ihm: — ^ 

c) Hinter b: Gott sitzend »»— > auf hohem Sockel. Hals und Kopf eines Ibis mit laug 
herabfallendem Haar. Menschlicher Körper von einem Mantel umschlossen, Hände vor- 
gestreckt, Beine ungegliedert. Thron j^ kubisch mit überhängender Rückenlehne. Bei- 
schrift über ihm »»— >: AtI^^^^»^- 

d) Hintere: Uräusschlange »»—> kriechend, auf hohem Sockel; Vorderleib aufgerichtet, 
gebläht, mit Schild. Beischrift »»-^ über ihr : ■¥■ ^v ^ 

e) Hinter d: Gott »>— > stehend auf niedrigem Sockel. Leib in Mumienform, Kopf zer- 
stört, Haar lang herabfallend. Beischrift zerstört. 

§ 161. 2. Reihe: Der König opfert vor fünf Gottheiten. 

a) König stehend *—w., in den erhobenen Händen I I | | tragend. Kopftuch und 

Schurz mit Schwanz wie in Tafel 84 c. Beischrift «—»< über ihm: H T f O« "^ IAT' 

1 I H I I I ^v -/ I 

vor ihm < — «« senkrecht: ^^^^ /vvwv-. 

b) Gott »-* stehend, mit c zusammen auf niedrigem Sockel, in der Linken das | Szepter, 
in der Rechten das ■^--Zeichen. Oberägyptische Krone ohne Uräus. Bart unten sich ver- 
breiternd und eckig. Halskragen: drei Streifen, außen Bommeln. Enger kurzer Knieschurz 
ohne Schwanz; hinten ein gefältelter Überschlag. Beischrift »»— > über ihm: 

a Vielleicht stand ein ^^^A^^ darin, vielleicht gar nichts. 
b Sicher kein 1, das aber wohl gemeint ist. 



LINKE AÜSSENWAND. § 162—163. 31 

c) Gott m—* liintcr b stehend, Sockel siehe bei b. Tracht wie b, nur unterägyptisehe 
Krone ohne Uräus. Keine Beischrift. 

d) Gott «-^ stehend auf niedrigem Sockel. Blumiengestalt mit freien Armen; zwischen 
den Händen hält er ^^ vor sich. Ibiskopf und -hals; langes Haar in glatten Strähnen, 
das auf den Rücken und über die linke Schulter nach vorn fällt. Ilalskragen wie bei b. 
Beischrift »»-^ über ihm: tlü^^^. 

e) Hundskopfaffe m-^ auf niedrigem Sockel aufgerichtet stehend, vor sich ^^ zwischen 
den Händen haltend. Beischrift m-^ über ihm: 0^^^^. 

f i Gott /*— i- auf niedrigem Sockel stehend. Mumiengcstalt mit Menschenkopf Langes 
gesträhntes Haar. Langer dünner Bart, an der Spitze umgebogen. Halskragen: sechs 

Streifen und Bommeln. Beischrift »»-^ über ihm: ^=* ^ 

<=> o ■ 

§ 162. 3. Reihe: Der König räuchert vor drei Gottheiten. 

a) König *— « stehend, in der rechten Hand (1 tragend. Erhalten nur Gesicht, rechter 
Arm, Schurzspitze, rechtes Bein. Tracht wie § 176, dazu langer eckiger Bart, sich verbreiternd. 

Beischrift <-^ über ihm : 4^SI( O^'ö'^B, vor ihm*—«« senkrecht: ^^^^Tfl''^^. 

^ ^ = V A ^ ^ a. HO 

b) Auf niedrigem Sockel ein Gott m—>, der zwei Krokodile bändigt (?). Der Gott liegt 
auf den Knieen und erhebt die Fäuste über den beiden ihm zugewendeten Krokodilen. 
Er hat Männerleib mit Ibiskopf und langem Haar (wie in 2d). Hal.skragen: drei Reihen 
und Bommeln. Auf dem Oberkörper enges Kleid mit zwei Tragbändern. Glatter Gürtel 

mit kurzem Schurz. Beischrift m — *■ über ihm : A ■¥■ \^ ] ] . 

c) Pavian mit großer Mähne »-^ hockend auf niedrigem Sockel; die Hände liegen auf 
den Knieen. Auf dem Kopf Mond O. Beischrift »»— > über ihm: A T" l'^^ _-^'^I^. 

d) Gott »»— > stehend, in der Linken das | Szepter, in der Rechten das ip-Zeichen. 
Männerleib, Ibiskopf mit langem Haar (wie in Reihe 2d). Halskragen: drei Streifen und 
Bommeln. Enger Knieschurz; hinten abgerundeter gefältelter Überschlag. Beischrift »^— > 

über ihm: -^^1^°^. 

d 

§ 163. 4. Reihe: Der König opfert vor fünf Gottheiten. 

a) Der König •^-«: stehend, die rechte Hand erhebend. Erhalten rechter Arm, Spitze 
des vorstehenden Schurzes (wie in § 176), rechtes Bein. Beischrift <— «< über ihm: ] T . . 

I 0§ '^M^m^ ^'O'* ^^^ ■^-*' senkrecht: 1 A =^=. 

b) Gott )»»—>■ sitzend, auf niedrigem Sockel; in der Linken das | Szepter, in der 
Rechten das nr-Zeichen. Menschliche Gestalt; ziemlich langes Haar, das auf den Rücken 
und über die rechte Schulter nach vorn fällt. Krone: wagerechte Widderhörner, darauf 
Bündelkrone: an dieser unten eine Sonne, an den Seiten je eine Straußenfeder; auf ihr 
eine Sonne. Langer dünner Bart mit umgebogener Spitze. Halskragen: drei Streifen mit 
Bommeln. Auf dem Oberkörper enges Kleid mit zwei Tragbändern. Enger Knieschurz. 

a sn? undeutliches Zeichen, ob j gemeint? b Loch? Sonne? 

c Gott? mit einem Szepter auf den Knieen. 

d Enden aufwärts gebogen (Tafel 88, 16 ; ist £^3 gemeint? 



32 § 163-1G6. KAIRO, NAOS 70008. 

Thron: kubisch mit nach vorn abfallender Sitzfläche; niedrige Rückenlehne mit überhän- 
gendem Polster; glatte Leisten am Rand und dem reckteckigen Feld unten links. Bei- 
schrift »-* über ihm: [\^^^l^\- 

c) und d). Zwei Götter <— «« in Muniiengestalt mit Menschenkopf; sie stehen vor dem 
Gott e auf dem Sockel seines Thrones und sind ihm zugevyendet. Langes Haar, langer 
dünner Bart mit umgebogener Spitze. 

e) Gott »»— > stehend, auf Sockel. Mumiengestalt, in beiden Händen vor sich das 1 
Szepter haltend. Falkenkopf mit langem, nach vorn und hinten herabfallendem Haar; 
darauf O Mond. Halskragen: fünf Reihen und Bommeln. Beischrift »»—> über ihm: 1. 

f) Gott >**"*• stehend, auf Sockel. Mumiengestalt; Katzenkopf mit Haar wie e. Hals- 

b 



kragen wie e. Beischrift »^^- über ihm senkrecht: ^^^ ^^^ ' . 

c " 

g) Göttin M—* sitzend, auf Sockel. Frauengestalt mit Katzenkopf, in der Linken das 
l Szepter, in der Rechten das -V-Zeichen. Auf dem Kopf Sonnenscheibe mit Uräus. Langes 
Frauenhaar. Halskragen: zwei Streifen und Bommeln. Langes Frauenkleid mit zwei Trag- 
bänderu. Thron wie bei b. 

h) Symbol »»— » hinter g: Halle I 1 , darin ein hockender Pavian und das Feuerstein- 
messer '^. Innenzeichnung des Untersatzes: Tafel 87 e. Beischrift »»-^ über ihm : i 1 1 - 

Die Rückwand. 

§ 164. Einteilung wie § 159. Die Figuren sind fast nur als Silhouetten eingegraben, wenig 

Innenzeichnung. 

1. Reihe (von unten). 

§ 165. Zwei Pendantdarstellungen: der König betet vor einem schreibenden Gott. 

Links: a) König »»— ^ mit herabhängenden Armen. Tracht wie in rechts la, jedoch 

ohne Innenzeichnung, nur der Umriß des Kopftuchlappens ist angegeben; außerdem langer 

eckiger, sich verbreiternder Bart. Beischrift vor ihm m—> senkrecht: ies>-4]v<:. 



b) Gott auf einem Thron sitzend ■<—««, auf einem Sockel, hält mit der linken Hand eine 
Schreibtafel und schreibt mit einem langen Stift in der rechten. Langes Haar, das auf den 
Rücken und über die linke Schulter nach vorn fällt. Langer dünner Bart, mit umgebogener 
Spitze. Tracht nicht angegeben. Thron höher (3,9 cm) als breit (3,4 cm), mit überhängender 
Rückenlehne; Sitzfläche nicht geneigt. 

Rechts: a) Der König <— «« wie links a. Beischrift <— «« desgl. 

b) Der Gott m-^ wie links b sitzend, jedoch Schreibtafel in der linken, Stift in der 
rechten Hand. Haar und Bart wie links b. Ein weiter Mantel umhüllt die ganze Gestalt 
und die Oberarme. Thron wie links b, jedoch mit quadratischer Seitenfläche (3,9 cm). 

2. Reihe. 
§ 166. Zwei Pendantdarstellungen: Der König betet vor einer Göttin. 

Links: a) König und Beischrift wie Reihe 1 links a. 

b) Göttin <— (« stehend mit herabhängenden Armen. Langes Frauenkleid, oberer Ab- 
schluß nicht angegeben. Langes Frauenhaar. Auf dem Kopf eine Straußenfeder (j. 

Rechts: a) König und Beischrift wie Reihe 1 rechts a. 

b) Göttin mit Katzengesicht m-^\ Haltung, Kleid und Haar wie links b. 



a Das Tier des Set? kein Löwe (Tafel 88, 17). b Ob f=^ ? 

c Unter dem Land steht nur ein Korn o zwischen den beiden </ X>. 



RÜCKWAND. RECHTE AUSSENWAND. § 167—170. 33 

3. Reihe. Inhalt wie 2. Reihe. 

§ 167. Links: a) König wie Reihe 1 links a, ohne Beischrift. 

b) Göttin auf einem Thron sitzend t-m, auf Sockel; sie hält in der rechten Hand das 
I Szepter, in der linken das -^-Zeichen. Kleid und Haar wie Reihe 2 links b. Auf dem 
Kopf Sonnenscheibe zwischen Rinderhürnern \9'. Thron wie Reihe 1 rechts b. 

Rechts: a) König wie Reihe 1 rechts a, ohne Beischrift. 

b) Göttin >«-> wie links b, jedoch ohne Haar; -^--Zeichen in der rechten, 1 Szepter 
in der linken Hand. Auf dem Kopf unterägyptische Krone mit Draht, ohne Uräus. 

4. Reihe. Inhalt wie 1. Reihe. 

§ 16S. Links: a) König und Beischrift wie Reihe 1 links a. 

b) Ibis <-^ stehend auf einem Gestell, von dem ein Band herabhängt; unten hoher 
abgerundeter Fuß. 

Rechts; a) König und Beischrift wie Reihe 1 rechts b. 

b) Gott [Ptah] in einer Kapelle stehend m-^. Er ist in ein Kleid gehüllt, aus dem er 
die Hände herausstreckt; mit beiden faßt er ein 1 Szepter. Kurzes Haar. Langer, sich 
verbreiternder, eckiger Bart. Halskragen mit Gegengewicht. Kapelle, aus Holz gedacht: 
niedriger Sockel mit geneigter Vorderseite: das gewellte Dach (Form wie das des Xaos 
70008 selbst) ruht auf Säulen (zwei gezeichnet) mit Papyruskapitellen. 

Die rechte Außenwand. 
§ 169. Einteilung wie § 159. 

1. Reihe (von unten). 
§ 170. Der König vollzieht eine Zeremonie vor vier Göttern. 

a) Der König »»— > stehend, die Arme ausgestreckt in Schulterhöhe haltend; die Hände 
sind zur Faust geballt, nur die kleinen Finger ausgestreckt. Tracht iTafel 84 c): gestreiftes 
Kopftuch mit Uräus. Halskragen: vier Streifen, keine Bommeln. Auf dem Oberkörper 
enges Kleid mit einem Tragband. Gefältelter Schurz mit dreieckigem Vorderteil, auf 
welchem die Falten strahlenförmig von der Ecke unten rechts ausgehen; hinten Schwanz. 

Beischrift ,«-> über ihm: IT^^'o! "^^A-?"- 

b) Ibis <— «« stehend, auf niedrigem Sockel. Beischrift *—m über ihm '^^ o . Vor 
dem Ibis, ihm zugewendet, steht auf dem gleichen Sockel 

c) ein -»--Zeichen m—> mit zwei menschlichen Armen, in denen es je eine Standarte 
hält, nämlich: 

1. eine Stange mit einem Korb ^£7'', darauf »>-^ ein Auge ^^■ 

2. eine Stange mit einem Brett, darauf m—* die Wahrheitsgöttin Ji. Beischrift 



tio] über den Standarten: [\\ i'^^. 



d) Gott •«— <« stehend. Mumienkörper mit Schakalskopf; langes Haar, nach vorn und 
hinten fallend. Halskragen: sechs Streifen und Bommeln. Beischrift <— «« über ihm: [1 fl ''^^^. 

e) Schlange -<— «« zusammengerollt liegend in einem rechteckigen Kasten. Beischrift 
über ihr: a i 1 . 

a Innenzeicimung wie Tafel 87 e, nnr grüber. 

Roeder, Xaos. c 



34 § 170-172. KAIRO, NA08 70008. 

f) Göttin <— (« stehend mit herabhängenden Händen. Langes Frauenhaar. Halskragen: 
drei Streifen, keine Bommeln. Langes Frauenkleid mit einem Tragband. Reischrift 



über ihr: 

2. Reihe. 



§ 171. Der König opfert vor einem Zelt o. ä. mit Götterbildern. 

a) Der König »)— » stehend, trägt JIM auf beiden erhobenen Händen. Kopf, rechte 

Schulter und rechtes Bein zerstört; Tracht wie in la. Beischrift >*—» über ihm: jfy 



# , vor ihm ■/»—>■ senkrecht, ^r^ü ~.aa/v, . 

J ' O ^ 

b) Das Zelt: vorn und hinten je vier senkrechte Stangen, die in Papyrusdolden aus- 
gehen; auf ihnen sitzen vorn (zerstört) und hinten je zwei Falken. Oben an den senk- 
rechten Stangen sind vier gleiche befestigt, die wagerecht liegen und das in der Mitte 
gestutzte Dach tragen. Unter dem Zelt befinden sich: 

c) Gott, -«— «< auf einem Sopha auf dem Bauche liegend. Menschenleib, bis zu den 
Fußen umwickelt mit schrägen Binden, über denen in einigem Abstand voneinander drei 
gerade Binden liegen. Menscheukopf (Gesicht z. T. zerstört), Perücke vorn abgerundet mit 

Zopf Halskragen: acht Reihen und Bommeln. Beischrift -^-t« über ihm: ^^^^p Jj 



Sopha mit Vorder- und Hinterbein des Löwen auf \J Untersätzen; vorn mit Löwenkopf, 
hinten mit -schwänz geschmückt. Unter dem Sopha liegen nebeneinander sieben Kronen, 
sämtlich ohne Uräus: 

d) Unterägyptische Krone ^7. 

e) Oberägyptische Krone /). 

f) Doppelkrone V/; 'lie weiße Krone ist bis unten durchgezogen. 

g) Amonkrone; zwei glatte Federn auf einem helmavtigen Untersatz. 

h) Wagerechte Widderhörner, darauf Bündelkrone mit zwei Straußenfedern. 

i) Kopftuch '^, vorn zerstört, aber sicher ohne Uräus. 

k) Zwei Straußenfedern qfj auf gemeinsamem Fuß. 

1) Vor dem liegenden Gott sitzt, ihm zugewendet, ein Gott als Kind >*-^ auf einem 
Thron; er hält Daumen und Zeigefinger der rechten Hand an den Mund. Körper nackt. 
Am Kopf vorn Uräus, an der rechten Schläfe Kinderzöpfchen. Beischrift vor ihm »>— > senk- 
recht: Y^ 1, darunter vor seinen Füßen v|. Thron wie in links 4 b, steht aut einem Sockel. 

3. Reihe. 
§ 173. Der König räuchert vor sechs Göttern. 

a) Der König >»-^ stehend, in der erhobenen rechten Hand ^ tragend: die Linke 
hängt herab. Tracht wie in 1 a, hinten alles zerstört. Beischrift m—* über ihm: | T . . 

f OH 'Ö' Ji ^or ihm m-^ senkrecht: ] I 

b) Gott *—m stehend, mit der rechten Hand einen fast mannshohen Stock fassend, in der 
linken ein v'-Zeichen (?) haltend (Tafel 84 b). Langes gesträhntes Haar, fällt auf den Rücken 
und über die linke Schulter nach vorn. Lauger dünner Bart, Spitze umgebogen. Hals- 
kragen: drei Streifen, keine Bommeln. Auf dem Oberkörper enges Kleid, längsgestreiftes 

a Davor zerstört. 



fNi^ENRAUM. § 172-174. 35 

Tragbaud über der rechten Schulter. Glatter Gürtel, vorn ein aufrecht stehender Zipfel. 
Enger Knieschurz; vorn ein abgerundeter gefältelter Überschlag. Beischrift ■*—«< über ihm: 



iMu- 



c) Gott <— « stehend. Mumienleib mit Halskragen: zehn Streifen und Bommeln. 
Menschenkopf; langes gesträhntes Haar, das auf den Rücken fällt. Beischrift <— «« über 

ihm: «^^. 



d) Gott -e— «< stehend, beide Hände hängen frei herunter. Tracht wie b. Beischrift 

e) wie d. Beischrift <— «« über ihm: ^m^. ir^ . 

f) wie c, jedoch mit langem dünnem Bart, dessen Spitze umgebogen ist. Halskragen 
nur sieben Streifen und Bommeln. Beischrift <— *« über ihm: n=>. 

g) Gott <— «^ stehend, wie d; jedoch hat der Kopf zwei Gesichter, die durch eine 
zwischen den beiden Ohren herabhängende glatte Haarsträhne getrennt sind; an beiden 

ein langer dünner Bart mit umgebogener Spitze. Beischrift über ihm: . .. 

4. Reihe. 
§ 173. Der König betet vor vier Gottheiten. 

a) Der König m—* stehend, die rechte Hand mit der Handfläche nach oben erhebend; 
die Linke hängt frei herab. Zerstört von der Mitte des Schurzes nach unten; Tracht wie 

Reihe 1 a. Beischvift »^-> über ihm: ^l^^T ^T"^ T 

b) Hockender Ibis <— « auf einem naosartigen Untersatz. Auf seinem Kopf eine Krone: 
wagerechte Widderhörner, darauf die längsgestreifte Bündelkrone mit zwei Straußenfedern; 

oben eine Sonnenscheibe mit einem ^^ Auge darin. Beischrift -t—m über ihm: A-r im . 

M 1 I III © 

Der naosartige Untersatz (links und unten zerstört) hat geböschte Wände; die sichtbare 
Seite ist mit einem glatten Streifen eingefaßt, innerhalb deshalb vertieft; oben Hohlkehle 
auf wagerechtem Rundstab. 

c) Großer Falke -^-«, auf einer Papyrusdolde sitzend; die Papyrusstande hat drei 
Stengel, von denen die beiden äußeren klein sind. Beischrift <— «« über ihm: A ' T ^1- 

d) Gott *— »« wie Reihe 3 f, jedoch fällt das Haar auch nach vorn. Beischrift <— «« 

über ihm: "^^Äa- 

e) Pavian mit großer Mähne -^-s« auf einem Postament hockend; er legt die Hände 
auf einen Kasten, in welchem ein Gegenstand wie ein =&=, und auf welchem ein ^^z:^ steht. 

Das Postament ist oben geschmückt mit T | T T T • Beischrift <— « senkrecht: ?^=f 

§ 174. Der Innenraum 

des Naos springt innerhalb der Türumrahmung unten um 1,5 cm, an den Seiten um 5 cm, 
oben um 20 cm nach innen. Seine Seiten sind geglättet; auf der Rückwand Darstellung 
in Hochrelief. Unten ein glatter, 9 cm hoher Streifen; darauf: 

a In der Lücke scheint mehr als nur O gestanden zu haben. 



36 § 174—177. KAIRO, NAOS 70009. 

1. Rechts eine Sistrumsäule, neben welcher der König kniet. Die Säule hat glatten 
Schaft; darauf ein Hathorgesicht mit Kuhohren, umrahmt von gesträhntem Frauenhaar, das 
auf jeder Seite dreimal zusammengebunden ist. Darüber sitzt auf einer Hohlkehle der 
Aufsatz: zwischen zwei Drähten, die oben zur Spirale nach innen gebogen sind, ein Tempeltor 
mit großer Öffnung, in dieser steht eine Göttin »»-^ auf niedrigem Sockel. Sie hält in 
der Rechten das -r^-Zeichen, in der Linken, an den Leib gepreßt, das j Szepter. Tracht: 
Haar halblang, vorn abgerundet, hinten Zopf, oben Uräus^; glatter Halskragen; langes 

Vv I C? -je 

Der knieende König hält beide Hände ausgestreckt mit den Handflächen nach innen 
an den Säulenschaft: nur der linke Arm ist gezeichnet. Tracht: Kopftuch, daran deutlich 
Lappen, Zopf und Uräus; Schurz zerstört, der Schwanz hängt nach vorn über. Beischrift 



über ihm »>-^ senkrecht; |T=.f O Y 'Ö' ]• 



2. Ein einzelner Papj'russtengel, unten mit Fußblättern, oben mit Blütendolde. Aut 
dieser steht auf niedrigem Sockel ein Mischwesen >»— »: Vogelleib mit menschlichem Penis 
in Erektion und mit menschlichem Kopf, daran langer dünner Bart mit umgebogener Spitze: 
Amonkrone: zwei glatte Federn auf einem helmartigen Untersatz. Beischrift über ihm >*»—»• 

senkrecht: (l'^^^ol 111. 

§ 175. 70009. Mitte des Daches eines Naos von Apries. 

llotbraimer Sandstein, hell gesprenkelt nnd mit Kieseln dnrclisetzt. Erhaltene 
Höhe 51 cm; die Breite des Daches war etwa 1,30 m. Herkttnft: unbekannt. 
Senkrechter Schnitt: Tafel 64 a. 

Arbeit: Oberfläche poliert mit scharfen Kauten; Skulptur sauber in gutem Stil ausgeführt. 
Erhaltung: Nur ein Bruchstück vorhanden, das in der Mitte des Daches gesessen hat; die 
erhaltenen Teile der Oberfläche des Naos sind unbeschädigt. 

§ 176. Der Naos war gewiß monolith und hatte einen glatten Oberbau, mit senkrechten 
Wänden, die unmittelbar in das Dach übergehen. Das erhaltene Bruchstück zeigt einen 
glatten Türsturz, darunter den zurückspringenden Türanschlag und das Dach des Innen- 
raumes. Der TUrsturz zeigt eine wagerechte Schriftzeile, von zwei Linien eingerahmt, die 

a a 

aus zwei »-^ <— «« Hälften besteht. Rechts: i ■¥" V^ Y "^ '^'^ ^ä, ^ Links: "T i V^ 
^ Über der Zeile ein Fries von entgegengesetzt <— «< »>— »■ gewendeten Schlangen 

in Seitenansicht mit Sonne. 

§ 177. Vom Dach, das die Form eines Pyramidion (Spitze weggebrochen) hatte, sind ein 
Teil der vorderen und der (vom Beschauer) rechten Seitenfläche erhalten; die letztere ist 
glatt. Die vordere Seite zeigte oben in der Mitte eine Sonne, von welcher beiderseits 
Schlangen (/) auf dem Kopf der rechten erhalten) mit ■¥■ herabhängen; zwischen den 
beiden -r ein A. Die Sonne bat seitlich abwärts ausgebreitete Flügel. Das allein er- 
haltene Mittelstück des (vom Beschauer) rechten Flügels der Sonne zeigt drei Teile: der 

a Es ist eigentlich eine Königsfrisur. b Eigentlich CD innen hohl. 



KAIRO, NAOS 70010. TOEDERSEITE. AUSSENWÄNDE. § 177—182. 



37 



innerste (oben einfach oder doppelt gesäumt, zerstört), bat kurze runde Federn. Die 
beiden äußeren Teile haben lange Schwungfedern, welche da, wo sie nach unten gestreckt 
sind, rund enden; wo sie nach der Seite gestreckt sind, spitzenden. Unter diesem Flügel 

steht »>— ?• wagerecbt: ^===1 



§ 178. 70010. Naos von Amasis für Neit aus Memphis. 

Grauer gesprenkelter Granit. Gesamthülic 1,62 in. Herkunft: unbekannt; 



nach der Inschrift aus Memphis. Ansicht: Tafel 8 a. 
rechter Schnitt: Tafel 51 c bzw. d. 



Senkrechter bzw. wao-e- 



Arbeil: Alle Flächen, auch die Rückwand, geglättet und z. T. glänzend poliert. Hiero- 
glyphen sauber eingegraben. 

Erhaltung: An der rechten Seite des Daches ist ein großes Stück abgeschlagen. Die 
ganze Vorderseite ist stark abgeschliffen, z. T. bis auf den Grund der Hieroglyphen: alle 
ursprünglich scharfen Kauten sind gerundet. Durch die linke Seitenwand ist nahe der 
Rückwand des Inneren in der Jlitte ein Loch geschlagen. 

§ 179. Monolither Xaos, der sich nach oben verjüngt, mit Tonnendach; Vorderseite reich 
verziert, Seiten schmucklos. 

Die Vorderseite. 

§ ISO. Nur an der Vorderseite ist ein 26,5 cm hoher Sockel angedeutet, der um fast 1 cm 
vorspringt; er steht etwa senkrecht, der ganze obere Teil tritt nach oben zurück. Die 
beiden Türpfosten (Breite 13 cm) stehen schräg, weil der Naos sich nach oben verjüngt. 
An den seitlichen Kanten der Vorderseite läuft neben den Türpfosten ein 2 cm breiter und 
um 1,5 cm -zurückspringender Streifen entlang. Auf den Türpfosten je eine senkrechte 
Zeile, eingefaßt oben durch den Himmel f=^, an den Seiten und unten durch eine Linie. 
Reclitg c m : ; Links ebenso »» — >. Der TUrsturz ist eingefaßt oben durch den 

Himmel f=] , an den Seiten und unten durch eine Linie. In der 
Mitte die schwebende Sonne; die Sonnenscheibe mit zwei Uräen er- 
haben, die Flügel vertieft in Silhouette. Wo die Federn der Flügel 
nach unten gerichtet sind, enden sie rund; wo sie nach den Seiten 
gerichtet sind, spitz. Beischrift links <—«« : ^=^>, rechts ebenso »^^. 
Die Vorderseite hat als oberen Abschluß einen wagerechten Rund- 
stab, darauf eine Hohlkehle mit Deckplatte; auf der Hohlkehle das 
Federmuster. Die Vorderseite des Daches tritt um 1 cm zurück; die 
Oberfläche des Daches ist tonnenartig gewölbt. 

§ 181. Die anderen Außenwände 

des Naos sind glatt und steigen von unten stetig geneigt und sich 

verjüngend auf. 

§ 182. Die Türöffnung 

(Höhe 92 cm; Breite unten 48,5 cm, oben 47 cm; Tiefe unten 3,5 cm, 

oben 3 cm) verjüngt sich nach oben und tritt oben zurück; auch die 

Türflügel müßten schräg nach innen und hinten geneigt gestanden 



r 



11 



# o 



u © 






a Falke mit Doppelkrone; oberägyptiscbe Krone bis unten durchgezogen. 



38 § 182—188. KAIRO, NAOS 70011. 

haben, wenn sie direkt in den Stein eingesetzt gewesen wären. Von Bolirlöcbern für Zapfen 

sind aber nur zwei erbalten: je eins oben in den Eciken, Tiefe knapp 1 cm; die unteren 

Ecken sind unversehrt erhalten. Also war in die steinerne Türöffnung zunächst ein üahmen 

aus Holz oder Metall eingesetzt, in welchem die Zapfenlöcher für die Türflügel angebracht 

waren. 

§ 183. Der Innenraum 

des Naos springt gegen die TüröÖuung nach innen vor, oben und an den Seiten um 1,5 cm, 

unten um 1 cm. 

§ 1S4-. Bibliographie: Journal d'entrre 35129. 

§ 185. 70011. Naos des Amasis für Kem-wer von Athribis. 

Grau gesprenkelter feinküniiger Granit. Breite des Unterbaues (am Tür- 
sturz i 88 cm. Ansicht: Tafel 12 a. Senkrechter Schnitt: Tafel 54 c. Details 
aus den Reliefs: Tafel 75 a. b. 76 a. b. Herkunft: Teil Atrib bei Beuha (1907). 

Arbeit; Sehr sorgfältig; Wände poliert; Architekturteile wie Skulpieruug von höchster 

Sauberkeit. 

Erhaltung: Nur das Dach ist vorhanden; die Ecke hinten links beschädigt. Der Name 

des Königs ist überall ausgemeißelt. 

§ 186. Naos, wohl monolith, von dessen Unterbau nur der oberste Teil vorhanden ist; er 
zeigt au der Vorderseite den Türsturz, auf den Seitenwänden und der Rückwand wage- 
rechte Schriftzeilen als den oberen Abschluß von Darstellungen, welche die ganze Wand 
bedeckten. Darauf erhebt sich das Dach, das außen in zwei Teile gegliedert ist: der 
untere Teil besteht aus umlaufendem Rundstab mit Hohlkehle; der obere Teil, vorn mit 
Schlangenfries, ist eine gewaltige Abdeckplatte, deren Seitenwände und Rückwand mit 
vertieften Darstellungen von Göttern bedeckt sind. Die Oberkaute des Daches steigt vorn 
von den Köpfen der Schlangen wenig (um 3 cm) an und verläuft dann wagerecht nach hinten. 

Unterbau. 

§ 187. Von der Vorderseite ist nur der Türsturz erhalten mit vertiefter Darstellung. 
Unten und an den Seiten Einfassungslinie, oben F==q Himmel. Geflügelte Sonne mit 
zwei Sehlangen (Tafel 75 a). Die Schlangen haben als Innenzeichnung ein Längsband 
mit Querlinien. Die Flügel sind dreiteilig und stoßen unten nicht zusammen; der obere 
Ansatz ist ansteigend. Der innerste Teil der Flügel, oben mit gewelltem Saum, ist glatt 
und endet mit einem in vier Haken gegliederten Feld. Die beiden äußeren Teile haben 

lange Schwingen. Beischrift rechts ^ — >, links <— <« gleichlautend: dss-. 

§ 188. Die rechte Außenwand zeigt oben (unmittelbar unter dem Rundstab) eine wage- 
rechte < — m Inschriftzeile, eingefaßt unten und an den Seiten durch eine Linie, oben durch 

a ^.b 

Himmel: ^^P^ji i^( oÄo ] ^ |\ ^ ^1 



I lj,l|„l| Jr^ n ^. ^ I^i^ Wand selbst ist gegliedert in vermutlich drei Teile: einen 

a 

a — b Kaehträglich ausgemeißelt mit Ausnahme von O und ^. 

c Breite Kapelle mit Spitzen auf dem Dach; in ihr steht eine T Keule Tafel 88, 18). 



UNTERBAU. DACH. KECHTE WAND. 



§ 188—193. 



39 



breiten mittleren Teil [mit Darstellung], der oben durch einen r=R Himmel abgescblussen 
wird; links eine schmale senkrechte Inschriftzeile, erhalten nur der oben abschließende 
1^=5 Himmel; rechts weggebrochen. 

§ 189. An der äußeren Rückwand ist nur ganz oben der Himmel erhalten, der die 
wagerechte Zeile oben begrenzt. 

§ 190. Au der linken Außenwand oben wagerechte >«— >■ Zeile, Einfassung wie rechts: 
-^^^^^ß. Darunter weggebrochen. 



Der untere Teil des Daches. 

§ 191. Der umlaufende Rundstab (Höhe 4 cm, vorspringend um 2 cm) ist glatt. Die 
Hohlkehle ist in ihrer ganzen Ausdehnung bedeckt mit einem ornamentalen Schmuck, der 
aus dem Federmuster und dem Fries der Königsuamen zusammengesetzt ist: drei Federn 



(vertieft, glatt) wechseln ab mit 



O 



bzw. 



. In der Mitte der Vorderseite ist der 



regelmäßige Wechsel unterbrochen durch eine große Sonne mit zwei Schlangen, von denen 
jede ein Q. hält; die rechte trägt >/) die linke Q als Krone. Beischrift: 



Der obere Teil des Daches. 

§192. Vorderseite: Fries der aufgerichteten Schlangen in Vorderansicht, die in starkem 
Relief hervortreten. Innenzeichnung: senkrechtes erhabenes Band mit Querlinien; ferner 
(nur in eingeritzten Umrißlinien) 2x3 Felder, von denen das oberste Paar besonders 
geformt ist (Tafel 75 b). 

Rechte Wand. 

§ 193. Darstellung vertieft; eingefaßt unten und au den Seiten durch Linien, oben durch 
Himmel \^=r: der König betet vor Göttern. 

1. König M — > stehend, beide Hände hängen frei herab. Kopftuch mit Uräus. Glatter 
Halskragen, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Weiter Knieschurz mit Schwanz. 

1 1 1. 



Namen über ihm senkrecht: 



i| ^^ (ausgemeißelt außer | und O). Beischrift 



vor ihm senkrecht: \^=^>^^my^m'/ (ausgemeißelt außer \ und O). 



a — b Ausgemeißelt mit Ausnahme von © und ^. 

c Breite Kapelle mit Spitzen auf dem Dach ; in ihr steht eine T Keule (Tafel 88, 18). 

d Stets nur das % ausgemeißelt. e Der Name im Ring stets ausgemeißelt außer []• 

f Zeile 2 und 3 oben weggebrochen. 



40 § 193-195. KAIRO, NAOS 70011. 

2.-5. Gruppe: auf einem Kuhebett hockt ein Mann zwischen zwei Frauen: Tafel 76a. 

2. Ruhebett: Löwenfüße auf Y7 Untersätzen ; vorn Löwenkopf mit vorn lang herab- 
hängender Mähne; hinten aufgerichteter Löwenschwanz (dünn mit Quaste). 

3. Mann -^-w hockend (rechtes Bein aufgesetzt, linkes untergeschlagen), erhebt die 
Hände seitwärts zu den Frauen. Langes Haar, das nur über die linke Schulter nach vorn 
fällt. Bart gebogen. Glatter Halskragen, auf der linken Schulter nicht gezeichnet. Gürtel 
(Schurz nicht gezeichnet). Beischrift wagerecht über der ganzen Gruppe: ■0<=i=>)^k.=^. 

4. Frau >»-^, dem Mann gegenüber hockend (linkes Bein aufgesetzt, rechtes unter- 
geschlagen); stützt mit der rechten Hand den rechten Ellbogen des Mannes und legt die 
linke an seinen linken Oberschenkel. Frauenhaar. Glatter Halskragen, auf der rechten 
Schulter nicht gezeichnet. Frauenkleid. 

5. Yrau <— «« hinter dem Mann hockend (rechtes Bein aufgesetzt, linkes unterge- 
schlagen); stützt mit der rechten Hand den linken Ellbogen des Mannes und legt die linke 
Hand auf ihren linken Oberschenkel. Frauenhaar. Glatter Halskragen, auf der linken 
Schulter nicht gezeichnet. Frauenkleid, oberer Rand nicht gezeichnet. 

6. Thronende Göttin: Frau -^^ ; beide Hände vorstreckend, die rechte frei, in der 
linken Band oder ähnliches haltend. Frauenhaar. Glatter Halskragen, auf der linken 
Schulter nicht gezeichnet. Frauenkleid, oben gesäumt. Die Beine vom Knie abwärts sind 
getrennt voneinander gezeichnet. Thron mit umlaufender Randleiste und Eckleiste; Rücken- 

a 

lehne überhängend; Untersatz rechtwinklig, glatt. Beischrift wagerecht: pw^^fj!,^. 

7.-9. Drei thronende Götter. Beischrift wagerecht: | ] jQ'jr yTTi ,• 

7. Gott <— (« sitzend; wie eine Mumie vom Hals bis zu den Füßen (einschließlich) in 
ein Kleid gehüllt, das nur die aus einer Falte vorgestreckten Hände frei läßt. Die linke 
Hand hält \ , die rechte ist frei ausgestreckt. Langes Haar, auf den Rücken fallend. 
Breiter Halskragen in sechs Reihen. Thron wie 6, Untersatz etwas höher. 

8. und 9. wie 7. 

10. — 12. Drei Götter wie 7, jedoch mit gebogenem Bart. Beischrift wagerecht: 

13. — 15. Drei Götter wie 10. Beischrift wagerecht: H | |^. - — o^rr]'^^^. 
16.— 18. Drei Götter wie 7. Beischrift wagerecht: '1^'1jrk<=><=iim^. 
19.— 21. Drei Götter wie 10. Beischrift wagerecht: 1 1 1 "^"^ ^^1 k:S:J. 

Rückwand. 
§ 194:. In gemeinsamer Umrahmung (unten und an den Seiten Linie, oben f=^ Himmel) 
zwei Darstellungen von entgegengesetzter Richtung: 

Linke Hälfte. 
§ 195. Der König bringt Wein dar vor Göttern. 

1. König «— > stehend, erhebt auf jeder Hand einen ö Krug. Kopftuch mit Uräus. 
Glatter Halskragen, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Weiter Knieschurz mit Schwanz; 

a ■vr:7 ohne Innenzeichnung; glatte Stange statt der Säule |. 

b Sokar-Barke; in ihr ein Falke auf einem Kasten stehend (Tafel 88, 19;. 



RCCKWA^'D. LINKE WAND. § 195—197. 41 

auf dem Schurz läuft eine Überschlagfalte von voru obeu nach hinten unten. Namen über 
ihm senkrecht: \l0-, [Oi^jl /^^l^- Beischrift vor ihm senkrecht: a ^ ,, i] ^. 

2.-8. Drei einzelne Götter (2.-4.) und drei Götter zusammen auf einem Kuhebett 
hockend (5.-8.). Beischrift wagerecht: lllf^- "ß'^^'^- 

2. — 4. Gott -e-^ wie rechte Waud Nr. 7. 

5. Euhebett wie rechte Wand Nr. 2. 

6. — 8. Drei Götter <— * hintereinander auf dem Kuhebett. Jeder: Mann hockend (das 
rechte Bein aufgesetzt, das linke untergeschlagen); hält die rechte Hand, zur Faust geballt, 
an die Brust und legt die linke ausgestreckt auf seinen linken Oberschenkel. Langes 
Kaar, das nur über die linke Schulter nach vorn füllt. Bart gebogen. Glatter Halskragen, 
auf der linken Schulter nicht gezeichnet. Gürtel augegeben, Schurz nicht gezeichnet. 

Rechte Hälfte. 
§ 196. [Der König opfert vor drei; einzelnen Göttern und drei Göttern, die zusammen 
auf einem Euhebett stehen. 

1. der König und 2. der erste Gott: weggebrocben. 

3. — 4. Je ein Gott »— > wie rechte Wand Nr. 10. Beischrift: ^m ^ fl |. 

5. Ruhebett »— > wie rechte Wand Nr. 2. Darunter wagerechte Beischrift: ''cmc^. 
6. — 8. Drei »»—» Götter. Jeder: stehender Mumienleib. Langes Haar, auf den Rücken 
fallend. Bart gebogen. Breiter glatter Halskragen. 

Linke Wand. 
§197. Darstellung: Der König betend vor Göttern. Umrahmung : unten und an den Seiten 
Linie, obeu 7=^ Himmel. 

1. Der König <-^« stehend, beide Hände hängen ausgestreckt herab. Kopftuch mit 
Uräus. Glatter Halskragen, auf der linken Schulter nicht gezeichnet. Weiter Knieschurz 
mit Schwanz; Überschlagfalte von vorn oben nach hinten unten. Namen über ihm senk- 



recht: |I|^"(o^O)' A'-r'^' Beischrift vor ihm senkrecht: \"y' V^'^^m. 

2. Osiris kniet auf einem Ruhebett, das in einem Pavillon steht. Osiris »» — > knieender 
Mumienleib (beide Beiue untergeschlagen). Kopf kahl. Stirnband, hinten zur Schleife 
gebunden. Auf dem Kopf [ . Bart gebogen. Breiter Halskragen in fünf Reihen; hinten 

I -j^ j ra o ,^ ^ fN n 

Gegengewicht. Namen vor ihm senkrecht: ji ■ 



Das Ruhebett wie rechte Wand Nr. 2. Es steht auf einer Standlinie, die auf drei 
L'ntersätzen ruht von der Form des unteren Teiles des königlichen Horusnamens. 

Der Pavillon hat vorn und hinten je drei senkrechte Stangen, auf denen vier bzw. 
zwei wagerechte Abschlußleisten liegen; darüber gebogene Dachlinie. 

3. Thronende Göttin: sitzende Frau »»-^; streckt beide Hände vor, die linke aus- 
gestreckt, in der rechten ein Band mit herabhängenden Enden haltend. Frauenhaar. Hals- 
kragen, auf der rechten Schlüter nicht gezeichnet, in vier Reihen. Frauenkleid ohne 
Tragbänder, oberer Rand gesäumt. Thron jj mit umlaufender Randleiste und Eckleiste, 
Rückenlehne überhängend; niedriger rechtwinkliger Untersatz. Namen über ihr wagerecht: 



O <^ \ ^D' 

a Alles ausgemeißelt außer 1 und O und '^■ 



h Am rechten Rand des Zeichens sitzt innen eine kleine Schleife ;Tatel 88, 20). 

c Alles ausgemeißelt außer | und G und ^. d Alles ausgemeißelt außer | und 1 1 . 



Eoeiler, Naos. 



42 § 197—201. KAIRO, NAOS 70012. 

4. — 6. Drei Götter »»—>■, jeder wie rechte Waud Nr. 10, jedoch: die linke Hand ist 
ausgestreckt, die rechte hält 1. Über ihnen wagereelit: ]||nlriLJUÜ 

7. — 9. Drei Götter m-^ \yie Nr. 4, jedoch ohne Bart. Über ihnen wagerecht: ] ] |[] 

10. — 18. Neun Götter >»>— ^ (nur die ersten sechs erhalten, sämtlich mit Bart) wie 

a 

Nr. 4. Über ihnen wagerecht: 1 1 1 Q "If y ''^ — « ^W-M ^,^^<=^3 1^ ^^ 
§ 198. Bibliographie: Jourual d'eutive 40034. 



4^ 199. 70012. Naos von Nechtharheb für Anhor 

von Sebennytos. 

Grüner Schiefer. Gresamtliülie 2,03 ra. Ansiclit: Tafel 14. Senkrechter bzw. 
Avao-erechter Schnitt: Tafel 47b l)zw. d. Schematische Aufsicht des Daches: 
Tafel 47 c. Aufsicht der Türschwelle ; darunter senkrechter Schnitt bei A — B : 
Tafel 47 e. Herkunft: 1901 aus dem Muristän Kalaftn Krankenhaus in Kairo) 
ins Museum gebracht; Maspero vermutet als Herkunft Sebennytos. 

Arbeit: sorgfältig; Relief sauber, Inschriften flüchtig und unvollendet. 
Erhaltung: Hohlkehle abgeschlagen; an der linken Seitenwaud ein großes Stück der Ober- 
fläche herausgebrochen. 

4J 300. Naos mit skulpierter Vorderseite; Seiten und Rückseite glatt polierte Wände ; Dach 
in Form einer Pyramide ohne Spitze; Innenraum glatt. 

§ 201. Die Vordei'seite (95,5 cm breit) 

zeigt über dem Sockel (28 cm hoch) die Türöffnung (61 cm breit, 106 cm hoch), in welcher 

die beiden Türflügel gesessen haben. Über der Türöffnung die schwebende Sonne mit 

ihrem Namen, links •«— «; und rechts »»— » gleichlautend : crs^ ; neben der Türöffnung die 

Namen des Königs. Das Ganze wird umrahmt durch einen Rundstab (Durchmesser an den 

Seiten 4 cm, oben 3V4 — 31/2 cm), dessen Ausatz vierkantig ist (rechts Höhe 9,5 cm. Breite 

4,2 cm; links Höbe 9 cm. Breite 4 cm). Auf dem Ruudstab sitzt oben eine Hohlkehle auf, 

die mit dem Muster der senkrechten Federn geschmückt ist; in ihrer Mitte die schwebende 

Sonne. 

Der Sockel 

springt um 874 — 3' o cm über die Vorderwand des Naos (Außenseite der Türöffnung) vor. 

Die beiden Türflügel 
waren in die Umrahmung der Türöffnung eingesetzt. Oben ist auf beiden Seiten je ein 
kleines rundes Loch (Durchmesser 1 cm. Tiefe 1 cm) für die Zapfen der Angeln eingegraben. 
Um die fertigen Türflügel in den Naos einsetzen zu können, hat man auf der Türschwelle 
zwei Rinnen eingegraben, die von der Mitte nach den Ecken zu sich soweit vertiefen, daß 
sie zuletzt die für den Zapfen nötige Tiefe erreichen. Tafel 47 e zeigt oben eine schema- 
tische Aufsicht der Schwelle; darunter einen senkrechten Schnitt bei A — B. 

a Auf dem Hause eiu Dach, vorn steil ansteigend, uaeh hinten allmählich abfallend (Tafel 91, 141). 



DACH. INNENRAUM. 



§ 201—206. 



43 



Schriftrichtuu£ 



Die TUröUiiniig 

ist 2 cm tief und springt allseitig um 2 cm vor. 

S '**'• Die Namen des Königs 

auf dem liukeu Pfosten der TUrumrahmung;; Hieroglyphen flach eingegraben, auf jeder 
Seite begrenzt durch ein schmales Band (unten nicht ausgeführt). Senkrechte Zeile: 

Auf dem rechten Pfosten ist nur die Einfassung ausgeführt (un- 
vollendet]. 

^203. Die schwebende Sonne über der Türöffnung: 

beiderseits eine Schiauge. Die Flügel sind dreiteilig: der innerste 
Teil ist glatt; oben mit einem Saum, der iu eine nach innen ge- 
schlagene Kralle endet. Der Ansatz des Flügels an der Sonnen- 
scheibe ist gerundet und springt nach oben heraus. Die beiden 
äußeren Teile haben lange Schwungfedern; diese enden, wo sie nach 
unten gerichtet sind, rund U; wo sie nach der Seite gerichtet sind, 

spitz 7. 

Die schwebende Sonne anf der Hohlkehle 



i^ 



y I] 



€3^ 



ra 



Ol 






r^ 



o 



y 



ist etwas größer als die untere, aber von genau der gleichen For 



m. 



Das Jlnster der senkrechten Federn 

bedeckt die ganze Hohlkehle. Auf 84 cm kommen 43 Federn von 
je 1 — 1,2 cm Breite ; der Zwischenraum zwischen je zwei Federn be- 
trägt 0,7—0,9 cm. 

§ 204. Das Dach 

hat unregelmäßige Form, weil der Xaos tiefer als breit ist; Höhe 
37 cm. Tafel 47 c zeigt eine schematische Aufsicht. Das Dach hat 
vorn unmittelbar auf dem Abschluß der Hohlkehle aufgelegen, wie 
sich aus dem erhaltenen Teile der Kanten ergibt; vgl. Nao8 70019 § 279. 



§ 205. 



Der Innenraum 



ist 57 cm breit, 50 cm tief und 101,5 cm hoch. In 46 cm von der 
Türöftnuug steht eine Wand aus graubraunem Zement, die nach einer 
Versuchsbohruug eine Dicke von etwa 4 cm hat; vielleicht ist es eine Ablagerung von 
Schlamm aus der Zeit, in welcher der Naos als Wassertrog benutzt worden ist. 

§ 206. Bibliographie: Journal d'entree 35128. — Maspero, Guide du Musee- (1912) 195 Nr. 826. 



a II oben durch Sclimntz verdeckt. b) Die ^ Stelle durch Schmutz verdeckt. 

c Hockeuder Mann m — >■ mit Uräus; Kroue von vier Federn nur im Umriß angegeben (Tafel 88, 21]. 

d Wie c, aber ohne Uräus. e Das C; >Sohn< ist ausgelassen. 

f King, nicht Scheibe. 

g Hockende Frau; auf dem Kopf Geierhanbe und X4X Isiskrone (Tafel 88, 22). 

h Wachtel ohne Beine. 



6* 



44 



§ 207-210. 



KAIRO, NAOS 70013. 



§ 207. 70013. Naos von NecMharlieb für Bastet 

und Harsapliis von Bubastis. 

Dunkler, g-rau gesprenkelter Granit. Gesamthölie 1,95 m. Herkunft: Kairo; 
uacli den Inschriften stammt der Naos aus Bubastis. Ansicht: Tafel 13. Senk- 
rechter bzw. wagerechter Schnitt: Tafel 48 a bzw. c. Scheraatische Ansicht der 
linken Außenwand : Tafel 48 b. 

Erhaltung: Hohlkehle rund herum abgeschlagen außer in der Mitte der Vorderseite. Obere 
rechte Ecke weggebrochen. Au der linken Seite sind dicht an der Rückwand zwei Löcher 
durch die Seiten wand geschlagen, eins oben, eins unten; offenbar haben sie als Abfluß- 
löcher gedient in einer Zeit, zu welcher der auf dem Piilcken liegende Naos als Wasser- 
trog benützt wurde. 
Arbeit: sauber; die Sonnen und die Hieroglyphen sorgfältig eingeschnitten. 

§ 208. Naos mit reich skulpierter Vorderseite und einfacher geschmückten Seiten. Rück- 
wand roh behauen, nicht poliert. Satteldach mit dem Giebel nach vorn. 

Ein 27 cm hoher, um 2,5 — 3,5 cm vortretender Sockel läuft um den ganzen Naos; auf 
diesem erhebt sich der Oberbau, der sich auf allen Seiten nach oben verjüngt, und zwar 
beträgt das Zurückweichen der Außenwand an der Vorderseite 2 cm auf 1 m; die Rück- 
wand ist glatt ohne Sockel und steht senkrecht. Die Vorderseite wird eingefoßt von 
einem Rundstab (Durchmesser an den Seiten 4 cm, oben 3,2 cml, der unten einen vier- 
eckigen Ansatz hat (9 cm hoch). Innerhalb des Rundstabes über der Türöffnung eine 
schwebende Sonne mit ihren Namen, rechts und links auf den Türpfosten die Namen des 
Königs. Auf dem Ruudstab sitzt eine glatte Hohlkehle, in der Mitte ist eine schwebende 
Sonne eingegraben. 



S 209 



Die Türöffnung 

ist 128 cm hoch und 56,5 cm breit. Der I1/4 cm breite Türanschlag steht senkrecht; da 
aber die Außenwand des Naos nach unten vortritt, sind die Laibungeu der Tür uuten 
breiter (6'/4 cm) als oben (3' 2 cm). Die Tür war zweiflügelig; die Augellöcher sind er- 
halten; in dem linken Loch unten sind grüne Kupferreste erhalten. Die Türflügel sind, 
wie die Rinnen zeigen, in derselben Weise eingesetzt worden, wie am Naos 70012. Die 
ganze Tiefe der Türöffnung ist rauh gelassen. 

§ 210. Rechter Türpfosten; senkrechte -^-s« Zeile, von Linien eingefaßt; oben [==! Himmel. 



a a 










d d 

Ar 

On 



a Hockender Mann ohne Uräus; Krone 
von vier Federn nur im Umriß an- 
gegeben (vgl. Tafel 88, 21,!. 

b) Frau mit Lüwinneukopf 



KAIRO, XAÜS 70014. 



§ 210—216. 



45 



Linker Türpfosten; 

senkrechte >* — > 

Zeile (wie rechts : 



a .a 



O I 



Die scliwebeiide Soinie über der Türöll'nuiig. 
J? 211. Die Flügel sind eingegraben; Innenzeicbnung in feinem Relief. 
Keben der Sonne zwei Uräen. Die ausgebreiteten Flügel sind dreiteilig. 
Der innerste Teil am FlUgelausatz ist glatt; die Stellen, an welchen 
Krallen angesetzt sein könnten, sind verschmutzt. Die beiden äußeren 
Teile haben lange Schwungfedern; diese endigen wie bei Xaos 70012. 
Beischrift links < — m: c-^^ n q? v<^oi,tc ^ — ^- A^A' 



rechts 






Do. 



Die schwebende Soime auf der Hohlkehle. 

Eingegraben wie die erste Sonne. Uräen und Flügel im wesent- 
lichen so wie bei der ersten Sonne. Au den Flügeln sitzt oben an 
dem innersten glatten Teil ein Saum, der in eine nach oben gerichtete 
Kralle ausläuft. 

§ 212. Das Dach 

tritt auf der Vorderseite des Naos um 2,3 cm zurück hinter die Vorder- 
kante des Abschlusses der Hohlkehle. An den Seiten liegt es unmittel- 
bar auf diesem Abschluß auf. Der nach vorn gewandte Giebel ist 
rauh, die Oberfläche des Daches poliert. 



S 213. Die seitlichen Außenwände 

des Xaos sind eingefaßt von einem Rundstab, auf dem eine glatte 
Hohlkehle aufsitzt. Der vordere Ruudstab sitzt an der Ecke und ist 
identisch mit demjenigen, der die Vorderseite des Naos einfaßt. Der 
hintere Rundstab ist nicht in Rundskulptur, sondern nur in Relief 
ausgeführt und liegt in einigem Abstand von der Ecke (unten 10,5 cm, 
oben 13 cm). Auch die Hohlkehle greift nicht auf die Rückwand des 
Naos über, sondern läuft sich tot. Tafel 48 b zeigt eine schematische 
Ansicht der linken Außenwand. 



§ 214r. Der Inuenraum 

(125 cm hoch, 56,5 cm breit, 59,5 cm tieft ist poliert. 

§ 215. Bibliographie: Maspero, Guide du Musee-' ;i912j 194 Xr. 820. 



§ 216. 70014. Monolither Naos von Neclitharlieb für 

Thot aus Tüna. 

Rotfer, schwarz gesprenkelter Granit. Gesamthöhe 2,52 ni. Ansicht: Tafelllh. 
Wagerechter hzw. senkrecliter Schnitt: Tafel 49 d hzw. e. 

Herkunft: Von Muhammed Efifendi Chabau in einem Ziegelgebäude am Rand der Wüste 
gefunden: 1906 in das Museum gebracht. 

Arbeit: schlicht, aber sorgfältig und in gutem Stile; Hieroglyphen und schwebende Sonne 
eingegraben, z. T. ziemlich grob. 



a Hockender Mann ohne Uräus; Krone von vier Federn nur im Umriß angegeben (vgl. Tafel 88, 21). 
b Fran mit Löwinnenkopf 



46 



§ 216—223. 



KAIRO, NAOS 70014. 



Erhaltung: Kleine Stücke der Oberfläche an verschiedenen Stellen abgesplittert; durch die 
linke Seitenwand ist nahe der Rückwand ein Abfiußloch geschlagen. 

§217. Naos in großen Abmessungen. Alle Wände stehen senkrecht, sind ununterbrochene 
Flächen und glänzend poliert auch die Rückwand'. Satteldach mit dem Giebel nach vorn. 

Die Vorderseite 

allein ist skalpiert. Ein Sockel ist dadurch angedeutet, daß die Türpfosten unten um 
etwa 4 mm zurückspringen. Auf beiden Türpfosten die Namen des Königs. Über der Tür- 
üflnung die schwebende Sonne mit ihren Namen. 



§ 218. Rechter Türpfosten; 
senkrechte Zeile ■«—«<, einge- 
faßt von zwei Linien, darüber 
der Himmel 



a a 

o 



i^( 



in 



^) 



o 



Af 



o 
I 



I I I 

M 



y 



w 



t 



a a b b 

LinkerTürpfosten; wie rechts, 
nur »— *, ohne Variante. 



§ 219. Die Flügel der schwebenden Sonne sind vertieft, 
die Sonnenscheibe und die Uräen stehen gelassen [also 
kein eigentliches Relief). Die Flügel sind nur als Silhouette 
gegeben; doch geht aus dem Umriß hervor, daß sie wie 
diejenigen au den Naos 70012, 70013, 70019 gedacht sind 

(siehe dort). Beischrift rechts »»— >■ vertieft: ^==1 | D ^ 

Q (? c A Q <=. © I y [=^ 

T h ciy I ^. Links ebenso ■« — m ohne Variante. 

§ 220. Die TiirölFimug 

ist in ihrer ganzen Tiefe 8—8,5 cm) rauh gelassen, so daß 
mau annehmen möchte, sie sei mit einem Rahmen bedeckt 
gewesen. Oben und unten ist in jeder Ecke ein Bohrloch 
(also zusammen vier) von etwa 1,7 cm Durchmesser und 
1,5 cm Tiefe; sie haben wohl Stifte zum Festhalten des 
Rahmens aufgenommen. Für die Zapfen der Türangeln 
waren diese vier Löcher wohl nicht bestimmt; man müßte 
danu Spuren des Einsetzens der fertigen Türflügel er- 
kennen, die Türöffnung ist aber völlig glatt. 

§ 221. Das Innere 

des Naos hat seukrechte glatte Wände und ist glänzend 

poliert. 

§ 222. Das Dach ,Höhe 13 cm) 

sitzt unmittelbar auf den Wänden des Naos auf; der nach 

vorn gerichtete Giebel liegt in gleicher Ebene mit der 

Vorderseite des Naos, von der er nicht geschieden ist. 



§ 223. Bibliographie: Journal d'entrce 39508. — Annales du Service 8 (1907) 21. — Borchardt, Kunst- 
werke aus dem Museum zu Kairo, Tafel 50. — Maspero, Guide du Mus6e- (1912) 192 Nr. 803. 



a Hockender Man 



n mit I 



auf den Knieen; Krone von vier Federn. 





b Hockende Frau »* — > mit "1" auf den Knieen ; \4/ Krone, 
c Mob. Eff. Chabän las j^ Ann. Serv. 8 1907] 222 I). 



KAIRO. NAOS 70015. 



§ 224—227. 



47 



§ 224. 70015. Oberteil eines Naos für Schow ;? von 

Nechtharheb aus Samannd. 

Harter feinkörnig-er sclnvarzgTüiier Stein (eher Schiefer als Granit}. Er- 
haltene Höhe 73 cm; Breite des Oberbaues war 1.14 in. Senkrechter Schnitt: 
Tafel 63 c. Schematische Rekonstruktion der Vorderseite: Tafel 6.S d. Details 
aus den Reliefs: Tafel 83 a. b. 

Herkunft: »Samanoud, Envoi Naville, juillet 1892.«: 

Arbeil: Oberfläche glänzend poliert, an den Figuren und Hieroglyphen jedoch um des 
Gegensatzes willen augeraubt. Alle Teile sind in gutem Stil sehr sorgfältig und mit vielen 
Details ausgeführt. Die obere rechte Ecke der Darstellung des Türsturzes ist unvollendet. 

Erhaltung: Nur ein Bruckstück ist vorhanden, das den rechten Teil des Daches enthält; 
die ursprünglich scharf gearbeiteten Kanten sind vielfach abgestoßen. 

§ 225. Der Naos war gewiß monolith und hatte einen glatten Oberbau mit senkrechten 
Wänden. In der Fassade liegt die TUröftnung (Breite rekonstruiert 72 cm) mit einem An- 
schlag (Breite 2,6 cm, zurückspringend nm2,8cm), oben rechts das Loch für den Zapfen 
eines Türflügels. Vom Innenraum ist nur ein Teil des Daches (Breite rekonstruiert 68 cm) 
vorhanden. 

§ 226. Auf dem Türsturz zwei Bilder auf gemeinsamer Standleiste; oben durchlaufender 
Himmel (vertieft) mit * Sternen (erhaben), dessen rechtes Ende (rechts von Schow)' nicht 
ausgeführt ist. 

Rechtes Bild. 
Der König opfert Wein vor Schow, Bastet und Onuris. 
§227. König <— *« stehend (Füße weggebrochen), erhebt auf jeder Hand einen Q' Krug. 
Kriegshelm, unterer Rand vorn gesäumt, vorn Uräus. Vom Halskragen ist nur der obere 
Eand (gesäumt' gezeichnet. Weiter Knieschurz (hinten weggebrocben). — Über ihm schwebt 
<— «< ein Geier, der seinen rechten Flügel nach vorn, den linken nach unten ausbreitet. 
Der linke Flügel ist glatt und endigt in spitz auslaufende Schwungfedern. Der rechte 
Flügel ist zweiteilig: der innere Teil ist glatt, setzt sich in eine rundliche Scheibe fort 
und hat oben einen gewellten Saum, der in eine aufwärts gebogene Spitze endigt. Der 
Geier hält ein Q in beiden Fängen. — Über dem König senkrecht: 



frei 



^ A^' 




Vor ihm senkrecht: a 



^: 



a Aufsatz im Original schmaler als in der Type. 

b Dieses ist das Q, das der Geier in den Fängen hält. 

c Hockender Mann m — >; Krone von vier Federn. Etwa 
wie Tafel 88, 21. 

d Hockende Frau (mit Geierhanbe ?j ; Krone X^- Etwa 

wie Tafel 88, 22. 
e Die beiden Krüge stehen' unverbunden nebeneinander. 



48 § 227—242. KAIRO, NAOS 70015. 

Vor dem Küuig: steht ein Altar I lunten weggebroclien ; darauf ein 'ü Krug und eine 
<—m Lotosblüte mit lierabhäugendem Stengel. 

§228. Schow"(?) M—> throneuder Manu; bält in der Linken |, in der Rechten •¥•. 
Halblanges Haar, das Ohr bedeckend, unten wagerecht abgeschnitten; vorn Uräus. Auf 
dem Kopf vier Federn (jede mit erhabener Mittelrippe) auf gemeinsamem Untersatz mit 
Hohlkehle. Gebogener Bart''. Der obere Rand des Halskragens und die Brusttafel sind 
angedeutet, das Weitere nicht ausgeführt. Enger Knieschurz mit Gürtel. Thron mit Rand- 
leiste und Eckleiste; Rückenlehne mit überfallendem Behang. Untersatz glatt, vorn weg- 

gebrochen. — Beischrift vor ihm nicht ausgeführt; hinter ihm senkrecht: fj i\ ^ I 

§ 229. Bastet »>-^ stehende Frau mit Löwinnen(Katzen?)-Kopf; hält in der linken HandV 
und erhebt die rechte (Innenfläche nach vorn) schützend hinter Schow. Frauenhaar. Hals- 
kragen oben mit starkem Saum, unten mit schmalem Saum mit Bommeln. Frauenkleid, 

oberer Rand nicht angegeben. Über ihr senkrecht: ij ü ^T /i ^^=^ >r^ ^~ " TT 

ß. ^"^^^"^ 11 © O I ^=^' 

§230. Onuris *-^ thronender Mann; hält in der linken Hand 1, in der rechten -r. 
Haar und Krone wie bei Schow. Auge mit Schmiukstreifen. Gebogener Bart. Glatter 
Halskragen, oben gesäumt, auf welchem ein Skarabäus mit ausgebreiteten, aufwärts ge- 
bogenen Flügelu liegt. Brusttafel .nach oben sich verjüngend, lunenfeld vertieft; oben 
wagerechter Rundstab und Hohlkehle) an einer Schnur. Enger Knieschurz mit Gürtel. 
Vom Thron und Untersatz nur der vordere Teil erhalten (wie bei Schow). — Über ihm 

sie 

Linkes Bild. 
§ 210. Nur rechts der Kopf des <— «< Onuris mit der Krone (wie rechts) erhalten. Vor 



ihm senkrecht: ^ ^^ p=q?^ 



§ 241. Das Dach des Naos hat einen horizontalen Sattel, der von vorn nach hinten läuft; 
es springt gegen den Türschurz um 2,6 cm zurück, die Seitenflächen gehen unmittelbar in 
die des Oberbaues über. Im vorderen Giebelfeld ist eine geflügelte Sonne mit zwei Schlangen 
eingegraben, die je ein Q halten die Sonne selbst ist erhaben im Stein stehen gelassen). 
Die Flügel, die oben und unten über die Sonne hinausreicheu, sind zweiteilig; der innere 
Teil ist glatt und oben gesäumt, der äußere hat lange Schwungfedern, die in der Mitte 

gerundet, außen spitz enden. Zwischen den Schlangen ») — > senkrecht: c:e> ] 

§ 242. Bibliographie: Journal d'entree 30176. 



-a Diese unvollendete Figur (vgl. >Arbeit«) ist wohl nicht identisch mit dem an dritter .Stelle dar- 
gestellten Anhor. 

b Nur der anf der linken Schulter aufliegende Teil ist in Hochrelief ausgeführt; das vertieft zu ar- 
beitende Verbindungsstück zwischen dem Kinn und der linken Schulter fehlt, 
c Etwa wie Tafel 88, 7. 



KAIRO, NAOS 70016. 



§ 243—245. 



49 



§ 243. 70016. Naos von Nechtharheb für Bastet] 

aus Bubastis. 

Roter buntg'espreiikelter Granit. Gesaiiitbrcite war 1,53 m. Herkunft: 
»Zag-azig-, Fouilles de M. Naville«. Ansicht: Tafel 12 b. Senkrechter bzw. wage- 
rechter Schnitt: Tafel 55 c bzw. d. Details um den Reliefs: Tafel 77a. 84e. 871i. 

Arbeit: Vorn und au der Seite gläuzend poliert, oben nur geglättet. Darstellungen und 
Hieroglyphen vertieft mit luuenzeichnung in schwachem Relief; nur der Sternfries erhaben 
auf vertieftem Grunde. 

Erhalten ist nur der linke vordere Teil des Sockels, die Seitenwand ist dicht über dem 
Boden des Inneren weggebrochen; die Gesamtbreite läßt sich berechnen, da sich aus der 
Darstellung die Mitte sicher ergibt. Auf der Vorderseite des Sockels ist eine tiefe senk- 
rechte Rinne eingehauen. 

§ 244. Von dem Oberbau des Naos ist nur die linke vordere Ecke erhalten; er springt 
gegen den Sockel vorn nm 3 cm, au der Seite um 4 cm zurück; au der Ecke mag ein 
Rundstab gestanden haben. Die Öffnung in der Vorderseite des Naos war 98 cm breit. 
Der Innenranm des Naos liegt 3 cm tiefer als die Oberfläche des Sockels; er ist 104 cm 
breit. Die beiden Türflügel schlugen nach innen; die für das Einsetzen des linken Flügels 
gemachte Rinne am Boden ist erhalten. 

Auf der Vorderseite des Sockels ist eine Darstellung, von welcher die linke Hälfte 
ganz und von der pendantartig ihr gegenübergestellten rechten Hälfte der Anfang erhalten 
ist; über beiden ein Band mit einem Fries von fünfstrahligen Sternen. 

Linke Hälfte. 

§ 245. Der König »>— >■ bringt einer nicht dargestellten Gijttin die Wahrheit dar. Er kniet, 
das rechte Bein zurücklegend, auf einem niedrigen Podium, das oben mit Rundstab und 
Hohlkehle geschmückt ist (Tafel 87 h). Der König erhebt in der linken Hand y/) und hält 

die rechte hinter das Bild mit der Handfläche nach vorn. Tracht: Kriegshelm; am unteren 
Rand doppelte Leiste; vorn Uräus, hinten Band i^Tafel 84 e). Breiter glatter Halskragen. 
Glatter Gürtel mit engem Schurz; breites Mittelstück, an dessen Seite je eine Schlange 
herunterhängt (links zerstört). Namen des Königs 

2^ O 3 



1 1 il /77 2 -9 O 



PI 



ö, 



V_^ 



Beischrift vor dem König 



senkrecht: 




a Hockender Mann; Krone von vier Federn (wie Tafel 88, 21). 

b Gefäß mit ^-förmigem Deckel; keine Bänder (wie Tafel 88, 11). 

c Frau m — > hockend mit Löwinnenkopf. d Genauer auf Tafel 91, 142. 

Roe der, Naos. 



50 § 246—252. KAIRO, NAOS 70017. 

§ 246. Hinter dem König steht sein Ka >»— > in komplizierter Art der Darstellung: Tafel 77 a. 
Unten menschliche Arme m-^. In der linken Hand ein Stock; das frei darunter schwebende 
Q ist wohl an ihn anzuschließen*. In der rechten Hand eine Straußenfeder -\:=:3. Darauf 
die erhobenen Arme U, jedoch fehlt links die Hand. In ihnen steht der Ka als Manu -m-^ 
mit herabhängenden Armen; die rechte Hand fehlt. Tracht: Langes Haar, von welchem 
eine über die rechte Schulter fallende Strähne angegeben ist; Halskragen nur rechts vom 
Haar; glatter Gürtel mit engem Knicschurz. Auf seinem Kopf sitzt ein Sperber auf dem Gestell. 

Beischrift hinter ihm 

M-^ senkrecht: Rechte Hälfte. 

^^Ä^Ä S '-l*^' Pendant zur linken Hälfte; Darstellung und Beischriften ebenso. 
Erhalten die Hände des Königs und die Beischrift *— * senkrecht. Von 
den Namen des Königs nur die erste Zeile erhalten, die der gleich- 
lautenden ersten Zeile der linken Hälfte gegenübergestellt ist; beide 
sind ungewöhnlich groß geschrieben und bilden den dekorativen Mittel- 
punkt der ganzen Darstellung. 

§ 248, Bibliographie; Journal d'eutroe 28571. — Maspero, Guide dn Musee^ 




1 l T 



=^ '=Ä1 



\ml (1912) 192 Nr. 802. 

3 13 3 

S 249. 70017. Naos von Neditharheb aus Abydos. 

Rötlicher gesprenkelter Granit. Vollständige Breite (unten) war 1,30 m. — 
Im April 1898 von Daressy ans Abydos, kleiner Tempel westlich Schunet 
ez-Zehib^, in das Museum gebracht. — Wagerechter Schnitt: Tafel 52 a. Sche- 
matische Vorderansieht: Tafel 52 b. 

Arbeit: Die Flächen geglättet, die Vorderseite glänzend poliert. Darstellungen und Hiero- 
glyphen sorgfältig eingegraben. 

Erhaltung: Nur das linke untere Viertel des Naos ist erhalten. An der Ecke hinten links 
fehlt unten ein Stück, das niemals vorhanden gewesen ist, da die Skulpierung über die 
rauhe Bruchfläche hinweg geht. 

§ 250. Monolither Naos mit Sockel, sich verjüngendem Oberbau und Satteldach. Der 
ganze Sockel, die Außenwände und die Wände des Innenraums sind mit vertieften Dar- 
stellungen bedeckt; auf der Vorderseite luschriftzeilen, ferner hervortretend ein llundstab. 
Für die Ergänzung des oberen Teiles vergleiche den Naos 70018. 



§ 251. Der Sockel hat ein umlaufendes eingegrabenes Muster; ein Linieuornament 

(wie vom Unterteil des Horusnamens des Königs) wechselt ab mit einer Pflanze (mit je 
drei Blüten und zwei herabhängenden Knospen); es ist auf der linken Hälfte Lilie, auf 
der rechten (nur eine zerstörte Blüte auf der Rückseite erhalten) wohl Papyrus. 
§ 252. Der Oberbau hat geböschte Wände und springt an der Vorderseite um 4 cm vom 
oberen Sockelrand zurück. Die Vorderseite hat einen Kundstab (Durchmesser unten 5,5 cm, 

a Das links von ihm stehende Q ist nur leicht eingeritzt und vielleicht ungültig. 

b Auf dem Stengel steht im Original ein Lotosblatt (Spitzen nach unten). 

V 

c Vom "T" gehen zwei Arme nach den Seiten, die je ein | halten. 

b— d Genauer auf Tafel 91, 144. e Schmale Platte. 

f So Daressy mündlich; das Journal d'entree gibt an: »Sud de Chonnet el-Zebib«. 



LINKE AÜSSENWAND. ÄUSSERE RÜCKWAND. § 252—258. 51 

nach oben sich verjüngend), auf dem das gewundene Band eingegraben ist; der untere 
Ansatz des Kundstabes bat rechtwinkligen Querschnitt (Hübe 10,5 cm. Breite 6 cm). Inner- 
halb des Kundstabes sitzt die 'rurötfuung unmittelbar auf dem Sockel auf. Auf dem allein 

erhaltenen linken Türpfosten zwei -senkrechte »^^ Zeilen : ^ 1 ^ A Ä ^^^ ^ l'^ ' 

i 1 



^^^*,Af 



A 



Die linke Außenwand. 
§ 253. Unten wagerechtes Linienornament eingegraben | ^ . Darüber vertiefte 

Darstellung auf Standlinie, rechts senkrechte Seitenlinie erhalten: Der König bringt die 
Wahrheit dar vor vier Göttern. 

§ 254. König < — m. stehend; erhebt auf der rechten Hand ^\ , hält die linke (Innenfläche 
nach vorn) schützend dahinter. Kopf weggebrochen. Weiter Knieschurz mit Schwanz. 
Darunter ein durchsichtiger Rock bis über die Waden. Namen über ihm senkrecht: 



•P^ 



T> — 

l|'^K<:r:'l^ i^. Hinter ihm senkrecht: j^^f'^^l^. Vor 



ihm senkrecht: a c ^^ q .vK2>- A -j- y ^1. 

Altar vor dem König: hoher Untersatz mit kapitellartigem Oberteil; darauf ein 'Ö'' 
Krug, eine Lotosblüte und -knospe. 

§ 255. 1. Gott »»—9- stehend; in den Händen links l, rechts V. Frauenhaar, oberhalb 
der Stirn weggebrochen. Bart gebogen. Glatter Halskragen, auf der rechten Schulter nicht 



SJC 



gezeichnet. Enger Knieschurz mit Gürtel. Name über ihm senkrecht: ^ ^ ^ 

Vor ihm senkrecht: r <=i;=> 1, . 

2. Gott »-^ wie 1. Gott; erhalten nur die vordere Hälfte unterhalb der Schulter. 
Vor ihm senkrecht: ^ -^^-^ W=3 <=> ,^. 

3. Gott »>— »■ wie 1. Gott; erhalten nur die Füße und das Ende des Szepters. 

4. Gott wie 1. Gott; erhalten nur unterhalb der Hüften. Vor ihm senkrecht: 



Die äußere Rückwand. 
§256. Unten Linienornament | ~| - Darüber eine Darstellung, die in zwei Hälften 

geteilt ist durch die senkrechten Inschriftzeileu. 

§ 257. Rechte Hälfte: 

zwei Göttinnen, anschließend an die Götter der linken Außenwand. 

1. und 2. Göttin »»— > stehend, oberhalb der Brust weggebrochen; in den Händen 

links II, rechts •¥-. Frauenkleid. Senkrechte Zeile vor der 1. Göttin: ^ = -^37 

^ ^=^, vor der 2. Göttin: '^^ f ^ ,^ |\1, hinter ihr: il ^i^l. 



^Jn=n:. 

§ 258. Linke Hälfte 

enthielt vermutlich Gottheiten «-«; erhalten nur das Ende der senkrechten Zeile hinter 
der letzten: p ^|. 

a Genauer auf Tafel 91, 143. 

7* 



52 §259-263. KAIRO, NAOS 70017. 

§ 259. Die Türüirnuug 

beginnt unmittelbar mit dem oberen Soelielraad; erbalten ist nur der linke Teil der Schwelle 
und der untere Teil des linken Pfostens (seukrecbt). Eiusatzspuren für Türflügel sind uicht 
vorbanden; wohl aber zeigt ein Loch (1,5x3,5 cm groß, 2,5 cm tief) auf der Schwelle, 
daß ein fester Rahmen in die Türöffnung eingesetzt war. 

Der Innenrauni. 

§ 260. Erhalten ist nur der untere linke Teil des Innenraumes. Der Boden liegt 2,7 cm 
über der Schwelle, die Seitenwaud springt um 3 cm vom Türpfosten zurück. Die Wände 
sind mit vertieften Darstellungen bedeckt; der untere Abschluß wird gebildet von drei 
vertieften Streifen (Breite je 2 cm. Abstand 2 cm). 

Linke Iiiueuwaud. 
§ 261. Der König bringt die Wahrheit dar vor Amon, Mut, Chons. König »>— »• stehend, 
erhebt auf der linken Hand S}, hält die rechte (Innenfläche nach vorn) schützend dahinter. 

Kopf zerstört. Weiter Kniesehurz mit Schwanz. Darunter durchsichtiger Rock bis über 

1 ^ \l 2 %^ 

die Waden. Namen über ihm senkrecht: $r^ $ Hinter ihm senkrecht: 

SIC 

0\vl ^ y . Vor ihm senkrecht: a c ^ ft av>aaa -s>- /\ T- 

Amon <— «« stehend, in den Händen rechts j, links -ih. Oberhalb der Brust wegge- 
brochen. Er trug die Amonkrone, deren senkrechtes Band zwischen Oberkörper und Arm 
bis an den Oberschenkel herunter läuft. Enger Knieschurz mit Schwanz. Vor ihm senkrecht: 



Mut <— «« stehend, in den Händen rechts | , links -t-. Oberhalb der Brust weggebrochen. 



^ Q rMWVs H ß AA«V\A Q ^_^ 

Frauenkleid. Vor ihr senkrecht: ^Y r\ r^ ^«"'^ , ,. 

Chons <— « stehender Mumienleib (oberhalb des Bauches weggebrochen) auf Sockel 
mit schräger Vorderseite; hält mit beiden Händen j vor sich. Vor ihm senkrecht: 

AAAAAA^n^ 1 IM r Sil" 

Iimere Rückwand. 
§ 262. [Der König opfert vorl einem thronenden Gott; erhalten nur der untere Teil der 
Figur des Gottes. Sitzender Mann »t-^, oberhalb des Gürtels weggebrochen; in den Händen 
links l, rechts •¥-• Enger Knieschurz. Thron mit überfallender Rückenlehne auf glattem 
Sockel. Hinter dem Gott steht ein Symbol o. ä.", von dem nur der Fuß erhalten ist (senk- 
rechter Balken, S cm breit, 17 cm hoch). 

§ 263. Bibliographie: Mariette, Abydos 2, 42 a. b. — Mariette, Catal. des monum. d'Abydos Nr. 1424. 
— Journal d'eutree 32092. 



a Ob Eeliquienkasten des Osiris ff V 



KAIRO, NAOS 70018. § 264—268. 53 

§ HU. 70018. Naos von Nektanebos und Nechtharheb. 
Rötlicher g-espreiikelter Granit. Erhaltene llülie 8ö cm. 

Herkunft: 1896 oder 1897 von Daressy aus Abydos, Kleiner Tempel westlich Schunet 
ez-Zebib, in das Museum gebracht. 

Arbeit: sorgfaltig; die Darstellungen im Innenraum HUchtiger. 

Erhaltung: Vorhanden ist der obere Teil der rechten Seite mit dem Ansatz des Daches; 
ferner ein kleines liruchstück aus der linken Seite. Zur Ergänzung des unteren Teiles 
vgl. Naos 70017. 

§ 265. Monolither Naos mit Satteldach. Die Vorderseite zeigt als Umrahmung der Tür 
vertiefte Inschriftzeilen auf den Pfosten und dem Sturz; dann Rundstab mit Hohlkehle. 
Die Außen- und Innenwände tragen vertiefte Darstellungen. 

Vorderseite, 

§ 266. Die Türötinung ist so zerbrochen, daß ihre Gestaltung im einzelnen nicht festzu- 
stellen ist. Auf dem rechten Pfosten-' eine senkrechte *— «« Zeile, oben durch den 1^=^ 

Himmel abgeschlossen: ^^ _ gl] A5<^^=^i Auf dem rechten Ende des Tür- 

Sturzes eine wagerechte <— « Zeile: ^irJT- Rundstab mit eingegrabenem Bandmuster. 



Hohlkehle mit Federmuster (Federn vertieft). Über der Hohlkehle muß eine dreieckige 
Fläche gesessen haben, die durch die Kante des sattelförmig ansteigenden Daches be- 
grenzt wird. 

Die rechte Außenwand. 

§ 267. Zwei Bilder (alles vertieft) in gemeinsamer Umrahmung: unten Standlinie, oben 
Himmel, an den Seiten (rechts weggebrochen) senkrechte Linie. 

Linkes Bild. 

§ 268. Der König bringt die Wahrheit dar vor Thot. König »—> stehend, erhebt auf der 
linken Hand ^ , hält die rechte schützend dahinter (Innenfläche nach vorn). Unter- 
ägyptische Krone, vorn mit Uräus, hinten mit Band, das auf den Rücken herabfällt. 
Glatter Halskragen. Weiter Knieschurz mit Schwanz; darunter durchsichtiger Rock bis 

über die Waden. Namen über ihm senkrecht: 4^1^^^^ =^ ( O ^ LI ) "^^^^-^^ 
(^SS)I ^ Af ""^S 1 ? Eä- ^^"^^^ '^"^ senkrecht: ^ ^ ^ ^ ^|. Vor ihm 
senkrecht: o c ^ ^^-^^^ a^waA-Y-. Sonnenscheibe über dem König. An jeder Seite 

hängt eine Schlange herab mit ■¥■; ^i^ rechte Schlange trägt /), die linke V als Krone. 
Beischrift senkrecht: crs^ 

stc 

Thot <— w als hockender Pavian mit O Mond als Kopfschmuck; auf einem hohen 
Sockel, der oben durch Rundstab und Hohlkehle abgeschlossen ist. Beischrift senkrecht: 

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a Die Breite (12 cm; reicht nicht für zwei Zeilen (Breite 7 cm im Lichten), 
b Sistrum ohne Querstangen: Tafel 91, 144. 



54 § 269—271. KAIRO, NAOS 70018. 

Rechtes Bild. 
§ 269. Onuris-Schow bringt die Wahrheit dar vor Osiris. Onuris-Schow >»— > stehend, er- 
hebt auf der rechten Hand ^'\ , hält die linke schützend dahinter (Innenfläche nach vorn). 

Halblanges Haar, unten wagerecht abgeschnitten (Platz des Ohres zerstört). Darauf Unter- 
satz (in Form einer Hohlkehle) mit vier (?) hohen glatten Federn mit Mittelri])pe. Bart 
gebogen. Glatter Halskragen, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Weites Kleid von 
der Brust bis über die Waden; auf jeder Schulter ein breites Tragband''. Namen über 

n Sll 



ihm senkrecht: jl ^ ü ^ ^^ ^:r^ ^. Vor ihm senkrecht: a 

^U 

Osiris *— «< stehender Mumienleib, Hände an der Brust; hält in der rechten Hand 
(linke weggebrochen). Bündelkrone längsgestreift, nur vorderer Teil erhalten: unten Sonne 
(oben weggebrochen), vorn Uräus; an der Seite Straußenfeder und wagerechtes Widderhorn. 
Bart gebogen. Glatter Halskrageu. Füße weggebrocheu; er steht auf einem vorn abge- 
schrägten Sockel. Namen über ihm senkrecht: ri =q Hm fr t^^:^ "^"^ I ] ij ,. 

^^■- Vor ihm senkrecht: tf^f l^-^j |^- 

Bruchstück (Höhe 36 cm, Breite 37 cm) von der Hnken Außenwand. 

§270. Götter [und der König?] bringen die Wahrheit dar vor einem Gott; erhalten zwei 
Figuren. 

1. Gott (Onuris?) ■«— «« stehend, erhebt auf der rechten Hand die Wahrheit (weg- 
gebrochen), hält die linke schützend dahinter (Innenfläche nach vorn). Halblanges Haar, 
unten gerade abgeschnitten (Kopf oberhalb des Mundes weggebrochen). Bart gebogen. 
Glatter Halskragen. Weites Kleid von der Brust abwärts. Um den Hals ist ein Band 
gehängt, das über beide Schultern nach vorn herabfällt (keine Tragbänder). 

2. Gott < — («. Erhalten nur die vorgestreckte rechte Hand mit ^\ . Beischrift 



senkrecht: a c ^ -wv^ . Vor ihm ein Altar; erhalten nur das auf ihm stehende 

Q Gefäß, darüber eine Lotosblüte, -knospe und -frucht (rund, oben abgeplattet). 

Rechte Wand des Innenraumes''. 

§ 271. Vertiefte Darstellung: Der König bringt die Wahrheit dar vor Osiris, Gottheit, 
Hathor; der untere und mittlere Teil weggebrocheu. König < — «^ stehend, erhebt auf der 
rechten Hand die Wahrheit, hält die linke schützend dahinter (Innenfläche nach vorn). 
Kopftuch (? Hinterkopf weggebrochen), vorn mit Uräus. Glatter Halskragen. Unterhalb 

der Brust weggebrochen. Namen über ihm senkrecht: ^cn^ = ( ^ '^i^ I | fCrr; 1 




\\-J\'^A^ ^A^tl'"^" Vor ihm senkrecht: q_£ 3^ ~ — ^. Vor 



ihm ein Altar; erhalten nur eine auf ihm liegende Lotosblüte, -knospe oder -blatt 9- 

a Sie sind hier wirklich wie Tragbiinder gezeichnet; ob trotzdem ein umgehängtes Band ge- 
meint ist? 

b Tiefe des Innenraumes: 67cm. 

c Hockender Mann m — »■ mit 1 auf den Knieen ; Krone von vier Federn [vgl. Tafel 88, 21). 



KAIRO, NAOS 70019. § 271—274. 55 

Osiris -*^^ stehender Mumicnleib (unterhalb der Kniee vveggebrochen); in den an die 
Brust gelegten Händen rechts | , links J\. Bündelkrone, unten und oben mit Sonne, vorn 
Uräus, an jeder Seite eine Straußenfeder, an jeder Schläfe wagerechtes Widderhorn. Namen 
über ihm senkrecht: ri =j '^^ XvTi "^^^^W^ ^ 

Horus ^^^. Der vorhandene zerstörte Raum 17 cm breit) reicht gerade für eine Figur 
aus; erhalten ist nur das | Szepter in der vorgestreckten linken Hand. Xamen über ihm 
senkrecht: l^^^' 11^. 2<-I - | 

Isis )»-^ stehende Frau; hält in der linken Hand |, die rechte hängt herab (zx-r.stürt). 
Frauenhaar. Isiskrone X^/ (unsicher, ob mit Uräus) auf rechtwinkligem Untersatz. Glatter 
Halskragen, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Frauenkleid. Füße weggebrochen. 

Linke Wand des Innenraumes. 

§ 272. Erhalten nur ein kleines Bruchstück (Höhe 24 cm, Breite 16 cm) aus der Mitte der 
Wand unmittelbar unterhalb der Decke. Oben Rest des :-=^ Himmels. Darstellung: Götter 
und der König opfern vor einem Gottej. Erhalten nur: 

[Onurisj >»— > Manu, unterhalb der Schultern weggebrochen. Halblanges Haar, unten 
wagerecht abgeschnitten, das Ohr freilassend; Uräus unsicher. Auf einem Untersatz (mit 
Hohlkehle) vier hohe glatte Federn (nur iu Silhouette gezeichnet). Bart gebogen. Glatter 
Halskragen. Namen vor ihm zerstört. 

König »-^ Figur weggebrocheu. Erhalten nur Namen vor ihm senkrecht: ^^—^ - ■ 



CilMI^ 1. 



Bibliographie: Mariette, Ab3-dos 2.42c. — Manette, C'atal. des monum. d'Abydos Nr. 1424. — Journal 
d'entree 32018. 

§ 273. 70019. Naos von Nektanebos für Min ans Koptos. 

Grüner Schiefer. Gesamtliühe 2,18 m. Getiuulen 1908 von Hovs-ard Carter 
im Sebbach der Ruinen von Koptos (Quftj. Ansicht: Tafel 15. Senla-echter bzw. 
wagerechter Schnitt: Tafel 49 a bzw. c. Dach in Aufsicht: Tafel 49 b. 

Arbeit: Aus einem einzigen Block ausgehauen. Bearbeitung sorgfältig und glatt; Hiero- 
glyphen sauber aber flach eingegraben. 

Erhaltung: Am rechten Teile des Statuenbettes im Innern und am hinteren Teile des Daches 
ist je ein großes Stück weggeschlagen. An der rechten Seitenwand oben ist ein Abfluß- 
loch durchgeschlagen. 

§ 274. Naos mit sich verjüngendem Oberbau auf glattem Sockel; Rückwand senkrecht 
und nur roh behauen; Dach in pyramidenähnlicher Form. Innen am Boden Einschnitt 
für eine Statue. 

Ein 42 cm hoher und um 2 cm vorspringender Sockel läuft um den Naos, außer an 
der Rückwand. Er ist an der Vorderseite unterbrochen zunächst durch die Türöffnung, 
dann durch den Einschnitt für den Statuensockel. Auf dem Sockel erhebt sich der 
Oberbau, dessen Außenwände mit Ausnahme der Rückwand nach oben zurücktreten; und 
zwar beträgt das Zurückweichen au der Vorderseite 1,2 cm auf 1 m. 

a Hockender Mann * — >. auf den Knieen 1; Krone von vier Federn vgl. Tafel 88, 21). 



56 



§ 274—277. 



KAIRO, NAOS 70019. 



Die Vorderseite (95 cm breit) 
wird eingefaßt von einem Kundstab (Durchmesser an den Seiten 4 cm, oben 3 cm), der 
unten einen viereckigen Ansatz hat' (5 cm hoch, 4 cm breit). Der Türsturz ist auffallend 
schmal, so daß der Raum für eine fliegende Sonne nicht ausreicht. Auf den Türpfosten 
stehen Weihinschriften. 



§275. Rechter Türpfosten : senkrechte Zeile 
•*—»«, eingefaßt von zwei Linien; Zeichen flach 
eingegraben: 



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Linker Türpfosteu: ebenso »— >: 

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§ 276. Auf dem Rundstab sitzt eine glatte Hohlkehle auf; in deren Mitte die schwebende 
Sonne. Die Sonnenscheibe und die beiden Uräen in grobem Relief; die Flügel in feiner 
Umrißzeichuung eingegraben. Die Flügel sind dreiteilig. Der innerste Teil ist glatt; oben 
hat er einen Saum; an dessen Ende sitzt eine nach innen geschlagene Kralle und ein 
Halbkreis, der die Kralle aufnimmt. Die beiden äußeren Teile bestehen aus langen 
Schwungfedern; Endigungen derselben wie bei Naos 70012. 

§ 277. Die Türöffnung (Breite 63,5 cm ; Höhe 143 cm) 

liegt 3,5 cm unter der Oberkaute des Sockels; ihre Tiefe beträgt unten 8,5 cm, oben wegen 
des Zurücktretens der Wand nur 4,5 cm. Die beiden Türflügel sind ebenso eingesetzt 
worden wie bei Naos 70012; erhalten sind oben beide Zapfenlöcher und unten die Rinnen, 
die sich nach den Ecken zu bis auf ,1,2 bzw. 1,4 cm vertiefen. Die ganze Tiefe der Tür- 
öffnung ist rauh gelassen, nicht poliert; man kann deshalb wie bei Naos 70013 (§ 209) 
schwanken, ob hier nicht ein fester Rahmen gesessen habe. 

a Der untere Abschluß der Einfassung stellt eine durch zwei Riegel verschlossene Tür dar (Tafel 88, 24) ; 

vgl. dieselbe Ansfiihrung in Petrie, A Season in Egypt (London 1887) pl. 20 No. 20 (Ptolem. II. in 

Kons) und 21 (Ptolem. XIII. in Orabos) nach Hinweis von P. Lacau. 
b Ring, nicht Scheibe! 

c Kapelle mit gewölbtem ^ Dach Tafel 88, 23), also von anderer Form als der Naos 70019 selbst, 
d Sack: Tafel 88. 25. e Eigentlich besondere Form von 'yjjy': Tafel 91, 145. 



KAIRO, NAOS 70020. 



§ 278—283. 



57 



§ 378. Das Innere- (Breite 60 cm, Höhe 139,5 cm. Tiefe 54 cm) 

ist sorgfältig geglättet, wenn auch nicht so glänzend poliert wie die Vorderseite des Naos. 
Am Boden ist ein Loch 'Höhe 32 cm. Breite 34 cm) aus dem Sockel des Naos ausgehauen 
von der \'order8eite bis zur inneren RUckwand (63 cm lang), das zum Einsetzen einer 
Statue gedient zu haben scheint. Der Sockel dieser Statue muß so lang gewesen sein, 
wie der Innenraum des Naos tief ist, d. h. 54 cm. Der übrig bleibende, vordere Kaum 
war wie üblich zugesetzt mit einem Block, der das Herausgleiten der Statue verhinderte. 
Gewiß diente das auf der linken Seite erhaltene Loch (siehe Schnitt; Höhe 4,5 cm, l?reite 
2,5 cm. Tiefe 2 cm) zur Aufnahme eines Keils; aber die Konstruktion im einzelnen bleibt 
unklar. Die Seitenwände des Innenraumes sind den Außenwänden parallel, also auch geböscht. 

§ 279. Das Dach 

hat unregelmäßige Form, die zwischen Pyramide und Satteldach vermittelt. Seine Ober- 
fläche besteht aus zwei Dreiecken (vorn und hinten) und zwei Parallelogrammen (an beiden 
Seiten) ; diese sind so gegeneinander geneigt, daß sie in der Mitte einen kurzen Dach- 
first bilden. 

§ 280. Bibliographie: Maspero, Guide to the Cairo Museum'' (1910) 195 No. 650. 



§'^81. 



70020. Naos von Nektanebos für Neit. 



Grauer gesprenkelter Granit. Höhe 93 cm. Ansicht: Tafel 16 a. Wage- 
rccliter bzw. senkrecliter Schnitt: Tafel 51 e bzw. f. Herkunft: »Caire.« 

Arbeit: sauber, alle Flächen glänzend poliert; die Hieroglyplien von ziemlich grober Form 
und die schwebende Sonne sind vertieft. 

Erhaltung: Kleine Stücke an den Kauten sind abgeschlagen; der obere Teil der Vorder- 
seite ist stark abgeschliffen. 

Monolither Naos von einfacher, wenig gegliederter Form; er verjüngt sich nach oben. 
Vorderseite verziert, Seiten schmucklos. Flaches Tonnendach. 

Die A'orderselte (Breite unten 66 cm, oben 62 cm). 
§ 282. Die Türpfosten verjüngen sich nach oben (Breite unten 10 cm, oben 8,8 cm'; auf 
jedem eine senkrechte Zeile mit den Namen des Königs, eingefaßt durch zwei Linien, 
oben der Himmel [==^. 

Links m—>- Über der Türöffnung Darstellung, begrenzt un- 

ebensOjVar. ten durch eine wagerechte, oben durch eine ge- 

— u bogene, dem Dachrand parallel laufende Linie. In 

^^^ /'^~^ 2 A der Mitte die schwebende Sonne, fast unkenntlich; 

^=^ Flügel vertieft als Silhouette. Beischrift unter der 



Rechts <—m vertieft: 

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zerstörten Sonnenscheibe: "tA j! rechts 



\\y///;y//A links zerstört. 

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§ 283. Das Dach 

ist tonnenartig tiach gewölbt und sitzt unmittel- 
bar auf den Seitenwänden auf; Oberfläche glän- 
zend poliert. 



Boeder, Naos. 



58 §284— 288 a. KAIRO, NAOS 70021. 

§ 284. Die Türöffnung 

ist rechtwinklig (Breite 45 cm, Höhe 63 cm, Tiefe 2 cm), innen nicht poliert. Die Bohr- 
löcher für die Türzapfeu sind sämtlich erhalten: zwei oben (Tiefe 2 cm, 3 cm\ zwei unten 
(Tiefe knapp 1 cm). Von den unteren läuft eine kurze Rinne nach außen; durch sie ist 
der Zapfen beim Einsetzen der Türflügel eingeführt worden. 

Das Innere 

des Naos springt in der Türöffnung um 1,5 cm nach innen vor. Der vorspringende Rand 
ist rauh, sämtliche Innenwände glänzend poliert. 

§ 285. Bibliographie: Journal dentrt-e 34673. — Maspero, Guide du Musee^ (1912; 192 No. 807. 

§ 286. 70021. Naos von Nektanebos für Sopd 

aus Saft el-Henne. 

Diinkelgrauer g-csprenkclter Granit. Breite der Vorderseite luiteu 190,5 cm; 
g-rößtc erlialtene Höhe etwa 240 cm. Ansichten: Tafel 17: Vorderseite; 18 — 19 imd 
33b: linke Außenwand; 20 — 23: hintere Außenwand ; 24—31: rechte Außenwand ; 
32: rechte Innenwand. Schnitte: Tafel 52 c: wag-erecht; Tafel 52 f: senkrecht. 
Details aus den Reliefs: Tafel 77 b: ans der rechten Innenwand ; Tafel 78 — 79: 
Gölter; Tafel 80: Göttinnen; Tafel 81: Könige; Tafel 82 : Möbel usw. 

Harkunft: Gefunden in Saft el-Henne; zwei Blöcke um 1865 durch Fellachen ; die übrigen 1885 
innerhalb des Tempels (?! durch Naviile. Zwei Blöcke sind angeblich noch in Saft el-Henne; 
der eine wurde im Garten des Omde gelassen', der andere ist in den Kanal gefallen''. 
Erhaltung: Der Naos ist in etwa ein Dutzend Stücke zersprengt worden, von denen fünf 
im Museum vorhanden sind. Sie enthalten den Sockel vollständig, vom Oberbau etwa 
zwei Drittel; das Dach fehlt fast ganz und mit ihm der größte Teil der Friese. Von zwei 
weiteren Blöcken sind Kopien bei Naville veröffentlicht; hier sind diese Teile nach seinen 
Zeichnungen wiedergege')en. 

Arbeit: Darstellung und Schrift ist vertieft eingemeißelt, mit scharfen Umrissen und in 
vorzüglicher Ausführung. Der Naos ist nicht nur der größte, sondern gehört auch in der 
Arbeit zu den besten aller bekannten. 

§ 287. Bibliographie: EJ. Naville, Goshen and the Slirine of Saft el-Henneh, London 1887. — 
Brugsch, Thesaurus IV 779—94. — Maspero, Guide du Musee^ (1912) 187 No. 790. 

§ 288 a. Beschreibung: Monolither Naos, der sich nach oben schwach verjüngt; Dach fehlt. 
Der untere Teil tritt als Sockel um 0,5 cm über den Oberbau heraus; seine Außenwände 
sind schwach geböscht (Rücksprung etwa 1 : 48 . Der Sockel ist auf jeder Seite durch drei 
Zeilen mit AVidmungsinschriften dekoriert. Die Außenwände des Oberbaues sind sämtlich 
etwas stärker als die des Sockels geböscht Rücksprung etwa 1 : 40;. An der Vorderseite 
die Türöffnung und die Türpfosten, die mythologische Inschriften tragen. Auf den übrigen 

a Ich habe am 24. Juni 1909 vergeblich versucht, im Hause des Omde von Saft el-Henne Nach- 
richten über dea Verbleib des Stückes zu erhalten. 

b Dieser Block ist im Mai 1913 in das Museum von Kairo gebracht worden. Durch die Liebenswürdig- 
keit von Sir Gaston Maspero habe ich im September 1913 während des Druckes einen Papier- 
Abklatsch von zwei Seiten desselben erhalten; leider kam er in solchem Zustande in meine Hände, 
daß eine sichere Nachprüfung nur an wenigen Stellen möglich war. Der Abklatsch ist benützt in 
§§ 316. 318-320. 335. 337-320. 



VORDERSEITE. 



§ 288 b— 289. 



59 



drei Außentiiichen sowie den Wänden des lunenraumes Darstellungen von Güttern und 
Götterbildern, denen der König opfert; oben ein Fries. 

§ 288 b«. 1. Der Sockel ist erbalten: an der Vorderseite § 289, an der linken Außenwand 
§ 295, an der hinteren Außenwand § 303, an der rechten Außenwand § 321. 

2. Von dem Überbau sind oder waren an der linken Außenwand (§ 296) vier Reihen 
mit Darstellungen erhalten, an der Rückwand (§ 304) sechs Reihen, an der rechten Außen- 
wand § 322i sechs Reihen. Der Fries steht an der Rückwand (§ 320) und an der rechten 
Außenwand § 341' über der sechsten Reihe der Bilder; so haben wir uns wohl auch auf 
der linken Außenwand die Dekoration zu denken. 

3. Der Innenraum § 342i, in den man auf Tafel 17 hineinsieht, hat eine wagerechte 
ebene Rodenfläche; vgl. den wagerechten Schnitt durch den Naos auf Tafel 52c. Vorn 
war er durch eine Tiir mit vermutlich zwei Flügeln vorschlossen; das kleine Loch für den 
Metallzapfen des rechten Flügels ist vorhanden (Tafel 52 e). Die anderen Wände des Innen- 
raumes sind mit Darstellungen bedeckt; an der rechten sind fünf Reihen, und damit wohl 
die volle Höhe der Wand, erhalten (§ 342). Die Decke zeigt fliegende Geier i§ 3571. 

4. Von dem Dach ist nichts mehr vorhanden. Nach den in § 308 und 316 vor- 
kommenden Hieroglyphen iTafel 88, 43 bzw. 46) würde man es in Form einer Pyramide 
ergänzen, so daß sich ein ähnlicher Gesamteindruck ergäbe wie bei Naos 70012 Tafel 14) 
und 70019 Tafel 15 1 und 70022 Tafel 16 b;; oder mit einem Satteldach wie bei Naos 70014 
iTafel 11) und 70013 (Tafel 13i. 

Vorderseite. 

Sockel (Tafel 17 . 

§ 289. Drei wagerechte Zeilen m-^ V <— «< in gleicher Gruppierung; im folgenden steht 
zuerst die rechte Seite, dann die linke'': 




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a Nach den erhaltenen Resten lauteten beide Seiten gleich. 
b Menschenköpfiger Lüwe, meist mit Bart und Urlius. 

c Falke der wiedergegebenen Form, aber mit Menat '\\\l auf dem Rücken; Krone von vier Federn 

(Tafel 88, 26). 
d In der Schlange hängt ein "Ir. 
e Die linke bzw. hintere bzw. rechte Außenwand ist später nur als >links« bzw. »hinten; bzw. »rechts« 

bezeichnet. 

8* 



60 



§ 290—292. 



KAIRO, NAOS 70021. 



Rechter Türpfosten (Tafel 171. 
J} '290. Oben zwei wagerecbte Zeilen <— «*: über ihnen (weggebrochen bei 137 cm über 
dem Sockel) begann vermutlich der Fries an der Rückseite: 140 cm über dem Sockel). 

% 291. Darunter große Inschrift und kleine Darstellung. Der König stehend <— «' mit herab- 
hängenden Armen; unterägyptische Krone mit Uräus; kein Bart; breiter, oben gesäumter 
Ilalskragen; weiter Knieschnrz mit Schwanz. 
Seine Kamen -^-^ über ihm: ^ li^ ILO Beischrift *-^ vor ihm: 



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§ 292. Große Inschrift <— » in 9 senkrechten Zeilen, von denen 1—4 vor dem König 

enden, 5—8 über ihm, 9 hinter ihm. 



Der Pfosten hat als unteren Abschluß die eingegrabene Leiste 



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b Genauer Tafel 88, 27. 



a A T\ in m — > Richtung stand da: Tafel 91, 147. 

c Wie Feder von J). d Unsicher, aber kein 1. 

e Form des sp unsicher; wohl wie in Tafel 88, 28 angegeben. 

f Das © hier überall wie auf Tafel 88. 29. g Genauer auf Tafel 88, 30. 

h Mann ohne Bart. 



VORDERSEITE. 



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i Scheinbar stand (2 da, nicht I. k Vielleicht ^. 1 Genauer auf Tafel 88, 31. 

m Genauer auf Tafel 88, 32. n Ohne Bart. o Scheibe, nicht Ring! 

p Wie Tafel 88, 30. q Ohne Geißel. r Kein Gegengewicht. 

8 Ob '^A^? t Wohl .^£. 

u Mit Brust- und Kopffeder. v So für Ir; vgl. Tafel 88, 32. 



62 



§ 293—295. 



KAIRO, NAOS 70021. 



Linker Türpfosten (Tafel 171. 
§ 293. Die Skulpierung war wie am rechten Pfosten; erhalten nur der untere Teil. Ab- 
schlußornament unten wie rechts; Enden zerstört. König »>-* stehend; Haltung und Tracht 
wie rechts, außer: oberägyptische Krone, vorn mit Uräus, hinten mit Band. Seine Namen 
llber ihm: WMMSk^ßif^, Beischrift «^^ vor ihm: °J-=^ 

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§ 294. Inschrift »>— > in senkrechten Zeilen: von Zeile 1—4 und 9 ist weniger als ein 
Drittel erhalten ;38 cm von 124 cm Gesamtlänge), Zeile 5—8 ganz weggebrochen. 




Beischrift m-^ hinter dem König: WM^/a 



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§ 295. Inschrift 






Linke Außenwand. 

Sockel (Tafel 18). 
in drei wagerechten Zeilen: 



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a Raum größer als für =c=^ . b Stelle der Brustfeder zerstört, 

d Genauer auf Tafel 88, 34. e Ob ^==»-.V f Ob n? 

h Ganz zerstört. i Hockender Mann mit Bart und kurzem Haar. 



c Genauer auf Tafel 88, 33. 
g Wie auf Tafel 88, 27. 
k Genauer auf Tafel 91, 148. 



LINKE AUSSENWAND. 



§ 295—297. 



63 




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Oberteil (Tafel 18). 
§ 296, Untea eia Abschliißornament wie am rechten Tiirpfosteu der Vorderseite; an den 
Seiten einfache Linien als Abschluß. Vier wagerechte Reihen von Darstellungen; zur Re- 
konstruktion des Ganzen vgl. § 288 b, 2. 

Reihe 1 (von unten). 
Unten Leiste i - ^ . Oben Himmel :^=^; darunter wagerechte »»— >■ Inschriftzeile: 



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igC^HTj^xCl^ta 










§ 297. Darstellung: der König bringt Göttern ein Uzatauge dar. 

1. König *— (« stehend, trägt ^^ in der erhobenen rechten Hand und hält die linke 
dahinter, mit der Innenfläche nach vorn. Oberägyptische Krone mit Uräus, hinten hängt 



a Schlange, nicht Schnecke (Tafel 88, 35). b Genauer auf Tafel 88, 36. 

c Genauer auf Tafel 88, 37. d Mann mit kurzem Haar (kein Kopftuch!), Urans an der Stirn. 



64 



§ 207. 



KAIRO, NAOS 70021. 



^^ 



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-O' 



ein Band auf den Kücken herab. Schurz zerstört, mit Schwanz. Namen *—m über ihm: 

"^^:=^ ■'^^^ A .2. Beischrift *— «« vor ihm: 

PSS! e^s /AT 

^ ^^ Ol 

2. Stehender Horus m—> auf niedrigem Sockel: Mann mit Falkenkopf. Frauenhaar. 
Halskragen gesäumt, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Enger Knieschurz. In der 

linken Hand Stab mit "D Panterkopf, in der rechten -r. Name: ^^ 

3. Stehende Frau >»-^ auf niedrigem Sockel; Hände herabhängend. Krone X^. 
Frauenhaar mit Uräus. Halskragen wie bei 2. Frauenkleid. Name: 

4. Hockender Sopd m-^ auf hohem Sockel: Falkenleib mit hockendem menschlichem 
Unterkörper und Beinen und Armen. Krone \j\ zwei Federn. In der linken Hand Bogen 

und zwei Pfeile, in der rechten Geißel /\. Name: A JP^*- 

5. Stehender alter Sopd »— > in Vorderansicht auf einem Sockel, an dessen Enden je eine 
nach außen gewendete J)^ Schlange sitzt. Breitbeinig stehend; männliche Geschlechtsteile, 
unterhalb von ihnen ist der hinten herabhängende Schwanz sichtbar. Krone aus fünf Federn, 
nach oben sich verbreiternd, auf Untersatz. Kahlköpfig, mit Backenbart (Tafel 78 h). An den 

ausgebreiteten Armen sitzen Flügel; in jeder Hand ein ^^«s»-, Messer. Name: A | S^ *4 aaw^ /^ i . 

6. Sopd wie 4; nur Unterteil erhalten und das Ende des Gegenstandes-', den er in 
der linken Hand hält. Name: Al, vielleicht noch 

7. Ruhebett (Tafel 82 hl mit Riuder(?) fußen; vorn Widderkopf mit doppeltem Gehörn 
nach unten gebogenes und wagerechtesi, hinten hochstehender Löwenschwanz. Auf ihm 

hockender Falke m-^, oben weggebrochen. 

Senkrechter Trennungsstrich durch die Darstellung, wohl nicht durch die Inschrift 
(zerstört,; die Zusammenstellung Nr. 8—22 ähnelt der Gruppe hinten 3, 7—20 § 3111. 

8. Gestell, das oben durch Rundstab und Hohlkehle abgeschlossen ist (Tafel 82 e). 
Darauf steht unter einem Pavillon ein Naos mit langem Querbalken zum Tragen, der in 
zwei Klammern ruht. Das Dach des Pavillons, an dessen Außenseiten unten je eine 
männliche Figur ^ hockt, steigt vorn steil an und fällt nach hinten allmählich ab; vorn 
aufgerichtete Schlange. Der Naos ist oben (Tafel 82 f) durch Rundstab und Hohlkehle ab- 
geschlossen, darauf ruht eine Abdeckplatte, die (wie das Dach des Pavillons vorn steil 
ansteigt und nach hinten allmählich abfällt. An der Außenwand des Naos unten Ornament 



der Palastfassade usw. Beischrift: 



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9. Sopd wie 5; unten rechts neben dem Sockel sieben 



Pfeile und zwei Bogen. Name: 



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&1 



a Die Lesung V^ bei Naville Goslien pl. 2, 6 ist falsch, 
b Schrein in der Form des darsrestellten; wie Tafel 91, 141. 



LINKE AÜSSENWAND. § 297—298. 6ö 

10. Stehender Atum * — > auf uiedrigem Sockel: Mann, etwas nach vorn geneigt, mit 
Rattenivopf, Halskragen gesäumt. Enger Kuieschurz. In der linken Hand ein Bogen, in 

der rechten zwei Pfeile. Name: (1 s^. 

11. Stehender Gott «r^ — > auf niedrigem Sockel: ithyphallischer Mumienleib wie Min; 

in dem rechten Arm Geißel ,A. Oberägvptische Krone. Halskragen wie 10. Name: °^. 

'^ 

12. Amen-[em-]opet * — > wie 11; jedoch mit Anionkrone. Von ihr bis auf den Sockel 

Rückenpfeiler wie Tafel 80 h. Bart umgebogen. X;uiie: '^ ^v^, . 

a n 

13. Stehender Harsiesis * — > auf niedrigem Sockel: Jlaun, ithyphallisch, an dessen 
Rücken Vogelleib und -schwänz sitzt. Anionkrone. Arme wie bei Min: linker nicht ge- 
zeichnet, im rückwärts erhobenen rechten Geißel ^\. Bart umgebogen. Enger Knieschurz. 

^-"^''- ^Jl- . ^ 

14. Horus »^^ wie 2. Name: vi^ 

_t^ o o 

15. Stehender Mahes « — > auf niedrigem Sockel: Manu mit Löweukopf '. Oberägyptische 
Krone mit zwei Straußenfedern''. Frauenhaar. Halskragen gesäumt, vollständig gezeichnet. 



Enger Knieschurz. In der linken Hand | Szepter, iu der rechten V- Name: S^R- 

16. Horus »-^ wie 2, jedoch hängt die linke Hand frei herab. Haixr dreisträhnig. 



Halskragen wie 15. Name: ^^8 ' 

ie 16, jedoch in der linken Hand \. Krone: 

19. Stehende Schesemtet ^ — > auf niedrigem Sockel: Frau mit Löwiuneukopf, Hände 

' I 1 

ausgestreckt herabhängend. Frauenhaar, Frauenkleid. Halskragen wie 2. Name: 



ö 

17, Xefertem »« — > wie 15; jedoch Krone: Tafel 78 b. Name: ^P^- 

18. Mont *»— * wie 16, jedoch in der linken Hand 1. Krone: Doppelfeder mit zwei 
Uräen. Xame: 



20. Stehende Uto *^-> auf niedrigem Sockel: Frau. Arme herabhängend. Unter- 
ägyptische Krone; kein Haar. Halskragen gesäumt. Frauenkleid. Name: | . 

21. Bastet wie 19; auf dem Kopf'' O Sonneuscheibe. Name: W . 

22. Sechraet wie 19 : auf dem Kopf J)^ aufgerichtete Schlange. Name : y ■ 

Reihe 2 
(Tafel 18; Nr. 12—15 griißer auf Tafel 33 b, Nr. 16—21 größer auf Tafel 19 . 

§ 298. Unten Standlinie. Oben Himmel. Darunter eine wagerechte )»—>■ Inschriftzeile; 
vorn fast die Hälfte weggebrochen. 



a Dicker und kräftiger ala die Löwinnenköpfe in Nr. 19. 21. 22. 
b Die Widderhürner bei Naville pl. 2, G sind nicht vorlianden. 

c Zwischen dem hier gemeinten Katzenkopf und den Löwinnenküpfen von 19 und 22 ist kein charak- 
teristischer Unterschied erkennbar. 
d Wie Tafel 88, 11. e Genauer auf Tafel 89. 39. 

Boeder, ^'ao5. 9 



66 § 298-299. KAIRO, KAOS 70021. 












Af 



§ 299. Darstellung:: Der König opfert Göttern. 

I. König ■«— « stehend, oben weggebrochen; von dem Gegenstand, den er in den er- 
hobenen Händen trägt, ist nur das untere Ende erhalten. Weiter Knieschurz mit Schwanz. 
Beischrift: "—^ 2. Stehender Gott >«—> auf niedrigem Sockel; Kopf weggebrochen ; 

^,,,fi^ beide Hände hängen frei herab. Frauenhaar. Halskragen gesäumt, 
'«»w auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Enger Knieschurz. — Hinter 
ihm senkrechter Trennungsstrich. 

3. Gestell mit tragbarem Naos wie Reihe 1, 8; nur' Unterteil er- 
halten, keine hockenden Figuren an den Außenseiten und kein Orna- 
ment am Naos. 

4. Sitzender Gott innr Unterteil erhalten »»— * auf Sockel mit 
Füßen. Thron mit Eckleiste. Hände vorgestreckt, rechte geballt, in 
der linken 1. 

5. Wie 4. 

6. Gestell mit Fußleiste, oben durch Rundstab und Hohlkehle abgeschlossen; darüber 
weggebrochen. 

7. Hoher breiter Sockel, oben weggebrochen. Dahinter Trennungsstrich. 

8. Eine oder mehrere Figuren weggebrochen. 

9. Sitzende säugende Göttin m-^ auf Sockel mit Füßen: Frau, die linke Brust dem 
Kinde gebend, das auf ihrem Schöße sitzt. Kein Haar, Krone zerstört. Halskragen ge- 
säumt. Thron mit Eckleiste. 

10. Stehender [Sopd] »^-> auf niedrigem Sockel: Mann, vorn übergeneigt, beide Hände 
vorstreckend; an seinem Rücken Vogelleib und -schwänz. Ungewöhnliches (semitisches?) 
Gesicht mit halblangem Haar und kurzem unägyptischem Kinnbart (Tafel 78 d). Hals- 
kragen gesäumt. Enger Knieschurz. In der linken Hand kurzer Stock, der unten nach 

innen umgebogen ist (Tafel 78 ai, in der rechten V- ^"ame : ^ ö a a x^ .ergänze 
Sopd nach rechts 3, 5: § 332). 

II. Amon >»—> auf hohem Sockel: stehender Vogel, ithyphallisch, mit Menschen- 
kopf Von der Amonkrone auf dem Rücken geht eine Linie wie die des Rücken- 
pfeilers in Reihe 1, 12. Bart umgebogen. Halskragen gesäumt. Käme: Atiita 

5opd als hockender Falke "»—>■ auf hohem Sockel; vor ihm ein ^-wv^ 

Krone {U. Kein Halskragen; auf dem Rücken Gegengewicht. 



roßes A. 



Name : A "=1 = 

Li I 13. Liegender Königssphinx <— «f auf hohem Sockel, der der Göttin 

^^_i^ Nr. 14 auf der erhobenen Hand eine Platte mit Kronen darbringt: Löwen- 
leib mit menschlichem Kopf und Arm. Der Kopf soll Forträt des Nekta- 
nebos sein'': anliegendes Haar ?) mit Uräus und geradem Bart Tafel 33 b 
und 81 b . Auf der Platte die ober- und unterägyptische Krone ohne Uräus, 
zwischen ihnen 0. 

a Nr. 12—15 groß auf Tafel 33b. b Vgl. Schüfer in A.Z. 33 (1895) 116 für Psamtik I. 



Jn 



LINKE AUSSENWAND. § 299-301. 67 

14. Stehende Mut «— > auf niedrigem Sockel: Frau, Arme herabhängend. Unterägyp- 
tische Krone ohne Uräus. Glatter Halskrageu. Frauenkleid. Name: c?V\. 

15. Stehender Chons »»-^ auf niedrigem Sockel: Mumienleib (wie Tafel 79 i) mit Falken- 
kopf. Frauenhaar. Kein Halskragen. Hält mit beiden Händen ] an die Brust. Auf dem 

O 1 
KopfO. Name: I. 

16 \ Amon-Re-Harachte «»^^ wie 11. Name: ^"^^ . Dahinter Trennungsstrich. 

17. Naos unter Pavillon auf Gestell wie Reihe 1. 8 § 297 . Beüsclirift: "^^ fl V A 

18. Ruhebett mit Sopd] als bockendem Falken wie Reihe 1, 7 (§ 297). Krone aus 
vier Federn. Kein Gegengewicht. 

19. Mischgott »»— > auf hohem Sockel: Unterleib und Beiue eines hockenden Mannes, 
ithyphallisch über die Beine gezeichnet); darauf Vogelleib und -schwänz: vier Widderköpfe 

mit nach unten gebogenem Gehörn. Name: '' "^ Q J ' • 

20. .Stehender Haroeris m-^ auf niedrigem Sockel: Mann mit Falkenkopf, Hände herab- 
hängend. Haar dreisträhnig. Halskragen nur in der Glitte gezeichnet. Enger Kuieschurz''. 

Auf dem Kopf aa. Name: s\ ra. 

.Ms \S\ 

?\0 



21. Harsiesis wie Reihe 1, 13: Halskragen nicht gesäumt. Name: "p^. 

Reihe 3 Tafel 18; Nr. 5—12 größer auf Tafel 19 . 
§300. Einteilung wie Reihe 2 § 298); vorn etwa drei Fünftel weggebrochen. Inschrift 



nWüm^f.y^wf^UrffX^iLi 



m^ 1 1 JT 1 IUI <::> _Ms. Q I W LI I T J r^^"^ ^4^.. y ö 1 I I &^<=> k ^.-^^ k^S. i 

§301. Darstellung: Erhalten nur Schluß der Götterbilder. 

1. Stehender Gotti? ^"-^ auf niedrigem Sockel; nur rechtes Bein erhalten. Dahinter 
Trennungsstrich. 

2. Gestell mit Fußleiste, oben durch Rundstab und Hohlkehle abgeschlossen wie 
Tafel 82 e', auf einem Schlitten. Darauf eine Barke, die durch zwei Klammern an einem 
Tragebalkeu festgehalten ist. Die Barke endet (vorn zerstört) hinten in einen Löwinnen- 
kopf mit Sonnenscheibe. In ihr vorn ein stehender Schakal «— ^ auf Gestell Tafel 89, 40:; 
hinten zwei Ruder an zwei Pfählen, alle vier enden in Falken ?: köpfe. In der Mitte ein 
Pavillon wie bei Reihe 1, 8; vorn oben zerstört. Unter ihm ein Naos, oben wie Tafel 82 f; 
an der Wand vier senkrechte Zierlinien. Beischrift: >]nl5 W ^- 

3. Sitzende Bastet *-^ auf Sockel mit Fußen; Frau mit Löwinnenkopf Frauenhaar. 
Glatter Halskragen, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Rechte Hand frei vor- 

a Nr. 16—21: Tafel 19. b Die Naville pl. 2, 5 gezeichnete Linie des Überachlags ist nicht 

vorhanden. ^ Schwanz eines ^^ o. ä. 

d Tragbare Barke anf einem Schlitten mit Kapellenuntersatz : Tafel 89, 41. e Wie Tafel 91. Ul. 

9* 



68 § 301—303. KAIKO, NAOS 70021. 

gestreckt; mit der linken hält sie ein 1 Szepter an die Brust. Auf dem Kopf Sonnen- 
scheibe. Thron mit Eckleiste. Name: W . 

4. Stehender Nefertem m—> auf niedrigem Sockel: Mann mit Löwenkopf. Als Kopf- 
schmuck ein Falke, der die Xefertemkroue (wie Tafel 78 b) trägt. Haar dreisträhnig. Hals- 
kragen verdeckt. Enger Knieschurz''. In der vorgestreckten rechten Hand | Szepter, in 

der linken -V-. Name: W=. 

5. und 6''. Beide gleich: Hoher, vorn abgetreppter Sockel. Darauf hockende Bastet »»—»■: 
Menschenleib (^ mitLöwiunenkopf; Haar zweisträhnig. Breiter glatter Halskragen [Tafel 79 a). 
Name: W ■ Dahinter TrennuDcsstrich. 

7. Naos unter Pavillon auf Gestell »>— > wie Reihe 1, 8: jedoch ohne die hockenden 
Figuren am Pavillon. Beischrift : "^ ^ V ^^ TK^ ^=% i\ 1 . 

8. Hockender Pavian, der die Hände auf die Knie stützt, ») — > auf hohem Sockel. 
Name: S^ . 

9. Sitzende Sechmet »— » auf Sockel mit Füßen: Frau mit Löwinnenkopf, darauf eiue 
aufgerichtete Schlange J)^. Frauenhaar. Glatter Halskragen, auf der rechten Schulter nicht 
gezeichnet. Frauenkleid. Beide Hände vorgestreckt mit der Innenfläche nach oben. Thron 
mit Eckleiste. Name: 



10. Stehender Thot ^ — > auf niedrigem Sockel: Mann mit Ibiskopf, Hände herab- 
hängend. Kopfsehmuck: unten wagerechte Widderhörner, auf den Enden je eine nach 
außen aufgerichtete Schlange mit Sonnenscheibe p; darauf Bündelkrone, oben und unten 
je eine Sounenscheibe, au den Seiten je eine Straußenfeder. Haar dreisträhnig. Hals- 
kragen nur in der Mitte gezeichnet. Enger Knieschurz. Name: ^ . 

11. Stehender Thot <*— * auf niedrigem Sockel: Mumienleib mit Ibiskopf: hält zwischen 
beiden Händen vor sich ein ^^. Der rechte Arm in Seitenansicht auf dem Oberkörper 

gezeichnet: Tafel 79 g. Krone wie 10. Haar zweisträhnig. Name: .^ 

12. Nefertem »»-^ wie 4, jedoch hängen beide Hände frei ß 
herab. Halskragen nur in der Mitte gezeichnet. Name: vf-n: -'-^ 

.<g5^ 






Reihe 4 {Tafell8i. s=^ 

§ 302. Nur am Ende Reste von Sockeln verschiedener Art erhalten. Zuletzt ein Schlitten 
mit Gestell, darauf Götterbarke wie Reihe 3, 2: §301). 

Hintere Außenwand. 

Sockel ,Tafel20— 22. 
§ 303. Inschrift <— « in wagerechteu Zeilen: 



felr^2^^^-r a Si^vll^^fl ^i 



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I 



a Der bei Naville pl. 2. 4 angegebene Zipfel und Übersehlag sind nicht vorhanden, 
b Xr. 5 — 12: Tafel 19. c — d Ist vielleicht nur eine Gruppe. 



HINTERE AUSSENWANÜ. 



§ 303—306. 



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Oberteil (Tafel 20—22). 

§ 304:. Unten Abschlußornament wie am rechten Türpfosten der Vorderseite. Sechs wage- 
rechte Eeihen von Darstellungen, darüber der Fries (§ 320). 

Eeihe 1 (von unten): 
S 305. Oben durchlaufender Himmel 1;=^; darunter wagerechte 



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§ 306. Darstellung: Der König vor Götterbildern. 

1. König <-^« stehend mit erhobener rechter Hand; hinten zerstört. Oberägyptische 
Krone. Bart gerade. Halskragen gesäumt. Weiter Knieschurz (hinten zerstört). In der 
linken Hand langer Stab und Keule. Name: "^—^ A 



2. Sitzende [Bastet?, 



auf vorn abgetrepptem Sockel: Frau 



mit Löwinnenkopf'^, beide Hände mit der InnenHäche nach unten vor- 
streckend. Frauenhaar. Halskragen gesäumt, auf der rechten Schulter 
nicht gezeichnet. Frauenkleid. Thron glatt. 
3. Hockende Katze »»-^ auf hohem Sockel. 



^ 



^ 



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69 



a Genauer auf Tafel 89, 42. b Innen vertieft, also nicht .v. c Q rnS-t wie Q Ar kurz vorher, 

d Anders als der Kopf der Katze Nr. 3. e Schlange mit zwei Windungen: Tafel 91, 149. 

f So für Ihn. g Mit kurzem Haar und ohne Bart. 



70 § 306. KAIRO, NAOS 70021. 

4. Sitzender Gott «»— >• auf Sockel: Nackter Knabe, den Zeigefinger der linken Hand 
an den Mund haltend; die rechte Hand vorgestreckt mit der Innenfläche nach unten. Kopf 
kahl, Kinderlocke. Halskragen gesäumt. Thron glatt, vor ihm ein stehender Löwe. 

5. Sitzender Frosch *»— > auf hohem Sockel. Dahinter Trennungsstrich. 

6. Säugende Isis *-^ auf Sockel; sie umfaßt mit der linken Hand das auf ihrem 
Schoß sitzende Kind und reicht ihm mit der rechten ihre linke Brust. Krone Xj/. Frauen- 
haar. Halskragen wie 2. Thron glatt. Das Kind faßt mit der rechten Hand an den rechten 
Unterarm der Göttin, die linke hängt herab; kahlköpfig. Name der Göttin senkrecht: J '^ 



Dahinter Trennungsstrich, der vorn auf dem Sockel von Nr. 7 aufsitzt. 

7. Sitzende Isis-Selket »»—>• auf Sockel: Frau, die Hände vorstreckend wie 2; 
auf dem Kopf ein Skorpion. Haar, Halskragen, Thron wie 6. Name: 



Vor ihr: 






8. Ahet *— »■ auf hohem Sockel: Leib in Mumienform, knieend nach Frauen- '^ 

art (wie Tafel 80 k) ; Riuderkopf mit laugen Hörnern; Haar zweisträhnig. Name: ^^ 



ra 






9. Säugende Uto « — > auf Sockel; wie 6. Jedoch die Göttin (rechte Schulter r, 

weggebrochen) mit unterägyptischer Krone (zerstört), das Kind mit Doppel- Jj 
kröne. Im Hintergrund Papyrus, in zwei Reihen angeordnet. Name der Götttin: 



■n D%. 






10. Sopd als hockender Falke « — >• auf hohem Sockel. Krone [[|. Kein Gegengewicht. 

Name: A |^_j H. Stehende Chenset >«— » auf niedrigem Sockel: Frau, linke 

.6.<^ n Hand herabhängend, in der rechten Hand -¥"■ Auf dem Kopf [) Feder. 
' "^-^ Frauenhaar. Stirnbinde, von der nur die hinten zur Schleife gebun- 
denen Enden gezeichnet sind. Halskragen glatt, auf der rechten Schulter 
nicht gezeichnet. Frauenkleid. Name: O 
Vor ihr: 



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&1 

12. Stehender König <— «^, der auf der rechten Hand dem Falken Nr. 13 eine Figur 
y} darbringt; die linke hält er dahinter mit der Innenfläche nach vorn. Kopftuch mit 
Uräus. Glatter Halskragen, auf der linken Schulter nicht gezeichnet. Enger Knieschurz. 

13. Stehender Falke »»— » auf einem Sockel, der als Palastfassade ornamentiert ist. 
Name: 



14. Stehender Mann *— >■ nach vorn Ubergeneigt, der einen langen bündelartigcn 
Gegenstand' an den Rücken des Falken Nr. 13 hält. Die rechte Schulter in Seitenansicht 
(wie Tafel 79 f), Haar wie Tafel 79 e. Kein Halskragen. Enger Knieschurz. 



a Es ist wohl derselbe, den der König in Tempelreliefs besonders ithyphallischen Göttern darbringt, 
z.B. LD. 11117 b. 248 a: Rochemonteix Edfon I pl. 40 b Reihe 2; vgl. ibid. pl. 31 b links oben. 



HINTERE AUSSENWANU. 



§ 306—308. 



71 



15. Autgerichtete Schlange m—* auf hohem Sockel. Menschlicher Kopf; Haar zwei- 



strähnig. Oberägyptische Krone. Über 15 und 16 steht: 



ß\ßi^ußi8\- 



auf hohem Sockel; Schlangenkopf mit unterägyptischer 



auf hohem Sockel, ein Bein untergeschlagen (Tafel 79 b). 



^.T 



i- 



16. Aufgerichtete Schlange 
Krone. Name bei 15. 

17. Hockender Osiris 
Kahlköpiig^. Name: h ci , 

JJ 1 AW^A^ 

18. Stehender Havendotes »»— ♦ auf niedrigem Sockel: Mann mit Falkenkopf; in der 
vorgestreckten rechten Hand langer Stab, in der herabhängenden linken kurzer Stock (oder 
Papyrusrolle?). Haar dreisträhnig. Halskragen verdeckt. Enger Knieschurz. Name: ^ 

19. Stehende Göttin 
Armen. Frauenhaar. Halskragen wie 11. Frauenkleid. Name 



auf niedrigem Sockel: Frau mit herabhängenden 



t! 



20. Wie 19, jedoch Löwinnenkopt. Name: 



Dahinter Trennungsstrich. 



,1— s> 



.1 



O 



I 



^ 307. 21. Stehender Mann »>— > auf niedrigem Sockel: in der linken Hand ) Szepter, in 
der rechten Geißel. Krone [[|. Frauenhaar. Stirnbinde, hinten zur Schleife gebunden. Uräus. 
Bart umgebogen. Glatter Halskragen, vollständig gezeichnet. Enger Knieschurz. Name: 

<=> 22. Stehender Stier >*v^- auf hohem Sockel. Name: 5^f=^- 

23. Stehender Gott »»— * auf niedrigem Sockel: Mann mit Krokodilkopf; in 
beiden vorgestreckten Händen hält er einen langen Stab. Krone |||. Haar drei- 
strähnig. Kein Halskragen. Enger Knieschurz. Name: 
24. Stehender Thot m-^ auf niedrigem Sockel: Mumienleib 



(wie Tafel 79 k) mit Ibiskopf. Haar zweisträhnig. Name: j^ 






Reihe 2. 
§ 308. Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter eine wagerechte 
(Tafer20-22): 

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Inschriftzeile 






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a Am Hals zerstört; Bart und Gegengewicht bei Naville pl. 4, 6) sind nicht zu erkennen. 

b Undeutlich, q oder O? c Höher als mi' sonst; kein m. d Naos; genauer auf Tafel 89, 43. 

e Schmal; kein A; kein |; ob schlechtes A? f Sphinx undeutlich; nicht Sopd. 

g Wie icr; den schlechten Vogel "^^ scheint der Schreiber zu vermeiden. 

h Mit kurzem Haar und ohne Bart. 



72 



§ 3U9. 



KAIRO, NA08 70021. 



Jj ;}()y. Darstellung: Der König bringt vor Götterbildern die J) Figur dar. 

1. Ivöuig •*— * stehend, trägt auf der rechten Hand n und hält die linke dahinter 



mit der Innenüäche nach vorn. Kriegshelm (hinten zerstört) mit IJräus. Halskragen ge- 



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säumt. Weiter Knieschurz ohne Schwanz. Namen 

2. Sitzender [Ptah * — > auf Sockel: Körper als 
Mumie, hält in beiden vorgestreckten Händen ein Szepter, 
das aus 1, ^ und ff zusammengesetzt ist. Anliegende 
Kappe. P>art gerade. Gegengewicht hängt am Nacken 
heraus; kein Halskragen. Thron glatt. 

3. Stehender [Ptah] m — > auf niedrigem Sockel; wie 2. 

4. Sitzende [Sechmet] >»-^ auf Sockel: Frau mit Löwinnenkopf, beide Hände flach 
vorstreckend. Auf dem Kopf Sonnenscheibe mit Uräus. Frauenhaar. Halskragen wie 
Reihe 1, 2. Thron glatt. 

5. Stehende Sechmet] m-^ auf niedrigem Sockel: Frau mit Löwinnenkopf: sie hält 
die linke Hand geballt an die Brust, die rechte hängt geballt herab. Frauenhaar. Hals- 
kragen wie Reihe 1, 2. Frauenkleid. Rlickenpfeiler bis zum Scheitel, nicht an den Sockel 
anstoßend^ (Tafel 80g). 

6. Stehender Gott »-^ auf niedrigem Sockel: Mann, der beide Hände geballt in 
Schulterhöhe erhebt. Haar wie Tafel 79 e. Halskragen gesäumt. Enger Knieschuiz. 

7. und 8. Wie 6. 

9. Stehender [Osiris] »—* auf niedrigem Sockel: Mumienleib in den an die Brust ge- 
legten Händen rechts A, links [. Krone: oberägj^ptische Krone mit Uräus und Straußen- 
federn, an den Schläfen wagerechte Widderhöruer. Glatter Halskragen. Bart undeutlich. 

10. Sängende [Isis] wie Reihe 1, 6; Mitte der Gruppe zerstört. 

11. Säugende Göttin wie Reihe 1, 6: jedoch hat die Göttin keine Krone. Kind mit 
Locke und Halskrageu. Rückenpfeiler bis zum Scheitel. 

12. Stehende Göttin m — > auf niedrigem Sockel: Frau mit herabhängenden Armen; 
rechte Hand frei, in der linken ein Zeugband. Krone: zwei hohe Federn [jj, daran unten X^/. 
Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 11. Frauenklcid. Rückeuiifeiler wie bei Nr. 5 an- 
gegeben vom Kopf bis an den Sockel. 

13. Stehende Göttin »^^ auf niedrigem Sockel: Frau mit herabhängenden Händen. 
Tracht wie 12, keine Krone. 

14. Hockender Pavian m—* auf hohem Sockel. 

15. Liegender Greif m — > auf sehr hohem Sockel: Löwenleib mit Falkenkopf. Haar 
zweisträhnig. Doppelkrone mit Draht. 

16. Schreitender Greif »— > auf hohem Sockel: Schakalleib mit Löwenschwanz (lang, 
dünn, mit Quaste; vgl. Reihe 3, 3). Falkenkopf. Haar zweisträhnig. 

17. Stehender Falke m-^ auf hohem Sockel. 

18. Liegender Sphinx »»-^ auf sehr hohem Sockel: Löwenleib mit Widderkopf; Hörner 
nach unten gebogen. Haar zweisträhnig. 

19. Falke wie 17. 



a Bei Naville pl. 4, 5 falsch. 



HINTEllK AUSSENWAND. 



§ 309— 310 c. 



73 



20. Kniender Gott *-^ auf hohem Sockel: Mann mit langen hcrabhänfxenden Riiisten, 
der auf beiden Händen eine Platte mit (iahen trägt. Auf dem Kopf drei Lilien. Langes 
Haar, das nur über die rechte Schulter nach vorn fällt. Bart gerade. Halskragen wie 
Reihe 1, 11. Kein Schurz (Bauchlinie angegeben): nur ein Band, das auf dem Oberschenkel 
liegt. Auf der Platte zwei | Krltge, ein Rinderkopf mit Hörnern fdas hintere nach oben, 
das vordere nach unten gebogen) und ein c — > ISrot. 

21. Wie 20; jedoch auf dem Kopf Papyrusstaude mit fUnf Stengeln; auf der Platte 
zwei Ö Krüge und drei Brote. 

Reihe 3. 

§3lOa. Unten Standliuie. Oben Himmel; darunter eine wagerechte *»— *• Inschriftzeile 
(Tafel 20—22: Nr. 13—20 größer auf Tafel 23). 






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k. Rechter Teil. 

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§310 1). Darstellung: Der König bringt Götterbildern das Uzatauge. 

1. König «— «« stehend, erhebt die rechte Hand mit der Innenfläche nach vorn, ani 
der rechten hält er dahinter ~^i . Kopftuch mit Uräus. Glatter Halskragen, vollständig 
gezeichnet. Weiter Knieschurz (hinten zerstört). Namen: 

2. Hockender Greif m-^ auf hohem Sockel: Löwenleib mit 
Falkenkopf. Haar zweisträhnig. 

3. Stehender Löwe »»— > auf hohem Sockel. 

4. Stehender Greif »»— >■ auf hohem Sockel: Schakalleib mit 
Schakalschwanz (wie bei 5 bis zur Erde reichend, zum Ende hin 
dicker werdend; anders als Reihe 1, 16, Falkenkopf Haar zweisträhnig. Name 
Hinten über ihm: z^n ,^iZD^ 

5. Schreitender Schakal m-^ auf hohem Sockel; um den Hals ein 







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J 



Name: 



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(scheinbar folgte nichts). Über ihm: 



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6. Schreitender Schakal »»— »• auf hohem Sockel; vorn und über ihm'' zerstört. 
Trennungsstrich durch Darstellung und Inschrift. 



1 c^ a^ 



B. Linker Teil. 

b 






1 1=. —"— 

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a Vielleicht zusamraenhiingende Beiechrift über Nr. 4— ß; die Zeichen genauer auf Tafel 89, 4.5. 

b Genauer auf Tafel 89, 44. 

c Mann mit einem vorgestreckten Arm; in der Hand ein Stock (Tafel 91, ISO . 

Roeder, Naoa. 10 



74 §311—312. KAIRO, NAOS 70021. 

§311. Darstellung: Die Götterbilder Nr. 7 — 20 bilden eine Gruppe mit dem Sopd 
Nr. 13 als Mittelpunkt; vgl. die Gruppe links 1, 8-22 (§ 297). 

7. Stehender Gott -^^« auf niedrigem Sockel: Mann mit Geierkopf (kein Bart); die 
linke Hand hängt geballt herunter; in der rechten ein Stab mit Panterkopf. Haar drei- 
strähnig. Glatter Halskragen, nur in der Mitte gezeichnet. Enger Knieschurz. 

8. Stehender [Amen-em-opetj < — «« auf niedrigem Sockel: Mumienleib, ithyphallisch; 
rechter Arm unsichtbar, im linken erhobenen ruht die Peitsche /\. Amonkrone. Bart 
umgebogen. Halskragen glatt. 

9. Stehende [Uto] *— * auf niedrigem Sockel: Frau mit herabhängenden Händen. Unter- 
ägyptische Krone. Glatter Halskragen. Frauenkleid. 

10. Stehende [Sechmet] <— «« auf niedrigem Sockel: Frau mit Löwinnenkopf, Hände 
herabhängend. Auf dem Kopf aufgerichtete Schlange T). Frauenhaar. Glatter Halskragen, 
auf der linken Schulter nicht gezeichnet. Fraaenkleid. 

11. Stehende [Bastetj «— *« auf niedrigem Sockel: Frau mit Löwinnenkopf. Hände 
herabhängend. Auf dem Kopf Sonnenscheibe mit Uräus ?Q*. Tracht wie 10. 

12. Stehende jlsis] ■«— « auf niedrigem Sockel: Frau'' (Tafel 80 f) mit herabhängenden 
Händen. Auf dem Kopf X^. Tracht wie 10. 

13." Sopd wie links 1, 5 (§ 297); jedoch: Bart wie Tafel 78 g. Krone, vier Federn auf 
Untersatz. Auf dem Sockel die beiden nach außen gewendeten Schlangen : rechts außerdem 

ein nach innen gewendeter Re w. Name: A | fi ^3 '^'^^^ \i\l 

" n Li I A ii c. w -^ I I I 

14. Stehender [Harsiesis! -»— > auf niedrigem Sockel: Nackter"^ Mann, ithyphallisch, 
an dessen Kücken ^'ogelleib und -schwänz ansitzt; Arme wie bei Nr. 8. Amonkrone. Bart 
umgebogen. Glatter Halskragen. 

15. Stehender [Nefertem] >»— >• auf niedrigem Sockel: Mann, in der linken Hand 1 
Szepter, in der rechten -r. Kopfschmuck wie Tafel 78 b. Frauenhaar. Bart undeutlich. 
Halskragen wie Beihe 1, 11 (§ 306). Enger Knieschurz. 

16. [Mahes] »—> wie links 1, 15 (§ 297) ohne Beischrift; Halskragen ^att, vollständig 
gezeichnet. 

17. [Atum] >»— > wie links 1, 10 (§ 297); jedoch Halskragen glatt; keine Beischrift. 

18. [Amen-em-opet] m—> wie links 1, 12 (§ 297) ohne Beischrift; glatter Halskragen. 

19. [Horus] m-^ wie links 1, 16 (§ 297) ohne Beischrift; glatter Halskragen, nur in 
der Mitte gezeichnet. 

20. [Mont] M-^ wie links 1, 18 (§ 297); jedoch Halskragen wie 19. 

Reihe 4 (Tafel 20-22; Nr. 15—22 größer auf Tafel 23). 
§ 313. Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter wagerechte Inschriftzeile. 

A. Rechter Teil. 

O f 

Inschriftzeile; am Anfang 18—19 Gruppen weggebrochen: 1^^*— ° ' ^-<7 

a Nicht Mond wie bei Naville pl. 3, 4. 

b Frauenkopf; nicht Löwinnenkopf wie bei Naville pl. 3, 4. 

c Nr. 13-20 groß auf Tafel 2?. d Der Schurz bei Naville pl. 3, 4 ist falsch. 

e Wie Tafel 91, 150. f Genauer auf Tafel 91, 151. 



Vor ihm: ^ 2. Götterbild 

aenkreelit 






HINTERE AUSSENWAND. § 313_315. 75 

§ 313. Darstellung: Der König opfert vor Götterbildern. 

1. König «-^ stehend. Weiter Knieschnrz ohne Schwanz; darüber weggebrochen. 

► (weggebrochen) auf hohem Sjckel; vor ihm *-> 

;■ 3. Gott »>— > stehend, auf niedrigem Sockel; 

~^Sr hält vor sich einen Bogen (vgl. links 1, 10: § 297). 

'^^^^ Oberhalb der Kniee weggebrochen. 

ryi 4.-6. Etwa drei Götterbilder weggebrochen. 

^ 7. Stehender [Sopdj in Vorderansicht (Tafel 

Sc. 78 gl auf einem c=d Sockel (nur in Umrißlinie): 

nackter alter vollbärtiger Mann mit zwei Armpaaien. Das obere i.st seitlich ausgestreckt; 
an jedem Arm zwei Flügel; in der rechten Hand Mes.ser (linke zerstört). Das zweite Arm- 
paar hängt herab; in der rechten Hand ■^, in der linken vielleicht j. An der rechten 
Seite (gemeint: Rücken?) des Mannes sitzt Falkenleib und -schwänz an. Krone []] zwei 

Federn. An den Ohren je drei Papyrusdolden. Dahinter Trennungsstrich durch Darstellun- 
und Inschrift. " 

B. Linker Teil. 

h H^_ O . p, 

§315. Darstellung: Die Götterbilder 8— 22 bilden eine Gruppe mit Nr. 15 als Mittel- 
punkt: vgl. die Gruppe rechts 1, 2—13 (§ 325). 

8. Stehende Göttin [Schesejmtetl -^^ auf niedrigem Sockel: Frau mit Löwinneukopf. 
Hände hängen geballt herab. Frauenhaar. Glatter Halskiagen, auf der linken Schulter 
nicht gezeichnet (Tafel 80 e). Frauenkleid. 

9. [üto] <— «< wie 8; jedoch hält sie in der vorgestreckten linken Hand eine Gans 
0. ä. an den Füßen. 



10. Wie 8. 

11. [Nefertem ^^ wie links 3, 4 (§ 301). Jedoch: rechte Hand hängt geballt herunter, 
linke ausgestreckt (Daumen oben) an der Brust. Halskragen wie B*-. 

12. [Chons] <-^ wie links 2, 15 (§ 299,. Jedoch: Hände liegen geballt an der Brust 
(halten nichts). Glatter Halskragen, vollständig gezeichnet. 

13. Stehender [Horus-merti] <-«« auf niedrigem Sockel: Mann mit Falkenkopf. Linke 
hängt geballt herab, in der Rechten Stab mit Panterkopf Haar dreisträhnig. Halskragen 
wie 8. Enger Knieschurz. 

14. Stehender [Horus-hekenU' *-« auf niedrigem Sockel: Mumienleib (wie Tafel 79 k) 
mit Falkenkopf. Haar zweisträhnig. 



a Genauer auf Tafel 89, 48. 

b Die Grenzlinie des Gewandes auf dem Oberkörper bei Naville pl. 3, 3 ist nicht vorhanden. 

10* 



76 §315—317. KAIRO, NAOS 70021. 

15''. Ruhebett (Tafel 82 i) m-^ mit Löwenbeinen auf \j Untersätzen; vorn Löwenkopf 
(hinten kein Löwenschwanzl. Auf ihm Göttin [Unet] liegend (in der Haltung wie stehend 
gezeichnet), Arme und Hände am Körper entlang ausgestreckt. Frauenhaar. Halskragen 
wie 12. Frauenkleid. 

16. Säugende [Unet] >»— > wie Reihe 1, 6 ;§ 306). Jedoch: Göttin mit Uräus am Haar 
und Krone fj ; Halskragen glatt, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Knabe mit 
Kinderzüpfchen. 

17. |Horus-hekenuj »>— * wie 14. 

18. [Horus-merti] y»-^ wie 13. Schurz: Tafel 79 h. Halskragen wie 16. 

19. [Mont] »»— >■ wie 13. Jedoch: beide Hände frei herabhängend. Krone [[| zwei 
Federn. Halskragen wie 16. 

20. [Mahes-]Gruppe auf Sockel: balbaufgerichteter m-^ Löwe, der einen m-^ stehenden 
Mann von hinten in den Kopf beißt. Der Löwe steht auf den Hinterbeinen; mit der rechten 
Vorderpranke packt er die rechte Hüfte des Mannes, mit der linken seine rechte Schulter. 
Auf dem Kopf des Löwen als Krone: Falke mit Nefertem-Krone Tafel 78 c . Der Mann 
steht aufrecht, doch dem Zusammenbrechen nahe; der Kopf ist nach hinten übergeneigt. 
Die hinten herabhängenden Arme sind an den Ellenbogen mit einem Strick gefesselt, dessen 
Enden zur Schleife gebunden sind. 

21. [Bastet?] »»— > wie 8. Jedoch: Hände ausgestreckt; Halskragen wie 16. 

22. [Sechmet: wie 21. 

Reihe 5 (Tafel 20— 22'i. 
§ 316. Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter wagerechte »»— > Inschriftzeile, von der 
am Anfang etwa 18 Gruppen weggebrochen sind. 



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b ....: 










§ 317. Darstellung: [Der König opfert vor] Götterbildern; Anfang weggebrochen. Vor 
der ersten erhaltenen Figur (Nr. 1 ist ein auffallend breiter freier Raum; auch bricht die 
Standlinie vor dem Sockel ab. Beides macht eine Lücke in der Darstellung wahrscheinlich, 
wie sie sonst allerdings auf diesem Naos nicht vorkommt. 

1. Sitzender Gott »»— > auf Sockel, Mann mit Falkenkopf. Beide Hände vorgestreckt, 
die rechte flach (Handrücken nach oben , in der linken •¥■• Haar dreisträhnig. Halskragen 
wie Reihe 1, 11 (§ 306). Enger Knieschurz'^. Thron glatt (Tafel 82 a). 

2. Sitzender Amon (?) als Mann »>— » auf Sockel. Beide Hände vorgestreckt; die linke 
ausgestreckt iHandrücken nach oben, in der rechten -r- Amonkrone": Tafel 78 f. Hals- 
kragen glatt (Tafel 78 f). Enger Knieschurz 'ä. Thron glatt (Tafel 82 a). 

a Nr. 15 -22 groß auf Tafel 23. b Genauer auf Tafel 89, 44. 

c Von hier ab unkoll. nur nach Naville pl. 3, 2; der Block ist in den Kanal bei Saft el-Henneb 

gefallen (Naville, Text S. 3 Anm. 1). Der Papier-Abklatsch des 1913 wiedergefundenen Blockes ist 

nicht überall scharf (vgl. S. 58 Anm. h]. 
d Die Abschlußlinie des Kleides auf dem Oberkörper bei Naville pl. 3, 2 iet nicht vorhanden, 
e Die Schlange bei Naville pl. 3, 2 ist nicht vorhanden. 



HINTERE AUSSENWAND. § 317—318. 77 

3. Stellende Mut (?) m-^ auf niedrigem Sockel, Frau mit Löwinnenkopf. Hände herab- 
hängend. Auf dem Kopf Sonnenscbeibe mit Uräus: Tafel 80 b. Frauenhaar. Ilalskragen 
glatt, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet iTafel 80 d). Frauenkleid. 

4. Sitzende Göttin m-^ auf Sockel, Frau mit Löwinnenkopf. Hände vorgestreckt, in 
der linken | Szepter, in der rechten •¥-. Frauenhaar. Halskragen wie bei 3. Frauenkleid. 
Thron glatt. 

5. Stehender Gott m—> auf niedrigem Sockel, Mann mit Löwenkopf. Die rechte Hand 
hängt geballt herab; in der linken | Szepter. Frauenhaar. Halskragen wie bei 3. Enger 
Knieschurz. 

6. Wie Reihe 4, 17 (§ 315). 

7. Stehende Göttin m-^ auf niedrigem Sockel mit RUckenpfeiler (wie in Tafel 80 hl, 
Frau mit herabhängenden Händen. Frauenhaar. Halskragen wie bei 3. Frauenkleid. 

8. Stehende Göttin m — > auf niedrigem Sockel mit Rückenpfeiler (Tafel 80 h;. Mumien- 
Icib mit weiblicher Brust. Haar zweisträhnig. 

9. Stehende Frau »— > auf niedrigem Sockel. Armhaltung und RUckenpfeiler wie 
Tafel 80 g. Frauenhaar. Frauenkleid. Halskragen wie bei 3. 

10. Stehende Frau -»-^ auf niedrigem Sockel. Hände vorgestreckt, Handrücken nach 
oben; Schultern normal in Vorderansicht gezeichnet. Frauenhaar. Halskragen wie bei 3. 
Frauenkleid. 

11. Stehender Gott m—* auf niedrigem Sockel, Mann mit Falkenkopt (Tafel 79 f). 
Die beiden Hände sind vorgestreckt, Handrücken nach oben; die linke Schulter ist in 
Vorderansicht, die rechte in Seitenansicht gezeichnet. Frauenhaar, dessen vordere Strähne 
verdeckt ist. Halskragen glatt. Enger Knieschurz. 

12. Gott wie 11. 

13. Hockender Pavian m—* auf hohem Sockel. 

14. Stehende iTsis] »—* auf niedrigem Sockel, Frau mit herabhängenden Händen. 
Krone I Tafel 80 a): Rinderhörner mit Sonnenscbeibe auf Untersatz. Frauenhaar. Halskragen 
wie bei 3. Frauenkleid. 

15. Auf niedrigem Sockel ein Kasten, der oben durch Rundstab und Hohlkehle ab- 
geschlossen ist; auf dem Kasten »— > Inschrift: ^^^JI^'O'- ^^^ ^'^™ kniet m-^ eine 
Göttin, Frau mit Löwinnenkopf. Beide Hände vorgestreckt, in der rechten eine Kugel, in der 
linken 1 Szepter. Frauenhaar. Halskragen wie 3. Frauenkleid. 

16. Stehender Falke mit Menschenkopf »>— > auf hohem Sockel. Flügel nach vorn 
ausgebreitet. 

17. Schlange mit aufgerichtetem Vorderteil m—* auf hohem Sockel. 

18. und 19. Schlange wie 16. 

Reihe 6 (Tafel 20—22). 
§ 318. Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter wagerechte m—* Inschrift nur nach 
Naville pl. 3, 1; vgl. Anm. c zu S. 76. 



a Locke in < — w Kichtung am Original. 

b Gefäß mit Henkeln, kein Herz (Tafel 89, 47). 



7g §318-319. KAIRO, NAOS 70021. 



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§ 319. Darstellung. [Der König opfert vor] Götterbildern. Xnr die untere Hälfte des 
ersten Teiles erhalten: alles übrige nach Naville pl. 3, 1. 

1. Sitzende Gottheit m-^ auf Sockel. Figur weggebrocheu, Thron glatt. 

2. Stehender [Ptah?] ytf>—> auf niedrigem Sockel. Mnmienleib; hält ein | Szepter vor 
sich. Oberer Teil weggebrochen. 

3. Sitzender [Amon?] »»— >■ auf Sockel, Mann mit Amonkrone (? wie Tafel 78 f, nur die 
Federn erhalten . Beide Hände vorgestreckt, die rechte zur Faust geballt, die linke zer- 
stört (vgl. rechte Außenwand, Reihe 2, Nr. 5'. Enger Knieschurz. Thron glatt. 

4. [Amonre?] als stehender Falke »»— »• auf hohem Sockel. [Menschlicher?] Kopf weg- 
gebrochen, von der Krone nur Federn erhalten wie bei 3. 

5. Stehender Mont-Re m — *■ auf niedrigem Sockel mit Rückeupfeiler wie Tafel 80 h: 
Mann mit zwei Falkenköpfen. Hände hängen geballt herab. Auf jedem Kopf eine Sonnen- 
scheibe mit zwei hohen Federn; an der vorderen eine Schlange, vor ihr zwei kleine Hörner, 
die hintere zwischen Rinderhörnern. 1 Seischrift »» — > wagerecht: ^°^ n 



II 

6. Stehender Gott »»— >• auf niedrigem Sockel, Mumienleib wie Tafel 79 i, jedoch itby- 
phallisch. Widderkopf mit abwärts gebogenen Hörnern. Krone: wagerechte Widderhörner, 
darauf Sonnenscheibe, auf ihr Schlange, über ihr zwei hohe Federn. Haar dreisträhnig. 

7. Sitzende Bastei »»-^ auf Sockel mit Rückeupfeiler wie Reihe 2, 11 (§ 309). Frau 
mit Löwinnenkopf. Beide Hände vorgestreckt (zerstört). Beiscbrift: TT«!. 

8. Wie links 3, 5 (§ 301); kein Halskragen. 

9. Wohl wie 8: nur Sockel und Beine erhalten Beischrift (wohl zu 8 und 9) 
wagerecht : W ? 11 =^ ^ 



'Am'-m. 

10. Stehender Gott m-^ auf niedrigem Sockel; nur Füße erhalten. 

11. Nur Ecke des Sockels erhalten. 

12. Weggebrochen. 

13.' Sitzende Göttin >»— > auf Sockel, Frau mit Löwinnenkopf; vorderer Teil wegge- 
brochen. Rechter Arm vorgestreckt. Beischrift: ^^\- 

14.' Sitzende Göttin »>— >* auf Sockel; Frau, beide Hände vorstreckend (Handrücken 
nach oben). Krone wie Abb. 16. c 

15.' Göttin wie 14. Über beiden: ^l^. 

16.' StehendeFrau>»—> auf niedrigem Sockel; Hände herabhängend. Oberägyptische Krone. 
17.' Säugende [Mut] wie Reihe 1, 6 (§ 306); jedoch Doppelkrone auf dem Frauenhaar. 



1 



a Nur nach Naville; lies S^ Mont-Ke, Herr des Gottesfeldes, /\"T V ü 

b Wie Tafel 88, 11. ' c Genauer auf Tafel 89, 49. 

d (^ am Original in umgekehrter Richtung gesehrieben. 

e— f Dieses Stück ist auf dem Abklatsch (S. 76 Anm. c) erkennbar. 

g Vielleicht steht f^i' da (Abklatsch). 

h Kleines Zeichen wie '^ o. ä. ; wohl nicht ^. Der Pflug darunter wie Tafel 91, 148 (nach dem Abklatsch). 

i Die Figuren 13 — 17 lassen sich teilweise an deni Abklatsch (S. 76 Anm. e; nachprüfen. 



RECHTE AUSSENWAXD. 



§ 319—321. 



79 



18. Auf niedrigem Sockel stehendes weibliches Nilpferd m-^ mit herabhängenden 
Vorderfußen, auf den Schwanz (dem eines Krokodils ähnlich) gestützt; Maul geöffnet. 
Frauenhaar. Krone: zwei hohe Federn, daran Sonnenscheibe zwischen Rinderhörnern. 

Pries (nach Naville pl. 3)^ 
§320. Unten Bandornament, parallele Längslinien; zwischen ihnen je zwei Querlinien: 

-Ül i'ii "11 IUI ="■ Darauf die sich wiederholende Gruppe: ein Falke -»)— * mit ausgebreiteten 



U 



Flügeln, der auf einem FS^ steht und ein 1 Szepter hält; vor ihm der Königsname: 
Der erste Falke auf Block Sc'' steht schon auf der rechten Hälfte der Wand; 
also waren die Falken auch dort »»-^ gewendet. 

Ein Bruchstück aus einem ähnlichen, ■^-«« gewendeten Fries [von der linken 
Außenwand?] Naville pl. 1 Sd zeigt den Kopf des -^-w stehenden Falken, darauf 

Sonne mit Uräus. Beischrift vor ihm: crs^, hinter ihm: A 



Hinter ihm 



O, 



§ 331. Inschrift 



der Anfang des Königsnamens: 



Rechte Außenwand. 

Sockel (Tafel 24—271 
in drei senkrechten Zeilen: 



ot 




■-^ ^S=- fff^ Q ACT .4.Q n e U^ß fU\0 

j ^ oöö ^ fiS^TÜ i fe S^ 



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I ^ LJ - 



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i ^2>- 'Ö' I 



BflL^'läBI^'tlSfC^l^^ 



E^fsi'^ws^;!!?^ 



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ci \ lyj < — . 



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1 I AWA/\\ 



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a Tafel 89, 60. b Im Magazin des Museums 

von Monsieur Daressy am 11. März 1911 gefunden 



(vgl. § 357). 



c Lies 



I 



d Krone: \y mit vier Federn; auf dem Rücken \y^ (Tafel 89,50). e Wie Tafel 89, 43. 

f Genauer anf Tafel 89, 51. g— h Nach Naville Goshen pl. 6, 1; jetzt weggebrochen. 

i Nicht |, ob ?? kl durch das '^ gelegt: Tafel 89, 52. 1 Genauer auf Tafel 89,53. 

m Genauer auf Tafel 89, 54. n— o Nach Naville Goshen pl. 6; jetzt weggebrochen. 

p Genauer auf Tafel 89, 53. q Genauer auf Tafel 89. 55. 

r Ein Stück von diesem Fries enthält auch der Abklatsch S. 76 Anm. c). 



80 



§ 322—325. 



KAIRO NAOS, 70021. 



Oberteil (Tafel 24—31]. 
§ 322. Unten Abschlußleiste wie Vorderseite, rechter Türpfosten (§ 291). Sechs wagerechte 
Reihen von Darstellungen, darüber der Fries (§ 341). 

Reihe 1 (von unten): Tafer25— 27. 
§323. Oben Himmel; darunter wagerechte *— «« Inschriftzeile: 

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§ 334. Darstellung. König bringt zwei Beutel Schminke dar vor einer Reihe von Göttern. 

1. König >t»— > stehend, in beiden erhobenen Händen je einen Beutel (Tafel 81 g) 
haltend. Unterägyptische Krone; kein Uräus, hinten Band. Halskragen glatt. Weiter 
Knieschurz mit Schwanz. Namen: Kg "-— ^ A 0. Ol Vor ihm m-^: 

^ 'o ^ dP 



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A. Linker Teil der Gottheiten (2-14). 
§ 325. Die Götterbilder 2 — 13 stehen in einer Kapelle, die oben abgeschlossen ist durch 
Rundstab, Hohlkehle und Abdeckplatte (wie Tafel 82 f) ; sie bilden eine ähnliche Gruppe 
wie hinten 4, 8—22 (§ 315). 

2. Göttin Sche[se]mtet »»-^ wie hinten 4, 8 (§ 315); jedoch: Halskragen glatt, auf der 
rechten Schulter nicht gezeichnet. Name: K ^^ . 

3. Uto wie 2. Name: °Tf\. 

4. Nefertem" ^-^ wie links 3, 4 (§ 301). Jedoch: Frauenhaar. Halskragen wie Nr. 2. 
In der rechten Hand hält er ein Uzatauge ^ vor sich, die linke hängt geballt herab. 

sie -t 

Name *— «« vor ihm: ^Ipi. 

5. Chons -m-^ wie hinten 4, 12 (auch die Hände so!; § 315). Kein Halskragen. Name: 
® 1. 

6. Horus »»— »• wie hinten 4, 14 (§ 315). Name: ^ 

7. Göttin Unet auf Ruhebett •<— w wie hinten 4, 15 (§ 315). Halskragen zerstört. 

sie Sit 

Name >»—>•: ■^^4- ■ Ruhebett wie Tafel 82 i mit Löwenftißen (jedoch Hinterschenkel 
schlanker, ähnlich wie in Tafel 82 h) und Löwenkopf, ohne Schwanz. 



a Löwenkopf, größer nnd kräftiger als der Löwinnenkopf bei Nr. 2 und 3. 
b Genauer auf Tafel 91, 152. c Genauer auf Tafel 91, 153. 



RECHTE AüSSENWAND. 



§ 326—327. 



81 



8. Säugende Uuet -^-*« auf Sockel: Frau sitzend mit A oberägyptischer Krone mit 
zwei Straußenfedern auf Frauenhaar. Ilalskragen glatt, auf der linken Schulter nicht ge- 
zeichnet. Kleid nicht angegeben. Knabe nackt mit Locke. Thron mit Eckleiste (Tafel 82 b). 
9. Horus -^-w. wie hinten 4, 18 (§ 315); jedoch Frauenhaar. Hals- 

H kragen wie bei 8. Name : -S^ . 

o o 

10. Mont ^--m wie hinten 4, 19 (§3151; jedoch mit Frauenhaar; l)eide Hände geballt. 
Halskragen wie bei 8. Beischrift: ^^. 

11. Mahes-Gruppe <-« wie hinten 4, 20 (§ 315). Erhalten nur der Mann, Kopf Krone 
weggebrochen) und linkes Vorderbein des Löwen. Beischrift: _> f f . 

12. [Bastet?] ^^^ wohl wie hinten 4, 21 (§315); nur Haar u^ Hake Schulter er- 
halten. Nach Naville pl. 6, 6 ist die linke Hand geballt. 

13. Sechmet ^^ wie hinten 4, 21 (§315); jetzt nur Kopf und Schultern (zerstört) 
erhalten, bei Naville pl. 6, 6 noch vollständig. Beischrift: #®. 

14. Außerhalb der Kapelle: Schreitender Schakal ^^ auf hohem Sockel (nach Naville 
pl. 6, 6; jetzt fast ganz weggebrochen i; Band um den Hals. Dahinter Trennungsstrich. 



§ 327. 15. Beischrift 
vor der Darstellung: 



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3. 1 

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AA^A/»A 



B. Rechter Teil der Götterliilder (15—37;. 

16.— 17. In einer Kapelle wie bei 2—14 (§ 326). 

16. Horus als stehender Falke <-m« auf hohem Sockel. 

Beischrift: C\ 

J^ G 

17. Säugende Neit <-m wie bei 8, jedoch unterägyptische 
Krone, kein Haar; mittlerer Teil zerstört. Beischrift: 

18. In einer Kapelle (wie bei 2—14) Upuat als 
stehender Schakal auf hohem Sockel; unten vor 






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ibm:p5. Bei-schrift: ^|-J p^ 



1~ 



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19.-21. Beischrift: Da 



m. 

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20. Stehende Göttin 



19. — 26. Stehen in einer Kapelle wie bei 2—14. 

1 1 ll^^^i 

19. Knieender (wie Abb. 23) Gott<i -^-t« auf hohem Sockel- 



Mann mit Löwenkopf, beide Hände erhebend (Innenfläche nach 
vorn). Auf dem Kopf aufgerichtete Schlange. Frauenhaar. Hals- 
kragen wie bei 8. Kein Schurz angegeben. 
-«« auf niedrigem Sockel, Frau mit Schlangenkopf ohne Haar. 

Die Arme sind nur Stümpfe bis zu den Ellbogen. Kein Halskragen. Frauenkleid, nur 

unten angegeben. 

21. Wie 20. 

22. Gestell, das oben abgeschlossen ist durch Rundstab, Hohlkehle, Abdeckplatte wie 
Tafel 82 f. Anf ihm sitzen zwei aufgerichtete Schlangen, die erste mit seitlich ausge- 
breiteten Flügeln. Beischrift: ^ vvÖWi- Unter ihm auf einem Sockel eine kriechende 

Schlange (wie !<^=^ ohne Hörner); Beischrift: | niM. 



Amm m 

a-b Naville pl. 6. 6 las () f's . 

Roeder, Naoa. 



II II' 

c Genauer anf Tafel 89,56. 



d So! Naville pl. 6, 6 falsch. 
11 



KAIRO, NAOS 70021. 



82 § 327—329. 

23.-26. Beischrift: D^iTTi 

23. Stehender Gott <— «< auf niedrigem Sockel; Mumienleib und Haar wie Tafel 79 k, 
Schlangenkopf. 

24. Stehender Gott <— «« auf niedrigem Sockel; Mann mit Schlangenkopf, beide Hände 
hängen geballt herab. Frauenhaar. Halskragen wie bei 8. Enger Knieschurz. 

25. Knieender Gott wie Tafel 81 e <—m auf hohem Sockel; Mann, der die rechte Hand 
erhebt (Innenfläche nach vorn). In der linken Hand I Szepter. Unterägyptische Krone. 
Halskragen glatt, vollständig gezeichnet. Enger Knieschurz. 

26. Wie 24. 

27. — 28. Unter einer Kapelle wie 2 — 13. 

27. Sitzender Amon <— «« auf Sockel mit Füßen (Tafel 82 g); Mann mit Widderkopf, 
daran abwärts gebogene Hörner. Beide Hände vorgestreckt; die linke geballt, in der 
rechten -f-- Auf dem Kopf wagerechte Widderhörner und Sonnenscheibe. Frauenhaar. 
Halskragen wie bei 8. Enger Knieschurz. Thron mit Eckleiste. Beiscbrift: 1} 

28. Säugende Mut <—m wie Nr. 8 auf Sockel mit Füßen. Auf dem Frauenhaar Doppel- 
krone. Beischrift: q\\ 1- 

29. Unter einer Kapelle wie Nr. 2 — 13 Atum als stehende Ratte «— «« auf hohem 



Sockel. Beis 



ächrift: (| 



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Reihe 2 (Tafel 25—27 oben, bzw. 28—30 unten). 
§ 328. Unten Standlinie. Oben Himmel, darunter wagerechte ■<—<«' Inschriftzeile: 






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§ 329. Darstellung: Der König bringt Götterbildern die Jl Figur dar. 

1. König »»— »■ stehend; erhebt auf der linken Hand Jj, hält die rechte dahinter (Innen- 
fläche nach vorn). Krone: Tafel 81 c. Glatter Halskragen vollständig gezeichnet. Weiter 
Knieschurz, hinten zerstört. Name über ihm : |fP ^— " "^^^^ k 0. 



Beischrift vor ihm: 



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u 






RECHTE AUSSENWAND. § 329. 83 

2. Stehende Schesemtet (?) -^-<« auf niedrigem Sockel mit RUckenpieilcr wie hinten 
2, 12 (§ 309 . Frau, die die rechte Hand an die Brust legt; die linke hängt geballt herab. 
Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 325). Frauenkleid. Beiscbrift: fj^TT' 

3. Sitzender Ptah <— «« auf Sockel mit Fußen. Mumienlcib wie '*"=' 
Tafel 79 g; in den vorgestreckten Händen links ■?-, rechts 1. Mann- ■}j\ 
lieber Kopf mit anliegender Kappe und geradem Bart. Gegengewicht -^^ 
ohne Halskragen. Thron mit Eckleiste. Beischrift: § . ' 

4. Stehender Ptah «— «c auf niedrigem Sockel: Gestalt und Tracht wie bei 3. Bei- 
schrift: fi. 

5. Sitzender Gott -^^ auf Sockel mit Fußen; Mann mit Falkenkopf, beide Hände 
geballt vorstreckend. Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 325). Euger Knieschurz. 

Thron mit Eckleiste. Beischrift: j — r. 



6. Säugende Isis -^^ wie Reihe 1, 8 (§ 325) auf Sockel mit Füßen. Jedoch Krone 
wie Tafel 80 a. Beiscbrift:]]'^. 

7. Anukis als stehender Geier <— «< auf hohem Sockel; auf dem Kopf Krone wie 
Tafel 80 c. Beischrift : ^^ J . 

8. Stehender Mont] *—m auf niedrigem Sockel; Mann mit Falkenkopf. In der rechten 
Hand l Szepter, in der linken Y. Krone [Q. Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 
(§ 325). Enger Knieschurz. 

9. Sitzende Göttin *—(« auf Sockel mit Füßen; Frau mit Löwinnenkopf, darauf Sonnen- 
scheibe. Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 325). Frauenkleid. Thron mit Eckleiste. 

10. Wappen des [Atum] <— ««. Unten i--°-^. Darauf ein Schild, vor dem zwei Lanzen 
gekreuzt sind (Sjjitzen nach unten). Oben Kopf einer Ratte o. ä. 

11. Zerstört. Auf hohem Sockel eine -t—m laufende [Ratte?]; erhalten nur der am 
Ende abwärts gebogene Schwanz. 



12.— 13. Beischrift: ^ 



^ a 



A 



12. Wappen *— *« wie 10, jedoch mit Löwinnenkopf ". Beischrift: f^i- 

13. Stehender Falke mit Löwenkopf' -t— »« auf hohem Sockel. Beischrift über ihm: 

A 
, vor ihm: 1. 

^ n 

14. — 15. Beischrift: v^ . 

OD 

14. Wappen des [Set] ■*— « wie 10, jedoch mit dem Kopf des Tieres des Gottes Set. 

Beischrift : fT^ • 
I I 

15. Stehender Ur-heka < — » auf niedrigem Sockel; Mann, mit beiden Händen einen 

langen Stab ohne Spitze wie einen Speer nach vorn abwärts stoßend. Halblanges Haar. 

Halskragen gesäumt. Enger Knieschurz. Name: \ , vor ihm: ^. 

c.^ U n 

16.— 17. Beischrift: \\. 

16. Wappen ■^-»«< wie 10, jedoch mit Schakalskopf Beiscbrift: f^pj. 

a Unterscheidung unsicher ; der Kopf von 13 ist vielleicht nur zufallig kräftiger als der von 12. 

11* 



84 



§ 329—331. 



KAIRO, MAOS 70021. 



17. Sia wie 15; hält in der rechten Hand Bogen, in der linken zwei Pfeile (Spitzen 
nach oben). Name: "^j Tor ihm: 1. 

18.— 19. Beischrift: 2^^. /, 

18. Wie 10, jedoch mit Stierkopf Beischrift: \^\- 

19. Hu wie 15: hält rechts zwei Pfeile (Spitzen nach oben), links Kenle. Name: 
20.— 21. Beischrift: S^^. 

20. Wie 10, jedoch mit Kopf des [Sopd] in Vorderansicht vollbärtiger alter Mann; 

A 

Krone aus fünf Federn, nach oben sich verbreiternd). Beischrift: CT^\ . 

ihm: J^, 



21. Schu wie 15; hält rechts Bogen, links Keule. Beischrift über 
22.-23. Beischrift: 2^^. 



vor ihm : ^ . 

n 



A 



22. Wie 10, jedoch mit Paviankopf Beischrift: i i i- 

I I ^ 

23. Thot wie 21. Beischrift über ihm: |^^, vor ihm: ] 



24. — 25. Je ein stehender Schopfibis ^i^ auf hohem Sockel. Beischrift über beiden: 

26. — 29. Je ein stehender Falke auf einer Stange '''^^. Beischrift: j] nnF^^^ziln 
26.-27. Beischrift: 



28.-29. Beischrift: 



'f] 



Darstellungen vor Reihe 3— 5 (Tafel 28). 
§ 330. Links Inschriftzeile <— *, am Anfang über die Hälfte weggebrochen. 



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i: 

.6. 

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a a 



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b b 



§ 331. Rechts sechs kleine Darstellungen übereinander; unten 
Standlinie, oben gestirnter Himmel. Rechts von ihnen ein senk- 
rechter Trennungsstrich gegen Reihe 3— 6. 

1. Auf einem Sockel der König »»— »■ auf dem Bauche 
liegend, in völliger Seitenansicht gezeichnet; er stützt sich auf 
die Zehen, Kniee und die vor die Brust gehaltenen Hände. 
Körper unbekleidet; an dem erhobenen Kopf (anliegendes 

Haar) Uräus. Vor dem König ein Feuerbecken. Name: ^ 



\\\ C^e^!>gCS5if 



2. Links: Knieender König (Tafel 81 e) »>— ♦ auf Sockel. 
Der rechte Arm ist unterdrückt, die linke Schulter in Vorder- 
ansicht gezeichnet". Er trägt auf dem linken Unterarm eine Platte mit vier O Broten, 
einem und zwei A. Kopftuch mit Uräus. Halskragen glatt. Enger Knieschurz. Bei- 
schrift »i-^ über ihm: |I(o ^ LI 



a Eigentlich ist der dargestellte Arm der rechte und man sieht den Rücken; Zeichnung des Kopf- 
tuches und Halskragens sind sinnlos. Vgl. die Figur ReiTie 3, 5 (§ 332). 
b Genauer anf Tafel 91, 154. c Die drei Zeichen in der Cartouche stehen in m — > Richtung. 



^i 



RECHTE AUSSENWAND. 



§ 331 — 332. 



85 



Rechts: Auf niedrigem Sockel zwei <— «< stehende nackte Kinder. Schow undTefenet?] 
Rechte Hand liegt geballt an der Brust, linke (nur bei dem zweiten gezeichnet) hängt ge- 
ballt herab. Anliegendes Haar, Kinderlocke. Uräus. Halskragen. Bei dem ersten sind 
männliche Geschlechtsteile angegeben, bei dem zweiten nicht; also wohl Knabe und Mädchen. 

3. Darstellung und Beischrift wie 1. 

4. EjTokodil <— «K auf Sockel liegend; Kopf weggebrochen (kein Platz fiir eine Königs- 



figur 



Beischrift: 



% 



5. — 6. Weggebrochen. 



Reihe 3 (Tafel 28—30; Nr. 13—22 großer auf Tafel 31). 
Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter wagereehte *— w Inschriftzeile: 




§ 333. Darstellung: Nur Götterbilder, kein opfernder König. 

1. Sopd als Mischgestalt <— *« auf hohem Sockel. Unterleib mit Beinen vom Menschen 
(hockend wie Tafel 79a), darauf Falkenkörper. Krone []]. Beischrift: A^ 



2. Stehende Chenset -«— *« auf niedrigem Sockel; Frau, Hände 
frei herabhängend. Isiskrone (wie Tafel 80 a). Frauenhaar. Hals- 
kragen, vollständig gezeichnet. Frauenkleid. Beischrift: ^^O^ 

3. Auf hohem Sockel unterägyptische Krone V ^*0 
auf ^=^3:7. Beischrift: "~~^ 



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I I I 

11 

4. Stehender Gott (s«) *— «« inMumiengestalt(wieTafel79k) 
auf niedrigem Sockel. Menschenkopf, darauf p Feder. Kein 
Bart. Beischrift: O 

sie 

auf niedrigem Sockel: Mann (Syrer) mit gebeugten Knieen 
nach vorn geneigt stehend; in den vorgestreckten Händen hält er je ein Messer; man sieht 



sie 



5. Stehender Sopd 



a Anf dem zweibeinigen Opfertisch steht in der Mitte ein V Krug, rechts und links ein O Brot: 

Tafel 89, 57. b Genauer auf Tafel 89, 58. 

c Genauer Tafel 89, 59; der Mann liegt anf dem Bauch und stützt sich auf die Hände, von denen 

die vordere sichtbar ist (wie der liegende König in § SSI, 1}. 



86 § 332. KAIRO, NA08 70021. 

die linke Schulter von hinten mit dem Rücken, auf den fälschlich der Halskragen (glatt) 
gezeichnet ist". Am Rücken sitzt Leib und Schwanz eines Falken. Kopf wie links 2, 10 
(§ 299); spitzer Kinnbart, Haar hinten herabhängend (Tafel 78 e). Gürtel, aber kein Schurz. 

Beischrift: j\%^^- 

6. Stehender alter Sopd in Vorderansicht auf einem Sockel mit zwei Schlangen; alles 
wie links 1, 5 (§ 297), jedoch zu beiden Seiten des Sockels je zwei Bogen und vier Pfeile. 

Bei-«^ 'Ä LT f °^° t ;^ ^ \ L fe i Tp r-^- 

7. Weggebrocben; Beischrift: S^ f, | [ji 



8. Kasten, oben durch Rundstab und Hohlkehle abgeschlossen; Vorderteil weggebrochen. 
In der Mitte wagerecht geteilt; oben pOi unten poo. Darauf knieende -^-w Göttin 
(Beine wie Tafel 81 e); erhalten nur Zehen und Haar. 

9. Sopd als hockender Falke •*— w auf hohem Sockel. Auf dem Rücken jj Gegengewicht. 

Krone Hl,. Beischrift: A^ m o. i. j r. .. !• • j • . i i m 

^ /\ j> V 10. Stehender Gott <— «« aui niedrigem feockel. Mann, 

Afx in der rechten Hand einen Zweig (Tafel 78 i) haltend, in der 

"^ linken | und /\. Krone JH aus vier Federn. Kopf (Tafel 

79 e) mit halblangem Haar (unten gerundet, Ohr frei ■ ; Bart 

umgebogen. Halskrageu vollständig gezeichnet. Enger Knieschurz. Beischrift: A^^zl 

11. Stehender Gott < — «« mit Mumienleib wie Tafel 79 k. Löwenkopf: 

darauf oberägyptische Krone. Beischrift: U w. . i^~i=-i 

12. Gott wie 10; Halskragen gesäumt, vollständig gezeichnet. Bei- — j-^ 

Schrift über ihm: A t\ , vor ihm: _^. 

13 ^ Gott wie 10; jedoch Falkenkopf mit Frauenhaar, darauf H] zwei Federn. Hals- 
kragen wie Reihe 1, 8 (§326). Beischrift über ihm: 1^^^ 1<=>, vor ihm: V;^ 

14. Stehender Amon-Re-Harachte <— « auf hohem Sockel: Falken- O 
körper, ithyphallisch. Darauf männlicher Kopf mit Halskragen (glatt'. f] 
Bart umgebogen. Amonkrone (Helm mit zwei Federn, hinten Stange bis J 
an den Vogelrücken. Name: fji^it^, vor ihm: i'"--^ O ili 

15. Stehende Neckbet •<— «< auf niedrigem Sockel; Frau mit herabhängenden Händen. 

16. Göttin wie 15, mit unterägyptischer Krone; Beischrift über ©? 
ihr:|fli vor ihr: T ^^° 

-^ ^ III / e^^? ^^^ 



Oberägyptische Krone. Halskragen glatt. Frauenkleid. Name: l j , vor ihr: ?| ,^ 



I I 



AA/\AA/V 



A 



I I I 



a Vgl. die Figuren Tafel 80 k und 81 e. b Wohl W, nicht V. ' ^^ \ \ 

c Nr. 13-22 groß auf Tafel 31. O 

d Von der ganzen Gruppe nur ||| sicher; auch alles Folgende zweifelhaft. , 

e Genauer auf Tafel 89, 61. f r statt ^:, /)? g Genauer auf Tafel 89, 15. 



RECHTET ÄÜSSENWAND. 



§ 332 — 333. 



87 



17. Gruppe: Großer verzweigter Laubbaum mit rundlichen Blättern an kurzen Stielen. 
Unter ihm auf niedrigem Sockel eine Kapelle mit geraden Wänden. In ihr auC niedrigem 
Sockel stehender Knabe *— *, nackt; die rechte Hand liegt geballt an der Hrnst, die linke 
hängt herab. Kurzes Haar mit Kinderlocke. Halskragen glatt. Beischrilt über dem Baum: 



(S 



vor dem Gott: 



I I I' 

I I 



18. Auf hohem Sockel Krng mit Deckel in Gestalt eines Falkenkopfes mit zwei- 
strähnigem Haar. Am Krug eine Hand ^ES in Relief. 

19. Knieende Frau •<— «< einen Falken [= Horns) säugend; sie hält mit der linken 
Hand die rechte Brust dem Falken hin, um den sie schützend den rechten Arm legt. 
Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 326). 

20. Stehende Frau ■*—««; sie hält vor sich auf der rechten Hand das Bild eines <— «< 
hockenden Falken JV, (Sopd?), über den sie schützend die linke Hand hält (Handrücken 
nach oben). Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 326). Frauenkleid. 

21. Sopd als hockender Falke 3 V auf einem Ruhebett; es hat Lüwenbeine, oben 
vorn Widderkopf mit wagerechtem Gehörn, hinten Löwenschwauz (lang mit Quaste). Bei- 

"''■'"■■ hWmM,:i 

22. Stehender Horus <— «« auf niedrigem Sockel: Mann mit Falkenkopt, in der Rechten 
1, in der Linken ■?•. Haar dreisträhnig. Halskragen (glatt, nur in der Mitte gezeichnet). 

(Tafel 79 d.) Enger Knieschurz. Beischrift: ^J n{) III. 

23. Stehende Hathor ■<— « auf niedrigem Sockel; Frau, legt die Rechte ausgestreckt 
an die Brust, in der herabhängenden Linken ■¥-. Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 

mjj P V ^ 

I I I 
I I 

24. Stehender Horus <— * auf niedrigem Sockel: Mann mit Falkenkopf, der in der 
Rechten einen Stab mit Panterkopf hält, Linke zerstört. Frauenhaar. Halskragen wie 
Reihe 1, 8 (§ 326). Enger Knieschurz. Beischrift: F\ ''ft , vor ihm: ^ 



m 






I I 



Reihe 4 (Tafel 28—30; Nr. 15—24 größer auf Tafel 31). 
§ 333. Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter wagerechte *—m Inschriftzeile: 



b 




a Wie Tafel 89, 49. b Etwa wie auf Tafel 89, Ö6. 

c Etwa wie A A-, doch nicht ganz rechtwinklig. 

d Genauer auf Tafel 89, 62. e Eher als o o . 



88 § 333—334. KAIRO NAOS, 70021. 



b c 

c 



§ 334. Darstellung: Götterbilder in vier Gruppen, die durch senkrechte Striche von- 
einander getrennt sind: Nr. 1—4 und 5 — 16 und 17 — 18 und 19 — 25. 

1. Stehender Osiris] ■*— « auf niedrigem .Sockel: Mumienleib wie Tafel 79 i, in den 
Händen reclits f, links /\. Oberägyptische Krone mit zwei Straußenfedern und wage- 
rechten Widderhörnern. Bart umgebogen. Halskragen glatt. 

2. Stehende [Unet?] *— «« auf niedrigem Sockel, Hände herabhängend. Auf dem Frauen- 
haar oberägyptische Krone mit zwei Straußenfedern. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 326'. 
Frauenkleid. 

3. Stehender [Horus ■<— «« auf niedrigem Sockel: Mann mit Falkenkopf, Hände herab- 
hängend. Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 326). Enger Knieschurz. 

4. Stehende [ünet?j <— «« auf niedrigem Sockel, legt beide'' Hände geballt an die 
Brust. Tracht wie 2. 

Trennungsstrich. ^ ^ 

5.-15. Beischrift: hf^ ^ '"^ 1 VÄ '"'^ (] l\ . 

5. Sitzender Re-Harachte ■«— *« auf Sockel wie Tafel 82 g. Mumienleib und Haar wie 
Tafel 79 k. Menschlicher Kopf. Bart umgebogen. Thron mit Ecklinie: Tafel 82 c. Bei- 
schrift: "^. 

6. Gott wie 5. Beischrift: (I v^^ ,, . 

7. Gott wie 5. Beischrift: '% 

8. Gott wie 5. Beischrift: ^\^ 

9. Gott [sie! Bart erhalten) wie 5. Beischrift zerstört. 

10. Zerstört. 

11. Göttin wie 5, jedoch ohne Bart. Beischrift: 

12. Gott wie 5. Beischrift: IJ ^. 

13. Göttin wie 11. Beischrift: l] %. 

14. Göttin wie 11. Beischrift: TT. 
15''. Gott wie 5. Beischrift: v\ 



16. Baum wie Reihe 3, 17 (§ 332). Unter ihm stehende Hathor <— «« auf niedrigem 
Sockel mit Rückenpfeiler wie Tafel 80 h. Hathor wie Reihe 3, 23 (§332); jedoch die 

Linke frei herabhängend. Beischrift: P^l ^ 1 D v vA °' Trennungsstrich. 

a Genauer auf Tafel 89, 63. b Bei Naville pl. .5, 3 falsch. c Genauer: Tafel 89, 64. 

d Vermutlich vor Nr. 10. e Nr. 15-24 groß auf Tafel 31. f Genauer: Tafel 89, 64. 



RECHTE AUSSENWAND. 



§ 334—335. 



89 



17.— 18. Zwei aufgerichtete Schlangen, einander zugewendet. Jede auf hohem Sockel 
unter einer oben abgerundeten Kapelle. Heischrift; 1K^^^ vn „^ i ^lk^ '^ I 
Trennungsstrich. 



£^ ^^^^A.^ 



19.— 20. Zwei Schlaugen, einander zugewendet. Jede auf einer Papyrussäule mit 
Sockel und Abakusl, um die ihr Schwanz geringelt ist. Beischrift: 

21. Baum wie Reihe 3, 17. Unter ihm auf hohem Sockel 
[Sopdj als hockender Falke ■<— «« mit [[[ Krone; vor ihm ein 
großes A-Zeichen. Beischrift: 



" TiüiHtr 

I I I 



>n 



^ □ 



22. Re-Harachte < — «c auf hohem Sockel; Leib eines hockenden Falken, männlicher 
Kopf mit glattem Halskragen und Gegengewicht. Krone [q. Um das kurze Haar liegt 
ein Band, das hinten zur Schleife gebunden ist. Bart umgebogen. Beischrift; |i= 

23. Stehender Gott {sie) <— w auf niedrigem Sockel; Mumienleib und <_=> 
Haar wie Tafel 79 k. Auf dem menschlichen Kopf K. Kein Bart, liei- 
sciinii • AAfw*> . 

24. Sitzende Chenset •«— *« auf Sockel mit Fußen; Frau, die in der 
Rechten A Szepter, Bogen und zwei Pfeile hält, in der Linken •¥-. Krone 
wie Tafel 80 a. Frauenhaar. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 326). Frauenkleid. 

Thron mit Eckleiste. Beischrift: t;;;;?^^ . 

25. Kasten"' mit gehuschten Wänden und umlaufender Leiste, oben abgeschlossen 
durch Ruudstab und Hohlkehle. Darauf knieende Chenset ■^-««: Frau mit Riuderkopf 
(Hörner kurz), Haar zweisträhnig. Oberkörper mit weiblicher Brust in Seitenansicht; die 
Linke ist vorgestreckt mit der Innenfläche nach unten. Beischrift: Q 

AAA^AA 



(^^ 



Reihe 5 (Tafel 28—30). 
§ 335. Einteilung wie Reihe 4, oben weggebrochen. Wagerecbte 



Inschriftzeile: 

f 




b 

I D 
I 

b 



^^^^^^^«Öie^1\'^S^J 



o 



a Genauer: Tafel 89, 62. 

b Genauer: Tafel 89, 65; es scheint ein Mann mit halblangem Haar zu sein. 

c Ganz vertieft, also nicht nur olTenes Gestell. d— e Der obere Teil der Zeile ist zerstört. 

fVon hier ab nur nach Naville pl. 5, 2; der Block ist bei dem Transport in den Kanal gefallen 
(vgl. S. 58 . Der Abklatsch des im Jahre 1913 wiedergefundenen Blockes erlaubt nur in verein- 
zelten Fällen die Nachprüfung. g / im Original in umgekehrter Kichtung (Abklatsch,. 

R e il e r , Naos. 12 



90 § 336. KAIRO, NAOS 70021. 

§ li'iii. Darstellung: Götterbilder. 

1. Aul" einem Sockel (ohne Schlangen) Horus wie links 1, 5 (§326); jedoch ohne 

Krone. Der linke Flügel ist dreiteilig in Kelief ausgeführt; der innerste Teil hat runde 

O 
kurze Federn, die beiden äußeren haben lange Schwingen. Über ihm links: V^^^q ) 

2. Sopd *— «« auf hohem Sockel: Falke, der Unterleib und Beine eines hockenden Mannes 
hat. Menschenarme; in der Rechten Bogen und drei Pfeile, in der rückwärts erhobenen 

Linken/\. Krone ßj. Beischrift: Ävv ^°n 

3. Stehender Mann <— «« auf niedrigem Sockel; in der vorgestreckten ({%^ /^ 
linken Hand große Keule j. Uräus an der Stirn. Haar wie Tafel 79 e. ""' 
Oberkörper mit Halskragen verzerrt gezeichnet, ähnlich Tafel 78 e. 

Enger Knieschurz. Beischrift über ihm: Y I, vor ihm: flRA 






f 



4. Mann wie 3, legt die Hand an ein großes A. Beischrift: 

5. Gottheit <— ««, weggebrochen, auf niedrigem Sockel; 



e^ 



c^ 



II 



legt die Hand wie 4 an ein großes A. Beischrift zerstört. >^ 

6. Weggebrochen. ^''s^ 

7. [Osiris] sitzend *— «« auf Sockel mit Füßen; Figur wie (^ ^ | 
Beihe 4, 1 (§ 334\ erhalten nur der hintere Teil des Ober- ^ '\ 
körpers und Geißel. ^ ' 

8. Säugende Isis -^-t»: wie hinten 4, 16 (§ 315) auf Sockel mit Füßen. Armhaltung 
bei Mutter und Kind umgekehrt. Krone der Isis wie Tafel 80 a. Uräus am Haar. Hals- 
kragen vollständig gezeichnet. Thron mit Ecklinie. Beischrift: jj . 

9. fHorus' als stehender Falke <— «« auf hohem Sockel: er trägt <2>- auf einer vor- 
gestreckten menschlichen Hand. Beischrift: J 4 v\^ ^_lxi -^*^ ^^ . 

10. Horus als liegender Greif *— «« auf hohem Sockel: Löwenleib mit Falkenkopf, 
Haar zweisträhnig. Doppelkrone. Beischrift: 



11. Sitzende [Anukis] <— «« auf Sockel wie Tafel 82 g; streckt beide Hände vor mit 
der Innenfläche nach oben. Auf dem Frauenhaar Anukiskrone (?)\ Halskragen vollständig 
gezeichnet. Frauenkleid. Thron mit Ecklinie. 

12. Sitzender [Chnum] ■^— ««; Armhaltung, Thron und Sockel wie 11. Mann mit Widder- 
kopf (abwärts gebogene Hörner). Oberägyptische Krone mit zwei Straußenfedern ^ Haar 
dreisträhnig. Halskragen wie Reihe 1, 8 (§ 326). Enger Knieschurz mit Gürtel. 

13. Sitzende Satis wie 11. Jedoch Krone wie 12 auf Frauenhaar. Halskragen voll- 
ständig gezeichnet. Beischrift: ]A D„. 

a (Genauer anf Tafel 89, 64. 

b Nur Unterteil erhalten; der obere Teil bei Naville pl. 5, 2 fälschlich über Chnum gezeichnet, 
c Nur Unterteil erhalten; bei Naville pl. 6, 2 falsch. d Nur nach Naville pl. ö, 2 unkoll. 

e Genauer auf Tafel 91, 155 (in der Richtung des Originals!). 



^"nErTTTE AÜSSENWAKD. §336—338. 91 

14. Stehender Reiher mit zwei SchoplTedern <—»' auf hohem Sockel. Beischrift'': jL^::^- 

15. Schow als stehender nackter Knabe <— »« auf niedrigem Sockel; legt die Rechte 
geballt an die Brust, die Linke hängt frei herab. Kurzes Haar mit Kinderlocke. Hals- 
kragen glatt. Beischrift': [j y^- 

16. Tefenet wie 15'', doch ohne männliche Geschlechtsteile. Beischrift": f^=^- 

17. Stehender Widder mit abwärts gebogenen Hörnern «— «« auf hohem Sockel; über 
dem Kopf zerstört. Beischrift^: ^^ hk 

18. Stehende Frau mit herabhängenden Händen <—m auf niedrigem Sockel. Frauen- 
haar [darüber weggebrocben). Halskragen wie Reihe 1, 8 {§ 326). Frauenkleid. Beischrift": 

19. Stehender Osiris <— <« auf niedrigem Sockel; Mumienleib wie Tafel 79 i, in den 
Händen rechts | , links /\. Oberägyptische Krone'' mit zwei Straußenfedern. Kein Bart. 

Beischriff^ : ^^J- 

20. Baum wie Reihe 3, 17 (§ 332i; unter ihm stehender Falke (über seinem Kopf weg- 
gebrochenl <— «« auf hohem Sockel. Beischrift: v^ " 1 (]()• 

d 

Reihe ö« (Anfang weggebrochen). 
§ 'i'il. Unten Standlinie. Oben (kein Himmel, nur:) wagerechte <— <« Inschriftzeile. 

A. Linker Teil. 
Überschrift (auf dem Abklatsch nur z. T. lesbar): 



I ö V □ • Trennungsstrich. 



§ 338. Darstellung: Götterbilder. 

1. Sitzender Gott <— « auf Sockel: Mann mit Falkenkopf, beide ? nur linke erhalten) 
Hände seitwärts erhebend mit der Innenfläche nach außen. Frauenhaar. Halskrageu voll- 
ständig gezeichnet. Thron glatt. 

2. Sitzender [Osiris; <— « auf Sockel; Mumienleib wie Tafel 79 i, in den Händen 
rechts /\, links ?. Oberägyptische Krone mit zwei Straußenfedern und wagerechten 
Widderhörnern. Thron glatt. 

3. Sitzende Isisj -^-« auf Sockel: Frau, die Rechte erhebend mit der Innenfläche 
nach vorn, in der vorgestreckten Linken •¥-. Frauenhaar, darauf Isiskrone wie Tafel 80 a. 
Halskragen vollständig gezeichnet. Thron glatt. 

Zwischen 3 und 4 ein senkrechter Strich durch die Darstellung (nach dem Abklatsch). 

a Nur nach Naville pl. 5, 2 unkollationiert. b Auf selbständigem Sockel, bei Navillo falsch, 

c Durch den Abklatsch (S. 89 f) gesichert. d So wohl nach dem Abklatsch. 

6 Mit einem Messer ^'==>~. auf den Knieen: Tafel 89, 66. 
f Wohl vertauscht; vgl. Reihe 5, 19. Auf dem Abklatsch nicht erkennbar. 

g Meist nur nach Naville pl. 5, 1; der Abklatsch {S. 89 f) erlaubt au einigen Stellen eine Nachprüfung. 

12* 



92 



§ 338—341. 



KAIRO, NAOS 70021. 



4._8. Gruppe, Osiris-Sokar (5) darstellend, der von Isis (6) geschützt und von zwei 
Wolfen (7—8) bewacht wird; vor dem Toten steht seine tragbare Kapelle (4). 

4. Barke des [Öokar] <— ««. Gestell wie links 3, 2 (§301)'. An der Barke vorn und 
hinten: Falkenkopf mit langem Haar und Doppelkrone. In der Barke Pavillon mit Naos 
wie § 297, 8; jedoch ohne Tragstange, ohne die hockenden Figuren und ohne Palastorna- 
ment; aber in der Mitte eine wagerechte Querleiste. 

5. Rechteckiger Kasten, oben durch Rundstab und Hohlkehle abgeschlossen. In ihm 
liegende Mumie mit Falkenkopf wie Tafel 79 k, mit Halskragen wie Tafel 79 i. 

6. Auf dem Kasten Nr. 5 hockende *-« Frau (linkes Bein untergeschlagen, rechtes 
aufgesetzt) mit seitlich ausgestreckten Armen (Hände geballt), an denen Flügel sitzen. 
Isiskrone wie Tafel 80a. Uräus am Haar, von dem nur der über die linke Schulter 
fallende Teil gezeichnet ist. 

7. Links vom Kasten liegender Schakal »»-^ auf hohem Sockel. 

8. Rechts vom Kasten Schakal <— «« wie 7. 
Trennungsstrich. 

B. Recüter Teil. 
mm. , 



§ 340. Darstellung: 

9. Thot als hockender Pavian *-^« auf hohem Sockel; legt die Hände auf die Knie. 
Auf dem Kopf Mond mit Sichel. Beischrift: .S^. 

10. Stehender Horus -^-«< auf niedrigem Sockel: Mann, au dessen Rücken ein Falken- 
leib und Schwanz sitzt; in der Rechten langer Stab, in der Linken Stab und Keule. Amon- 
krone: Helm und zwei Federn. Halskragen glatt. Enger Knieschurz. Beischrift über ihm ; 






vor ihm: 



A 



^ n 11. Sitzende Chenset <— «< auf Sockel, beide Hände 

' ' ' vorstreckend mit der Innenfläche nach unten. Isiskrone wie 
Tafel 80 a. Frauenhaar. Halskragen glatt, vollständig ge- 
zeichnet. Thron glatt. Beischrift: ^^iC^. 
12. Amonre «— «« auf hohem Sockel: stehender Falke mit Kopf und Armen eines 
Mannes; in der Rechten Stab, in der Linken Messer(?)^ Amonkrone; Helm mit zwei Federn. 
Beischrift: fli^ 



I I I 



Halskragen glatt. 




Fries''. 
S 341. Unten Bandornament wie am Fries der Rückwand (§ 320); jedoch nur in der Mitte 
der Wand. Erhalten nur der rechte Teil. Neben der Mitte zwei Königsringe und Horus- 
name, dann Beischrift: : : 



S^ 



o 
I 



ä 



a Es ist kein geschlossener Kasten (wie Reihe 4. 25), vgl. links 1,8 = Abb. 21. 

b Nach Naville pl. ö oben und dem Abklatsch. c Nach dem Abklatsch eher ein knrzer Stock. 



INNENRAUM. 



§ 341—343. 



93 



Die Anordnung der Darstellung im erhaltenen Teil scheint .so gewesen zu sein, daß sie 
in der Mitte am höchsten ist und nach den Seiten abfällt. Da die obere Kante der Wand 
aber wahrscheinlich wagerecht war, so ist vielleicht über dem hier erhaltenen Teil der 
Darstellung noch anderes zu denken. 



^ 



ein 



ea 



Af 






Innenraum. 

Rechte Wand (Tafel 18 und 32 . 

§ 342. Darstellung in fünf Reihen, von denen nur die oberste eine großgeschriebene Über- 
schrift hat; vermutlich setzte über dieser das Dach an (vgl. § 288 b, 3—4). 

Reihe 1 (von unten). 
§ 343. Unten keine Standlinie', oben Himmel. 
Darstellung: Der König betet vor Götterbildern. 

1. König <— «< stehend, die Rechte erhebend mit dem Daumen nach oben, in der Linken 
langen Stab und Keule haltend. Unterägyptische Krone mit Uräus. Glatter Halskragen. 
Weiter Knieschurz, glatt, ohne Schwanz. P.eiscbrift: 

2. Mahes-Gruppe »>— > wie hinten 4, 20 (§ 315). Name:_>| 0, 
darunter : H n 4" • 

3. Papyrussäule mit Basis und offenem Kapitell. Darauf 
ein stehender <— «« Falke mit Doppelkroue auf einer Stange, an 
der vorn ein Napf und eine f) Feder sitzen. Beischrift: ^ | . 

4. Ein Götterbild oder zwei weggebrochen. 

b^. Nur untere hintere Ecke eines hohen Sockels erhalten. 

6. Stehender Gott m—^ auf niedrigem Sockel mit Rückenpfeiler wie Tafel 80 h; nur 
die Beine erhalten. 

7. Stehende Frau <— «« auf niedrigem Sockel; nur Beine erhalten. 

8. [Ptahj stehend »» — > auf niedrigem Sockel. Mumiengestalt, 1 Szepter vor sich haltend; 
nur Unterteil erhalten. 

9. Sitzender Gott m-^ auf Sockel; erhalten Bein und Thron (glatti. 
10. Hoher Sockel, darüber weggebrochen. 

11''. Wie 8. 

12. Wie 8. Beischrift: ° ^l^ ■ 

13. [Ma'atJ als stehende Frau mit herabhängenden Händen *— *« auf niedrigem Sockel; 
auf dem Kopf (j. 

14. Sitzender Ftah »»-^ auf Sockel. Mumienleib; hält | Szepter vor sich. Kopf glatt 
(kurzes Haar oder Kappe); Bart fraglich. Halskragen weggebrochen; Gegengewicht am 



Nacken. Beischrift: 



G 



15. Wie 8. Auch glatter Kopf mit umgebogenem Bart erhalten. Breiter glatter Hals- 
kragen. Gegengewicht. Thron glatt. Beischrift; 



a Naville pl. 7, 5 falsch. 

b Nr. ö — 11 sind bei Naville pl. 7, ö weggelassen. 



94 § 343—345. KAIRO, NAOS 70021. 

16. Stehende Sechmet m—> auf niedrigem Sockel. Frau mit Löwinnenkopf, hält mit 
der Linken ein ([ Szepter an die Brust, die Kechte (zerstört) hängt herab. Auf dem Kopf jQ. 
Frauenhaar. Halskragen und oberer Kleiderrand nicht gezeichnet. Beischrift: y . 

17. Sitzende Tefenet »>— > auf Sockel: Frau mit Löwinnenkopf; hält mit der Linken 
ein 11 Szepter an die Brust, streckt die Rechte mit dem Handrücken nach oben vor. Auf 
dem Kopf jQ. Frauenhaar. Halskragen und Kleid wie 16. Thron glatt. Beisehrift: «— 

Reihe 2 (Tafel 18 und 32). 
§ 344. Unten Standlinie. Üben Himmel; darunter wagerechte m—> Inschriftzeile: 

a 
I 
I 



\W7:ii^n^^MfT.^imÄ2:i.--.mm& 



1) 



, ---<^^?)l^*^I%4wl^ ^ ^nini 1 Vi'^'W^^^^^ 1 fhier 



a c 

ist wohl die Beischrift zu 1 anzuschließen). 

§ 345. Darstellung: Der König bringt eine Figur der Wahrheit dar vor Götterbildern. 

1. König stehend <— «; erhebt die Rechte mit der Innenfläche nach vorn und hält 

hinter ihr auf der Linken ^t . Haar wie Tafel 79 e mit Uräus. Glatter Halskrageu. 



Weiter Knieschurz; kein Schwanz. Beisehrift: 4=^ ( O ^ LI 



4. Weggebrochen. Beischrift »— »: fl^^^ 

5. — 7. Drei oder mehr Götterbilder weggebrochen. 



2. Sitzender [Re-Harachte] »»— »■ auf Sockel: Mann mit Falkenkopf, beide Hände vor 
streckend mit der Innenfläche nach unten. Kopfschmuck sQ. Haar dreisträhnig. Hai» 
kragen nur in der Mitte gezeichnet. Enger Knieschurz. Thron glatt. 

3. Auf hohem Sockel ein hockender Falke m — >-, vor ihm großes A. 

8. [Chons] ■!»—>■, wohl sitzend; hält den Zeigefinger der linken Hand an *' i l il 
den Mund. Kopf glatt mit Kinderlocke. Krone O Mond mit Sichel. Hals- ^ m 
kragen gesäumt. J« 

9. Sitzender Mann »*— » auf Sockel, hält in den vorgestreckten Händen links |, rechts ■¥•. 
Frauenhaar mit Uräus. Bart umgebogen. Halskragen gesäumt. Enger Knieschurz. Thron 
zerstört. 

10. Wie 9: jedoch ohne Uräus und Bart. Ilalskragen glatt. Thron glatt. 

11. Stehendes Nilpferd'' y»-^ auf hohem Sockel. 

12. Stehende Frau »»-^ auf niedrigem Sockel; legt die Linke ausgestreckt an die 
Brust, die Rechte hängt frei herab. Frauenhaar. Ilalskragen glatt, auf der rechten Schulter 
nicht gezeichnet. Frauenkleid. 

13. Wie 12. 



a Wohl nur | o.a.; Navilles Lesung ^ (2^ ist falsch. b Naville las '^Sk. 

c Das erste Zeichen größer, eigentlich wie A- A Naville pl. 7, 4 sah noch <^. 

e Naville falsch |; vielleicht steht y in dem Hause (oberhalb des Untersatzes zerstört); Tafel 89, 67. 

f Nicht Schwein, wie Naville pl. 7, 4 gibt. 



TNNENRAUM. 



§ 346—348. 



95 



Reihe 3 (Tafel 18 und 32). 
§ 34(5. Unten Standlinic. Oben Himmel, auf den seitlichen Abschlußlinien ruhend. 
Darstellung: Der König vollzieht das Salben vor Götterbildern. 

1. König stehend <—m\ hält in der Linken das Salbgefiiß vor sich, erhebt die Rechte 
mit vorgestrecktem kleinem Finger. Kriegshelm: Tafel 81 d. Hals- ^o -^:zz:7 .;::3^ 
kragen gesäumt. Weiter Knieschurz, in der Spitze drei Zierlinien \1 ^S s Hl 
(Tafel 81 f). Beischrift über ihm: 

2. Säugende Mut »-^ wie hinten 4, 16 (§ 315]. Göttin 
mit Doppelkrone. Thron glatt. Knabe mit Uräus und Hals- 



kragen. Beischrift über ihr: 



vor ihr: [jn^^. 

<ü IM ^ \ 




3. Gestell mit geböschten Wänden, oben durch eine Hohlkehle abgeschlossen. In ihm 
steckt senkrecht eine Stange; auf ihr Falkenkopf m-^ mit langem Haar, von dem eine 

Strähne nach vorn über den glatten Halskragen lallt. Krone []]. Beischrift: HA. 

4. Wie 3. Beischrift: ^y-y) «> 

^^ 5. Falkenkopf mit Halskragen, Haar und [[] wie 

^ Jj in Nr. 3, jedoch größer ^—^ auf hohem Sockel. Hinten 

2^ weggebrochen. 

6. Ein oder mehrere Bilder weggebrochen. 

7. Sitzender [Öopd] >»— * auf Sockel. Mann, beide Hände (weggebrochen) vorstreckend. 
Krone || vier Federn. Frauenhaar. Halskragen gesäumt, auf der rechten Schulter nicht 
gezeichnet. Gürtel mit Schurz (weggebrochen). Thron glatt. 

8. Stehender Haroeris m-^ auf niedrigem Sockel mit Riickenpfeiler wie Tafel 80 h. 
Mann mit Falkenkopf; hält mit der Linken ein | Szepter an die Brust, in der herab- 
hängenden Rechten -r-. Haar dreisträhnig. Kein Halskragen. Enger Knieschurz. Beischrift: 



9. Stehender Falke * — > mit Doppelkrone auf hohem Sockel. Beischrift: 

10. Stehender i^Sopd?] >«>—* auf hohem Sockel. Schakalleib mit Löwenschwanz und 
Falkenkopf. Langes Haar, zweisträhnig. Krone [[[. 

11. Sitzender Sopd »>-^ auf Sockel. Manu mit Falkenkopf, hält in den vorgestreckten 
Händen links 1, rechts ■¥-. Krone [ß. Haar dreisträbnig. Halskragen vollständig ge- 
zeichnet. Enger Knieschurz. Thron glatt, lieischrift: A j . 

12. Amon als liegender AViddersphinx »^^ auf hohem Sockel. Löwenleib; Widderkopf 
mit abwärts gebogenen Hörnern. Langes Haar, zweisträhnig. Krone: wagerechte Widder- 
hörner, darauf []]. Beischrift: (1 . „ 

13. Stehender Falke mit unterägyptischer Krone m-^ auf hohem Sockel. Beischrift: „;^- 

G ® 

Reihe 4 (Tafel 18 und 32). 
§ 347. Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter wagerechte >»— > Schriftzeile: 



ililih 



irnr^-SiTii 



o 



I I I ** ^ 



§ 348. Darstellung: Der König steht betend vor Götterbildern. 

1. König stehend «— w mit herabhängenden Händen. Haar mit Uräus: Tafel 81 a. 



Halskragen glatt. Schurz wie Tafel 81 f. Beischrift: ^\^(o^ U)|. 



96 § 348. KAIRO, NAOS 70021. 

2. — 12. Gruppe auf niedrigem Soclsel: in einer Kapelle (2), deren Türen Horus (3) und 
Thot (12) öffnen, liegt auf einem Sopha (7) Osiris (10), vor ihm bocken Isis und Xephthys 
klagend am Boden, unter dem Sopha stehen Amset (6), Hapi, Duamutef (5 und Kebehsenuf. 

2. Langgestreckte Kapelle mit senkrechten Wänden; oben Hohlkehle. Auf der Hohl- 
kehle rechts und links je eine nach außen gewendete Eckverzierung: zwei Schlangen T) 

und die Gruppe: _^ . Rechts und links sind die Türflügel geöffnet. Niedriger Sockel, 



^jjäI auf dem Nr. 2 — 1"2 stehen. 



3. Rechts außerhalb der Kapelle: stehender Horus <— ««, Mann mit Falkenkopf. Ober- 
körper in Seitenansicht; nur linker Arm gezeichnet, Hand liegt am Türflügel. Haar zwei- 
strähnig wie Tafel 79 g. Enger Knieschurz. Beischrift: ^^. 

4. Innerhalb der Kapelle, durch einen Strich vom Folgenden getrennt: unten hoher 
Sockel. Oben (durch einen breiten Zwischenraum vom Sockel getrennt) |7 i h (keine Sfand- 
linie darunter, wie Naville pl. 7, 2 irrtümlich gibt). 

5. Knieende Nephthys <— ««: Frau, die Hände vorstreckend mit der Innenfläche nach 
unten. Nur ein Arm ist gezeichnet; nach der uneinheitlichen und widerspruchsvollen Art 
der Körperzeichnung ist dieser bald als der rechte, bald als der linke zu deuteu (Tafel 80 k). 
Auf dem Kopf TT. Haar fällt nur auf den Rücken. Halskragen gesäumt. Frauenkleid. 

6. Isis wie 5; jedoch r auf dem Kopf. Links von Isis weggebrochen; das fehlende 
Stück ist größer als es nach Naville pl. 7 scheint. 

7. Ruhebett, nur hinterer Teil erhalten. Löwenbein auf hohem V7 Untersatz; Schwanz 
anliegend. 

8. Unter dem Ruhebett stehen Götter m-~>, erhalten vier (vom ersten nur rechter 
Arm und rechtes Bein): ^Amset, Hapi, Duamutef, Kebehsenuf]. Sie halten die Linke erhoben, 
um das Sopha zu stützen; die Rechte hängt frei herab. Sämtlich: Mann mit engem Knie- 
schurz; Haar dreisträhnig. Tierkopf; bei 2: Pavian (sie), 3: Schakal. 4: Falke. 

9. Unter dem Sopha hinter den Göttern (8) liegen übereinander aufgeschichtet in zwei 
Reihen: a) zwei -^i^i^ Bogen, vier Pfeile, je ein f Krummstab und /\ Geißel, vier o — «jKeulen; 
b) vier <^ Gegenstände (nicht <S!1, vier Pfeile, zwei Bogen. 

10. Auf dem Sopha Gott »*-^ auf dem Bauche liegend; Leib in Mumienform. Hält 



irgendwie eine /\ Geißel. 

11. Hinten über dem Gott 10 sechs Kronen »»— >: a) oberägyptische /). b unter- 
ägyptische V- c) Doppelkrone Vf. d) zwei Straußenfedern auf wagerechten Widder- 
hörnern /// . e) wagerechte AVidderhörner; darauf Bündelkrone mit Sonnenscheibe und 
zwei Straußenfedern, f) zwei glatte Federn [11. 

12. Links außerhalb der Kapelle : stehender Thot m—>. Mann mit Ibiskopf; gezeichnet 
wie 3, rechte Hand am Türflügel. Beischritt: _,^*^ . 

13. Stehender Amen-(em-)opet »» — > auf einer Standlinie, die auf einem = Untersatz 
mit Hohlkehle ruht. Ithyphallischer Mumienleib, im rückwärts erhobenen Arm die Geißel 
/§\. Amonkrone; vom Untersatz aus geht hinten eine Linie wie die des Rückenpfeilers 
bis zur Standlinie herab. Bart umgebogen. Halskragen gesäumt. Beischrift: h üti^ 

u Ohne Sonnenscheibe. 



INNENRAUM. 



§ 348—350. 



97 



14. Hockender Pavian m-^ auf hohem Sockel, die Hände auf die Kniee legend. 



wie hinten 4, 16; jedoch kein Uräus, Isiskrone auf Untersatz. 



Beischrift: 

15. Säugende Isis 
Beischrift: n • 

16. Stehender Osiris »-^ zerstört (wohl wie rechts 4, 1). Sicher nur: Mumienleib: 
oberägyptisclie Krone mit zwei Straußenfedern; in den Händen rechts Geißel, links Krumm- 
stab. Beischrift: H Ifl. 



Reihe 5 (Tafel 18 und 32) 



§349. 



Unten Standlinie. Oben Himmel; darunter wagerechte 



I I 



Zeile: 



■4 



§ 350. Darstellung: Der König betet vor Götterbildern. 

1. König < — m stehend, mit erhobenen Händen (Innenflächen einander zugewendet, d. h. 
in Wirklichkeit: nach vorn gewendet?). Unterägyptische Krone, vorn zerstört. Halskragen 
gesäumt. Schurz wie Tafel 81 f. Beischrift: ""— ^ 



o 



s II 



2. Gestell mit schräg stehenden Füßen, oben abgeschlossen 
durch Hohlkehle. Darauf Schrein mit glatten, geböschten Wänden, 
auf kleinen Pfosten ruhend. Oben abgeschlossen durch Rundstab, 
Hohlkehle und Abdeckplatte wie Tafel 82 f. In dem Schrein auf LI 
niedrigem Sockel stehender »»— >• Falke mit Löwinnenkopf. Langes v ^ 
Haar, nach vorn und hinten fallend; durch Längslinien in Strähnen gegliedert. Halskragen 
in fünf Reihen. Beischrift: j (1 

3. Gestell mit Schrein ähnlich wie 2. Im Schrein stehende Ratte '»-^ auf Sockel. 



L^ 



Beischrift: ,-^-^ 'fe^^o. 

4. Oberer vorderer Teil eines Schreines auf Gestell wie 2; hinten und unten wegge- 
brochen. Beischrift: °' ^ . Dahinter weggebrochen (es fehlt mehr als nach Naville 
pl. 7, 1 scheint). 

5. Untersatz und Schrein wie 6. Im Schrein: stehender Mann >»»—*, nur rechtes Bein 
erhalten. 

6. Untersatz (mit Hohlkehle) und Schrein (auf kleinen Pfosten): Tafel 82 d. Im Schrein: 
stehender Mann >»-^, nur Beine erhalten; vor ihm A. 

7. Untersatz und Schrein wie 6. Im Schrein; stehender Mann -m-^ (nicht zu erkennen, 
ob nach vorn übergebeugt). Hält in beiden (nur die rechte erhalten) vorgestreckten Händen 
einen Gegenstand. Enger Knieschurz. 

8. König stehend <— « erhebt auf der Linken 4\ ■, hält die Rechte davor mit der 
Innenfläche nach vorn. Unterägyptische Krone, vorn Uräus, hinten zerstört. Halskragen 



gesäumt. 



Enger Knieschurz. 



9) Stehende Frau «— <« auf niedrigem Sockel; legt die Linke au die Brust, in der nach 
vorn (!) erhobenen Rechten ruht die Peitsche wie bei Min. Isiskrone "^ auf Untersatz. 
Uräus am Frauenhaar. Halskragen gesäumt, vollständig gezeichnet. Frauenkleid. 



a Auf den Knieen Krummstab [ und Geißel /\ statt des | Szepters {Tafel 89, 68). 
b Das Zeichen 5czx, an beiden Enden geschlossen (Tafel 91, 156;. 



Boeder, Naos. 



13 



98 § 350—355. KAIRO, NAOS 70021. INNENRAUM. 

10. Hoher stark verzweigter Laubbaum. 



P 



11. Stehende [Ma'at] <— «<, Frau mit herabhängenden Händen, auf dem Kopf U Feder 
auf Untersatz. Frauenhaar. Halskragen zerstört. Frauenkleid. ^ 

Rückwand des Innenraumes' (Tafel 17). 

S 351. Wagerechte Reihen von Darstellungen, die keinen opfernden König, sondern nur 
Götterbilder >»— > als Fortsetzung zu denen der rechten Wand enthalten zu haben scheinen. 
Die Wand ist zerstört bis aruf die Anfänge der beiden untersten Reihen. 

§ 352. Reihe 1. 

1. Stehender [Chnum] >»— » auf niedrigem Sockel: Manu mit Widderkopf mit abwärts 
gebogenen Hörnern; in der Linken |, in der Rechten ■¥■■ Haar dreisträhnig. Halskragen 
zerstört. Darauf wagerechte Widderhörner; auf ihnen die Bündelkrone, oben mit Sonnen- 
scheibe, an den Seiten mit zwei Straußenfedern (Tafel 89, 69]. Enger Knieschurz. 

2. Sitzender fOsiris] »>-^ auf Sockel: Mann mit Leib in Mumienform, in den an die 
Brust gelegten Händen rechts /\, links f. Oberägyptische Krone, unten mit wagerechten 
Widderhörnern, an den Seiten mit Straußenfedern. Bart umgebogen. Thron glatt. 

3. Sitzende Isis] ^«-^ auf Sockel: Frau, beide Hände zur Faust geballt vorstreckend 
(zerstört, vielleicht hält sie etwas). Isiskrone auf Untersatz. Frauenhaar. 

4. Sitzende [Mut?] »^-s- auf Sockel: Frau mit Doppelkrone, sehr zerstört. 
Die folgenden Bilder zerstört. 

§ 353. Reihe 2. 

1. Stehender Gott »»— > auf niedrigem Sockel, in der vorgestreckten Linken j; zerstört. 

2. Sitzende Gottheit m-^ auf Sockel; zerstört. 
Die folgenden Bilder zerstört. 

Reihe 3 — 5. Nichts zu erkennen. 

Linke Wand des Innenraumes. 

§ 354. Wagerechte Reihen mit Darstellungen; die oberen drei Reihen völlig, die beiden 
unteren teilweise weggebrochen. 

§ 355. Reihe 1. 

1.— 3. [König? und] einige Götterbilder weggebrochen. 

4. Nur niedriger Sockel erhalten. 

5. Nur niedriger Sockel und Beine einer -f^-m stehenden Göttin erhalten 

6. Kleiner niedriger Sockel mit y Gegenstand (A Säule?). 

7. Wie 5. 

8. Weggebrochen. 

9. Niedriger Sockel mit Beinen einer Mumien gestalt. 

10. Wie 9; Sockel mit Rückenpfeiler wie Abb. 15. 

11. Nur schmaler hoher Sockel erhalten. 



a Von Naville nicht veröffentlicht. 



KAIKU, NAOS 70022. § 355-359. 99 

12. Sitzende Güttin, ein Kind säugend, auf Sockel <— *«, bis zu den Hüften hinauf 
erhalten. 

13. Sitzende Gottheit <^-«x. auf Sockel. 

14. Stehende Göttin m-^ auf niedrigem Sockel. 

15. Wie 14; erhebt die Hände, nur Ellbogen erhalten. 

16.-^ Sitzender [Amon?] -^^ auf Sockel: Mann, der in den vorgestreckten Händen 
rechts | und #\, links ^ und | trägt. Amonkrone (Helm und Doppelfeder). Bart um- 
gebogen. Halskragen und Schurz nicht gezeichnet. 

17.'^ Stehende Göttin <—m aut niedrigem Sockel: Frau, beide Arme, au denen unten 
Flügel sitzen, vorstreckend, so daß die Flügelspitzen über den Thron von 16 hinausreichen. 

Kopfschmuck: Sonne, in ihr Straußenfeder (Tafel 89, 70) ( (j ). Frauenhaar. Kein Hals- 
kragen. Frauenkleid. ^-^ 

§356. Reihe 2. 

1. Weggebrochen. 

2. Großes A, nur Unterteil erhalten; kein Sockel. 

3. Untere vordere Ecke eines -^-^ Sockels mit Treppenstufen (wie außen links 3, 5). 
Die folgenden Bilder weggebrochen bis auf den Sockel der letzten Figur. 

Decke des Innenraumes. 
§ 357. Naville bildet auf pl. 7 einen Block S c ab, der in der Beschreibung S. 13 nicht 
erwähnt ist, sich nach S. 3 Anm. 1 aber 1887 noch in dem Garten des Schechs in Saft 
el-Henne befand. Jetzt ist er im Museum von Kairo (§ 320). 

Nach der Ausschmückung stammt er'' vermutlich von der hinteren linken Ecke der 
Decke des Innenraumes. Er zeigt als Einfassung ein Bandornament wie am Fries der 
rechten Außenwand. Ferner einen ausgebreiteten Flügel und die Straußenfeder eines AVedels; 
oifenbar war die Decke ausgeschmückt mit einer Reihe von fliegenden Geiern, die Wedel 
in den Fängen halten. 

§ 358. 70022. Naos des Nektanebos für den Widder 

von Mendes. 

Grraiier g-esprenkelter Granit. Höhe 1,47 m. Ansicht: Tafel 16 b. Senk- 
rechter bzw. wtigerechter Schnitt: Tafel 65 b bzw. c. 

Herkunft: 1911 von Edgar in das Museum gebracht; gefunden in Mendes in einem Privat- 
hause römischer Zeit fern vom Tempel. 

Arbeit: Architektur genau, Oberfläche poliert; Darstellungen und Schriftzeichen in gutem 
Stil sorgfältig geschnitten. 

Erhaltung: Vollständig" bis auf kleine Stücke, die an den Ecken abgeschlagen sind. 
§ 359. Monolither Naos mit allseitig vorspringendem Sockel. Der Oberbau hat geböschte 
glatte Wände; an den Ecken steigen Rundstäbe auf, die oben w-agerecht verlaufen und 
eine Hohlkehle tragen. Die Fassade zeigt die Türöfl'uung, in ihr der auf allen Seiten vor- 

a Vgl. die ähnliche Gruppe: E. Lanzone, Dizionario di mitologia egizia (Torino 1881) tav. 233, 2. — 

Zeichnung auf Tafel 77 b. 
b Die andere Seite des Blockes enthält Reihe 6 und Fries ans der Mitte der Rückwand (vgl. § 319 und 320;. 

13* 



100 § 359—363. 



KAIRO, NAOS 70023. 



springende Anschlag; der Innenraum hat glatte Wände. Am Anschlag und im Innenraum 
sind die Wände nicht poliert. Ebenso an der Schwelle, die man nachträglich etwas aus- 
gehoben hat, um die Türflügel einsetzen zu können. Die Löcher für die Zapfen der Tür- 
flügel sind rechts und links oben und unten erhalten (Durchmesser 1 cm, Tiefe oben 2,5 cm, 
unten 1 cm). Auf der Oberkante der Hohlkehle ruht, auf allen Seiten um 3 — 3,5 cm zurück- 
springend, eine vierseitige Pyramide mit abgeschnittener Spitze. 

Fassade. 

§ 360. Auf jedem Pfosten (Breite unten 14 cm) eine senkrechte Zeile, abgeschlossen an 
den Seiten durch eine Linie, oben durch den p=^ Himmel. 



Links 






mdl^w-CM^Ki'f^^^^ 



Rechts 






^ H\^ f 










'Om® 






$ 361. Auf dem TUrsturz (Höhe 13 cm) eine Darstellung der geflügelten Sonne mit Schlangen; 
unten Abschlußlinie, oben f=^ Himmel. Die Flügel sind dreiteilig; der innerste Teil ist 
glatt, oben mit Saum, am Ende mit Querlinien auf erhabenem Felde; die beiden äußeren 
Teile haben lange Schwungfedern. Beischrift links <— «« und rechts »> — > gleichlautend; 
die Mittelgruppe 



Tz.n 



^Q©^ ist nur einmal geschrieben; 



Zeile 1 senkrecht, 2 wagerecht: 



§ 362. Auf der Hohlkehle an den Seiten das Federmuster; beiderseits 13 eingegrabene 
Federn, oben abgerundet. In der Mitte eine geflügelte Sonne mit Schlangen, in ähnlicher 
Weise größer ausgeführt wie am Türsturz: auch hier ist das Ende der innersten Felder der 



Flügel nicht deutlich. 



§ 363. 70023. Einsatzplatte" eines Naos. 

Holz, teils von der Dattelpalme^'. Höhe 40 cra. Zeit: ptolemäisch (?). Sche- 
matische Ansicht der Außenseite: Tafel 60 a. Senkrechter Schnitt durch die 
Laufbahn eines der senkrechten Schieber: Tafel 60 b. Wagerechter Schnitt in 
der Länge der Hohlkelilenleiste : Tafel 60 c. Wagerechter Schnitt durch die 
Laufbahn des rechten wagerechten Schiebers : Tafel 60 d. Darstellung der Innen- 
seite: Tafel 74 b. 



a In Form und Konstruktion ähnlich der des Naos 29752. 

b Nach Professor Sehweinfurth, der ein Stück frisches Dattelpalmholz zum Vergleich sägen ließ; es 
hat eine unregelmäßige Oberfläche und die dicken Gefäßbündel fasern leicht aus der weichen 
sie umgebenden Masse aus. Die andere, besonders an den Randleisten und zu dem Schieber ver- 
wendete Holzart ist fester und härter, splittert weniger und hat eine gleichmäßige Oberfläche. 

c Die Umrahmung des Horusnamens ist senkrecht zu stellen. 

d Etwa wie x^, an den beiden Seiten geschlossen (Tafel 91, 156). 



INNENSEITE. § 363—368. 101 

Herkunft: unbekannt, vielleicht Fajjum (nach Dares8y vor sieben bis acht Jahren gekauft). 

Erhaltung: An der Platte fehlt die untere Querleiste und der (von außen) linke Schieber; 
au der Ecke unten links sind die Bretter beschädigt. Von der Darstellung an der Innen- 
seite sind nur die Umrisse und einige Stücke der Glaseinlagen vorhanden. 

S :}64. Die Einsatzplatte, deren Seitenkanten nach oben konvergieren, ist zusammengesetzt 
aus zwei Längsleisten, zwischen denen oben nnd unten je eine Querleiste eingeschaltet ist 
(die untere verloren); die Mitte wird durch zwei Bretter ausgefüllt. An der Außenseite ist 
oben noch eine wagerechte Leiste mit Hohlkehlenprofi] aufgelegt. Die einzelnen Bretter 
setzen sich teilweise in Zapfen fort, welche in entsprechende Vertiefungen in den anstoßenden 
Kanten einfassen; andererseits sind auch besondere Zapfen verwendet, welche in den Fugen 
unsichtbar beiderseits eingelassen sind. 

Die unregelmäßige Oberfläche des Holzes ist stellenweise durch einen Bezng von grobem 
grauem Stuck geglättet; darauf ist Leinwand gelegt und auf diese eine Schicht von feinem 
weißem Stuck. Für die Darstellungen der Innenseite sind die Silhouetten im Holz aus- 
gehoben und die bunten Glasflüsse sind in groben Stuck eingebettet; wo Farbe verwendet 
ist, hat man sie auf die oberste feine Stuckschicht aufgetragen. 

J$ 365. Die Einsatzplatte wurde am Naos in ihrer Lage festgehalten durch zwei feste 
Zapfen am unteren Ende der Längsleiste (nur an der [von außen] rechten erhalten und 
durch zwei verstellbare Schieber an den Seitenkanten (der an der linken ist herausge- 
fallen). Die Schieber, die aus härterem Holz als die Wand angefertigt sind, werden von 
außen gestellt und liefen wagerecht; Tafel 60 a zeigt sie in Vorderansicht und Tafel 60 d 
im wagerechten Schnitt. Die Außenwand der Platte enthält außerdem unmittelbar unterhalb 
der Hohlkehle zwei senkrechte Schlitze für Schieber, die gewaltsam herausgebrochen 
sind. Die Schieber waren offenbar ähnlich geformt wie die wagerecht laufenden; sie hatten 
einen außen übergreifenden Fortsatz, der die wagerechten Schieber, wenn sie seitlich 
hinausgeschoben waren, in ihrer Lage festhielt. Die Seitenkanten der senkrechten Schlitze 
sind gefalzt (vgl. den Querschnitt Tafel 60 c); dementsprechend haben sich auch die in 
ihnen laufenden Schieber nach innen verbreitert, wodurch sie gegen das Herausfallen ge- 
sichert sind. 

§ 366. Wollte man die Einsatzplatte herausnehmen, so hatte man zuerst die senkrechten 
Schieber nach oben zu schieben, und zwar in die Vertiefungen in der Hohlkehlenleiste hinein 
(vgl. den senkrechten Schnitt Tafel 60 b, in den eine Bekonstruktion des Schiebers hinein- 
gezeichnet ist); dann konnte man die wagerechten Schieber zurückziehen. Die Einsatz- 
platte konnte also, im Gegensatz zu Naos 29752, auch bei geschlossener Tür herausgenommen 
werden. Daß die hier gegebene Deutung richtig ist, zeigen die abgenutzten Laufbahnen 
der Schieber unterhalb der senkrechten Schlitze. 

Innenseite. 

§ 367. DarstelUing (30 cm breit, 19 cm hoch) auf Standlinie: Der König und die Königin 
räuchern (?) vor einem Gott und einer Göttin. Zur Technik vgl. oben § 364: die Deutung 
der verschwommenen Umrisse ist in den Einzelheiten teilweise unsicher. In Tafel 74 b 
sind die erhaltenen Stucke der Einlagen aus buntem Glasfluß eingezeichnet. 

§ 368. König -^-s« stehend (Körper rot, am rechten Fuß erhalten) ; erhebt auf der linken 
Hand einen nicht genau erkennbaren Gegenstand (eher ^X als ^^; in jedem Falle ein 
blauer Untersatz von etwa ovaler Form) und hält die rechte ; Innenfläche nach vorn) schützend 
dahinter. Bündelkrone (dreiteilige Spitze oberhalb der Einschnürung: grün), unten mit 
wagerechten Widderhörnern (Spitze des von der linken Schläfe ausgehenden: blau), oben 



102 § 368—373. KAIEO, NAOS 70024. 

Sonne. Weiter Knieschurz mit wagerechten bunten Streifen (erhalten von oben nach unten : 
blau, ..■..% blau, ,.-..% grün). Schwanz fraglich. 

§369. Königin -^-w« stehend (Körper grün, am rechten Fuß und rechten Arm erhalten); 
erhebt die linke Hand (Innenfläche nach vorn) schützend hinter dem König und hält die 
rechte (ausgestreckt? keine Spur eines Gegenstandes!) nach vorn. Der ganze hintere Teil 
der Figur zerstört. Hohe Krone, wohl von vier Federn gebildet. Frauenkleid. 
§ 370. Gott w-^ thronender Manu mit blauem Körper (Einlage au den Händen erhalten), 
streckt beide Hände nach vorn; vermutlich hielt er links j, rechts ■¥-, aber auch von einer 
Aufmalung sind keine Spuren erkennbar. Langes Haar, grün. Auf dem Kopf rote Sonne, 
sicher ohne Uräus. Der Thron hat eine Rückenlehne und steht auf einem Untersatz. 
§371. Göttin *»— 3- stehende Frau mit grünem Körper (Einlage am linken Fuß erhalten); 
von 1 und ■?-, die sie vermutlich hielt, keine Spuren vorhanden. Frauenhaar; Ende auf 
dem Kücken: rot. Auf dem Kopf Sonne (rot gemalt, nicht eingelegt) mit Uräus (undeutlich). 
Frauenkleid rot. 

§ 372. 70024. Linker Türflügel eines Naos. 

Holz, braun, ziemlich weich. Höhe 146,5 cm, Breite 85 cm, Dicke 5 cm. 
Zeit: nicht vor dem neuen Reich, vielleicht griechische Zeit. Herkunft: Batu 
Harit (Fajjum), 13. November 1910. Ansicht: Tafel 34. 

Arbeit: Die Tür besteht aus einer Reihe von unregelmäßig geformten Brettern, die mit 
Falzen aneinander gepaßt sind und durch breite Zapfen'' miteinander verbunden sind. Die 
Verzierungen der Außenseite sind auf selbständigen Leisten gearbeitet, die mit runden 
Holzstiften auf der Tür befestigt sind. Die Vergoldung und Bemalung ist auf eine weiße 
Stuckscbicht aufgetragen, die auf eine an das Holz geklebte Leinwand gestrichen ist. — 
Die Arbeit ist in erträglichem Stil ziemlich sorgfältig ausgeführt. 

Erhaltung: Links oben fehlt ein größeres Stück des Holzes; die Bemalung und Vergoldung 
ist fast ganz, die Stuckschicht an vielen Stellen verschwunden. 
Bibliographie: Journal d'entree 34665. 

§ 373. Die Innenseite der Tür ist schmucklos glatt; die Außenseite zeigt ein Feld mit 
Darstellung, das wie eine Tür in vierfacher Weise umrahmt ist. Die (von außen gesehen) 
linke Kante der Tür ist abgerundet, so daß an ihr offenbar oben und unten die Zapfen 
saßen. Die rechte Kante hat einen außen übergreifenden Falz; an dem inneren Teil 
(57 cm über Unterkante, gerade hinter der untersten der aufgelegten Leisten) liegt ein Loch 
(Höhe 4 cm, Breite 1 cm, Tiefe 5 cm) wie für einen Zapfen. Der Falz zeigt, daß dieser 
Flügel der bei der geschlossenen Tür außen aufliegende war; das Loch, das nicht dem 
Zusammenhalten der Bretter dient, kann für einen Riegel nicht wohl bestimmt gewesen 
sein. Die untere Kante ist eben und hatte einen auf die Außen- und Innenfläche über- 
greifenden Beschlag, der mit dünnen Metallnägeln befestigt war; an dem linken Ende 
dieses Beschlages kann der Zapfen gesessen haben. Der Beschlag griff um 2 cm auf die 
Vorderseite über, deshalb brechen die vier Umrahmungen dort ab; ein schwarzer Streifen 
zeigt den weiteren Verlauf an. Bemerkenswert ist, daß die vier stark vorspringenden 
Säulen und Rundstäbe den unteren Enden auf 10 — 12 cm flach abgeplattet sind; dagegen, 

a Die in diesen beiden Streifen liegende rotbraune Masse ist wohl nicht Farbe, sondern Harz als 

Bindemittel, 
b Ein freiliegender breiter und ein schmalerer Zapfen sind auf Tafel 34 oben links sichtbar. 



LINKER TÜRFLÜGEL. § 373—377. 103 

daß hier ein Besehlag aufgelegen hat, spricht die gleichmäßig durchgehende Vergoldung. 
An der oberen Kante, die gleichfalls eben ist, läßt sich kein Beschlag feststellen; das 
linke Ende, an welchem der Zapfen gesessen haben müßte, ist weggebrochen. 
§ 37-t. Über die ursprüngliche Art der Anbringung dieses Brettes ist aus der Ausschmückung 
zu ersehen, daß dieses entweder die obere Hälfte des linken Filigels einer zweiüUgeligen 
Tür war; dann war jeder Flügel aus zwei übereinander sitzenden Hälften gearbeitet, die 
je eine Darstellung trugen; und es handelt sich um eine Tür mit einer ÖtTnung von über 
2 m Höhe und 1,70 m Breite. Oder dieses Brett stellt die ganze Höhe der Tür dar; dann 
hat man einen zweiten Flügel zu ergänzen, der nur den seitlichen Teil der Umrahmungs- 
verzierungen, aber keine weitere Darstellung enthalten haben kann, da man sonst zu un- 
möglichen Proportionen kommt. Eine verschiedene Breite der beiden Türflügel entspricht 
aber nicht der sonst üblichen Ausführung; also ist die erste Rekonstruktion wahrscheinlicher. 
§ 375. Darstellung: König opfert vor Sobk(?). Das Bild ist im Stuck in schwachem 
Hochrelief ausgeführt; der Grund war scheinbar vollständig vergoldet, die Figuren bemalt. 
Vergoldung und Farben sind fast ganz verschwunden. Die Umrißlinien lassen erkennen, 
daß rechts der König < — m steht; er erhebt auf der rechten Hand einen Gegenstand 
(vielleicht J\ auf '=::3r') und hält die linke (wohl mit der Innenfläche nach vorn) schützend 
dahinter. Halblanges Haar, das Ohr freilassend, unten abgerundet. Weiter Knieschurz 
mit Schwanz. Links thronender »»-^ Gott: Mann mit Krokodils(?)kopf'; hält vermutlich 
in der linken Hand 1, in der rechten V. Hinter dem Kopf Kandlinie des langen Haares. 
Am Thron, der auf einem hohen Untersatz steht, umlaufende Randleiste und Eckleiste; 
im Eckfeld das •j^jj Ornament. 

§ 376. Die folgende Beschreibung der Umrahmungen des Darstellungsfeldes wird natur- 
gemäß von den vervollständigten Formen derselben sprechen; erhalten sind in allen Fällen 
nur der obere wagerechte Teil und von den beiden seitlichen der linke. Ich nehme an, 
daß der wagerechte Teil der Umrahmungen (Hohlkehlen, Schlangenfries) sich nur noch 
unbedeutend nach rechts fortsetzte; dann folgte der rechte seitliche Teil, der symmetrisch 
zu dem linken gewesen sein wird. Die senkrechte Mittellinie der ganzen Ausschmückung 
scheint also wenige Zentimeter rechts von der des jetzt vorhandenen Teiles des Darstellungs- 
feldes gelaufen zu sein. 

Die innerste Umrahmung des Darstellungsfeldes besteht in einer umlaufenden auf- 
gelegten Leiste iBreite 5cm, Dicke 1cm) mit umlaufendem Rundstab an der Außenkante; 
oberhalb des wagerechten Teiles des Rundstabes (Durchmesser 1 cm) eine Hohlkehle (Höhe 
7,5 cm). Alle Teile waren vergoldet. 

§ 377. Die zweite Umrahmung besteht in zwei Säulen, die eine Hohlkehle mit Schlangen- 
fries tragen; alle Teile waren durchgehend vergoldet, der Grund (neben Säule und Hohl- 
kehle, zwischen den Schlangen) rotbraun bemalt. Der glatte Säulenschaft (unten abgeplattet) 
ist um 1 cm nach innen geneigt; er geht in ein Blütenkapitell über, auf dem ein glocken- 
förmiger Abakus sitzt. Der wagerechte Teil ist in zwei Brettern gearbeitet: einer Hohl- 
kehle (Höhe 10cm) und einem Fries von Schlangen in Vorderansicht mit Sonne, die auf 
einer schmalen Leiste sitzen (Höhe 11,5 cm). 

Die dritte Umrahmung ist wie die erste gearbeitet: umlaufende Leiste (Breite 6,5 cm), 
umlaufender Rundstab (Durchmesser 1 cm), aufgesetzte Hohlkehle (Höhe 10,5 cm). Alle 
Teile waren vergoldet. 

a So sagt (las Journal d'entree, vielleicht nur wegen des Fundortes; an dem zerstörten Original 
könnte man ebensogut einen Ibiskopf vermuten. 



104 § 377—382. KAIRO, NAOS 70025. 

Die vierte Umrahmung entspricht der zweiten; Vergoldung und Bemalung wie dort. 
Die Säule, wie dort gearbeitet, ist um 2 cm nach innen geneigt; auf der Hohlkehle 
(Höhe 13 cm) sitzt der Schlangenfries {Höhe 15,5cm). Oberhalb des letzteren sind noch 
8 cm frei bis zur Oberkante der Tür, links von der Säule 15 — 16 cm bis zur linken Kante; 
die Flächen sind rotbraun bemalt. 



§ 378. 70025. Naos des zweiten Propheten des Amon 

Bekenchons aus Karnak. 

Brauner und rotbrauner Sauclsteiii. Höhe 45 cm. Zeit: Amenojjhis III. Her- 
kunft: »Karnak, Vest. des Pacht Nov. 1858« (J. d'entree). Ansicht: Tafel 35 a. 
Senkrechter bzw. wag-erechter Schnitt: Tafel 53 c bzw. d. 

Arbeit: Die Architektur schlicht, nur an der Vorderseite sorgfältig geglättet. Skulptur und 
Inschriften sauber und scharf geschnitten. 

Erhaltung: Oberteil vollständig; der Sockel ist vorn und hinten weggebrochen, in der Mitte 
fehlt vielleicht nur wenig. 

Bibliographie: Journal d'entree 2143. — Em. de Rouge, Inscr. hierogl. pl. 28. — Legrain. Repertoire geneal. 
et onomast. du Musöe du Caire (Geneve 1908) No. 258. — Maspero, Guide du Musee^ ;1912). 

§ 379. Monolither Naos, vorn mit einem Sockel und mit einem Oberbau, dessen rechteckige 
Vorderseite senkrecht steht, während die Rückwand schräg abfällt. Das Dach steigt zu- 
nächst schwach an und geht, nach hinten stark abfallend, in die Rückwand über. Die 
Vorderseite ist mit Darstellungen und Inschriften, die beiden Seitenflächen mit je einer 
senkrechten Schriftzeile geschmückt. Sämtliche Darstellungen und Schriftzeichen sind ver- 
tiefte Umrißzeichnungen. Aus dem nicht verschlossenen Innenraum tritt eine als Statue 
ausgearbeitete Figur des thronenden Amon in starkem Hochrelief heraus. 

Vorderseite. 

§ 380. Nur an der Vorderseite des Naos tritt unten ein Sockel vor, dessen Anschluß an 
die Seitentlächen weggebrochen ist; erhalten ist nur ein kleines Stück, das die obere Rand- 
linie einer wagerechten Schriftzeile und den undeutbaren Rest einer Hieroglyphe enthält. 
Die Vorderseite des Oberbaues besteht aus den üblichen Gliedern der Türumrahmung: 
zwei Pfosten und Sturz, die sämtlich in einer Ebene liegen und glatte Oberflächen haben. 

§ 381. Linker Pfosten: Senkrechte m-^ Zeile, oben abgeschlossen durch 7=^, an jeder 
Seite durch eine Linie. 



Rechter Pfosten: Senkrechte <—m Zeile, eingerahmt wie links. 



§ 382. Sturz: Zwei Bilder nebeneinander auf gemeinsamer Standlinie, an jeder Seite eine 
senkrechte Linie, oben durchlaufender Himmel. 



a Das Zeichen genauer auf Tafel 89, 71. 



K:äIRO, NÄOS 70026. §383—387. 105 



§ 383. Rechtes Bild. Der König bringt die Wahrheit dar vor xVmonre. Künig 
stehend, erhebt auf der rechten Hand yj auf ^zr? und hält die linke schützend dahinter. 

^^ SIC 

Helm and Schurz wie § 384. Über ihm: IT ( O jf^^=^ 1 A "^"^ 2 "^ • ^^^^^^ ^^^'■ 
A T lu ^ •■ — Amonre *— *• stehender Mann wie g 6 im Spiegelbild. Vor ihm: 

§ 384. Linkes Bild: Der König räuchert vor Amonre. König *^->- stehend, erhebt in 
der linken Hand das Itäucherinstrument (hinten Falkenkopf, in der Glitte Napf, vorn Hand 
mit ^) und erhebt die rechte schützend dahinter. Kriegshelm mit Uräus. Weiter Knie- 
schurz mit Schwanz; an dem Gürtel vorn eine Schleife. Über ihm senkrecht: ^^ i 

( (, c=e=,| j lAnr^^y ^1- Hinter ihm: Y ]■ — Amonre <—m stehender Mann, 

hält in der rechten Hand |, in der linken -¥-. Amonkrone: Untersatz mit zwei glatten 
Federn; vom Untersatz geht ein Band aus, das zwischen Oberkörper und linkem Arm bis 
auf den Oberschenkel herabhängt. Bart. Enger Knieschurz mit Schwanz. Vor ihm: 

H l"^ 00 = ^=^- 

Rechte Außenseite. 
§ 385. Senkrechte < — «« Zeile, eingefaßt von senkrechten Linien: 

U I ^^^ = *„ lY,,^ i\ <^ i Wl ü ^^ (weggebrochen). 



Linke Außenseite. 

Senkrechte »>-^ Zeile wie rechts: 



Der Innenraum. 

§ 386. Der Boden des völlig offen liegenden Inuenraumes bildet mit der Oberkante des 
Sockels zusammen eine schräge, nach vorn abfallende Fläche; die Füße des Amon reichen 
bis auf die Oberkante des Sockels hinüber. Amon sitzt auf einem Thron mit glatter Vorder- 
seite, die Sitzfläche fällt schräg nach vorn ab. Tracht: Amonkrone (Untersatz und zwei 
glatte Federn). Gebogener Bart. Glatter Halskragen. Enger Knieschurz. Die Hände liegen 
auf den Oberschenkeln, die linke mit •¥-, die rechte frei ausgestreckt. 

s 387. 70026. Naos von () ^^^ ^ "^ mit Statue des Ptah 

und zwei Schlangen. 

Feinkörnig-er roter Sandstein. Höhe 18 cm. Zeit: Ende des neuen Reiclis. 
Ansichten: Tafel 36 a. b. Senki-echter Schnitt: Tafel 58 d. Uräus: Tafel 75 d. 
Darstellimgen : Tafel 86 a. b. 



a Genauer anf Tafel 89, 71. 

Roeder, Naos. 14 



106 § 387—392. KAIRO, NAOS 70027. 

Herkunft: »Karnak, Cacbette entre le grand temple et le lac (1904).« 

Arbeit: Die Architekturformen grob und unregelroäßig: die Figuren sind in gutem Stil 
sorgfältig ausgefUbrt. 

Erhaltung: vollständig bis auf die Ecke hinten unten links und kleine Beschädigungen. 

Bibliographie: Jonrnal (rentree 3ß673. 

§ 388. Monolither Naos, an dem nur die Vorderseite ausgearbeitet ist; an den seitlichen 
Außenwänden Reliefs. Die Fassade zeigt unten einen vortretenden Sockel (Höhe 2,5 cm); 
darauf einen Oberbau mit einem Innenraum, dessen Öffnung (Höhe 11 cm) in der üblichen 
Weise wie eine Tür umrahmt ist. Die Pfosten dieser Tür sind fast vollständig verdeckt 
durch die beiden Schlangen; auf dem niedrigen Sturz sitzt ein wagerechter Kundstab mit 
Hohlkehle auf Von der Hohlkehle steigt die Oberkante des Daches im Bogen an, um 
zur Eückwaud abzufallen. 

§ 389. In der Mitte des Innenraumes (Tiefe 1,5 cm) steht eine plastische Figur des Ptah: 
Körper in Mumiengestalt, Füße umhüllt; hält in beiden Händen vor sich 1 ; Kopf wie kahl; 
langer Bart. Neben ihm an jeder Seite eine kolossale Schlange in Vorderansicht, die auch 
den Pfosten zum größten Teil verdeckt. Auf dem sich aufrichtenden Vorderteil der Schlangen 
vorn eine Inuenzeichnung der üblichen Art; die Fläche ist oben ungeteilt und zeigt eine 
dem T=T ähnliche Verzierung, unten ist sie durch eine Mittelrippe mit 2x2 Seitenadern 
gegliedert (Tafel 75 d). Auf dem Kopf jeder Schlange eine Krone: Rinderhörner mit Sonne. 

Linke AußenAvand. 

§ 390. Schwaches Hochrelief; die Feuerflammen, Wasserstrahlen und die hieroglyphische 
Beischrift vertieft. Stehender >»—> Mann (Höhe 12 cm, Tafel 86 a), der in der linken Hand 
einen Räuchernapf mit sechs Flammen erhebt und mit der rechten aus einem kleinen 
[] Gefäß zwei Strahlen Wasser in ein \7 Gefäß auf einem Untersatz gießt. Anliegendes 
Haar. Glatter Halskragen. Wadenschurz, vorn unten mit überhängendem Zipfel; am Gürtel 

eine vorstehende Schleife. Über ihm wagerecht: iv ü ü -{■ U Sf- 

Rechte Außenwand. 

§ 391. In gleicher Ausführung wie links eine <— » stehende Frau (Tafel 86 b), die in der 
linken Hand einen Räucbernapf mit sieben Flammen erhebt und mit der rechten Wasser 
gießt wie dort. Frauenhaar. Kleid nicht angegeben. Unterschenkel zerstört. Über ihr 



§392. 70027. Naos von q^'o' für Toeris aus 

Earnak (Dyu. 26). 

Heller Kalkstein. Höhe 1,39 m, Breite (unten) 88 cm, Tiefe (unten) 93 cm. 
Aus Karnak; in ihm stand eine Statue der Toeris (Höhe 96 cm) aus grünem 
Schiefer (vgl. Maspero, Guide du Musee- [1912] 188 No. 791). Datiert durch die 
Cartouchen von Psamtik I., Schepenupet und Nitokris. Ansicht: Tafel 37. Wage- 
rechter Schnitt: Tafel 56 a. 



VORDERSEITE. 



§ 392—396. 



107 



Arbeit; Die Arcbitekturteile mäßig, die Darstellungen roh und flüchtig, die Inschriften un- 
deutlich und schwer lesbar. An mehreren schlechten Stellen im Stein ist eine dünne 
Stuckschicht aufgelegt. 

Erhaltung: Mehrere Platten fehlen ganz: ein Teil der vorhandenen war zerschlagen und 
ist zusammengesetzt. 

Bibliographie: Aug. Mariette, Monuments divers (Paris 1872) pl. 91— 2; Text von Maspero (1889) p. 28. — 
Maspero. Guide du Musce2 (1912) 208 Xo. 921. 

§ 393. Naos in der Form eines Kastens, dessen Wände aus drei oder mehr übereinander 
gesetzten Platten bestehen. Die Wände stehen senkrecht; die vordere und linke Außen- 
wand ist mit vertieften Darstellungen und Inschriften geschmückt, die rechte und hintere 
sind roh bebauen. Der Boden [und ein etwaiger Sockel] sind nicht vorbanden, von dem 
Dach ist nur ein kleiner Teil vorn vorhanden. An den Ecken des Naos (außer an der 
roh gelassenen Ecke hinten rechts) steigt je ein Rundstab (Durchmesser unten 4,5 cm) auf, 
der oben wagerecht verläuft und eine Hohlkehle trägt; der wagerechte Teil (Durch- 
messer 3,5 cm) und die Hohlkehle (mit Federmuster, Federn vertieft) sind nur an der linken 
Wand erhalten. In der Vorderseite sitzt ziemlich hoch ein kleines Fenster^; eine eigent- 
liche Tür hat der Naos nicht**. 

Vorderseite. 

§ 394. Unten sind als Sockelstreifen vier Bänder (Breite je 1 cm) eingemeißelt im x\bstand 
von 3,5 cm. Darauf zwei Felder mit Darstellungen übereinander; eingefaßt durch eine 
gemeinsame senkrechte glatte Leiste, oben weggebrochen. 



Unteres Feld. 
§ 395. Zwei Darstellungen, oben durch einen gemeinsamen 
nebeneinander; getrennt durch den senkrechten m—> Namen: 

Linke Darstellung. 
§ 396. Pebasa opfert vor Toeris, vor der ein Altar mit Gaben steht. 

Pebasa »»-^ stehender Mann, erhebt die rechte Hand betend (Innenfläche 
nach vorn), linke Hand zerstört (war gesenkt). Kahlköpfig (keine Randlinie des 
Haaresj. Weiter Wadenschurz mit Überschlag, dessen Randlinie von vorn oben 
nach hinten unten (etwas oberhalb des unteren Schurzrandes) verläuft; am 

Gürtel vorn eine Schleife. Namen über ihm senkrecht- 
2 O "I ? _q 3 ^-^ ■^'^^ 4 -=— ^ %=5 "=1 * ö 
III 



Himmel abgeschlossen. 




I I h D Li O 



F=^^ 



Altar: Platte auf schlankem Fuß, auf welcher liegen: unten Brote (in der Mitte ein Q> 

an jeder Seite ein i > auf vier O), darauf zwei Gänse ^IS', darüber zwei Lotosblüten 

und eine -knospe. 

Toeris <— «< stehendes weibliches Nilpferd, von der Seite gesehen, in der üblichen 
Umbildung, die z. T. dem Frauenkörper angenähert ist; Maul leicht geöönet, Zunge vor- 
gestreckt; hängende Frauenbrust; Arm mit Nilpferdtatze, die auf ein ^ gelegt ist; auf 



a Sein Platz ist so berechnet, daß der Kopf der Toeris von außen siclitbar ist. 
b Mariette (Mon. div. pl. 91—92) hat die vierte (jetzt fehlende) Wand offenbar als Vorderseite des 
Naos mit einer Tür angesehen ; denn er nennt die Wand mit dem kleinen Fenster »face posterieure 
du naos«. 

*]^ als 1 ; undentliches Zeichen. 

14* 



c Eher : 



108 § 396—400. 



KAIRO, NAOS 70027. 



dem Rücken läuft eine vortretende Falte entlang, die mit einer spitzen Endigung an Stelle 
des Schwanzes auf den Boden reicht. Auf dem Kopf zwei glatte Federn auf Untersatz. 

Beischnft iiber ihr senkrecht: ^P^^^^ 



Rechte Darstellung. 
§ 397. Pebasa vor Toeris, vor der ein Altar mit Opfern steht. 

Pebasa *— «« wie links; erhalten nur der Kopf mit den Schultern und der Ellenbogen 
des zum Beten erhobenen rechten Armes und der vordere Rand des Schurzes mit dem 
rechten Fuß. Namen über ihm senkrecht: p m-^^^ ^^« ^ ;sz=i 






ni 



Altar wie links, stark zerstört. 

Toeris m-^ wie links. Beischrift sehr zerstört: 



% 2 

■ 'S 

•i 



i 
i. 



30\\, 



1=3. 



Oberes Feld. 

4} 398. In der Mitte Fenster; an seinen Seiten nnd über ihm je eine Schriftzeile. Links 
und rechts je eine Darstellung. Das Ganze auf gemeinsamer Standlinie, oben weggebrochen. 



Fenster. 
§ 399. Die Fensteröffnung ist außen 27,5 cm breit, innen springt sie zurück auf 35 cm; 
im oberen Teil des Fensterrahmens fehlt ein Stein, so daß seine Höhe (ungefähr 35 cm) 
nicht genau zu bestimmen ist. Möglicherweise war es verschließbar, aber Einsatz- oder 
Angellöcher sind nicht festzustellen. 

Wagerechte Zeile über dem Fenster: .*-^^*— «< . 

Rechts (von a ab senkrecht neben dem Fenster): 



k"lAf^PT 



V 

X G X 



]: 



tCr^lfH 



o^ 



■M- 



Links (von a ab senkrecht) : ^ ^ ( ^^ ^ l\ <^J ^^]]l\'-;'^^;-f}^^2 



Rechte Darstellung. 
§ 400. Nitokris: stehende <^-m Frau, erhebt in jeder Hand (linke sehr zerstört) ein Sistrum 
(bestehend aus Griff, darauf jr% Tempel, oben gebogener Draht). Frauenhaar. Geierhaube, 
vorn mit Uräus statt des Kopfes; Flügel dreiteilig. Kopfschmuck: zwei glatte Federn auf 
Untersatz fl| . Glatter Halskragen, auf der linken Schulter verdeckt durch den Geierflügel. 
Frauenkleid, oberer Rand nicht gezeichnet. Beischrift über ihr senkrecht: '=] * 



Vor ihr senkrecht: 



T 









k-^ 



a Die beiden 
b Mcht ^::c^ 



sind dicht aneinander gerückt, 
c 



G X 

A'VWvA 



L-4 



Oder ^^ oder V^. d Mariette 



O' 



LINKE AUSSENWAND. 



§ 401—402. 



109 



Linke Darstellung. 
4} 401. Nitokris m—> wie rechts (Spiegelbild); die Hände mit den Sistren und das Gesicht 
mit dem Uräus sind weggebrochen. Beischrift über ihr senkrecht: 
Vor ihr senkrecht: zerstört. 






D X 

V 

Linke Außenwand. 

• 

§ -toi. Unten Sockelstreifen wie vorn, etwas schmaler. Darauf Darstellung in zwei Reihen 
mit einer durchlaufenden glatten Leiste an jeder Seite; die obere Reihe steht auf besonderer 
Standleiste, jede Reihe ist oben durch einen i^=^ Himmel abgeschlossen: Pebasa betet vor 
den sieben Hathoren (die vier letzten Hathoren in der unteren Reihe). 

Pebasa <— <« stehender Mann, erhebt beide Arme nach vorn (Hände veeggebrochen). 
Kahlköpfig ikeine Randlinie des Haares). Glatter Halskragen. Ein breites glattes Band ist 
kreuzweis um den Oberkörper geschlungen; es läuft von der rechten Schulter zur linken 
Hüfte; das andere Ende ist nur dicht über dem Gürtel gezeichnet, unter den es gesteckt 
ist. Weiter Wadenschurz, hinten etwas länger als vorn, mit Überschlag (reicht nicht bis 
au den unteren Rand) ; vorderer Saum doppelt. Am Gürtel vorn Schleife. Namen über 



-n. 



\ f\AAAA/\ > 

Q 






ihm senkrecht: 



1. Hathor m — >■ (Rumpf zerstört) stehende Frau, erhebt auf beiden Händen ein Tam- 
burin (kreisrunde Scheibe). Frauenhaar. Geierhaube, vorn mit Uräus statt des Kopfes; 
Flügel dreiteilig. Hathorkrone (Sonne zwischen Rinderhöruern) auf Untersatz. Glatter Hals- 
kragen, auf der rechten Schulter nicht gezeichnet. Frauenkleid; auf der linken Schulter 

geknotetes Tragband. Name über ihr senkrecht: 

2. Hathor »»— > (fast ganz erhalten) wie die erste. 



Name: 



81 



3. Hathor 

4. Hathor 

5. Hathor 



(oberhalb der Hüften weggebrochen) wie die erste, 
(ganz erhalten) wie die erste. Name: [^1,T 



Name: ^ 



(fast ganz erhalten) wie die erste, jedoch hat die Geierhaube weder 
Kopf noch Uräus. Name: 1^ ^^• 

6. Hathor »»— * (ganz erhalten) wie die erste. Name: ^ 



A 



7. Hathor >»— >■ (fast ganz erhalten) wie die erste; Platz des Uräus zerstört. Name: 



I 000 



Mariette r^. 



110 § 403—407. KAIRO, NAOS 70028. 



§403. 70028. Gewölbte Stele in Naosform des ^^J;,^. 

Kalkstein, bemalt. Hülie 45 cm. Saitiselie Zeit. Abydos, Februar 1859. 
Ausiclit: Tafel 38 a. Wagerechter Schnitt: Tafel 50 c. 

Arbeit: Alle Teile mit peinlicher Schärfe gearbeitet; die Statue, die Darstellung und die 
Inschriften von zierlicher Form und bis in die feinsten Details sauber ausgeführt. 
Erhaltung: fast vollstäudig; die Ecke vorn unten rechts ist beschädigt. 
Bibliographie: Mariette, Catalogue d'Abydos No. 1431. — Jonrnal d'entr6e 3451. 

§ 40i. Die Stele, deren Oberfläche nur roh behauen ist, trägt an der gelb bemalten 
Vorderseite eine mit äußerster Schärfe ausgeführte Bearbeitung: in der Wölbung eine Dar- 
stellung, in der Mitte eine Türöffnung zu einem ausgehöhlten luuenraum, an jedem Tür- 
pfosten eine senkrechte Zeile. In der Türöffnung der auf allen Seiten vorspringende An- 
schlag; rechts und links oben* und unten je ein Loch für den Zapfen der Angeln. Für 
das Einsetzen der Türflügel hat man zum Hineinschieben der Zapfen von der Vorderseite 
zu den beiden unteren Zapfenlöchern eine Bahn durchgebrochen; die Bahn hat man sich 
nachträglich mit Mörtel verschmiert zu denken, um das Herausfallen der Türflügel zu ver- 
hüten. Der lunenraum hat Wände, die sorgfältig geglättet und gelb bemalt sind; in der 
Mitte steht eine ausgesparte Statue des Osiris. 

Wölbung. 

§ 405. Zwei Paviane beten die Sonne an. Unten Standlinie; oben i^=^ Himmel, der sieb 
der Wölbung des Steins anschließt. Sonne rot. In ihr ein schwarzer Skarabäus; vor ihm 
O rot, hinter ihm eingegraben Q schwarz. Die *» — > < — m Paviane knieen auf einem Bein 
und setzen das andere auf; sie erheben eine Hand mit der Innenfläche nach vorn; der 
Schwanz hängt lose nach hinten herab. Körper rot (wie die Sonne); Ohr (quergestreift) 
und Mähne grün. 

Türpfosten. 

§ 406. Auf jedem Türpfosten eine senkrechte Zeile, durch Linien eingefaßt, die im Anfang 
eine Inschrift, am unteren Ende die Figur eines rechts <^-m, links »»— > gewendeten, knieen- 
den Mannes enthält, der die Hände betend (Innenfläche nach vorn) erhebt. Körper rot. An- 
liegendes Haar und enger Kniesehurz nicht bemalt. Rechts ■<— «: I A a^^ H'^ » 

I ö " »«A^« <=> W> \\ y? n SD ür Mann <— «. 

T . , 1 A =5= ^<i ^x Ä onm =7)o ^ T — -^^^ Pv =^ ^ ^iK ""''^ 



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wV Mann »« — >. 



Statue. 



§ 407. Stehender Osiris auf niedrigem rechteckigem Sockel: Mumiengestalt, vollständig 
von einem Kleid eingehüllt, das von dem Hals bis an die Handgelenke reicht und die 
Füße umschließt; auf jedem Bein läuft vom Knie abwärts eine scharfkantige Falte. Ge- 
sicht und Hände grün; Augenbraue und Verlängerung des Auges erhaben, Lid scharf 

a An beiden Löchern sind kleine Stücke der dünnen Wand an ihrer Vorderseite nachträglich gewalt- 
sam weggebrochen als man die Türflügel herausriß (auf Tafel 38 a erkennbar). 



KAIRO, NAOS 70029. 70030. § 407—411. 111 

abgesetzt. Oberägyptiscbc Krone mit aufliegendem Uräus (unten beiderseits eine Windung, 
Schwanz lang und gewellt) und zwei Straußenfedern mit vertieften, blau ausgemalten 
Querlinien. Gebogener Bart mit Andeutung der Flecbtung. Ilalskragen von drei üeibeu 
(Trennungsstreifen blau): die beiden oberen mit Stäbchen, die unterste mit Bommeln. In 
der rechten Hand Peitsche (3x7 grüne Perlen, fünf Strähnen), in der linken Krummstab. 



§ tos. 70029. Naos mit Statue sowie vier Pyramiden 
auf dem Dach und einer Stele an der Rückseite. 

Harter Kalkstein. Höbe 30 cm. Herkunft: »Saqqarah, p]st de la Pyramide 
a dcg-re, juillet 1887.« Ansicht: Tafel 38 b. Senkrecbter Schnitt: Tafel 56 d. 

Arbeit: Da die Oberfläche und die Statue zerfressen und entstellt sind, lassen sich Details 
kaum erkennen. Die Architekturformen, deren Gliederung von dem Üblichen abweicht, 
sind unregelmäßig angelegt und unsorgfältig ausgeführt. 

Erhaltung: Oberfläche überall zersetzt, an der linken Außenwand ganz weggebrochen. 
Bibliographie: Journal d'enfröe 27917. 

§ 109. Monolither Naos mit Sockel, Oberbau und vier Pyramiden auf dem Dach; die 
Rückwand ist selbständig ausgestaltet zu einer Stele. 

Der umlaufende Sockel ist vorn 5,5 cm, hinten 3 cm hoch; er tritt um 0,5 — 1,3 cm vor. 
Am Oberbau steigen an den Kanten der Vorderseite (die linke ist weggebrochen) Rund- 
stäbe auf, die oben wagerecht verlaufen und eine Hohlkehle tragen; der Rundstab ist an 
der Front dünner als an der Seiten wand, die Hohlkehle wird an der Seitenwand nach 
hinten zu niedriger. In der Front liegt ein wenig vertiefter Innenraum (Höhe 15 cm, 
Breite 10 cm. Tiefe oben 2,5 cm, unten 1,5 cm), an welchem die Türörtnung in allen Dimen- 
sionen größer ist als die Rückwand; alle Wände desselben laufen schräg. In der Mitte 
des Innenraumes steht eine männliche Figur, plastisch herausgearbeitet, deren Bedeutung 
wegen ihres zerstörten Zustandes unklar bleibt: Mann mit engem Knieschurz, der die Arme 
über der Brust kreuzt; ob er etwas [etwa Krummstab und Geißel?] in den Händen hält, 
ist nicht festzustellen. Vom Kopf ist erkennbar nur ein langer Bart sowie ein schmaler 
Streifen, der vom rechten Ohr auf die Brust hinablänft (wohl nicht Kinderzopf, kaum Geißel). 
Die auf dem Oberbau ruhende Abdeckplatte fällt nach hinten allmählich ab. Auf ihr stehen 
vier vierseitige Pyramiden, die fast die ganze Dachfläche bedecken. Die äußere Rückwand 
des Naos wird eingenommen durch eine oben gewölbte Stele (Höhe 19 cm, Breite 14 cm, 
Dicke 2 — 2,5 cm), die auf dem Sockel aufsitzt und sich an den Oberbau anlehnt. 

§ 410. 70030. Kleiner Naos für Osiris. 

Kalkstein. Hölie 18,5 cm. Zeit: g-riechische Zeit"? lierkxuift: Koptos. Vorder- 
ansicht: Tafel 63 b. Senkrechter Schnitt: Tafel 63 a. 

Arbeit: Die sehr schlichten Formen sind unsorgfältig ausgeführt; die Statue ist grob. 

Erhaltung: vollständig. 

Bibliographie: »I. 6183 Gouft' ist, auf die Rückwand des Naos geschrieben. 

§ 111. Monolither Naos ohne Sockel; der Oberbau, dessen Wände glatt sind, verjüngt 
sich nach oben und geht in ein pyramidenförmiges Dach (Spitze abgeschnitten) über. An 
der Vorderseite ist ein vertiefter Rahmen für eine Türöffnung ausgehoben; jedoch sind 



112 § 411—414. KAIRO, NAOS 70030. 70031. 

keine Einsatzspureu für Türflügel vorbanden. Der Innenraum enthält an der Rückwand 
eine Figur des Osiris in starkem Hochrelief: Mumienleib (Füße in Seitenansicbt!), in den 
an die Brust gelegten Händen undeutlicbe Gegenstände (wohl f und ,^\) haltend; Krone: 
wagerechte Widderbörner, oberägyptische Krone mit zwei Straußenfedern. 

§ 111. 9287. Stele in Naosform von Stotuetis für die 

Dioskuren aus Dirne. 

Kalkstein, liart und feinköniig-; Oberfläche geschwärzt. Höhe 1,25 m. Zeit: 
2. Dezember 50 n. C. Ansicht: Tafel 35 b. Senkrechter Schnitt: Tafel 64 d. 

Arbeit: recht sorgfältig; der Stil ist rein ägyptisch, aber mit entarteter Form der Details. 

Erhaltung: vollständig bis auf kleine abgeschlagene Stücke. 

Bibliographie : ,T. Grafton MUne, Greek inscriptions (Catalogue General du Musee du Caire) p. 40 No. 9287. — 
Milne, A Uistoiy of Esypt under Roman rnle (London 1898) p. 185 No. 4. — de Ricci in Archiv für 
Papyrusforschnng 2 (1903) p. 433 Nr. 20. — Maspero, Guide du Musee-' (1912) 222 Nr. 1000. 

§ 412. Stele'', deren Vorderseite bearbeitet ist in Form einer Türumrähmung. Unten ein 
vortretender Sockel. Der Oberbau zeigt die Türöifnuug, die von einem an den Seiten auf- 
steigenden und oben wagerecht verlaufenden Rundstab umrahmt ist. Am Türsturz ist eine 
erhabene Sonne mit Schlangen angebracht. Die Fläche der Türpfosten geht allmählich 
über eine Hohlkehle, auf welcher eine geflügelte Sonne mit Schlangen sitzt. Die Flügel, 
die oben und unten weit über die Sonne hinausreicheu und ineinander übergehen, haben 
drei Teile; die miteinander verbundenen innersten Teile haben kurze runde Federn; die 
mittleren und die miteinander verbundenen äußersten Teile haben lange Schwungfedern. 
Oberhalb der Hohlkehle ist der Fries der Schlangen in Vorderansicht mit Schlangen auf- 
gesetzt; die Leiber der Schlangen sind übertrieben schlank. 

§ ■413. Inschrift in wagerechten Zeilen, auf dem untersten Teil des Oberbaues (Zeile 1 — 3) 
und auf dem Sockel (Zeile 4-5): 1 LIA TIBePlOYKAAYAlOYKAICAPOC 2ceBAC 
TOYrePMANIKOY3AYTOKPATOPOC XOIAXS 4CTOTOYHTIOCAPnAH 

ciocANeeHKeN öToiCAiocKOPOicYnepAYTOYiinAPAeoa. 

§414. 70031. Seitenwand eines Naos,?) des 11^^(1 

aus Koptos. 

Dunkelgrüner Basalt oder Schiefer. Erhaltene Höhe: 1,07 m. Zeit: Ptole- 
maios II. Philadelphos. Inschrift: Tafel 33 a; Rückwand: Tafel 65 d. 

Herkunft: Zwei kleine Stücke (vom unteren Teil) nach Daressy vor 1893 aus »Qousieh 
(Aphroditopolis)« ins Museum gebracht''. Das große Stück 1894 in Koptos verbaut ge- 
funden. 

a Die Seitenwände und die Rückwand derselben sind durcii einen Holzrahmen verdeckt, so daß ich 

die Dicke der Stele nicht feststellen kann, 
b Monsieur Daressy teilt mir mit, daß die Herkunft aus Me'i'r (Qousieh) unsicher ist: die Bruchstücke 

sind zusammen mit anderen geschickt worden, die sicher aus Koptos stammen, und sind vermutlich 

auch dort gefunden. 
c Vielleicht Reste von e erkennbar. 



- INNENWAND. § 414—416. 113 

Arbeit: Außerordentlich scharf und sorgfältig gearbeitet und geglättet; Hieroglyphen in 
gutem Stil sauber ausgeführt (vertieft). 

Erhaltung: Nur eine Platte ist vorhanden, deren Rückseite Bruchfläche ist. 

Bibliographie: Journal dentröe 22185". — Dareasy in Rec. trav. 16 (1891) 128 No. CXVII. — Petrie, 

Koptos p. 19 pl, 20. — Urliunden II (= Sethe, Griccli.-röiu. Zeit I) 55. 

§ -tlö. Die erhaltene Platte ist nach ihrer Zugehörigkeit nicht sicher zu bestimmen. 
Daressy erklärte die ersten Bruchstücke für »provenant d'une stele on d'unc statue«; 
Petrie war es wahrscheinlich, daß die Platte »a sheet of backgrouud behind a statue« 
war und ihm schließt Sethe sich an. Zweifellos ist diese Erklärung nicht; die Einordnung 
des Stückes unter die Naos ist vermutlich falsch. 

Die »Außenseite«" zeigt 22 wagerechte <— «« Inschriftzeilcn ; links ein freier Streifen 
von 2 cm, unten ein solcher von 4 — 5 cm Breite; rechts und oben Bruch. AVir haben also 
den unteren Teil eines Monumentes vor uns. 

Die Dicke der Platte (7,5 cm) zeigt eine senkrechte *— <« Zeile. Die Fläche ist eben und 
hat keinen Falz, der vorhanden sein müßte, wenn die Platte die Seitenwand eines Xaos wäre. 

Die »Innenseite« (Tafel 65 d) enthält rechts nach einem sehmalen freien Streifen 
(Breite 2 cm) drei senkrechte <— «« Zeilen, dann eine freie polierte Fläche von oben 30, 
unten 32 cm Breite. Die ganze linke Hälfte wird eingenommen von einer Bruchfläche mit 
dem Ansatz eines vortretenden Teiles, der weder eine Statue noch die innere Rückwand eines 
Naos gewesen zu sein scheint. Der Rand dieses Bruches ist keine gerade Linie, sondern 
verläuft unregelmäßig gewellt; unten, gewiß nicht weit von der Unterkante des ganzen 
Monumentes, biegt er im Bogen nach rechts vor, um dann senkrecht abwärts zu laufen. 

Innenwand. 

§ 416. Drei senkrechte <— «« Zeilen, eingefaßt von Linien: 



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a Die Terminologie im Folgenden setzt die Auffassung als Naos voraus, 
b Die Gruppe genauer auf Tafel 89, 72. 

c Die Enden ein wenig dicker als bei — » — s; Sethe liest c-H-a. 
d Statuen mit Rückenpfeiler: Mann mit Bart und Uräus; Tafel 89, 73. 
e Stehende Frau mit Geißel; Krone von zwei glatten Federn Tafel 89, 74). 

f Die bis an den Bruch reichenden Zeichen stehen schon fast auf gleicher Höhe wie die untere 
Abschlußlinie von Zeile 21 der Vorderseite; falls die Inschriften auf gleicher Höhe endeten, hat 



hier nur noch ij ij|l ) gestanden. g Schwer zu leseu; die erste 2 und die 1 sind unsicher, 

h Isis mit | auf dem Schoß. 

Roeder, Naos. 15 



114 



§ 416—418 

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KAIRO, NAOS 70031. 









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§ 417. Dicke der Wandung: Eine senkrechte •«— «c Zeile, eingefaßt von zwei Linien. 



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AußenAvand. 



§ 418. 21 wagerechte <— «« Zeilen, eingefaßt von Linien; linkg vor dem Anfang eine senk- 
rechte ■ Abschlußlinie. 

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a Gemeint ist das i ) Brot, vielleicht ist der Punkt auf ihm nur zufällig. 

b Auf dem Opfertisch steht ein fl -förmiger Gegenstand; ein Brot? 

c S;s\ (Sethej ist nach dem Rest nicht wahrscheinlich, eher ■=- ; das /Ii darüber ist unten gebogen wie S- 

d Hockender Gott mit Bart und Uräus; auf den Knieen I (Tafel 89, 76). 

e Kind mit Uräus. f Der schräge Strich darüber ist Zufall. 

g Vielleicht war die Gruppierung | ] der Pluralstriche beabsichtigt; nur ein Strich ausgeführt. 

h Kopf des Kindes zerstört. 

i Falls die Inschrift in der gleichen Höhe endete wie auf der Vorderseite. 

m Das ^ am Original in umgekehrter 

Richtung. 



davor. 



k So gestellt. 1 Sethe ergänzt I [.§) 

n Das 1 (nicht das . — °!) ist >« — > gewendet. o Wohl drei 1; es könnten aber auch 1 sein. 



AUSSENWAND. 



§418,5—11. 



115 



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a Genauer auf Tafel 89, 77. b Genauer auf Tafel 89, 78. c Ob 

d Eher Nilpferd als Schwein. e / in umgekehrter Richtung. 

f In jeder Hand ein Stock: Tafel 88, 82. g Genauer auf Tafel 90, 79. 

h Genauer auf Tafel 90, 80. i Schleife an der rechten Seite: Tafel 90, 81. 

k Genauer auf Tafel 90, 83. 1 Genauer auf Tafel 90, 84. 

m Das geschnittene Zeichen ist ein _^, jedoch hat man es durch tilgen des Schwanzes zum |p gemacht, 
n Genauer auf Tafel 90, 8ö. o Genauer auf Tafel 90, 86. p Genauer auf Tafel 90, 87. 

q Genauer auf Tafel 90, 88. r Etwa so für U^ ; genauer auf Tafel 90, 92 b. s Ob r"^^ ? 

t Auf dem Bett liegt iu der Mitte ein Gegenstand wie 1\ o. ä. u Genauer auf Tafel 90, 92 a. 

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116 



§ 418, 12—17 



KAIRO, NAOS 70031. 



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a Genauer auf Tafel 90, 89. 
e Genauer auf Tafel 90, 93. 
h Genauer auf Tafel 90, 9o. 
1 Genauer auf Tafel 90, 99. 
o Genauer auf Tafel 90, 87. 
r Genauer auf Tafel 90, 102. 
t Die Lücke reicht für yv 



aus. 



b Genauer auf Tafel 90, 90. 

f Genauer auf Tafel 90, 94. 

i Genauer auf Tafel 90, 96. 
m Genauer auf Tafel 90, 98. 
p Genauer auf Tafel 90, 101. 

s Genauer auf Tafel 90, 103. 

u Genauer auf Tafel 89, 76. 

w Ob 1? nicht M oder V. 
j T I 4 

5 \^ im Original in umgekehrter RichtuU; 



c Genauer auf Tafel 90, 91. 
g Genauer auf Tafel 89, 72. 
k Genauer auf Tafel 90, 97. 
n Genauer auf Tafel 90, 100. 
q Der Penis ist beschnitten. 



V Genauer auf Tafel 90, 92. 

y Genauer auf Tafel 90, 86. 

aa Das Auge genauer auf Tafel 90, 

bb Sethe (Urk. IV 64) setzt das W^ klein unter das ül und liest ^dwS-j ntrf 



X Wie auf Tafel 90, 112. 



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AUSSENWAND. 



§ 418, 17—22. 117 



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Unterhalb der 22. Zeile ist ein Streifen von der Breite der Zeilenhöhe frei; es folgte 
also keine weitere Zeile. 



a Genauer auf Tafel 90, 104. b Genauer auf Tafel 90, 106. c Genauer auf Tafel 90, 105. 

(1 Genauer auf Tafel 90, 111. e Genauer auf Tafel 90, 107. f Genauer auf Tafel 90, 113. 

g Genauer auf Tafel 90, 108. h Genauer auf Tafel 90, 109. 

i Genauer auf Tafel 90, 90, jedoch mit Urilus. k Genauer auf Tafel 90, 93. 

1 Genauer auf Tafel 90, 110. m Genauer auf Tafel 89, 78. 

n Sethes Deutung des zerstörten oberen Zeichens zu _g5& kann richtig sein. 

o Wie Tafel 90, 95, jedoch mit Uräus. p Genauer auf Tafel 90, 96. 

q Die beiden Enten stehen dicht aneinander (wie in Tafel 90, 97*. 

r Genauer auf Tafel 90, 112. 



118 § 419—423. . KAIRO, NAOS 70032. 70033. 

§ 419. 70032. Naos mit Schlange in der Tür und 

Dachbekrönung. 

Kalkstein. Höhe 45,5 cm. Griechische Zeit. Ansiclit: Tafel 46 c. Senk- 
rechter Schnitt: Tafel 59 e. 

Arbeit: io gutem Stil sorgfaltig ausgeführt. 

Erhaltung: Oberfläche überall stark abgeschliifen, die i;undst<äbe fast ganz verschwunden. 
Der obere hintere Teil des Oberbaues mit der Bekrünuug ist weggebrochen. 

§ 1:30. Monolither Naos mit umlaufendem Sockel {Höhe 6,5 — 7 cm, vorspringend um 
1,2 — 1,4 cm). An den Ecken des Oberbaues (Breite 21cm) steigen Rundstäbe'' auf, die oben 
wagerecht verlaufen und eine umlaufende Hohlkehle tragen. Auf dem äußeren Rand der- 
selben läuft eine aufgesetzte Zinneubekrönung um, die an den Ecken am höchsten ist und 
nach den Mitten der Seiten im Bogen abfällt; in der Mitte jeder Seite steht, gegen die 
Zinnen abgesetzt, ein selbständiges Glied wie ein Zapfen, daneben beiderseits eine senk- 
rechte eingegrabene Linie. 

§421. Die Fassade zeigt eine kleine Türöffnung (Breite 4 cm, Höhe 12 cm), welche auf 
einem vorspringendem Sockel (Höhe 2,5 cm. Breite 12 cm) steht und von Pfosten und Sturz 
umrahmt ist; oben wagerechter Rundstab (Querschnitt viereckig) und Hohlkehle. Im Innen- 
raum (Tiefe unten 3,6 cm, oben 1,8 cm) ist eine plastische, sich aufrichtende Schlange in 
Vorderansicht mit Sonne ausgespart. 

§ 422. 70033. Hölzerne Wand mit Priestern, die 

Standarten tragen. 

Holz, bemalt. Höhe 106,5 cm. Zeit: römisch. Herkunft: 1887 gekauft. 
Ansicht: Tafel 39 a. Schnitt: Tafel 57 c. 

Arbeit: Der Kern der Wand besteht aus fast einem Dutzend von Brettern, die durch ein- 
gepaßte Zapfen aneinander gefügt sind; auf diese sind auf der Außen- und Innenseite oben 
und unten wagerechte Leisten aufgelegt, die durch Holzstifte gehalten werden. Bei den 
bemalten Teilen ist die Farbe auf eine weiße Stuckschicht aufgetragen, die auf eine an das 
Holz geklebte Leinwand gestrichen ist. — 

Der Stil der Architekturformen ist rein ägyptisch, der der Malereien zeigt die unter 
griechischem Einfluß entartete Zeichenweise; einzelne Details wie die X Kreuzform der 
Sterne (§ 428) sind sogar unägyptisch. 

Erhaltung: An der Außenseite fehlt oben eine Leiste; innen sind zwei kleine Stücke heraus- 
gebrochen. 

Bibliographie: Journal d'entr^e 28450. 

§ 423. Wandstück eines großen Schreines, dessen Anschluß an die anstoßenden Wände 
an keiner Kante festzustellen ist; vielleicht gehört es zu einem Türflügel''. An der Außen- 



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a An den beiden einzigen vollständig erhaltenen Stellen (unterer Ansatz des senkrechten Teiles hinten 
links und wagerechter Teil an der Fassade) haben die Eundstäbe viereckigen Querschnitt (d. h. 
sind unvollendet). 

b Man könnte an einen Türflügel denken, da die linke (von außen gesehen) Kante einen nach außen 
übergreifenden Falz ohne Spuren von verbindenden Holzstiften hat. 



KAIRO, NAOS 70033. § 423—427. 119 

Seite bilden unten zwei wageieclite Leisten einen Sockel; die untere (Höhe 5 cm) tritt 
stärker vor (um 2 cm), die obere (Höhe 4 cm) schwächer (um 1cm). Oben läuft ein Fries 
von 32 cm Höhe um, der von unten nach oben aus fol<?enden Leisten liestcht: 1. Einer nicht 
vorhandenen Leiste (Höhe 5,5 cm), die durch fünf Hol/.stifte gehalten wurde. 2. Kundstab 
mit Hohlkehle, Gesamthühe 6,5 cm. 3. Hohlkehle, Höhe 7 cm. 4. Fries der aufgerichteten 
Schlangen in Vorderansicht mit Sonne, Höhe 33 cm; Reste der Stuckauflage erhalten, 
zwischen den Schlangenleibern rosa bemalt. 

5j lil. Die Innenseite zeigt den rechten Teil einer ^Vand in ganzer Höhe. Unten ist eine 
2 cm dicke Leiste von 5 cm Höhe wagerecht angebracht; in ihr steckt eine dicke Bronze- 
öse (Durchmesser 2,5 cm, ( Öffnung 0,5 cm). Die Wandfläche ist umrahmt durch einen um- 
laufenden, um 1cm vortretenden Streifen von 5 cm Breite; dieser ist au der rechten Seite 
und oben vorhanden, der linke Teil der Wand fehlt. An der rechten AuBenkante steigt 
ein Rundstab senkrecht auf (Durchmesser unten 1,4 cm, oben 1,2 cm), der oben wagerecht 
verläuft (Durchmesser 1,2 cm) und eine Hohlkehle (Höhe 6,5 cm) trägt. Die ganze Innen- 
seite ist mit weißem Stuck tiberzogen; die Schicht ist beschädigt an der untersten Leiste 
des Sockels, am Rundstab und an der oberen Abschlußplatte der Hohlkehle. 
§ 425. Die Wandfläche ist bemalt mit der Darstellung zweier Standarten tragender Priester. 
Unten ein Band mit Ornamenten: Konturen schwarz. Das Muster besteht aus Rosetten, 
die mit Gruppen von je drei senkrechten Streifen abwechseln. Die Rosetten sind Quadrate, 
die durch zwei Mittellinien und zwei Diagonalen in acht Felder geteilt werden; an den 
beiden Enden jeder Linie sitzt ein blauer Tupfen, in der Mitte jedes Feldes ein roter. 
Von den senkrechten Streifen ist der äußerste rechts blau; die nach links folgenden 
Gruppen sind grün rot grün, bzw. blau rot blau, bzw. grün rot grün; die äußerste links 
ist weggebrochen. 

S 426. Die beiden m-^ schreitenden Priester (Konturen schwarz) haben eine gemeinsame 
Standlinie (schwarz). Der erste hält in beiden Händen (die linke oben) eine Standarte 
(blau), auf der ein Ibis '5*- (weiß; Schnabel, Kopf, Hals, Schwanz, Beine und die Schattierung 
des Flügels sind schwarz) steht; von der Querstange der Standarte hängen drei Band- 
schleifen herab (die rechte ist rot, rechts von der senkrechten Stange rosa; die mittlere 
grün, die linke rosa). Der Körper des Mannes ist rot', das anliegende kurze Haar grün; 
rotes Band um das Haar, hinten zur Schleife gebunden, mit zwei herabhängenden Enden. 
Das Kleid ist ein aus einem einzigen Stück bestehender Wadenschurz, der unterhalb der 
Brustwarzen von einem Gürtel gehalten wird; ein von hinten nach vorn gelegter Überschlag 
hat aufwärts laufende Falten und am vorderen Rande Fransen. Zwischen den Beinen ist, 
offenbar als Versuch einer perspektivischen Zeichnung, der Rand des hinter ihnen laufenden 
Teiles des Schurzes angegeben. Der rechte Fuß zeigt die Zehen; beide Füße tragen San- 
dalen, von denen der Spannriemen und der von diesem nach den Zehen laufende Riemen 
gezeichnet sind. 

§ 427. Der zweite Priester (Körper rosa; Haar blau; Haarband weiß, hinten zerstört, ohne 
Enden) hat die gleiche Haltung wie der erste (jedoch rechte Hand oben); auf der in gleicher 
Weise gemalten Standarte steht ein ^^ Schakal (schwarz; nur je ein Vorder- und Hinter- 
bein gezeichnet), vor ihm eine T) aufgerichtete Schlange. Das Kleid ist im wesentlichen 
ebenso; der Überschlag wird oben verdeckt durch einen zweiten, ebenfalls mit Fransen, 
der von vorn über den Bauch nach hinten oben läuft. Vom (Uirtcl hängen vorn zwei 

a Ein stark mit blau gemischtes Karmoisinrot, zu Violett neigend; so überall. Das »Rosa- ist die- 
selbe Farbe, nur mehr mit Weiß versetzt. 



120 §427—432. KAIRO, NAOS 70034. 

Bänder herab, deren untere Enden fünf Querstreifen mit senkrechter Strichelung sowie 
Fransen haben. Sandalen wie dort. 

§ 428. Über den beiden Priestern Himmel ^^ (dunkles blau-grau) mit weißen Kreuzen X 
zur Andeutung der Sterne; linkes Ende nicht erhalten. 

§ 429. Auf den rechten Teil der umlaufenden Leiste ist eine <—w. aufgerichtete Schlange 
mit gewelltem Leib gemalt (Kopf und Rücken: dunkles blau-grau, Brustschild und Bauch: 
grün); auf dem Brustschild die übliche Innenzeichnung: Mittelrippe, 2 x 3 Felder, unten 
fünf Querlinicn; auf dem Kopf Doppelkrone {%/ rot, Q grün). Auf dem oberen Teil Orna- 
ment eines in Bogen aufgehängten Bandes; innerhalb jedes Bogens 5—8 senkrechte Linien; 
zwischen je zwei Bogen zwei auswärts gebogene Linien. Der umlaufende Rundstab ist 
glatt weiß. Die Hohlkehle trägt das Federmuster; die Federn, von denen jede eine weiße 
Mittelrippe hat, sind abwechselnd gefärbt: violett', blau-grau, rot, grün, violett usw. 



§ 430. 70034. Türflügel innen mit betender Frau. 

Weiches braunes Holz. Höhe 42 cm ohne Zapfen (der untere lern lang-): 
erhaltene Breite 19 cm, Gesanitbreite war 33 — 34 cm. Zeit: wohl schon römisch. 
Herkunft: Gekauft um 1892, vermutlich aus HaAvara (Daressy). Ansicht: 
Tafel 39 b. 

Arbeit: Der Türflügel ist (Dicke 1 cm) zusammengesetzt aus mehreren Brettern, von denen 
zwei erhalten sind; sie werden zusammengehalten durch Holzstifte. Die Säulen, Hohl- 
kelilen und Sonnen an der Vorderseite sind selbständig gearbeitet (Dicke etwa je 1 cm), 
auf den Türflügel aufgelegt und werden durch Holzstifte festgehalten. Der Stil der auf- 
gelegten Verzierungen der Außenseite ist grob, die Ausführung ungeschickt. Die Malerei 
der Innenseite hat rohe Linien ohne Angabe von Details. 

Erhaltung: vollständig bis auf eine schmale Leiste an der Falzseite sowie den oberen Zapfen. 
Die aufgelegten Verzierungen sind vollständig bis auf die mittelste unten, einige Holzstifte 
sind herausgefallen; die Malerei der Innenseite ist stark zerstört. Über den mittleren Teil 
der Innenseite ist dunkel-rotbraunes Harz gelaufen, das schwarz geworden ist; Stücke grober 
Leinwand sind eingebettet. 

§ 431. Rechter Flügel von der zweiflügeligen Tür eines Naos o. ä. Die Außenseite ist 
als Tempeltor ausgeschmückt und zwar enthält dieser Flügel über die Hälfte der Hohl- 
kehlen; dieses sowie der an der Außenseite vorstehende Falz zeigen, daß wir die bei der 
geschlossenen Tür außen übergreifende Hälfte vor uns haben. Der linke Türflligel trug 
vermutlich an der Innenseite die Darstellung der Gottheit, vor welcher die Frau auf dem 
rechten betet. 

Außenseite. 

§ 432. Die in der Mitte der beiden geschlossenen Türflügel gedachte TUrötfnung ist in 
gleicher Weise dreimal umrahmt: zwei Säulen tragen eine Hohlkehle, auf welcher der 
Schlangeufries sitzt. Auf der gedachten Türöffnung hat ein Zierstück gesessen, das durch 
zwei Holzstifte gehalten wurde; vielleicht eine Schlange wie an dem Naos 70032. Die 
Säulen (Durchmesser unten 2 cm, verjüngen sich nach oben) stehen schräg nach innen 
geneigt; unterhalb des ungegliederten Blütenkapitells laufen zwei wagerechte Bänder, weiter 

a Nicht rosa; die Farbe kommt sonst nicht vor. 



TrÄIR07KroS'70035. § 432—436. 121 

unterhalb noch eins; ant den Kapitellen ein Abakus (Höhe 1,5 cm), der sich nach oben 
verdickt. Die Säuleu enden frei in verschiedener Hohe etwa 3 — 4 cm oberhalb der Unter- 
kante des Türflügels; von einem unterhalb von ihnen anzunehmenden Abschlufibelag sind 
keine Reste, auch keine Stiltlücher festzustellen. Die Säuleu und Abakus waren scheinbar 
vollständig vergoldet; andererseits sind au der innersten und mittelsten Säule dicht unter- 
halb des untersten Bandes grüne Farbspuren mit schwarzen (iuerlinien erbalteu; ferner an 
den beiden äußeren Säulen rote Farbreste. Zwischen den Säuleu sowie außerhalb der äußersten 
ist der Grund rotbraun bemalt; darauf zerstörte Ornamente von weißen Spirallinien. 

§ 433. Die Hohlkehlen sind geschmückt mit einer Sonne mit zwei Schlangen (diese aus 
einem Stück gearbeitet, vergoldet und mittelst dreier Holzstifte auf der Hohlkehle befestigt) 
sowie ausgebreiteten Flügeln (diese nur auf die Hohlkehle gemalt); der Grund der Hohl- 
kehle ist vergoldet. Auf der untersten Hohlkehle ist der Flügel (Konturen überall schwarz) 
rot mit langen Schwungfedern. Auf den beiden oberen Hohlkehlen ist der Flügel dreiteilig; 
der innerste Teil ist rot und hat kurze runde U -Federn; die beiden äußeren grün mit 
langen Schwungfedern. Die wagerecht über jeder Hohlkehle laufende Abschlußleiste ist 
durch senkrechte Querstriche in Felder geteilt, die verschieden gefärbt waren. Die unterste 
Hohlkehle zeigt deutlich die Felder von rechts nach linksl: rot, gold, schwarz, gold [hier 
Mitte der Tür , gold, dann folgt der linke Türflügel. An der mittleren Hohlkehle scheint 
ein goldenes Feld abzuwechseln mit drei breiten schwarzen Querlinien. An der obersten Hohl- 
kehle schwache Reste von goldenen Feldern und je zwei schmalen schwarzen Querlinien. 

Auf jeder Hohlkehle ein Fries von Schlangen in Vorderansicht mit Sonne (Höhe 
3,5 — 4,5 cm), gleichmäßig vergoldet (die vertieften Flächen zwischen den Schlangen sind 

rotbraun). 

Innenseite. 

§ 434. In der Mitte der Innenseite eine stehende *— « Frau (Höhe 27 cm), die bei ge- 
öffnetem Türflügel nach innen blickt; auf geweißten Grund gemalt, Konturen schwarz. 
Körper gelb; das schwarze Haar fällt in zusammenhängender Masse auf den Rücken. Sie 
erhebt beide Hände betend (Innenflächen nach vorn); die linke Schulter ist in Seitenansicht 
gezeichnet. An jedem Handgelenk und am linken Oberarm ein glattes gelbes Band. Rotes 
Kleid, das unterhalb der Brüste durch einen Gürtel zusammengehalten wird; vorn scheinbar 
Schleife und herabhängende Bänder. 

§ 435. 70035. Holznaos für König Horus aus Dahscliur. 

Weiches Koniferenliolz (aus Syrien?) mit dunkler Maserung-, iu breiten 
Brettern gesclmitten. Höhe 2,07 in, Breite (am Sockel) 77 cm. Tiefe 104,5 cm. 
Herkunft: Dahschur, im ersten Zimmer des Grabes des Königs. Ansicht: 
Tafel 40 a. Sclmitte : bei de Morgan. 

Arbeit: sehr sorgfältig und in guten Formen ausgeführt. 

Erhaltung: vollständig bis auf die in der Beschreibung erwähnten Teile und Ergänzungen. 

Bibliographie: J. de Morgan, Fouilles ä Dahchour mars-juin 1894 (Vienne 1895) p. 91; fig. 213—216. — 
Journal d'entree 30949. — Maspero, Guide du Mus^e^ (1912) 93 No. 281. 

§ 436. Naos, der aus einer Reihe von Holzbrettern und -leisten zusammengesetzt ist\ 
Der Sockel besteht aus fünf in der Längsrichtung'' liegenden Brettern, die mit Falzen 

a Die Konstruktion ist aus den Schnitten bei de Morgan zu ersehen, die ich als belcannt voraussetze, 
b D. h. von vorn nach hinten laufend. 

Boeder, Naos. 16 



122 § 436—440. KAIRO, NAOS 70036. 

aneinander gefügt und durch eingesetzte breite Zapfen miteinander verbunden sind. Der 
Sockel rulit auf zwei unter ihm querliegenden Leisten. Der Oberbau zeigt an der Fassade 
schmale Türpfosten sowie einen an den Seiten und oben zurückspringenden Anschlag. Tür- 
pfosten und -Sturz waren bekleidet mit Streifen aus dünnem Goldblech, auf welches mit 
grüner Farbe die Namen des Königs bzw. eine geflügelte Sonne mit Uräen gemalt war 
(de Morgan p. 91 mit Fig. 213 und 214); die Streifen existieren nicht mehr. Zwei Türflügel 
waren eingesetzt in Löcher, die oben rechts und links erhalten sind; unten waren beson- 
dere Stücke aus Holz oder anderem Material eingesetzt, in welchen die Zapfenlöcher an- 
gebracht waren (in den ausgebobenen Löchern Reste von Kalkmörtel). Die anderen Wände 
des Naos werden gebildet von je zwei Brettern, die zweimal durch je eine Querleiste zu- 
sammengehalten werden. Die Fassade geht unmittelbar über in das in steilem Bogen an- 
steigende Dach, das nach hinten allmählich abfällt. Der Türsturz wird von einer wagerechten 
Leiste gebildet, auf der eine andere von a-förmigem Querschnitt sitzt; das anschließende 
Dach wird durch Bretter gebildet, die in der Querrichtung verlegt sind. Alle diese Bretter 
sind teils durch breite Zapfen, teils durch dünne Holzstifte miteinander verbunden. 

§ 437. Das Innere des Naos enthält die Statue des Königs, die auf einem massiven Sockel 
steht; dieselbe war auf verschiedene Weise gegen das Umfallen gesichert. Am Boden ist 
an jeder Seite eine Leiste von der Höhe des Statuensockels eingesetzt, die den Raum 
zwischen ihm und den Seitenwänden ausfüllen; jede Leiste hat einen Falz, in welchen ein 
entsprechender Vorsprung am Sockel einfaßte (vgl. de Morgan Fig. 215 rechts). Der Statuen- 
sockel stieß hinten an die Rückwand des Naos an. Vorn ließ er, dessen Länge 78 cm ist, 
8 cm Spielraum, während die erwähnten Längsleisten an den Seiten (Länge 86 cml bis an 
die Türpfosten reichen. Der freie Raum vorn wurde ausgefüllt durch eine Querleiste, die 
mit den Längsleisten verfalzt war (bei de Morgan falsch in Fig. 215; zu erkennen in Fig. 216). 



§438. 70036. Naos des 7^^=<— aus Abydos. 

Weißer Kalkstein, fast überall bemalt. Höhe 50 cm. Herkimft: Abydos, 
Jamiar 1863. Ansicht: Tafel 41 a. Senkrechter bzw. wagerechter Schnitt: 
Tafel 52 c bzw. d. Eundstab: Tafel 75 c. 

Arbeit: sorgfältig geglättet, skulpiert und innen und außen gelb bemalt; Darstellungen und 
Inschriften nur aufgemalt. 

Erhaltung: des Steines nahezu vollständig; Bemalung z. T. verblaßt, vorn abgeschliffen; 
Inschriften z. T. getilgt. 

Bibliographie: Journal d'entrde 20991. — Mariette, Catalogue d' Abydos No. 1425. — Maspero, Guide du 
Mnsee2 (1912) 104 No. 313. 

§ 439. Monolither Naos ohne Boden mit senkrechten Wänden. Vorderseite ornamentiert, 
alle Außenwände und der Innenraum mit Darstellungen geschmückt. Dach unregelmäßig 
gewölbt. 

Die Vorderseite, außer der Hohlkehle, gelb bemalt. 

§ 440. Die Türöffnung wird umrahmt von einem Rundstab (Basis 1,7 cm, vortretend um 
1,2 cm), der 2 cm über der Unterkante des Naos frei ansetzt; er ist unten (9,5 cm hoch) 
geschwärzt, darüber mit dem üblichen Muster in schwarz bemalt (Tafel 75 c). Der 12 cm 
hohe gemalte Sockel greift von den Seitenwänden bis an den Rundstab über; er besteht 
aus einem breiten, als rotgesprenkeltem Granit bemalten Streifen und darüber zwei schmalen 
Streifen: gelb, rot. Auf dem wagerechten Teil des Rundstabs sitzt die vorspringende, nach 



VORDERSEITE. TÜRÖFFNUNG. DACH. INNENRÄUM. R. AUSSENWAND. § 440—444. 123 

den Seiten ausladende Hohlkehle; auf ihr ohne Grundbemalung acht Streifen f], abwech- 
selnd rot und grün. 

Auf den Türpfosten zwischen Türöffnung und Rundstab je eine senkrechte Zeile, nach 
innen gewendet : I A c=Sz= ^ Über der Türöifnung wagerechte Zeile : verwischt. 

Darstellungen rechts und links zwischen Rundstab und Kante : je ein stehender Mann 
in vorstehendem Knieschurz, nach innen gewendet. Arme herabhängend; Körper rot, Haar 
schwarz, Schurz gelb. Über jedem eine senkrechte Zeile mit der Beischrift; links: 0^ 

m. •-"'- i~- 

§ 441. Die Türöffnung (Breite 14 cm, Höhe 34 cm) 

steigt von der Unterkante des Naos auf. Eine Türschwelle ist nicht vorhanden; um aber 
etwaigenfalls Türflügel einsetzen zu können, hat der Steinmetz einen gerundeten Vorsprung 
stehen lassen, in welchen Löcher für die Zapfen eingebohrt werden konnten. Dieses ist 
aber nicht geschehen; der Naos hat keine Türflügel gehabt. 

§ 442. Das Dach 

setzt in der Verlängerung der Vorderseite an; es steigt in steilem Bogen auf (um 3,5 cm auf 
2,5 cm) und fällt nach hinten allmählich ab. An den Seiten tritt es um je 1,5 cm zurück. 

§ 443. Der Innenraum 

(Breite vorn 11,5 cm, hinten 12 cm; Höhe vorn 33 cm, hinten 35,5 cm; Tiefe 14,5 cm) 

hat unebene Flächen, die gelb bemalt sind. Unten umlaufender Sockel, wie außen gemalt ; 
jedoch ist der breite untere Streifen schwarz. 

An der linken Wand der Tote <— «< stehend in weitem gelbem Wadenschurz mit vorn 
herunterhängendem Zipfel; anliegendes schwarzes Haar; rot-grüner(?} Halskragen. Vor ihm 

Beischrift ^^ senkrecht: Q ^" fl ^ ^*111"^ ^ A 






An der rechten Wand der Tote »»— * wie links; Beischrift «— * wie links, verwischt. 
An der Rückwand in der Mitte senkrechte Zeile »>— > verwischt: I A —^>-^ a|a . "^( 



AVVA'V\ 



Rechte Außenwand. 

§ 444. Gemalter Sockel, siehe Vorderseite. Über ihm an den Seiten und oben umlaufen- 
der Fries: weißes (Kalkstein unbemalt) Band mit rechteckigen Feldern, abwechselnd rot, 
grün, gelb, .,/.... Innerhalb desselben oben wagerechte Zeile «— «« • ü 7y t 4 J fHll 

'='^Q^^^ 7^v:^K^=^. Darunter Darstellung in drei Reihen. 

1. Reihe (von oben). 

a) Rechts: Mann -e-«« hockend, ein Bein untergeschlagen; rechte Hand an der Brust, 
linke flach vorgestreckt; kurzes schwarzes Haar, roter Halskragen, enger gelber Knieschurz. 

Beischrift ■^-«« senkrecht vor ihm : (I | I _e U ^7 

b) Links: Frau »— > ebenso hockend, Arme umgekehrt wiea: schwarzes Frauenhaar, 
gelbes Kleid mit zwei Tragbändern, gelber Halskragen, gelbe Bänder an Hand- und Fuß- 

SIC 

gelenken. Vor ihr »^-^ senkrecht: V\ -^^ X ^ V '^ ■ 

16* 



124 § 444-446. KAIRO, NAOS 70036. 

2. Reihe. 

a— c) Je ein Mann *— «< stehend mit herabhängenden Händen; weiter gelber Waden- 
schnrz mit vorn herunterhängendem Zipfel; kurzes schwarzes Haar, roter Halskragen. Vor 

Sic 

jedem Beisehrift « senkrecht: zu a: ^^—.^ 1 1 _, I o!^ _■ ™ ""^ ^^ 

3. Reihe. 

a-c) Wie 2. Reihe. Beischrift zu a: ^%. ()[]^_i)|'^^^'^P'^^; oben 



vorihm:|P; ^u b: ^|^ (!_ P ^^-^; zu c: j,\ 



AWSA/V\ C^ 



"^"^ Äußere Rückwand. 

§445. Sockel und Fries wie rechte Außenwand. Darstellung: 

1. Reihe (von oben). 
a) Mann >»-> stehend; Haltung und Tracht wie rechts 2 a, jedoch Halskragen gelb^ 

Vor ihm ^ senkrecht: (] ^ f] ^. I] fl |:^ PT P^' 

bl Frau »^^ stehend mit herabhäügenden Armen; Tracht wie rechts Ib, dazu gelbe 

" ^^ ^r y n^wA^vi AA/i/vNA . ^xy:^ - C\ 

Bänder an den Hand- und Fußgelenken. Vor ihr »»-» senkrecht: ^-,1' P J ^^ \ 

TPÖ-!- .,, . _ _ _ 

c) Mann wie a; Beischrift: ^J^^^^^^p J P^- 

2. Reihe. 

a) Frau wie Ib; Beischrift: | ^ \ ^^ ^ ^\\ ^^• 

b) Mann wie la; Beischrift: ^T^ -^ ^-f^- ^ a-^=:7^. 

c) Frau wie Ib; Beischrift: ^ P^^q ^ 

3. Reihe. 
a) Mann wie 1 a; Beischrift: (] §> J^^f] i oZ^l^^^t 

AAA/\«A 

^_ ^ t ( 
c) Mann wie 1 a: Beischrift: \\^_^ 

I I /VW 



f\^i^\/\/\/\ AAAAA/V A/WWv 



AA/v/*/Vi 



Linke Außenwand. 
§ 446. Sockel und Fries wie rechts. Darstellungen: 

a So auf der ganzen Wand (gelbe Grnndbemalung), z. T. mit Resten grüner Bemalung, die vielleicht 
überall abgefallen ist. b BuchroUe ohne Bänder. 



KAIKO, NAOS 70037. 



§ 446—448. 



125 



Reihe. 



a) Links auf niedrigem Sockel Mann »>-^ sitzend, an einer Lotosblüte riechend. 
Schwarzes Haar wie Lange-Schäfer Fig. 17, weißer Halskragen, weißer Wadenschurz mit 
vorn herabhängendem Zipfel (wie ebda. Fig. 238 ; Stuhl etwa wie ebda. Fig. 589: Sitz und 
Löwenbeine schwarz, Untersätze gelb, Eückenlehne (Farbe abgefallen^ stark überhängend. 

übe. .. ^: l^^i-^~UV^^^-\^m- 

b) Rechts auf niedrigem Sockel Frau <—m hockend mit untergeschlagenen Beinen, an 
einer Lotosblüte riechend. Tracht wie Rückwand 1 b, jedoch Kleid weiß (Kalkstein un- 
bemaltl Beischrift -^^ über ihr: ^ P ^^ "^^ ""^ f] P ^^^^ Ü Ö I • 

c) In der Mitte ein Tisch mit rotem Fuß wie Lange-Schäfer Fig. 644), auf ihm Speisen 
(Farben abgefallen), in der Mitte ein gelbes {j Brot. Unter ihm stehen auf den Sockeln 
von a und b je ein roter Krug mit schwarzer Kappe auf gelbem Untersatz (ähnlich Lange- 
Schäfer Fig. 851, jedoch nur zwei schwarze Striche unter der Kappe). 



2. Reihe. 

a) Mann *— * stehend mit herabhängenden Armen; Tracht wie 1 a, jedoch kurzes 



schwarzes Haar; vor ihm 



senkrecht 



-m 



— ^^ p^ 



AVSA/V\ ^/s/V^A^ 



b) Frau wie Rückwand 1 b, jedoch Kleid weiß. Vor ihr »»— »• senkrecht: 



c) Mann wie 2 a: Beischrift: l\ 
Dicht vor ihm: J^^J 



^SM 






.n 



^«ri,p^Qi 



a) Frau wie 2 b ; Beischrift : 

b) Mann wie 2 a ; Beischrift : 

c) Frau wie 2 b ; Beischrift : 



3. Reihe. 

.P J P 






•'^. 






A/>/WJ\ I < > O O O ==fc> 



^. Dicht vor ihr: 



§ U7. 70037. Naos des NacM aus Abydos. 

Kalkstein bemalt. Höhe 38 cm. Zeit: Mittleres Reich. Herkunft: Abydos, 
30. März 1881. Ansiebt: Tafel 41 b. Senki-ecbter Schnitt: Tafel 48 d. 

Arbeit: in gutem Stil sorgfältig ausgeführt; die Architektarteile wie die Skulpierung, In- 
schriften und Bemalung sind genau behandelt und scharf gearbeitet. 
Erhaltung: vollständig; Bemalung wenig beschädigt. 

Bibliographie: Joarnal d'entree 25030. — Maspero, Guide da Museeä (1912) 108 No. 329. 
§ 448. Monolither Naos mit Sockel, Oberbau und Dach, in dessen Innenraum eine Granit- 
tigur des Toten gefunden ist. 

Alle Außen- und Innenwände des Naos sind sorgfältig geglättet ; aber nur die Vorder- 
seite ist skalpiert. Unten tritt der niedrige Sockel vor. Am Oberbau liegt auf den Tür- 



126 § 448-451. KAIRO, NAOS 70038. 

pfosten ein Kundstab, der oben wagerecht verläuft und eine Hohlkehle trägt. Die Tür- 
pfosten sowie der Sturz sind geweißt; der von dem Rundstab umschlossene Teil trägt eine 
aus zwei »»-^ -^-«^ Hälften bestehende Inschriftzeile. Der Rundstab ist gelb; auf ihm das 
übliche Baudornament in schwarz. Die Hohlkehle setzt sich an den äußeren Seitenwäuden 
noch für 4,5 cm fort und bricht dann unvermittelt ab. Die Vorderseite der Hohlkehle ist 
gelb bemalt und trägt das Federmuster; die Federn sind weiß umrahmt und abwechselnd 
(von links nach rechts) blau rot grün gelb bemalt; jedoch ist die äußerste Feder rechts 
blau statt gelb, wohl wegen der Symmetrie. Von der Hohlkehle steigt die Oberkante des 
Daches in steilem Bogen auf, um allmählich nach hinten abzufallen. 



§449. Schriftzeile auf Türsturz und -pfosten, Hieroglyphen vertieft und blau ausgemalt: 
wagerecht, von der Ecke ab senkrecht. Rechts <— «« : V-> ü \ i ^ ' 



§ 450. Wagerechte Zeile m-^ auf dem vorderen Teil des Daches; Zeichen vertieft, blau 

ausgemalt, auf weißem Grunde; eingefaßt von zwei wagerechten Linien : Ü^-T^IJO 8 

— " — ^ _^^ -^ ci e\ a ''AAAA o , 2 n H "- ■' 



§ 450. Der Innenrauni 

des Naos wurde verschlossen durch zwei Türflügel. Die Einsatzlöcher für die Zapfen sind 
oben erhalten. Die unteren sind bis au die Vorderseite des Sockels zu einer Rinne ver- 
längert, deren vorderer Teil mit weißem Kalkmörtel verschmiert ist; diese Versperrung der 
Rinne hat man nach der Einsetzung der Türflügel gemacht und sie ist erhalten, obwohl 
die Türflügel herausgefallen sind. Sämtliche Flächen, an welche die geschlossenen wie die 
geötfneten Türflügel anschlugen, sind gelb bemalt. Der eigentliche Innenraum ist sorgfältig 
behauen, aber nicht geglättet; der Boden steigt nach hinten an, wohl um die auf ihm 
stehende Statue besser zur Geltung zu bringen. Im Naos stand die Statue aus schwarzem 
Granit, wie Tafel 41 b es zeigt. 



§ 451. 70038. Naos des Hohenpriesters von Memphis 

Ptahmose aus Abydos. 

Schwarzgrauer, glänzend polierter Granit. Höhe 80 cm. Herkunft: Abydos, 
Osiristempel. Zeit: Thutmosis HI. Ansicht: Tafel 40 b. Wagerechter bzw. senk- 
rechter Schnitt: Tafel 55 a bzw. b. Darstellung des Ptahmose: Tafel 86 d — e. 

Arbeit: Die Architektur sorgfältig gearbeitet, alle Flächen sauber poliert. Skulptur und 
Inschriften von gutem Stil und scharf geschnitten. 

Erhaltung: vollständig außer dem vordersten Teil des Sockels und dem Bart der Figur, 
a Das Zeichen ist oben rund. 



voet)ee?;eite. innenraum. 



§ 451—454. 



127 



Bibliographie: Mariette, Catalogue d'Abydos (Paris 1880; 1427. — Mariette, Abydos 2 (Paris 1880 pl. 32. — 
Maspero, Guide du Musöe-* (1912 121 No. 421. — Lieblein, Dictionnaire des noms No. 1929. — G. Legrain, 
Repertoire göneal. et onora. (Geneve 1908) p. 89 No. 165. — G. SteindorfT. Blütezeit des Pharaonenreiches 
(Bielefeld und Leipzig 1900; 113, Abb. 98. 

§ 453. Monolither Naos mit Sockel und einem Oberbau, dessen Vorderseite nach oben 
zurücktritt und einem besonders aufgesetzten Dach, das vorn steil ansteigt und nach hinten 
allmählich abfällt. Auf der Vorderseite des Naos sind Inschriftzeilen eingegraben; an den 
beiden Seitenflächen Bilder des Toten mit Inschriften. Aus dem Innenraum, der nicht ver- 
schließbar war, tritt eine als Statue ausgearbeitete Figur des Toten in starkem Hochrelief 
heraus. 

Vorderseite. 

$ 453. Von dem Sockel, der weggebrochen ist, steigt eine glatte, die Öftnung des Innen- 
raums umschließende Fläche auf; diese ist außen eingefaßt von einem umlaufenden Euud- 
stab (unten weggebrochen) und ist innen gegen den Innenraum abgesetzt mit einer schmalen, 
schwach zurückspringenden Kante. Über den TUrsturz und die -pfosten hinweg laufen zwei 
m—* <— «« Inschriftzeilen, die in der Mitte des Türsturzes beginnen ; Anfang wagerecht, dann 

■i jttt^-^^-^^qj_^A [jc^ cyD sj. 



1 1 li. 



senkrecht. Links: ][^^J | 

=töTip3 -^^ 






Innenraum. 

§ 454. Aus dem nicht sehr tiefen (unten 9, oben 6 cm) Innenraum tritt eine Figur des 
Toten, die in starkem Hochrelief gearbeitet und wie eine Statue ausgeführt ist. Der Tote 
steht, beide Hände hängen nach vorn auf den Schurz herab. Halblanges Haar, in Löckchen 
aufgelöst; rechts ein selbständiger, vom Oberkopf ausgehender, geflochtener Zopf. Auf dem 
Oberkörper liegt ein Panterfell, von dem der Kopf über die linke und ein Vorderbein über 
die rechte Schulter nach vorn fällt, das andere Vorderbein ist unter der linken Achsel 
nach vorn durchgezogen. Die beiden Vorderpranken sind verbunden durch ein schmales 
Band mit schrägen Querstrichen. Außerdem liegt auf dem Oberkörper unter dem Panterfell 
ein breiteres Band, das von der linken Schulter vorn unter den Gürtel läuft. 



auf der Brust 



C^Ml . -< 



o 



der rechten Schulter 



Eingegraben 



an beiden Stellen liegt 



k-J 



offenbar kein Kleid auf dem Körper. Der Schurz hat ein dreieckiges vorstehendes Vorder- 
teil, auf dem ein Mittelstück herabhängt. Das Mittelstück ist ein glattes Band, das oben 
ungeteilt ist; dann, unterhalb eines Querstückes, längsgeteilt; unten ein breiteres Gehänge, 
das durch vier Längskerben geteilt ist. Am Gürtel steht eine unten durchgezogene Schleife 
nach oben heraus. Unterhalb des Gürtels läuft über den Schurz ein schmales Band, das 
vorn geknotet ist; die beiden Enden hängen im Bogen nach den Seiten herab. Unten auf 

dem Schurz wagerechte Zeile: l^^^f J °|(ti^ • 



a Genauer auf Tafel 90, 114. 



b Der senkrechte Stiel ist in der Mitte gebrochen. 



128 § 455—456. 



KAIRO, NAOS 70038. 



Rechte Außenwand. 

§ 455. Unten in Umrißzeichnung ein Bild des Toten in demütiger Haltung^ auf Stand- 
linie. Er steht <— <« ein wenig nach vorn übergeneigt, die Hände hängen ausgestreckt nach 
vorn herab. Halblanges Haar, dessen unterer Abschluß verdeckt ist durch das geflochtene 
Züpl'chen. An der Stirn liegt unter der Perücke noch ein Band irgend welcher Art. Auf 
dem Oberkörper liegt ein Panterfell in derselben Weise wie an der Statue (§ 454); das 
Band zwischen den beiden Vorderpranken ist längsgeteilt. Die Fläche des Oberkörpers ist 
angerauht'', während sonst die glatt polierte Oberfläche stehen gelassen ist. Der untere 
Teil des Felles wird durch einen Gürtel zusammengehalten; der Schwanz und die Hinter- 
beine hängen herab. Unter dem Fell sitzt ein enger Knieschurz und ein weiter Waden- 
schurz mit vorn herabhängender Spitze. 



Über ihm Inschrift in wagerechten 

D P 2 



Zeilen, vertieft, mit Trennungsliuien: 



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Linke Außenwand. 

§ 45(>. Unten links ein m—> Bild des Toten in Umrißzeichnung wie § 4. Kopf und Ober- 
körper, das Fell und der weite Knieschurz genau wie dort. Kein Gürtel. Der enge Knie- 
schurz ist nur durch eine angerauhte Fläche* angedeutet. 

Über und vor ihm Inschrift in wagerechten »— » Zeilen, vertieft, mit Trennungslinien : 






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ii 



a Gemeint ist diejenige Haltung, welche auch die Statue hat (§ 454). 

b In Tafel 86 e punktiert angegeben. c Wie Tafel 89, 40. 

d In Tafel 86 d punktiert wiedergegeben. e \ ist durch ) hindurchgelegt: Tafel 90, 115. 

f_ ist durch U hindurchgelegt: Tafel 90, 116. 

g Ineinandergesetzt : Tafel 91, 118. h Der senkrechte Stiel ist in der Mitte gebrochen. 



KAIRO, XÄ05 70039. § 456—459. 129 



^^ 



Af^^^l'-l^-^^lZ^B^TB^W^B^S 



15' 



§ 457. 70039. Naos des Hohenpriesters des Osiris J J 

aus Abydos. 

Kalkstein. Hohe 45 cm. Zeit: Dyii. 18 vor Amenoiiliis IV. Herlvunft: 
Abydos, November 1860. Ansichten: Tafel 42 b von vorn, 43 a von der rechten, 
43 b von der linken Seite. Senkrechter Schnitt: Tafel 56 b. 

Arbeit: Ungeschickte Handwerksarbeit in grobem Stil. Architektur schlicht, ohne Sorgfalt 
ausgeführt. Inschriften roh; die Darstellungen zum Teil besser gezeichnet. Statuen ohne 
künstlerischen Wert. 

Erhaltung: fast vollständig; Gesichter der Statuen beschädigt. 

Bibliographie: Mariette, Catalogue d' Abydos 'Paris 1880) No. 1428. — .Journal d'entröe 12647. 

§ 458. Monolither Naos mit Sockel, Oberbau und Dach, sowie zwei Statuen im Innen- 
raum. Der Sockel ist niedrig und tritt vorn und an den Seiten schwach vor. Am vier- 
eckigen Oberbau, dessen Seiten senkrecht stehen, ist die Rückwand nur roh bearbeitet 
und, von der grob angedeuteten Hohlkehle abgesehen, eben gelassen. An den vier Ecken 
steigen Rundstäbe auf, die oben wagerecht verlaufen und eine umlaufende Hohlkehle tragen ; 
auf dieser sitzt das Dach selbständig auf An der linken Außenseite ist die Hohlkehle 
bemalt mit dem Federmuster; die Federn sind abwechselnd rot, ,'■.,, grün;?), /.. [die fehlende 
Farbe ist vielleicht blau]. In den an den äußeren Seitenwänden angebrachten Darstellungen 
sind die Figuren vertieft mit Innenzeichnung ausgeführt; hier und sonst die Hieroglyphen 
nur als vertiefte Silhouetten. Im Innenraum des Naos sitzen die fast in voller Rund- 
skulptur herausgearbeiteten Figuren des Toten und seiner Frau. 

Vorderseite. 
§ 459. An der Vorderseite des Naos ist zwischen dem umlaufenden Rundstab und der 
Türöffnung des Inneren nur ein schmaler Streifen stehen gelassen, auf welchem eine Schrift- 
zeile »»-^ *— »« über die Pfosten und den Sturz hinwegläuft. Links s»-^ wagerecht, nach 

der Ecke senkrecht: lA n '!sär=f X 

f- -f 



Q I H^_ n I 

SIC 



f-j^'miTt^o%.=i 




a Genauer: Tafel 91, 119. b Genauer: Tafel 91, 120. 

c Ob 1? Lanze? Kaum ö (Tafel 91, 121). d Sämtlich Stiere: Tafel 91, 122. 

e Undeutlich, eigentlich nur <,'. 

f— f Diese Zeichen sind geschnitten über den ausgemeißelten Namen einer anderen Frau, der mit 

FS=^? begann. ^ ^ 

s—s Hier sind die Zeichen, vermutlich '«^^^ II , ausgemeißelt. 

Boeder, Naos. 17 



130 § 460—464. KAIRO, NAOS 70039. 

Rechte Außenwand. 

§ 460. Der Oberbau trägt auf der Fläche zwischen Sockel und Rundstab oben eine Dar- 
stellung des Toten und seiner Frau, vor welchen ein Sohn opfert: unten drei Söhne, die 
einer Tochter gegenüber sitzen. 

Obere Darstellung. 
§ 461. Unten Standlinie. Oben abgeschlossen durch die sechs nebeneinander gesetzten 
senkrechten Schriftzeilen, die durch Linien voneinander getrennt sind. Der Tote und seine 
Frau sitzen ■«— «« auf zwei Stühlen, die auf einem niedrigen gemeinsamen Untersatz stehen. 
Er hält in der rechten Hand eine Lotosblüte (? nur Silhouette gezeichnet) an die Brust, in 
der linken eine Bandschleife. Das Haar halblang, längsgestreift, das Ohr freilassend, fällt 
nur auf die linke Schulter; über der Stirn und am Rand unterhalb des Ohres ' zwei Reihen 
von Löckchen. Auf dem Kopf der »Salbkegel«. Halskragen mit eingeschnittenem Muster 
von herabhängenden Lotosblüten. Ziemlich enger Wadenschurz; die Beine sind bis zum 
Knie gezeichnet. Vom Stuhl ist nur die Sitztiäche gezeichnet und ein vorderes Bein (Löwen- 
Vorderbein auf \7 Untersatz). Über ihm senkrecht: U I | y u -;s=- r ^ p=^ ] V 

§ 462. Frau < — m. legt die rechte Hand von hinten auf die rechte Schulter des Mannes 
und hält in der linken ein Zeugband vor sich. Langes Haar, das ununterbrochen auf die 
linke Schulter und den Rücken herabfällt; aufgelöst in Strähnen, die unten in 4 — 7 Gliedern 
geflochten sind. Stirnband, auf dem eine eingegrabene Zickzacklinie läuft (Band? Muster 
von Lotosblumen?). Auf dem Kopf »Salbkegel«. Halskragen wie bei dem Toten. Frauen- 
kleid mit Tragband auf der rechten Schulter; der obere Rand des Kleides hat einen quer- 
gestreiften Saum. Am linken Handgelenk ein glattes Band. — Der Stuhl ist vollständig 
gezeichnet: wagerechte Sitzfläche; je ein Vorder- und Hinterbein eines Löwen auf o Unter- 
satz; Rückenlehne mit schräger Vorderseite, oben nach hinten umgebogen. Unter dem 
Stuhl stehen: ein D Gefäß mit Schminkgritfel, ein y Spiegel und ein W Salbgefäß. — 

d Sic i I U 

Über ihr senkrecht: k.=^ '=' qvNIqV^. 

§ 463. Dem Paar gegenüber steht der Sohn »— *; die linke Hand hängt nach vorn herab; 
mit der rechten gießt er aus einem Ö Gefäß einen Wasserstrahl auf eine frei schwebende 
Platte, auf welcher liegen: drei ß Brote, ein ö Napf mit Brot, zwei O runde Brote, ein 
größeres ^ Stück Fleisch(?), ein längliches c=v Gemüse. — Kurzes anliegendes Haar. Glatter 
Halskragen. Gürtel mit schwach vortretendem Schurz. Sandalen; vom Spannriemen läuft 

ein anderer zu den Zehen. Über ihm senkrecht: 1 A /^ 1 "fvl H "t) 

U I I I I — ^'^^^ m^ -c^Ä."^ 



ö 



in 



Unteres Bild. 
§ 464. Keine Standlinie. Rechts mit untergeschlagenen Beinen ■*— «« hockende Frau; hält 
in der rechten Hand eine Blüte, in der linken ein Zeugbaud. Das Haar ist gemeint wie 
bei der Frau im oberen Bilde, jedoch hier nur ganz grob und andeutungsweise ausgeführt. 
Glattes Stirnband. Kleiner Salbkegel. Glatter Halskragen. Frauenkleid; Tragband auf 



a Gemeint sind die abgetreppten Strähnen, wie sie an Statuen oft erhalten sind. 

b Wohl (] ^^^^ ausgemeißelt. c Wie Tafel 88, 11. 

d— d Steht über einem ausgemeißelten Namen. e Genauer auf Tafel 91, 123. 



RECHTE AUSSENWANÜ. LINKE AUSSENWAND. § 464—468. 131 

•^ tri 

der rechten Schulter. Glattes Band an jedem Handgelenk. Über ihr wagerecht: ^^^^ 

|l y IJ iu Ji]. Vor ihr ein kleiner Opfertisch mit vier || Broten, einem größeren ci Gegen- 
stand, einer ^^ Gans und einem länglichen c^v, Gemüse. 

§ 465. Links sitzen drei >»— > Männer in ähnlicher Haltung: in der an die Brust gehal- 
tenen linken Hand eine Blute, in der rechten bei dem ersten Manu ein Zeugband, bei 
dem zweiten und dritten eine Knospe. Der erste hat beide Beine untergeschlagen; der 
zweite und dritte schlägt das rechte Bein unter und setzt den linken Fuß auf. Jeder trägt 
einen engen Kuieschurz; gezeichnet ist nur der Gürtel. Glatter Halskragen. Verschieden 
ist das Haar; bei dem ersten halblaug, das Ohr bedeckend, unten wagerecht abgeschnitten; 
bei dem zweiten und dritten: etwas kürzer, mehr abgerundet, am unteren Rande parallele 
senkrechte Striche als Andeutung der Locken. 



Vor dem ersten senkrecht: ^^^(]"^^^(] h. Vor dem zweiten senkrecht: ^'i' 
Vor dem dritten senkrecht: _^ (1 (n I. 

^^--» 1 /www I I I I 

Linke Außenwand. 

§ 466. Zwei Bilder übereinander. Oben: vor dem Toten und seiner Frau opfert sein Sohn. 
Unten: ein Manu mit zwei Brüdern sitzt vor einen: Opfertisch. 

Oberes Bild. 
§ 467. Unten Standlinie. Links sitzt der Tote und seine Frau »-^ auf je einem Stuhl. 
Er trägt in der linken an die Brust gelegten Hand eine Blüte und hält in der rechten eine 
Zeugschleife. Halblanges Haar, das Ohr bedeckend, vorn gerundet; eingegrabenes Netz 
von wagerechten Linien und senkrechten Wellenlinien. Darauf Salbkegel. Glatter Hals- 
kragen. Gürtel. Enger Knieschurz mit Mittelstück wie am Schenkelschurz, das auf dem 
rechten Oberschenkel liegt; außerdem Wadenschurz, durch den die Beinlinien hindurch- 
schimmern. Vom Stuhl ist das vordere Bein (Löwen-Vorderbein auf ü Untersatz) gezeichnet, 

das übrige verdeckt. Über ihm senkrecht: JA ^^^ . -^ äu=_<=>^lli ^ I 

§ 468. Frau -e— «« sitzend, hält in der rechten Hand eine Blüte und legt die linke (nicht 
gezeichnet) auf die linke Schulter des Mannes; an den Armen, Füßen und Gesicht Reste 
rotbrauner Bemalung. Langes Frauenhaar, ununterbrochen auf der rechten Schulter liegend; 
eingeteilt in lange Strähnen, von deren Enden mehrere zu kurzen Zöpfchen (angedeutet 
durch vier Querstriche) zusammengeflochten sind. Glattes Stirul)and. Salbkegel. Glatter 
Halskra<'-en. Vom Frauenkleid ist nur der untere Rand angegeben. Stuhl wie § 461. Über 



ihr senkrecht: ,"1^=— '=■ ^, 



a Das P ist doch wohl ein "O mit ausgerutschten Meißelstrichen; also bedeutet der Name »Tochter 

der Fürstin der ganzen Gütterschaft«. 
b h ^^^^ steht auf einer nachträglich geglätteten Fläche. c Genauer auf Tafel 91, 124. 

d— d Der Name steht auf nachträglich ausgehobenem Grunde. 

17* 



132 S 469-473. KAIKO, XAOS 70039. 



§ 469. Vor dem Ehepaar steht ein Opfertisch, auf welchem liegen (von links nach rechts): 
unten zwei Q ovale Brote, ein ö Napf mit Brot, ein S3 Kalbskopf, ein Q ovales Brot, ein 
A GemUse(?); darüber: eine ^^ Gans, ein rotes Stück Fleisch, ein anderes ^ (rot , darauf 
ein rotes Stück '^^S? Fleisch; oben ein Gemüse; darauf eine Lotosblüte und zwei Knospen, 
die durch ein dreifaches, zur Schleife gewundenes Band zusammengehalten werden. Unter 
dem Opfertisch stehen ein spitzer Krug und ein Krug mit Hals; in jedem eine Knospe. 

§ 470. Keehts steht der Sohn <— «, erhebt die rechte Hand (Daumen oben) nach vorn 
und hält in der linken einen Zipfel des Felles. Halblanges Haar, das Ohr bedeckend, 
unten wagerecht abgeschnitten. Glatter Halskragen. Enger Knieschurz. Von der rechten 
Schulter hängt ein Fell herab, das den Körper bis fast zu den Knieen bedeckt; Schwanz 

zwischen den Beinen des Mannes. Über ihm senkrecht: ^J _&= l-r . . [1 ^^X^\ 

«_ 'CöT? n "Y ^^^^ i ^- Vor ihm wagerecht: l/\ / • 

Unteres Bild. 

§ 471. Unten Standlinie, oben Abschlußlinie. In der Mitte ein sitzender »>— > Mann; in 
der rechten Hand kurzer Stock(?), in der linken hält er zwei dünne [Blüten- ?]Stengel an 
die Brust. Halblanges Haar, das Ohr bedeckend, unten wagerecht abgeschnitten. Glatter 
Halskragen. Wadenschurz. Von dem Stuhl sind gezeichnet: die in der Mitte vertiefte Sitz- 
fläche, getragen von zwei Füßen; eine wagerechte Querleiste mit einer senkrechten und 
zwei schrägen Stützen. — Vor ihm ein Opfertisch; darauf: drei Q ovale Brote, ein ■C? 
Napf mit Brot, ein großes Stück Fleisch und zwei Gemüse. — Vor (Zeile 1 — 2 senkrecht) 

und über ihm (Zeile 3 wagerecht) : i=z ^^^ LJj M N ^^^ 

§472. Hinter ihm hocken am Boden zwei Männer »»— * in gleicher Haltung: Beine unter- 
geschlagen, linke Hand geballt an der Brust (mit Blume?), rechte vorgestreckt mit Knospe 
bzw. Blüte. Körper rotbraun. Haar, Halskragen wie bei dem sitzenden. Schurz ohne 
Grenzlinien; angedeutet nur durch das Fehlen der Bemalung. Vor dem ersten senkrecht: 

I /^ (j ^'' "^ . Vor dem zweiten senkrecht: | f^fp^^^' 



^^^5 



Dach. 

§ 473. Das Dach ruht auf einer schräg nach hinten abfallenden Fläche, wie ja der ganze 
Naos wegen des schiefen Sockels nach hinten überkippt. Die auf der Oberkante der Hohl- 
kehle ruhende Fläche ist 25 cm breit und 24 cm tief; die Oberkante des Daches, das nur 
19 cm breit ist, steigt 2,5 cm hinter der Vorderkante steil an und fällt nach hinten schräg 

ab. Auf der absteigenden Fläche eine m-^ senkrechte Zeile: I A =^=, «^^ ^^=^ ^\ jy 



a Meißelspuren am Rücken des Geiers; vielleicht ist die Geißel von |^ getilgt, 
b Der Name des Amon ist hier von den Verfolgern übersehen. 



KAIRO, NAOS 70040. § 474—476. 133 

§ **"^' Der Innenraum 

wurde verschlossen durch zwei Türflügel. Oben liegen unmittelbar vor dem stehen ge- 
lassenen Anschlag zwei Löcher für die Zapfen; unten sind die Löcher als Kinnen durch- 
gezogen bis an die vordere Außenkante für die Einfülirung des Zapfens bei der Ein- 
setzung der Türflügel ■'. 

Bei der Aushöhlung des Innenraumes bat man im f^tein die l)eidcn sitzenden Figuren 
des Toten und seiner Frau sowie den Sockel für sie stehen lassen; der Boden und die 
Sitzfläche sind schräg nach vorn abwärts geneigt, ofienbar aus perspektivischen Gründen. 
Der Tote (Körper rotbraun) legt die linke Haud ausgestreckt auf den Oberschenkel und 
umschlingt mit der rechten den Leib der Frau. Gesicht abgemeißelt. Halblanges Haar in 
Strälinen, die vorn unten stufenweis kürzer werden. Halskragen angedeutet durch das 
Fehlen der Körperfarbe. Gürtel mit engem Wadenschurz; auf diesem eine senkrechte 
<— «« Zeile, eingefaßt von zwei roten Linien: ■=># 5^5 '^"^at f)lj 1 T ff 

Seine Frau legt die rechte Hand ausgestreckt auf den Oberschenkel und umschlingt 
mit der linken den Leib des Mannes. Frauenhaar in einzelne quergestreifte Strähnen auf- 
gelöst; auf dem Scheitel liegen zwei parallele Bänder, die vom Hinterkopf zur Stirn 
laufen. Vom Frauenkleid ist nur der untere Rand angegeben; auf ihm läuft von dem 
Ansatz der Oberschenkel abwärts eine senkrechte Zeile, eingefaßt durch zwei rote Linien: 



■ <?b A.Sb 



ir\—.c=s. = 6^A^cf\ 



§ 475. 70040. Naos des ^ ^ ^ und des I) ^ d^ [[] ^ .Dyn. 11) 

aus Karnak. 

Kalkstein. Höhe 47,5 cm. Herkunft: In Karnak am 8. Augnst 1900 ge- 
funden. Ansicht: Tafel 42 a. Wagerechter bzw. senkrechter Schnitt: Tafel 53 a 
bzw. b. Details aus den Darstellungen : Tafel 84 a, 86 c, 87 i — k. 

Arbeit: sorgfältig; Darstellungen und Hieroglyphen vertieft, z. T. mit sauberer Innen- 
zeichnung. 

Erhaltung: An der äußeren Rückwand fehlt unten ein großes Stück; die Rundstäbe und 
vorspringenden Kanten sind fast sämtlich abgestoßen. 

Bibliographie: Journal d'entree 34626. — Maspero in Musee Epyptien 2 (Caire 1907) 20 mit pl. VII. 

§ 476. Monolither Naos, sich nach oben verjüngend, auf drei Seiten durchgearbeitet, die 
senkrechte Rückwand schmucklos. Das unregelmäßig gewölbte Dach ruht auf umlaufen- 
der Hohlkehle. 



a Nach der Einsetzung wurde der vordere Teil der Rinne verschmiert, so daß die Tür feststand. 

b Wie Tafel 91, 124. 

c— c Auf nachträglich abgemeißeltem Grunde. 



134 § 477—479. KAIRO, NA08 70040. 

Die Vorderseite 

(Breite unten 33 cm, oben unter dem wagerechten Rundstab 30,5 cm). 

§ 477. Der Sockel ist nicht erhalten und kann weiter vorgesprungen sein als in der 
Rekonstruktion angegeben ist. Die Vorderseite ist eingerahmt durch einen Rundstab (Durch- 
messer 1,7 cm), dessen Ansatz auf dem Sockel nicht erhalten ist. Auf dem wagerechten 
Teil desselben sitzt eine Hohlkehle (Höhe 4,5 cm) mit Deckplatte. Von der letzteren steigt 
das Dach in steilem Bogen auf (um 5 cm auf 3,5 cm), vorn und an den Seiten um 1,5 — 2 cm 
zurückspringend; nach hinten fällt es allmählich in gerader Linie ab. 

Die Türöffnung 
nimmt fast die ganze Vorderseite ein, so daß bis an den Rundstab oben und an den Seiten 
nur je 2 cm frei bleiben (unten zerstört). Jede der beiden Laibungen ist in zwei Streifen 
(Breite 1,5 cm) gegliedert, von denen der hintere um 0,5 cm nach innen vorspringt. Die 
vier Löcher für die Zapfen der beiden Türflügel sind oben (Tiefe 3,5 — 4 cm) ganz, unten 
(Tiefe 3 cm) zur Hälfte erhalten. 

Das Innere 

springt in der Türöffnung nach innen vor, oben und an den Seiten um 1,5 cm, unten um 
3 mm. Die Wände sind schlecht geglättet. An der Decke ist, wohl nachträglich, ein großes 
Stück ausgemeißelt; vielleicht, um eine hohe Statue hineinstellen zu können. 

Die linke Außenwand. 

§ 478. Unten der 4 cm hohe, stark geböschte Sockel. Darauf die weniger geböschte Wand, 
auf die der senkrechte Rundstab an der Ecke der Vorderseite übergreift. Der wagerechte 
Rundstab und die Hohlkehle setzen sich als Fries bis an die Rückseite des Naos fort. 

Darstellung: Mann vor Eßwaren; rechts Opferformel. 

Mann »>-^ sitzend auf einem Stuhl, unter den Füßen Platte als Fußbank; in der 
linken Hand langer Stab oben mit Papyrusdolde, in der rechten Hand •¥--Zeichen. Volles 
kurzes Haar, unten abgerundet (Tafel 86 c . Breiter glatter Halskrageu. Gürtel mit engem 
Knieschurz; darüber langer weiter Wadenschurz, dessen vorderer Zipfel herunterhängt^. 
Der Stuhl'' hat Vorder- und Hinterbeine eines Löwen auf "ZJ Untersatz; die Rückenlehne 
ist vorn geneigt, hinten senkrecht; auf dem Sitz ein Kissen. 

§ 479. Die Eßwaren: 

1. Unten eine auf zwei Füßen'^ ruhende Platte; darauf zwei runde und ein längliches 
Brot und zwei Rüben (?), herabhängend eine Lotosblüte und -knospe (Tafel 87 i). 

2. Einfache Platte mit Rinderbein, Rippen, \jß und einem runden Stück (Herz?). 

3. Platte mit Rinderkopf, Gans und großem Fleischstück (?). 

4. Platte mit einem länglichen Brot wie auf der 1. Platte, zwei anderen in Körben JJ, 
und einer Rübe (vgl. 1. Platte). 

5. Platte mit vier zusammengebundenen Zwiebeln, Herz und Lungen mit Luftröhre, 
einem GemUse(?) im Korb (Tafel 84 a) und einem Korb mit Feigen. 



a Ähnlich Lange-Schäfer, Grab- und Denksteine des Mittleren Reichs, Band 4 (Berlin 1902), Fig. 241. 
b Ähnlich Lange-Schäfer Fig. 613. Die Lehne zerstört, auf der rechten Außenwand erhalten. 
c Sie haben etwa die Form der »Schale« in Lange-Schäfer Fig. 745. 



KAIRt), NAOS 70041. § 480—483. 135 

§ 480. Die Opferformel senkrecht >»— »■ in vier rückläufigen Zeilen: 



Die rechte Außenwand. 
§ 481. Einteilung wie an der linken Wand. 

Darstellung: Mann *—m. wie links; nur Stab in der rechten, •¥• in der linken Hand. 
Hinter ihm Frau ■<—««< stehend, die rechte Hand au die Brust legend ; in der linken Wedel 
(Tafel 87 k). Frauenfrisur; breiter glatter Halskragen; Frauenkleid mit Tragband (linke 

.Schulter zerstört). Beischrift -«—«« senkrecht: c, lyr^^J^. 
Die Eßwaren: 

1. Unten ein Krugs mit Lotosblüte. 

2. Platte mit zwei runden und einem länglichen Brot (wie linke Wand auf Platte 1). 

3. Platte mit Fleisch wie links auf Platte 2. 

4. Platte mit Gans, Rübe und Spitzbrot. 

5. Platte mit zugespitztem Brot im Korb und Korb mit Gemüse(?, wie § 479 auf Platte 5) 
und Rübe. 

6. Platte mit vier zusammengebundenen Zwiebeln, Korb mit Feigen und Herz mit 
Luftröhre (vgl. § 479 auf Platte 5. 

§ 482. Opferformel <— *< in vier senkrechten rückläufigen Zeilen: 

3i 






O O O iü 






§ 483. 70041. Ton-Naos von Goldschmieden ans Abydos. 

Gebrannter Ton, auch imieii rot. Höhe 37 cm. Zeit: Zusammen mit Stelen 
der 20. Dynastie gefunden; wohl aus der gleichen Zeit. Herkunft: Abydos, im 
Saude nahe Schunet ez-Zebib. Ansicht: Tafel 45a. Senkrechter Schnitt : Tafel 60 e. 



a Genauer auf Tatel 91, 128. b Genauer auf Tafel 91, 125. c Genauer auf Tafel 91, 129. 

d Genauer auf Tafel 91, 126. e Genauer auf Tafel 91, 127. f Genauer auf Tafel 91, 130. 

g Ähnlich Lange-Schäfer Fig. 812. h Wie Tafel 91, 126. 1 Wie Tafel 91, 128. 

k Wie Tafel 91, 127. 1 Genauer auf Tafel 91, 131. m Genauer auf Tafel 91, 132. 
n Davor zerstört. 







136 § 483—487. KAIRO, NAOS 70041. 

Arbeit: Handgeformt, aber mit einem Schaber glatt gestrichen. Die Tlirumrahmung ist 
vor dem Brennen besonders aufgelegt und mit der Hand oder mit einfachen Instrumenten 
geformt. Der Stil der Darstellungen und Hieroglyphen ist grob, aber nicht ungeschickt. 
Erhaltung: vollständig bis auf kleine Stücke an der Türumrahmung. Der Türsturz war 
herausgebrochen und ist modern wieder eingesetzt. 
Bibliographie: Mariette, Catalogne d'Abydos No. 1429. 

§484. Naos in einem Stück geformt ohne Boden und mit einer Tür; in Gestalt einer 
kegelförmigen runden Hütte, deren Wände nach oben zusammenlaufen und in einer Spitze 
endigen. Die Türöfinung (Höhe 16 cm, Breite 11 cm) beginnt 7,5 cm über der Unterkaute 
des Naos und ist von einer 2 — 2,5 cm breiten Leiste umrahmt. Auf dieser sitzt über der 
Mitte der Tür eine Sonne. Ferner oberhalb derselben: wagerechter Rundstab mit Hohlkehle 
(Höhe zusammen 2 cm); darauf Fries der Schlangen in Vorderansicht mit Sonne (Höhe 4 cm). 

§ 485. Auf die Außenseite des Naos sind Darstellungen, deren einzelne Teile nicht von- 
einander getrennt sind, in vertiefter Umrißzeichnung eingeritzt mit Beischriften in vertieften 
Zeichen; eine umlaufende Linie schließt die Bilder ab. 

Rechtes Bild. 
§ 486. Osiris »»— * auf niedrigem, vorn abgeschrägtem Untersatz stehend. Mumiengestalt, 
in den vorgestreckten Händen ein aus J , ■¥■ und f\ zusammengesetztes Szepter haltend. 
Oberägyptische Krone fß mit zwei Straußenfedern, (lebogener Bart. Glatter Halskragen, 
von dem das Gegengewicht nach hinten herabhängt. Altar, auf welchem eine Platte mit 
einem Krug und zwei runden Q Broten liegt; darüber große -n Lotosblüte. Über Osiris 

n? a Sic I 

senkrecht: 1^ 'J r] J) ^... I <^y- Hinter Osiris ein -^-n» gewendetes kolossales 

ft-Zeichen (ob zur zweiten Frau des Mittelbildes gehörig?). 

Mittleres Bild. 

§ 487. Ein Mann mit zwei Frauen betet vor Osiris. 

Mann <— «« stehend, erhebt beide Hände (Innenflächen nach vorn). Anliegendes Haar. 
Glatter Halskragen. Weiter Knieschurz, Gürtel nicht gezeichnet; vorn oben hängt ein Band- 
ende herab. Vor ihm steht ein Altar j| mit zwei runden O und einem ovalen Q Brot, 
darauf^ Lotosblüte. Über ihm senkrecht: ^^^ ^\ T o W\ 

Erste Frau -^-f« stehend, erhebt die rechte Hand (Innenfläche nach vorn) ausgestreckt 
und in der linken ein Sistrum (Griff mit Hathorkopf, Bogen mit zwei Querstäben). Frauen- 
haar mit Stirnband. Auf dem Kopf Salbkegel und Lotosblüte. Weites durchsichtiges Kleid 
vom Hals bis zum Boden mit Armein bis zu den Ellenbogen; ferner sieht unterhalb des 
rechten Ellenbogens ein Zeugrand vor, von welchem ein breiter Streifen mit Zipfel nach 

unten herabhängt. Über ihr senkrecht: A-' '■wv-a ,^ \\ ^^^a«ww r| lg] . 

Zweite Frau ■*— «« wie die erste. Über ihr senkrecht: V f '>~waa Jj ^^^w 



a Genauer: Tafel 87 d. b Form des | wie oben (Tafel 87 d). 

c Vielleicht altes Loch, an dessen Stelle nie ein Schriftzeichen gestanden hat. 

d Wohl wvAAA, nicht i j. e So scheint es; lies O^? f Seheinbar mit Bart. 



KAIRO, NAOS 70042. § 487—491. 137 

Osiris !»— > wie im rechten Bild; jedoch sehen unterhalb des Halsbandes die Enden 
der gekrenzten Bänder vor. Der Sockel, für welchen mau den Platz freigelassen hat, ist 
nicht gezeichnet. Über ihm senkrecht: ij J) ""^^^^^ 8 O X • — Zum Obelisken hinter ihm 
vgl. §488. 

Linkes Bild. 

§ 488. Frau und Mann beten vor Osiris. 

Frau m—> wie das Spiegelbild zu den Frauen des Jlittelbildes; jedoch hat das Sistrnm 
drei Querstäbe. Vor ihr ein Altar jj mit zwei runden O und einem ovalen Q Brot. Über 

ihr senkrecht: l.^,-^^^^.,^^JJ2^1)c.^^O|_ ^ 

Mann »>-^ wie im Mittelbild (kein Altar). Über ihm senkrecht: fvl^^^. „ Y X \\ 

Osiris <—m wie das Spiegelbild des Osiris im mittleren Bild; Sockel auch hier nicht 
gezeichnet. Zwischen den beiden Osirisfiguren steht frei ein Obelisk von gleicher Höhe 
wie diese: niedriger vorspringender Untersatz; Schaft sich verjüngend, durch eine wage- 
rechte Linie abgegrenzt gegen die Spitze. Über Osiris und dem Obelisk senkrecht: 

§489. 70042. Naos des ^(ll). 

Kalkstein. Höhe 26 cm. Zeit: Neues Reich. Senkrechter bzw. wagerechter 
Schnitt : Tafel 55 e bzw. f. 

Arbeit: Die schlichte Form der Architektur ist ungeschickt ausgeführt; die Hieroglyphen 
sind sauber. 

Erhaltung: vollständig bis auf kleine Beschädigungen an der Hohlkehle. 

§490. Monolither Naos mit Sockel, Oberbau und Dach; nur die Vorderseite hat eine 
Fassade erhalten, alle übrigen Seiten sind glatt. Der Sockel tritt schwach vor. Von ihm 
steigt an den Außenkanten der Vorderseite ein Rundstab (unvollendet, mit viereckigem 
Querschnitt) auf, der oben wagerecht verläuft und eine Hohlkehle trägt. Die Oberkante 
der Hohlkehle fällt nach hinten zu ab auf eine Strecke von 4 cm; dann steigt das Dach 
steil an, um allmählich abzufallen. Der Inuenraum, dessen Wände nicht geglättet sind, 
konnte nicht verschlossen werden; der Boden fällt nach hinten ab, die Decke steigt an, 
die Rückwand weicht nach unten zurück. 

§ 491. Senkrechte »>— » Zeile auf dem Dach und der Rückwand; Hieroglyphen vertieft, 

'^ k , n , t f) n 51 '^ 'Ö' ' '^"^'^^ '■0- fi Gruppen g; 

elb ausgemalt; eingefaßt von zwei Linien: J,/\ 'm^H'^vi K\'^WP abgerieben ß 

'M^- ^ ^ '^ ^' 

Rechte Außenseite; senkrechte <— «« Zeile wie oben: AI jJ [ T 

Linke Außenseite; senkrechte m-^ Zeile wie oben: A I j^öj_ flW U ^^ 

rm- ~ ■■~^"' 

a So .VVV.ÄV im Gegensatz zu den «, die überall nur als Strich gezeichnet sind. 

Reeder, Naos. 18 



Ö 



138 § 492—495. KAIRO, NAOS 29752. 



§492. 29752. Holznaos (Affensarg;) aus Sakkara. 

Höhe etwa 92 cm. Zeit: wohl saitisch oder später. Ansicht: Tafel 44a. Senk- 
]-echter bzw. wagerechter Schnitt: Tafel 57 a bzw. b. Türfliig-el : Tafel 58 a. 
Schieber: Tafel 58 b-c. 

Erhaltung: vollständig bis auf eine am Boden des Inneren eingesetzte Platte; an jedem 
Türflügel fehlt ein Knopf", am rechten auch der Riegel. Einige Bretter sind durch Zu- 
sammentrocknen gerissen. 

Bibliographie: Gaillard-Daressy, La faune momifiee ;Caire 1905) No. 29752 auf p. 124 und pl. 51. — Maspero, 
Guide du Musüe^ (1912; 322 No. 3318. 

§493. Material: Das verwendete Holz ist mit Ausnahme des Riegels von gleicher Art 
und zwar scheint es Koniferenholz zu sein^'. An den Außenwänden haben die vier Eck- 
pfosten und die oben und unten zwischen ihnen eingesetzten Leisten dunkelbraune Farbe; 
ebenso die umlaufende Bekrönung an der Vorderseite, die außen laufenden Leisten der 
Einsatzplatte und der Türflügel, endlich alle Innenwände. Die Bodenplatte, der Sockel, 
die Dachplatte und die inneren Teile (Füllungen) der Außenwände, der Einsatzplatte und 
der Türflügel haben hellbraune Farbe; sind jedoch dunkler als die Naturfarbe des Holzes, 
wie man an abgescheuerten Stellen erkennen kann. Die mehr oder weniger starke 
Dunkelung des Holzes scheint durch Einreiben mit Ol oder Beize hergestellt zu sein. — 
Der Riegel besteht aus Ebenholz fdunkelbraun und hart), das glänzend poliert ist. 

§ 494. Arbeit: Die Konstruktion der Wände und der Einsatzteile ist sehr sorgfältig und 
sauber ausgeführt. ■ — Die Verbindung der einzelnen Bretter und Pfosten untereinander 
geschieht durch eingesetzte Zapfen von 2 — 3,5 cm Breite und etwa 0,5 cm Dicke. Anders 
nur bei den vier Brettern, welche die Bekrönung bilden; dort greifen die Bretter der 
Schmalseiten auf die Langseiten über und an den Enden der Langseiten sitzt je ein Keil 
von dreieckigem Querschnitt, mit welchem die Schmalseiten verzahnt sind'". Interessant 
ist die Art des Verschlusses des Naos. Der erste Verschluß ist der durch die Türflügel ; 
dieselben können von außen durch den Riegel, von innen durch den Schieber versperrt 
werden. Der zweite Verschluß ist der durch die Einsatzplatte, die nur von innen durch 
zwei Schieber festgestellt werden kann. Es ist also offenbar, daß man nach dem Hinein- 
setzen des Götterbildes erst die Einsatzplatte befestigen und dann die Türflügel schließen 
muß. Der Schieber hinter den Türflügeln kann nun nicht mehr von außen bewegt werden ; 
es sei denn, daß man die Abdeckplatte des Daches abhebt. Das scheint wirklich oft geschehen 
zu sein; denn an ihr ist die dunkle Oberfläche des Holzes noch mehr abgegriffen als an der 
Einsatzplatte und den Türflügeln. — Von innen konnte dann der die Tür sperrende Schieber 
hochgeschoben werden, ohne ein etwa an ihm angebrachtes Siegel zu verletzen (vgl. § 498). 

§ 495. Beschreibung: Der Boden des Naos wird gebildet von vier fest miteinander ver- 
bundenen Brettern (Dicke 2 cm); auf dem Boden steht der ganze weitere Aufbau. Vier 
an den Außenkanten des Bodens aufgesetzte Leisten bilden den Sockel (Höhe 3,5 — 4 cm). 
An jeder Ecke des Bodens steigt ein Pfosten von quadratischem Querschnitt (Seite 4,5 cm) 
auf; die vier Pfosteu werden unten und oben gehalten durch je vier zwischen ihnen ein- 

a Der Knopf am linken Türflügel war vor 1905 noch vorbanden (vgl. Daressy pl. 51). 

b Monsieur Daressy sagt mir. daß seine Angabe »cedre« nur Vermutung sei; Professor Schweinfurth 
glaubt nicht, daß eine genaue Bestimmung der Holzart möglich ist ohne Anfertigung mikroskopi- 
scher Präparate und ohne Heranziehung der syrischen Holzarten. 

c Die auf die Vorderseite übergreifenden Keile sind sichtbar auf Photographie. 



ö 



KAlliO, NAOS 29752. § 495—499. 139 

geschaltete Leisten-'. Die Oberflächen der Pfosten und Bretter liegen an den Außenseiten 
in einer Ebene: gegen diese springt schwach znrücli die Ausfüllung der "Wandflächeu au 
den Seitenwändeu und der Rückwand, die aus je 2—3 Brettern besteht. — Die unten 
zwischen den Eckpfosten eingeschalteten Leisten springen nach innen über den Sockel vor; 
ferner sind in den Boden an 13 Stellen Löcher für Zapfen geschnitten, in denen zum Teil 
noch die abgebrochenen Zapfen stecken. Aus beiden Tatsachen folgt, daß auf dem Boden 
innen noch eine zweite Platte eingesetzt war, die etwa 3 cm dick gewesen sein wird. 

An den obersten Teil der Pfosten lehnt sich die Bekrönung an; sie besteht aus vier 
Brettern, die an den Ecken durch je einen übergreifenden Zapfen von dreieckigem Quer- 
schnitt verbunden sind und außen mit umlaufendem Kundstab und Hohlkehle profiliert sind. 
Auf ihnen ruht, durch vier Zapfen in seiner Lage gehalten, die Abdeckplatte, deren Ober- 
fläche vorn steil ansteigt, um nach hinten allmählich abzufallen. 

§ 496. Die Vorderseite des Naos zeigt unmittelbar oberball) des Sockels eine Einsatzplatte, 
die unten durch zwei Zapfen und an den Seitenkanten oben durch zwei von innen ver- 
stellbare Schieber'' festgehalten wird. Die Platte, deren Seitenkanten nach oben konver- 
gieren, besteht aus zwei Längsleisten, zwischen denen oben und unten je eine Querleiste 
eingeschaltet ist; die Mitte wird durch zwei Bretter ausgefüllt. 

§ 497. Der obere Teil der Vorderseite zwischen der Einsatzplatte und der zwischen den 
Eckpfosten eingeschalteten Leiste ist offen. Er kann geschlossen werden durch zwei nach 
innen aufschlagende Türflügel, die unten an die Einsatzplatte anschlagen. Jeder Flügel 
läuft oben und unten in je einem Zapfen: der obere Zapfen hat kreisrunden Querschnitt 
und ist gleichmäßig dick; der untere hat elliptischen Querschnitt und verjüngt sich nach 
unten. Die Zapfen sind Teile von Kupfer(Bronze-?)beschlägen, die durch Metallnägel auf 
dem Holz befestigt sind. Beide Zapfen sind wohl hohl; die Spitze des unteren ist ab- 
gefeilt (wohl nicht durch Keibung abgenützt), so daß dort ein Loch entstanden ist. Die 
Pfannen für die unteren Zapfen liegen auf den Eckpfosten, von denen der innere Teil der 
oberen Hälfte zu diesem Zweck weggeschnitten ist; die oberen Zapfen laufen in Löchern 
in einer wagerechten Leiste, die innen oberhalb der Türöffnung eingesetzt ist. 

§ 498. In der Mitte derselben Leiste läuft ein Schieber'^^ zur Versperrung der geschlossenen 
Türflügel von innen. Der Schieber hat einen Schlitz und die Leiste ist durchbohrt; eine 
dünne Schnur oder ein Drahtstift kann durchgezogen werden, um den Schieber an der 
Leiste festzuhalten. Das Bohrloch in der Leiste und der Schlitz in dem Schieber sind 
jedoch so angebracht, daß man den Schieber anheben und die Türflügel öffnen kann, ohne 
die geknotete Schnur zu lösen und ein an ihr angebrachtes Siegel zu verletzen. 
§ 499. Jeder Türflügel besteht aus zwei Längsleisten, zwischen denen oben und unten 
je eine Querleiste eingeschaltet ist; die Mitte wird von einem Brett ausgefüllt. Die beiden 
Türflügel sind so gefalzt, daß der linke außen, der rechte innen übergreift. Auf jedem 
Türflügel saß (nur der auf dem linken ist erhalten) ein =— o-=. Riegel aus Ebenholz; er 
läuft in zwei Kupfer(Bronze-?)ösen und kann in eine dritte Öse gescholjen werden, die auf 
dem jeweils anderen Türflügel angebracht ist. Die Ösen sind so befestigt, daß die Enden 
des Drahtes innen nach oben und unten gebogen und in das Holz eingehämmert sind. 
Ferner saß an jedem Türflügel, in der Mitte der gefalzten Kante, ein Knopf zum Anfassen; 
von dem linken existierte 1905 der innere Teil, jetzt sind nur noch die Löcher vorhanden. 

a An der Vorderseite unten iat die Leiste verdrängt durch die Einsatzplatte (s. u.). 

b Tafel 58 b zeigt einen senkrechten Schnitt, von innen gesehen; der Schieber hat dieselbe Form 

wie der hinter der Tür (Tafel 58 c). 
c Senkrechter Schnitt, von der Seite gesehen: Tafel 58 c. 

18* 



140 § 500-504. KAIRO, NAOS 70043. 

§500. 70043. Holznaos des ^ 

Höhe 48 cm. Zeit: saitiscli. Herlamft: 1887 gekauft. Ansicht: Tafel 44 b. 
Seiikrecliter bzw. wagerechter Schnitt: Tafel 61 c—d. Hohlkehle: Tafel 75 e. 

Bibliographie: Journal d'eutröe 28523. 

§ 501. Material: Weiches und leicht splitterndes Koniferenholz von schlechterer Qualität 
als bei Naos 29752. Die Oberfläche des Holzes, die vielleicht mit Öl oder Beize ein- 
gerieben ist, hat gleichmäßig dunkelbraune Färbung. Die Dachplatte ist aus hellgelbem, 
sehr weichem und schwammigem Sykomorenholz angefertigt; zur Erzielung einer gleich- 
mäßigen Oberfläche ist sie mit Stuck überzogen. 

§ 503. Arbeit: Die Konstruktion des Oberbaues ist ähnlich wie bei Naos 29752; jedoch 
viel unsorgfältiger und weniger solide ausgeflihrt. — Die Zapfen zur Verbindung der 
Bretter und Pfosten untereiuander haben im wesentlichen die gleiche Form wie dort; je- 
doch scheinen sie meistens nicht eingesetzt zu sein, sondern sind Fortsetzungen des einen 
Brettes, die in das andere einzahnen. Die Füllungen (Mittelteile) der Wände sind nur oben 
und unten mit dünnen Holzstiften befestigt; diese sind auch sonst verwendet. An der 
Bekrönung greifen die Bretter der Langseiten auf die Schmalseiten über und an den Enden 
der Schmalseiten sitzen kleine Keile von dreieckigem Querschnitt, welche in Löcher von 
entsprechender Form in den Laugseiten einzahnen. Die Keile sind an den vorderen und 
der linken hinteren Ecke an dem inneren Teil der Bretter angearbeitet: Tafel 44 b zeigt, 
daß die Zapfen nicht bis an die Vorderseite herantreten. An der rechten hinteren Ecke 
ist der Zapfen an dem äußeren Teile der Bretter angearbeitet (ebenso wie bei Naos 29752, 
vgl. Tafel 44 a). 

§ 503. Erhaltung: Der Sockel und Boden fehlt ganz; an der Vorderseite ist die Füllung 
samt der Tür herausgefallen. Zur Wiederherstellung des Naos hat man ein Brett als Boden 
eingesetzt, das höher als der alte Boden angebracht ist. An der Vorderseite müßte der 
linke Eckpfosten unten, wo sein innerer Teil weggebrochen ist, weiter nach außen ge- 
schoben werden. 

§ 504. Beschreibung: Wenn der Aufbau dieses Naos ebenso war wie der von Nr. 29752, 
so ist unterhalb des erhaltenen Teiles eine Bodenplatte und ein Sockel zu ergänzen. Der 
Oberbau wird gebildet von vier Pfosten von quadratischem Querschnitt (Seite 3,5 cm), 
zwischen denen oben und unten Leisten wagerecht eingeschaltet sind. Die Seitenwände 
und die Rückwand sind gefüllt durch je ein Brett, das oben und unten durch je zwei 
Holzstifte gehalten wird. An der Vorderseite sind nur die Löcher für diese Stifte vor- 
handen; offenbar war auch hier eine Platte eingesetzt, in welcher eine Türöffnung, viel- 
leicht ohne Verschluß, angebracht war. 

Das untere Ende der Pfosten setzt sich fort in je einen Zapfen (Breite 3 — 3,5 cm, 
Dicke etwa 1 cm), der in den Sockel oder Boden eingegriffen hat. Am oberen Ende ist 
innen je ein Zapfen von quadratischem Querschnitt angearbeitet, der die Bekrönung fest- 
hält. Diese besteht aus vier Leisten (zur Technik vgl. oben § 502), die außen das Profil 
des umlaufenden ßundstabes mit Hohlkehle haben ; auf der vorderen Hohlkehle eine ge- 
flügelte Sonne (vgl. unten § 509). Jede Leiste wird auf der unter ihr sitzenden durch einen 
Zapfen (Breite 2 cm, Dicke 0,5 cm) gebalten, der in Löcher von entsprechender Form in 
den Leisten faßt. Auf diesem durch die Bekrönung gebildeten Rahmen ruht die Dachplatte, 
die an den Rändern gefalzt ist; an dem Rande jeder Längsseite ist ein Loch für einen 
Holzstift eingebohrt, an der Bekrönung jedoch keines, so daß die Dachplatte scheinbar gar 
nicht befestigt war. 



VORDERSEITE. KECHTE AUSSENWAND. § 505—510. 141 

Darstellungen und Inschriften. 

§ 505. An den Seiten wänden und der Klickwand liluft auf jedem Pfosten eine senkrechte, 
auf dem oben zwischen ihnen eingeschalteten Brett eine wagerechte Schriftzeile. Die 
Vorderseite zeigt die beiden senkrechten Zeilen auf den Pfosten; auf der Leiste jedoch 
eine geflügelte Sonne mit Schlangen, eine zweite auf der Hohlkehle über ihr. Die ge- 
flügelten Sonnen werden sonst am Türstnrz und an den oberhalb desselben laufenden Hohl- 
kehlen angebracht; auch hier haben wir eine Turölfnung irgend welcher Art an der Vorder- 
seite des Naos zu ergänzen (vgl. § 504). 

Vorderseite. 
§ 506. Rechter Pfosten. Senkrechte •^-«« Zeile, von zwei Linien eingefaßt; vertieft und 

sie 

§507. Linker Pfosten. Senkrechte »»-^ Zeile wie am rechten Pfosten : i=^l/\ -^ 






Sic 



§ 508. Wagerechte Leiste oben zwischen ihnen, welche die Stelle des Türsturzes vertritt. 
Geflügelte Sonne mit Uräen ; scheinbar direkt auf das Holz gemalt mit Farben, die z. T. 
verschwunden sind. Die schwarze Untermalung bzw. Uraränderung ist fast überall erhalten. 
Die Sonne selbst war durch eine aufgesetzte (gewölbte Holz-?)Scheibe dargestellt, die ab- 
gefallen ist; erbalten der sie in der Mitte festhaltende Holzstift. Von den Uräen sind nur 
die schwarzen Konturen vorhanden. Von den zweiteiligen!?) Flügeln ist der innere Teil 
voll (blau?; obere Hälfte abgesplittert), der äußere hat lange Schwungfedern (hellgrün). 
§ 509. Hohlkehle (Tafel 75 e). Geflügelte Sonne mit Schlaugen. Auf eine auf das Holz ge- 
strichene Stuckschicht ist eine schwarze Untermalung gesetzt, darauf die Farben, die z. T. ver- 
schwunden sind. Die Sonne war durch eine Scheibe dargestellt wie darunter (vgl. §508); 
erhalten nur das Loch für den Holzstift. Von den Uräen sind nur die schwarzen Konturen 
vorhanden. Die Flügel sind dreiteilig: der innerste Teil voll (blau): der mittlere hellgrün mit 
schwarzen schmalen Linien; der äußerste hat hellgrüne lange Schwungfedern. Die Hohlkehle 
selbst trägt das Federmuster, das nur da vollständig gezeichnet ist, wo es nicht durch die 
geflügelte Sonne verdeckt wird; die Federn sind abwechselnd blau rot, blau grün. 

Rechte Außenwand. 
§510. Links: Senkrechte »>—> Zeile, vertieft, Ausmalung verschwunden ; innen eine senk- 

.echte RandMe:^;^^^-|^rant:^^Of;|^|^^ = 



a — a In umgekehrter m — > Richtung geschrieben. b Geuauor auf Tafel 91, 133. 

c So statt / 1 d Original DO. e So statt |. 

f Undeutlich ; man könnte ebensogut Y lesen. g O steht hinter | . 



a b 






142 §510-512. KAIRO, NAOS 70043. 

S-. 

Rechts: Senkrechte *—m Zeile wie links: i^^=^l/\ (] j\ ^ ü'ü H' 

V 5 1 

h i ? 

Ohen: Wagerechte ■«— «« Zeile, vertieft, von zwei Linien eingefaßt: rr\\i] 3 ji"^ ^ 

Rückwand. 
§ 511. Links: Senkrechte »»— »• Zeile, von zwei Linien eingefaßt; vertieft und hellgrün 



k 
Sic T s'": 



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sie SIC sie m 

Rechts: Senkrechte -^-*«< Zeile wie links: ^"^1 A „I J '^^^ ^1! "1 | ^~^ %^ ° o 

sie sie c sie 

sie c 

Oben: ■ Wagerechte *-> Zeile wie links: ^ "] '^ "] ^ (j |_^ 1 iTi ^ifj 1 f n 

Linke Außenwand. 
§513. Links: Senkrechte m-^ Zeile, innen eine Randlinie; vertieft, gelbgrün ausgemalt: 



C SIC ? ? ? 



sie 

Rechts : Senkrechte *-« Zeile wie links : f=3 1 A U I J — ^ ^^^~^ ® 



a -^^ — f . C <=- 1 so ! J ^ 



® 



Oben: Wagerechte »»— >■ Zeile, nur schwarz aufgemalt: fD -U | .^ ^1 ]| | y 



a Genauer auf Tafel 91, 134. b Genauer auf Tafel 91, 135. c Genauer auf Tafel 91, 133. 

d O in m — > Richtung geschrieben. e Oder S? ganz undeutlich, nicht <3=i. f Oder .o:^? 

g Oder O? G? h Oder h? i Oder tj statt 3? k Oder £f? 

1 Genauer auf Tafel 91, 136; das in der Halle stehende Zeichen ist undeutlich, etwa wie Tafel 88, 11, 

aber scheinbar kein |. m ==^= statt — b — . n vv sieht wie O aus. 

o Oder M»--'' P Nur gemalt. q Oder •^-==>? 

r Am Original verschwommene Zeichen von undeutlicher Form. 
s Das Zeichen ist ein senkrechter Strich mit kleinem wagerechtem Querstrich; etwa 



KAIRO, NAOS 70044. 70045. § 513—517. 143 



§ 513. 70044. Naos mit umlaufender Hohlkehle. 

Kalkstein. Höhe 56,5 cm. Griechische Zeit. Herkunft: unbekannt. Wage- 
rechter bzw. senkrechter Schnitt: Tafel 62 a bzw. b. Senki'echter Schnitt durch 
das Dach: Tafel 62 c. 

Arbeit: in gutem Stil sorgfältig ausgeführt. 

Erhaltung: vollständig bis auf kleine abgeschlagene Stücke. 

§ 514. Monolither Naos mit allseitig vortretendem Sockel. In der Fassade eine sehr große 
Türöffnung, deren Schwelle 1,3 cm unter der Oberkante des Sockels liegt; die TUröfl'nung 
nimmt fast die ganze Fassade ein und läßt nur einen schmalen Streifen als Plosten und 
Sturz übrig. An den Ecken des Oberbaues steigen Ruudstäbe auf, die oben wagerecht 
verlaufen und eine umlaufende Hohlkehle tragen. Aut dieser ruht die Abdeckplatte des 
Daches, die vorn steil ansteigt und nach hinten allmählich abfällt; abweichend von der 
sonst üblichen Ausführung des Daches erfolgt das Umbiegen hier in einem scharfen Knick; 
das Dach ist auch an den Seiten abgeschrägt (vgl. Tafel 62 c). An den äußeren Seiten- 
wänden und der Rückwand des Oberbaues ist der mittlere Teil der Wände um 2 — 3 mm 
ausgehoben, so daß an den Seiten und oben ein erhabener Randstreifen (3,7 — 4,3 cm breit) 
umläuft. 

§ 515. 70045. Kleiner Naos mit abgetrepptem Innenraum 

aus Sais. 

Weicher Kalkstein. Höhe 9,3 cm. Griechische Zeit. Ansicht: Tafel 46 a. 
Senkrechter Schnitt: Tafel 47 a. Herkunft: Sais (nach der Aufschrift: »Sa el- 
Hagar 31688« auf der Unterseite des Naos). 

Arbeit: ziemlich sorgfältig in ganz gutem Stil; Details ungenau. 
Erhaltung: vollständig; Ecken abgerieben. 
Bibliographie: Journal d'entree 31688. 

§ 516. Monolither Naos mit stark vortretendem Sockel, der auf zwei erhabenen parallelen 
Querleisten ruht. An den hinteren Ecken des Oberbaues steigen Pfosten auf, welche bis 
an die Dachplatte reichen. Unterhalb derselben läuft ein Fries von Schlangen in Vorder- 
ansicht, der auf einer wagerechteu vorspringenden Leiste steht. Auf jeder der von den 
Eckpfosten und der wagerechten Leiste eingeschlossenen Außenflächen des Oberbaues (rot 
bemalt) ist eine Türöffnung (nicht bemalt) angegeben, die in der üblichen Weise umrahmt 
ist mit Pfosten und Sturz, sowie oben wagerechter Rundstab und Hohlkehle. Die Verhält- 
nisse der Türöffnung lehnen sich der Form der Wand an; sie ist also bei gleicher Höhe 
(4_4j3cm) an der Rückwand schmaler (Breite 1,5 cm) als an den Seitenwänden (Breite 
2,7—3 cm). 

Die Fassade, die über den Oberbau hinausragt, ist vollständig ausgestaltet. Die Tür- 
öffnung wird umrahmt von Pfosten, die an den Ecken stehen und ein Stück auf die seit- 
lichen Außenwände übergreifen. Oben ein glatter Sturz, auf dem ein wagerechter Rundstab 
mit Hohlkehle aufsitzt; Rundstab und Hohlkehle greifen ebenfalls auf die Seitenwände über. 
§ 517. Der Innenraum des Naos ist nicht verschließbar und stuft sich allmählich nach 
innen ab, so daß sein vorderer Teil fast noch zur Fassade zu rechnen ist; im Innenraum 
sind alle Seitenwände und Teile der Decke rot bemalt, die nach vorn gewendeten Flächen 



144 § 517—521. KAIRO, NAOS 70046. 70047. 

jedoch weiß gelassen. Schwach zurückspringend hinter die erste Türöft'nung liegt eine 
zweite kleinere (Höhe 4,7 cm; Breite 2,1 cm), die wie die erste umrahmt ist mit Pfosten und 
Sturz, darüber Rundstab und Hohlkehle; die Öffnung hat eine Schwelle von 2 mm Höhe. 
Der Innenranm verengert sich dadurch, daß die Wände an den Seiten und oben vorspringen. 
Endlich liegt in der Rückwand eine Nische (Höhe 1,5 cm; Breite 0,8 cm), die wegen ihrer 
Kleinheit wohl kaum wirklich zum Hineinstellen eines Götterbildes gedient hat; vielleicht 
ist sie nur ein Zapfenloch für eine vor ihr stehende Figur. 



§ 518. 70046. Naos mit kleinem Innenraum, aus Nubien. 

(Niibischer?) Sandstein. Höhe 51 cm. Zeit: römisch. Wagerechter bzw. senk- 
rechter Schnitt: Tafel 66 a bzw. b. Herkunft: 1911 (?) von AI. Barsanti aus Philä 
oder Nubien in das Museum gebracht''. 

Arbeit: im Ganzen grob und unregelmäßig, doch mit einer gewissen Sorgfalt ausgeführt. 

Erhaltung: Der ganze obere Teil des Naos fehlt, außerdem sind die Ecken beschädigt. 

§ 519. Monolither Naos, dessen Rückseite unbearbeitet ist. An den übrigen Seiten läuft 
ein 8,5 cm hoher und nm 1 cm vorspringender Sockel nm, auf welchem ein zweiter von 
2,6 cm Höhe sitzt. Der Oberbau hat glatte geböschte Außenwände, deren oberer Abschluß 
verloren ist. An der Vorderseite sitzt die Türöffnung (Höhe 16 cm, Breite unten 11,3 cm, oben 
9,2 cm) mit einer vorspringenden Umrahmung. Auf dem Türsturz sitzt ein vorspringender Auf- 
satz mit Profil in griechisch-ägyptischem Stil. Die Verzierung ist nur angedeutet ; die Bossen 
scheinen für Eierstab und Zahnschnitt, darüber den Schlangenfries bestimmt zu sein''. 



§ 520. 70047. Naos mit Tür oline Sturz aus Memphis. 

Kalkstein. Höhe 28,5cm. Griechische Zeit. Herkunft: »Magasin Mitrahiuet«. 
Ansicht: Tafel 46 b. Senkrechter Schnitt: Tafel 59 d. 

Arbeit: Die Architektur ist schlicht, aber wegen des durchbrochenen Türsturzes ungewöhn- 
lich ; die Einzelheiten sind grob ausgeführt, die Flächen nur unsorgfältig behauen. 
Erhaltung: vollständig bis auf den vorderen linken Teil des Bodens. 
Bibliographie : Journal d'entree 33286. 

§ 521. Monolither Naos, an welchem nur die den Oberbau überragende Fassade skulpiert 
ist; die übrigen Außenseiten glatt. Die Fassade zeigt einen niedrigen Sockel, der schwach 
vorspringt; darauf der Oberbau mit der bis zur Oberkante durchgehenden Türöffnung. Die 
Tür hat zwei Pfosten, an denen je ein Rundstab aufsteigt; auf seinem wagerechten Teil 
sitzt die Hohlkehle und der Fries der Schlangen in Vorderansicht mit Sonne, die sich beide 
nicht in der Laibung fortsetzen. Trotzdem ist die Anlage der Tür die in durchbrochenen 
Fassaden übliche (bei Kiosken, nach vorn offenen Hypostylen usw.). Der Innenraum, dessen 
"Wände nur grob behauen sind, ist rot ausgemalt; ebenso die Laibungen des Türsturzes 
und die hinter ihnen sichtbare Rückwand. 



a Ich habe darüber leider keine genanei-en Angaben erhalten können. 

b Vgl. den Türsturz aus der Bergkapelle von Taifa: Boeder, Debod bis Bab Kalabsche (Kairo 1911) 
§ 514 mit Tafel 91 b. 



KAIRO, NAOS 70Ö48. 70049. 70050. § 522—527. 145 

§ 522. 70048. Naos mit Türumrahinuiig. 

Weißer, ziemlich harter Kalkstein. Höhe 18 cm. Griechische Zeit. Herkunft: 

unbekannt. Senkrechter Schnitt: Tafel 61 a. Schematische Ansicht der Fassade : 

Tafel 61 h. 

Arbeit: 8orgfältig und sauber: Stil sehr schlicht. 

Erhaltung: Von der Rückwand des Innenraumes ist ein Loch nach außen durchgeschlagen. 

§ 523. Monolither Naos mit geglätteten schmucklosen Außenwänden. Die Fassade, welche 
das Dach überragt, zeigt einen Sockel (Höhe 3 cm), der schwach vorspringt. In dem Ober- 
bau sitzt die Öffnung (Höhe 10,3 cm, Breite 6,5 cm) zu dem Innenraum, die umrahmt ist 
durch einen Rundstab (unterer Ansatz, 1,5 cm hoch, mit quadratischem Querschnitt) und 
aufgesetzte Hohlkehle. Der Innenraum, 13 cm tief, hat geglättete Wände; er hat keine 
Tür gehabt. 

§ 521. 70049. Kleiner Naos mit Hohlkehle und Schlangenfries 

aus Memphis. 

Kalkstohi. Griechisch-römische Zeit. Höhe 13,5 cm. Herlamft; 3Iit Rahine. 
Senkrechter Schnitt: Tafel 56 c. 

Arbeit: Grobe Ausführung in schlechtem Stil; Details fast unkenntlich. 
Erhaltung: vollständig bis auf abgesprungene kleine Stücke. 
Bibliographie: Journal d'entree 42924. 

§ 525. Monolither Naos, an dem die Vorderseite mit einer Türumrahmung geschmückt ist; 
die übrigen Außenseiten sind glatt und waren wohl rot bemalt. Die Vorderseite zeigt auf 
einem niedrigen Sockel die Türpfosten. Der schmale wagerechte Streifen über ihm kann als 
Rundstab gedeutet werden, auf welchem die unsorgfaltig ausgearbeitete Hohlkehle (rot) aufsitzt. 
Oberhalb dieser ein breites glattes Band (rot), oben der Fries der Schlangen in Vorderansicht. 
§ 526. Der Innenraum wurde verschlossen durch einen Flügel, für den unten und oben 
ein Anschlag stehen gelassen ist; die Zapfen saßen rechts. Die Grundfläche des Inuen- 
raumes, dessen Wände nicht geglättet sind, ist 4 cm breit und 5,5 cm tief; in der linken 
Hälfte ist der Raum durch ein roh in die Decke gemeißeltes Loch um "2 cm erhöht, offenbar 
zur Unterbringung einer hohen Figur. 

§ 527. 70050. Zwei Bruchstücke eines Naos. 

Blaugrüue Fayence. Höhe war etwa 25 cm. Zeit: römisch. Ansicht: Tafel 45 b. 

Arbeit: In einer Form gepreßt, außen glasiert. Darstellungen in Hochrelief mit vertiefter 
lunenzeichnung. Der Stil ist spätägyptisch und entartet, die Zeichnung ist ungeschickt und 
ohne sorgfältige Angabe von Details. 
Herkunft: Gekauft im Mai 1887 in Kairo (Farragh). 

Erhaltung: Zwei Bruchstücke sind vorhanden, von denen das kleinere (Höhe 23,5 cm; aus 
zwei Stücken zusammengesetzt) den linken Türpfosten der Vorderseite und den anstoßenden 
Teil der linken Seitenwand enthält ; das größere (Höhe 24,5 cm) zeigt fast die ganze Rück- 
wand und den Ansatz der rechten Seitenwand. 
Bibliographie: Journal d'entree 27804. 

Roeder, Naus. iw 



146 §528—532. KAIRO, NAOS 70050. 

§ 528. Der Naos hatte keinen Boden; er bestand aus drei geschlossenen Seitenwänden 
und einer Vorderseite mit Türöffnung. An den vier Ecken steigen Rundstäbe (schwarze 
Querstriche im Abstand von 2 cm aufgemalt) auf; diese verliefen vermutlich oben wage- 
recht und trugen eine Hohlkehle, auf welcher das Dach ruhte. Der Grundriß des Naos 
war vielleicht etwa quadratisch : die Breite ist vollständig erhalten nur an der Rückwand : 
unten fast 17 cm, verjüngt sich nach oben. Die Dicke der AVände ist unten 15 — 20 mm, 

oben 5 — 10 mm. 

Vorderseite. 

§539. Erhalten der untere Teil des linken Türpfostens (Breite 2 cm, Höhe 23 cm). Auf 
ihm eine Schlange, die sich um einen Pflanzenstengel ringelt. Unten kein Erdhügel, oben 
weggebrochen. Man bat sich die Vorderseite zu ergänzen als Tür (Breite 11 cm, Höhe 
über 22,5 cm) mit zwei Pfosten (Breite je 2 cm) und Sturz; oberhalb des letzteren vermutlich 
wagerechter Rundstab mit Hohlkehle. 

Linke Außenwand. 
§ 530. Die Wand i.st gegliedert in ein Mittelfeld und zwei senkrechte Streifen an den 
Seiten, von denen nur der rechte (Breite 3,5 cm) erhalten ist. Im Mittelfeld scheint unten 
ein Band mit Lotosoruaraent zu laufen; rechts ist eine Knospe und die Ecke einer Blüte 
erhalten. Darüber steht <—m ein Gott mit langem Haar und Soune auf dem Kopf. — Der 
senkrechte Streifen hat unten einen Sockel mit dem von dem königlichen Horusnamen 



genommenen Ornament 
heiten, welche betend c 



(Höhe 3,5 cm). Darüber drei übereinander stehende •*— «« Gott- 
ie Hände (Innenflächen nach vorn) erheben, jede auf Standlinie; 
von unten nach oben: 1. Göttin mit Frauenkleid (nicht angegeben), schwarzes Frauenhaar. 
2. Göttin mit Frauenkleid und schwarzem Frauenhaar; von ihren Händen bis zu den Füßen 
ein breiter Streifen mit schrägen Querlinien (Andeutung eines Schleiers? wohl nicht Wasser). 
'S. Mann mit engem Knieschurz; darauf schräge Linie zur Andeutung des von vorn nach 
hinten herüber reichenden Überschlags. Kurzes anliegendes schwarzes Haar. Darüber Platz 
für einen Kopfschmuck, jedoch keine Spur vorhanden. Über ihm wohl Himmel. 

Hintere Außenwand. 

§ 531. Unten Sockel (Höhe 5 cm) mit dem von dem Horusnamen des Königs genommenen 



Ornament [üj. Darüber stehende »»— > Göttin, die in jeder Hand eine nach innen gewen- 



dete \\ Straußenfeder (schräg quergestreift. Spule abgesetzt) hält. An jedem Arm sitzt ein 
Flügel, der im Knick nach abwärts umbiegt. Jeder Flügel hat drei Teile, die durch Quer- 
streifen voneinander getrennt sind : der innerste hat kurze schuppenartige U-Federn ; der 
mittlere längere schmale Federn, die in der Richtung des Flügels laufen; der äußerste 
lange Schwungfedern. Die Göttin trägt Frauenhaar (an der Stirn ein abgesetzter schmaler 
Streifen), darauf Sonne ohne Uräus. Halskragen in zwei Reihen von viereckigen Gliedern, 
zwischen denen ein schmaler glatter Streifen läuft. In der Ecke oben rechts ein <— «< 
Uzatauge ^^; Pendant weggebrochen. Oberhalb des Auges ein wagerechtes Band, wohl 
Himmel (24,2 cm über Unterkante). 



Rechte Außenwand. 
§ 532. Einteilung wie links. Vom Mittelfeld unten erhalten eine Knospe und das Ende 
einer Blüte. Darüber die Beine einer ■<— «< stehenden Göttin. Der Streifen an der rechten 
Seite (Breite 3,2 cm) ist glatt. 



INDIZES. 



VERZEICHNIS DER NAOS NACH DER NUMMER. 



I. Naos für Götterbilder. 

A. Von Königen geweiht. 

§ Seite 

70001 von Hatschepsut für Amon aus Der el-Bahri. 

a. Linke Seitenwand des Naos 1 1 

b. Linker Türflügel 43 9 

70002 von Thutmosis lY. für Ptahf?) 57 11 

70003 « Ramses IL für den Sonnengott aus Tanis . . 62 11 

70004 > > . >, . . . » 112 19 

70005 . » . » den Sonnen- und Mondgott aus Abu-Simbel .... 129 22 

70006 > Osorkon IL für Bastet aus Bubastis 139 A 24 

70007 » Schabaka für Osiris aus Esne 140 25 

70008 ■■> Apries für Thot aus Baklije 155 29 

70009 . - l'^5 36 

70010 » Amasis für Neit aus Memphis 1'''8 37 

70011 » » » Kemwer aus Athribis (Benha) 185 38 

70012 » Nechtharheb für Onuris aus [Sebenuytos?] 199 42 

70013 » » » Harsaphis und Bastet aus [Bubastis?] 207 44 

70014 » » • Thot aus Tuna 216 45 

70015 » » ' Onuris-Schow(V) aus Samanud 224 47 

70016 » • • [Bastet?] aus Bubastis 243 49 

70017 . - - [Osiris?] aus Abydos 249 50 

70018 . . und Nektanebos für [Osiris?] aus Abydos 264 53 

70019 » Nektanebos für Min aus Koptos 273 55 

70020 » » • Neit 281 57 

70021 >■ » » Sopd aus Saft el-Henne 286 58 

70022 » » » den Bock aus Mendes 358 99 

70023 Einsatzplatte eines Ptolemäers aus dem Fajjum 363 100 

70024 Tür eines Ptolemäers aus dem Fajjum 372 102 

B. Von Privatleuten geweiht. 

70025 von Bekenchons für Amon aus Karnak 378 104 

70026 » Amenopet für Ptah aus Karnak 387 105 

70027 . Pebasa für Toeris aus Karnak 392 107 

70028 " Arturu für Osiris aus Abydos 403 110 

70031 Platte des Senu-ser-sepses aus Koptos 414 

9287 von Stotuetis für die Dioskuren aus Dirne 411 

C. Von unbekannten Stiftern. 

70029 mit vier Pyramiden auf dem Dach 40^ 111 

70030 für Osiris aus Koptos 410 111 

70032 mit Schlange in der Tür und Dachbekrönung 419 11» 

70033 Wand mit Standarten-tragenden Priestern 422 UK 

19* 



112 

112 



70034 Türflügel, innen mit betender Frau 430 120 



148 



INDIZES. 



II. Naos für Statuen von Menschen. 

A. Für Könige. g s.it, 

70035 für Horus aus Dahschur 435 121 

B. Für Privatleute. 

70036 für Inf aus Abydos 438 122 

70037 " Nacht aus Abydos 447 125 

70038 » Ptaimöse aus Abydos 451 126 

70039 » Hekanofer ans Abydos 457 129 

70040 » Mazu aus Karnak 475 133 

70042 von Roi 489 137 

III. Naos von zweifelhafter Bestimmung. 

70041 von Goldschmieden aus Abydos 483 135 

29752 Holzuaos (Affensarg) aus Sakkara 492 138 

70043 des Herka aus Holz 500 140 

70044 mit umlaufender Hohlkehle 513 143 

70045 » abgetrepptem Innenraum aus Sais 515 143 

70046 » kleinem Innenraum aus Nubien 518 144 

70047 > Tür ohne Sturz aus Mit Rahine 520 144 

70048 » Türumrahmung 522 145 

70049 » Hohlkehle und Schlangenfries aus Mit Rahine 524 145 

70050 aus Fayence 527 145 



VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN. 



Tafel 


Naos 


1 


70001 a 


2 


i- ^ 


3a 


70001 b 


3 b 


» > 


4 


70003 


5 


70004 


6 


70005 


7 


70007 


8a 


70010 


b 


70002 


9 


70008 


10 


» 


IIa 


:.> 


b 


70014 


12 a 


70011 


b 


70016 


13 


70013 


14 


70015 



Ansichten und Darstellungen in Photographie. 

linke Seiteuwand innen 23 

außen 14 

Türflügel Außenseite 44 

» Innenseite 47 

Ansicht von hinten rechts 62 

' » vorn 112 

. links 129 

. rechts 140 

. links 178 

» » links 57 

rechte Außenwand 169 

linke Außenwand 159 

Rückwand 164 

Ansicht von vorn 216 

185 

243 

von vorn links 20 ( 

224 



Tafel 


Naos 


15 


70019 


16 a 


700-20 


b 


70»J22 


17 


70021 


18 


-> 


19 


X 


20 


:> 


21 


> 


22 


» 


23 


» 


24 


» 


25 


» 


26 


» 


27 


» 


28 


» 


29 


> 


30 


« 


31 


» 


32 


^ 


33 b 


^> 


33 a 


70031 


34 


70024 


35 a 


70025 


b 


9287 


36 a 


70026 


b 


» 


37 


70027 


38 a 


70028 


b 


70029 


39 a 


70033 


b 


70034 


40 a 


70035 


b 


70038 


41a 


70036 


b 


70037 


42 a 


70040 


b 


70039 


43 a 


3 


b 


» 


44 a 


29752 


b 


70043 


45 a 


70041 


b 


70050 


46 a 


70045 


b 


70047 


c 


70032 



47 a 


70045 


b 


70012 


c 


•j> 


d 


» 


e 


.> 


48 ac 


70013 


b 


V 


d 


70037 


49 ab 


70019 



VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN. 149 



Ansicht von vorn recbts 273 

- links 281 

» 3 > 358 

> » " 289 

linke Außenwand und 295 

rechte Innenwand 342 

linke Außenwand, Reihe 2—3 298 

äußere Rückwand, Gesamtansicht 303 

, rechte Hälfte 303 

, linke Hälfte 303 

, Reihe 3 und 4 311und315 

rechte Außenwand, Gesamtansicht 321 

» » , unten, links 321 

» » , unten, Mitte 321 

» • , unten, rechts 321 

» » , oben, links 321 

» , oben, Mitte 321 

» -> , oben, rechts 321 

, Reihe 3—4 332, 13-22. 334, 15-24 

» Innenwand 342 

linke Außenwand: Nektanebos als Sphinx 299, 13 

Ansicht 414 

372 

» von vorn 378 

» - vorn 411 

Seitenansicht 390 

Ansicht von vorn . 387 

linke Außenwand 402 

Ansicht 403 

408 

422 

430 

435 

451 

» von vorn links 438 

447 

linke Außenwand 475 

Ansicht von vorn 457 

rechte Außenwand 460 

linke > 466 

Ansicht von vorn rechts 492 

500 

» 3 rechts vorn 483 

527 

» von vorn rechts 515 

520 

419 

Grundrisse und Schnitte in Zeichnung. 

senkrechter Schnitt . 515 

» » l-uj 

schematische Ansicht des Daches 199 

wagerechter Schnitt 199 

Aufsicht der Türschwelle 199 

wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 207 

schematische Ansicht der linken Außenwand 207 

senkrechter Schnitt 447 

bezw. wagerechter Schnitt 273 

Dach in Aufsicht 273 



150 



INDIZES. 



Tafel 

de 

50 ab 

c 

51 ab 
cd 
ef 

52 a 
b 

cd 
ef 

53 a b 
cd 

54 ab 
c 

55 a b 
cd 
ef 

56 a 
b 
c 
d 

57 ab 
c 

58 a 
b 
c 
d 

59 a 
bc 
d 

e 

60 a 
b 



d 

e 

61 a 
b 
cd 

62 ab 
c 

63 a 
b 
c 
d 

64 a 
bc 
d 

65 a 
bc 
d 

66 ab 



67 
68 
69 



Naos g 

70014 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 216 

70008 senkrechter bezw. wagerechter Schnitt 155 

70028 wagerechter Schnitt 403 

70007 » bezw. senkrechter Schnitt 140 

70010 senkrechter bezw. wagerechter Schnitt 178 

70020 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 281 

70017 » Schnitt 249 

» schematische Vorderansicht 249 

70036 senkrechter bezw. wagereehter Schnitt 438 

70021 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 286 

70040 . V » , 475 

70025 senkrechter bezw. wagerechter Schnitt 378 

70003 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 62 

70042 senkrechter Schnitt 185 

70038 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 451 

70016 senkrechter bezw. wagerechter Schnitt 243 

70042 . . » . 489 

70027 wagerechter Schnitt 392 

70039 senkrechter Schnitt 457 

70049 . . 524 

70029 . . 408 

29752 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 492 

70033 senkrechter Schnitt 422 

29752 Türflügel 492 

» Schieber am Seitenrand der Einsatzplatte 496 

<■ • oberen Rand der Einsatzplatte 498 

70026 senkrechter Schnitt 387 

70001 a wagerechter Schnitt 1 

70001 b senkrechter bezw. wagerechter Schnitt 43 

70047 . Schnitt 520 

70032 " » 419 

70023 schematische Ansicht der Außenseite 363 

» senkrechter Schnitt durch die Laufbahn eines der senkrechten 

Schieber 362 

» wagerechter Schnitt in der Länge der Hohlkehlenleiste .... 363 

» » » durch die Laufbahn des rechten wagerechten 

Schiebers 363 

70041 senkrechter Schnitt 483 

70048 . . 522 

» schematische Ansicht der Fassade 522 

70043 senkrechter bezw. wagerechter Schnitt 500 

70044 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 513 

» senkrechter Schnitt durch das Dach 513 

70030 . 410 

» Vorderansicht 410 

70015 senkrechter Schnitt 224 

» schematische Rekonstruktion der Vorderseite 224 

70009 senkrechter Schnitt 175 

70005 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 129 

9287 senkrechter Schnitt 411 

70006 . » 139 

70022 senkrechter bezw. wagerechter Schnitt 358 

70031 Rückwand 414 

70046 wagerechter bezw. senkrechter Schnitt 518 

Details aus den Darstellungen in Zeichnung. 

70001 a Amon-Re 32 

28 

» 40 



VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN. 



151 



Tafel 

70 
71a 
b 



72 

73 

74 a 
b 

75 a 
b 
c 
d 
e 

76 a 
b 

77 a 
b 

78 a 
b 
c 
d 

78 e 
f 

g 
h 
i 

79 a 
b 
c 
d 
e 
f 

g 
h 
i 
k 

80 a 
b 
c 
d 
e 
f 

g 
b 
i 
k 

81a 
b 
c 
d 
e 
f 

82 a 
b 
c 
d 
e 
f 

g 



3 ^ 



je zwei Symbole 

Amon-Re . . . 
Amon .... 



und 



Naos § 

70001 a Amon-Re 37 

» König 36 

. . :. 39 

14 

53 

50 

70003 Fliegender Geier 98 

70023 Darstellung 367 

70011 C4eflügelte Sonne 187 

» Schlange in Vorderansicht 192 

70036 Rundstab 440 

70026 Schlange in Vorderansicht 389 

70043 Hohlkehle 509 

70011 Ruhebett mit Göttern 193 

» Osiris, im Pavillon knieend 197 

70016 Der Ka des Königs 246 

70021 GÖTTER: Amon, von einer Göttin geschützt 355 

Hand des Sopd mit Stock 299 

» Krone des Nefertem 297 

» » « Falken auf dem Löwenkopf 315 

Oberteil des Sopd 299 

' , Oberteil des Sopd 332 

» » ' Amonf?) 316 

» stehender geflügelter Sopd 313 

Kopf des Sopd 297 

• Zweig in der Hand eines Gottes 332 

• hockende Bastet 301 

•> hockender Osiris 306 

Gott mit Falkenkopf und Frauenhaar 297 

» desgl. 332 

» Gott mit halblangem Haar 332 

» » i vorgestreckten Händen • 317 

» Mumienkörper mit vorgestreckten Händen 301 

» glatter Knieschurz 315 

» Mumienleib mit gelösten Armen 299 

» ■■' ohne Arme 332 

GÖTTINNEN: Isiskrone: Rinderhörner mit Sonne 317 

» Krone: Sonne mit Uräus 317 

» oberägyptische Krone mit Straußenfedern . . . 329 

» Göttin mit Löwinnenkopf und Frauenhaar . . 317 

» desgl. . . 315 

» Göttin als Frau mit Frauenhaar 311 

» » mit Löwinnenkopf und Rückenpfeiler . . 309 

» stehende Frau mit Rückenpfeiler 317 

» Frau mit vorgestreckten Händen 317 

» knieende Frau 348 

KÖNIGE : Königskopf mit Perücke 348 

Kopf des Sphinx Tafel 33 b 299 

» Königskopf mit Bündelkrone usw 329 

■ » » Kriegshelm 346 

» knieender König mit Opfergaben 331 

» Schurz des Königs 346 

'.> MÖBEL USW.: glatter Götterthrou 317 

» Götterthron mit Eckleiste 326 

» » j. Ecklinie 334 

» Untersatz eines Schreines 350 

» Gestell für einen Naos 297 

» Oberteil eines Schreines 297 

> Sockel mit Füßen 327 



16, 

10 

17 

20 

10 

5 

2 

7 

5 

10 

5 

17 

2 

22 

10 

11 

11 

18 

15 

11 

14 

3 

7 

3 

8 

12 

5 

78 

10 

5 

1 

13 

l 

1 

2 

1 

1 

8 

5 

6 

8 

8 

27 



17 



152 



INDIZES. 



Tafel 

82 h 
i 

83 a 
b 
c 
d 
e 

84 a 
b 
c 
d 
e 
f 

g 

85 a 
b 
c 

86 a 
b 
c 
d 
e 

87 a 
b 
c 
d 
e 
f 

g 
h 
i 
k 



Tafel 
88, 



Naos b 

70021 MOBEL usw.: Ruhebett 297,7 

315, 15 

70006 Oberkörper des Ouuris 230 

schwebender Geier 227 

70004 Oberkörper des Geb 119 C 

» Oberteil des Chepra 118 

» )> » Schow 119B 

70040 Gemüse(?) in einem Korb 479, 5 

70008 » in der Hand eines Gottes 172 b 

König 170 a 

70004 Hände des Königs mit einer Platte 1190 

70016 König mit Kriegshelm 245 

70003 " Kopftuch 102 

70007 - • nubischem Diadem 147 

70003 Schurz der Statue des Atum 109 

>, » des Königs 102 

67 

70026 opfernder Mann 390 

opfernde Frau 391 

70040 Mann mit unten abgerundetem Haar 478 

70038 Mann mit Pantherfell 456 

» » ;> 400 

70007 unterer Abschluß der Darstellung 146 

70003 Armband am Handgelenk des Königs 70 

» .' Oberarm des Königs 70 

70041 Hieroglyphen 486 a 

70008 Untersatz einer Halle . . 163 h 

70007 Armband am Handgelenk des Königs 147 

70004 ■■> . » » ' 119 F 

70016 Podium auf dem der König kniet 245 

70040 Eßwaren auf einer Platte 479, 1 



1 

2 

3 

4 

5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 

12 

13 

14 

15 

16 

17 

18 

19 

20 

21 

22 

23 

24 

25 



Hieroglyphen 



Naos 

70001 a 



70003 



70004 

» 

70005 
70007 



70008 



70011 



70012 



70019 



27 

20 

13 

74 

96 

97 
117 
118 
119 
143 
143 
145 
147 
157 
157 
162 d 
162 f 
188 
193, 10—11 
196, 5 
202 
202 
275 c 
275 
275 













481 


aus den mit Typen gedruckten Inschriften. 


Tafel 


Naos 


s 


Tafel 


Naos 


§ 


88, 26 


70021 


289 


89, 51 


70021 


321g 


27 


» 


291 


52 


>, 


321 i 


28 




292 c 


53 


» 


3211 


29 


>. 


292 d 


54 


» 


321 m 


30 


p 


292 e 


55 


» 


321 f 


31 


. 


292, 4 


56 


» 


327, 18 


32 


j' 


292, 4 


57 


l> 


331 Aa 


33 


» 


294, 2 


58 


» 


331 Ab 


34 


» 


294, 3 


59 


» 


331b 


35 


» 


295, 1 


60 


» 


320 


36 


» 


295, 2 


61 


7» 


332, 15 


37 


. 


295, 3 


62 


» 


333 a 


38 


» 


296 


63 


» 


332, 15 


89, 39 


» 


297, 22 


64 


» 


334, 5 


40 


j 


301, 2 


65 


» 


334, 19 


41 


„ 


301, 2 


66 


» 


337 c 


42 


» 


303, 1 


67 


>> 


345,4 


43 


» 


308 6 


68 


y 


348, 16 


44 


» 


310 c 


69 


» 


352, 1 


45 


» 


310 b, 4 


70 


V 


355, 17 


46 


» 


316 


71 


70025 


381 


47 


» 


317, 15 


72 


70031 


416, Ib 


48 


i> 


314 


73 


» 


416, Id 


49 


„ 


319. 15 


74 


» 


416, la 


50 


» 


321h 


75 


» 


416, 2 c 



NUMMERN DES JOURNAL D'ENTREE UND DES GENERAL -KATALOGS. 



153 



Tafel 


Naos 


§ 


Tafel 


Naos 


8 


Tafel 


Naos 


s 


89, 76 


70031 


416, 3d 


90, 103 


70031 


418, 14 s 


91, 131 


70040 


482 b 


77 




418 d 


104 


» 


418, 18 a 


132 


3t 


482 c 


78 




418, 5 e 


105 


V 


418, 19 c 


133 


70043 


506 


90, 79 




418, 7 


106 


V 


418, 19 b 


134 


» 


510 


80 




418, 8 


107 


)> 


418, 19 e 


135 


. 


510 


81 




418, 9e 


108 


» 


418, 20 g 


136 




511 


82 




418, 7 d 


109 


^ 


418, 20 h 


137 


70001 a 


27 


83 




418, 9 h 


110 


» 


418, 20 


138 


» 


33 


84 




418, 9i 


111 


» 


418, 19 


139 


» 


36 


85 




418, 9 a 


112 


w 


418, 22 


140 


70005 


133 


86 




418, 10 e 


113 


,, 


418, 20 


141 


70011 


197, 10 


87 




418, 11c 


114 


70038 


453 


142 


70016 


245 d 


88 




418, 11 d 


115 


» 


456, 2 e 


143 


70017 


254 


89 




418, 12 a 


116 


, 


456, 5 f 


144 


70016 


246 


90 




418, 12 b 


117 


. 


456,6 


145 


70018 


268 


91 




418, 12 c 


91, 118 


, 


456, 6 c 


146 


70019 


275 


92a 




418, 6u 


119 


. 


456, 12 d 


147 


70021 


290 


b 




418, 7 r 


120 


.. 


456, 12 e 


148 


» 


295 k 


93 




418, 12 e 


121 


» 


456, 13 b 


149 




303 


94 




418, 12 f 


122 




456, 13 c 


150 




310 c, 3 


95 




418, 12 h 


123 


70039 


463 


151 


70021 


312 


96 




418, 12 i 


124 


:■> 


467 


152 


» 


323 


97 




418, 12 k 


125 


70040 


480 a 


153 


•j 


323 


98 




418, 12 m 


126 


-. 


480 b 


154 


» 


329, 17 


99 




418, 12 1 


127 


» 


480 c 


155 




336,4 


100 




418, 13 n 


128 


» 


480 d 


156 


. 


361 d 


101 




418, 13 p 


129 


. 


480 e 








102 




418, 14 r 


130 


» 


480 f 









-18 



311 



NUMMERN DES JOURNAL D'ENTREE UND DES GENERAL-KATALOGS. 



J. d'e. 


G.-K. 


J. de. 


G.-K. 


J. d'e. 


G.-K. 


J. d'e. 


G.-K. 


J. d'e. 


G.-K. 


3451. 


70028. 


27917. 


70029. 


31688. 


70045. ' 


35129. 


70010. 


40034. 


70011 


20991. 


70036. 


28450. 


70033. 


32018. 


70018. 


35130. 


70005. 


42924. 


70049 


2143. 


70025. 


28523. 


70043. 


32092. 


70017. 


36673. 


70026. 


42955. 


70005 


22185. 


70031. 


28571. 


70016. 


33286. 


70047. 


37475. 


70003. 


12647. 


70039 


25796. 


70008. 


30176. 


70015. 


34626. 


70040. 


37476. 


70004. 






25030. 


70037. 


30739. 


70001 a. 


34665. 


70024. 


34673. 


70020. 






27581. 


70007. 


30740. 


» b. 


34673. 


70020. 


35130. 


70006. 






27804. 


70050. 


30949. 


70035. 


35128. 


70012. 


39508. 


70014. 







Roeder, Naos. 



20 



154 INDIZES. 



ZEITLICHE FOLGE DER MOS 70001-70050. 



Mittleres Reich. 



Namraer § 



Dynastie 11: Naos des ^ '^^^ ^ ""'' ^es (| ^ D^^ [1] aus Karnak . . 70040 475 

König Horus: Holznaos aus Dahschur 70035 435 

Naos des y^%:> ^^:_ aus Abydos 70036 438 

■> .^.^^^ aus Abydos 70037 447 

Neues Reich. 

Hatschepsut: Ebenholznaos für Amon aus Der el-Bahri 70001 a 1 

Linker Türflügel des Naos 70001 a 70001 b 43 

Thutmosis I. und II. : Nacbträgliche Überarbeitungen an 70001 a und 70001 b. 

Thutmosis III. : Naos des Hohenpriesters von Memphis ^)((| aus Abydos. 70038 451 

Thutmosis IV. : Naos für PtahC?) 70002 57 

-9 ^=:^ O 1 
Amenophis III. : Naos des zweiten Propheten des Amon "^a: X aus 

Karnak 70025 378 

Dyn. 18 vor Amenophis IV. : Naos des Hohenpriesters des Osiris \\ aus Abydos 70039 457 

Amenophis IV. : Ausmeißelungen an Naos 70001 a 6 

» » b 43 

RamsesII. : Naos für die Sonnengötter aus Tanis 70003 62 

» 70004 112 

» » » den Sonnengott aus Abu-Simbel 70005 129 

Osorkonll.: Naos für Bastet aus Bubastis 70006 139 A 

20. Dynastie: Ton-Naos von Goldschmieden aus Abydos 70041 483 

Unbestimmt: Naos des "^^^ (| [1 70042 489 

Mfi mit Statue des Ptah und zwei 



A'VAAAA Ol I 



Schlangen 70026 387 

Spätzeit. 

Schabaka: Naos für Osiris aus Esne 70007 140 

Psammetich I.: Naos von n ("^i W für Toeris aus Karnak 70027 392 

Apries: Naos für Thot aus Baklije 70008 155 

» Mitte des Daches eines Naos 70009 175 

Amasis: Naos für Neit aus Memphis 70010 178 

» » » Kem-wer von Athribis 70011 185 

Nechtharheb: Naos für Anhor von Sebennytos 70012 199 

» Bastet und Harsaphis von Bubastis 70013 207 

. Thot aus Tuna 70014 216 

» Oberteil eines Naos für Schow(V) aus Samanud 70015 224 

Naos für [Bastetl aus Bubastis 70016 243 

y> aus Abydos 70017 249 

Nektanebos und Nechtharheb: Naos aus Abydos 70018 264 

Nektanebos: Naos für Min aus Koptos 70019 273 

. Neit 70020 281 

■. Sopd aus Saft el-Henne 70021 286 

den "Widder von Mendes 70022 358 



ZEITLICHE FOLGE, HERKUJSFT DER NAOS 70001-— 70050. 



155 



Nummer ^ 

Saitische Zeit: Gewölbte Stele iu Naosform des "~""^ ^^^ Vra 70028 403 

^ I <r>ill & 

» '• Holznaos (Affensarg) aus Sakkara 29752 492 

des ^ '^ 70043 500 

Nicht vor dem neuen Eeich, vielleicht griechiscbe Zeit: Linker Türflügel eines Naos 70024 372 



Ptolemäische Zeit. 

Ptolemaios n. Philadelphos: Seitenwand eines Naos (?) des V ö S) '•sl I aus KoptoB 70031 414 

Ptolemäisch(?): Einsatzplatte eines Naos 70023 363 

Griechische Zeit. 

Naos mit Statue sowie vier Pyramiden auf dem Dach und einer Stele an der Rückseite 70029 408 

Kleiner Naos für Osiris , 70030 410 

Naos mit Schlange iu der Tür und Dacbbekrönung 70032 419 

> umlaufender Hohlkehle 70044 513 

Kleiner Naos mit abgetrepptem lunenraum aus Sais 70045 515 

Naos mit Tür ohne Sturz aus Memphis 70047 520 

» » Türumrahmung 70048 522 

Römische Zeit. 

2. Dezember 50 n. C. : Stele in Naosform von Stotuetis für die Dioskuren aus Dime 9287 411 

Unbestimmt: Hölzerne "Wand mit Priestern, die Standarten tragen 70033 422 

» Türflügel innen mit betender Frau 70034 430 

» Naos mit kleinem Innenraum aus Nubien 70046 518 

' Kleiner Naos mit Hohlkehle und Schlangenfries aus Memphis . . 70049 524 

» Zwei Bruchstücke eines Naos 70050 527 



HERKUNFT DER NAOS 70001-70050. 



(Hieroglyphische Ortsnamen auf S. 161 — 167 und 187.; 



Nummer § 

Abu-Simbel 70005 129 

Abydos 70017 249 

70018 264 

70028 403 

70036 438 

70037 447 

70038 451 

70039 457 

70041 483 

Aphrotitopolis vgl. Qousieh. 

Athribis 70011 185 

Baklije (Baklieh) 70008 155 ; 

Batn Harit 70024 372 ' 

Bubastis 70006 139 A 

70013 207 



Nummer § 

Bubastis 70016 243 

Dahschur 70035 435 

Der el-Bahri 70001 a 1 

. b 43 

Dirne 9287 411 

Esne 70007 140 

Fajjum(?) 70023 363 

Fajjum vgl. Batn Harit. 
Dime. 
Hawara. 

HawaraC?) 70034 430 

Kairo, verbaut 70012 199 

70013 207 

70020 281 

Karnak 70025 378 

20* 



156 



INDIZES. 



Nummer g 

Karnak 70026 387 

70027 387 

70040 475 

Koptos 70019 273 

70030 410 

Mendes 70022 358 

MitEahine 70047 520 

70049 524 

Philä(?) 70046 518 

Nubien('r') » » 

QousiehC??) 70031 414 

Sais 70045 515 

Saft el-Henno 70021 286 

Samanoud 70015 224 

Sakkara 29752 492 

70029 408 

Sebennytos 70012 199 



Nummer § 

Tanis 70003 62 

70004 112 

Teil Atrib 70011 185 

Teil Basta vgl. Bubastis. 

Tuna 70014 216 

Zagazig vgl. Bubastis. 

Unbekannt 70002 57 

70009 175 

70010 178 

70032 419 

70033 422 

70042 489 

70043 500 

70044 513 

70048 522 

70050 527 



MATERIAL DER NAOS 70001-70050. 



Kalkstein. 


Grauer gesprenkelter 


Sandstein. 


Nummer 


§ 


Granit. 


70002 57 


9287 


411 


70007 


140 


70003 62 


70005 


129 


70010 


178 


70004 112 


70008 


155 


70011 


185 


70009 175 


70027 


392 


70013 


207 


70025 378 


70028 


403 


70021 


286 


70026 387 


70029 


408 


70022 


358 


70046 518 


70030 


410 


70020 


281 




70032 


419 


70038 


451 


Schiefer o. ä. 


70036 


438 








70037 
70039 


447 
457 


Eötlich. gesprenkelter 
Granit. 


70012 199 
70015 224 


70040 


475 


70019 273 


70042 


489 


70006 


139 A 


70031 414 


70044 


513 


70014 


216 




70045 


515 


70016 


243 




70047 


520 


70017 


249 


Naos . . 


70048 


522 


70018 


264 


^ 


70049 


524 






Eiegel . . 



Gebrannter Ton 


70041 


483 


Fayence. 


70050 


527 


Holz. 


29752 


493 


70023 


363 


70024 


372 


70033 


422 


70034 


430 


70035 


435 


70043 


501 



Ebenholz. 

. . . 70001 a § 3 
... . b 43 
. . . 29752 493 



Hieroglyphische Materialangaben. 



J 



O 






70011 
70001 a 



§ 190 
§ 13. 15. 16 



MATERIAL DEU NAüS, DIE BILDER AUF NAOS 7UU01— TÜOüO. 



157 



DIE BILDER AUF MOS 7000 1-70050. 



Inhalt der Bilder. 



Beten. 



Der König vor einem Gott § 48. 165. 
» » » einer Göttin § 166. 

> 3 » mehreren Gottheiten 70008 

(§ 173). 70011 (§ 193. 197), 
70021 (t; 343. 348. 350). 
Mann vor Gottheiten 70027 (§ 397. 402). 
Familie vor Osiris 70041 (487. 488). 
Frau allein § 434. 
Paviane vor der Sonne § 405. 

Den Boden abfegen (?). 
König vor Amon-E,e § 38. 

Brote darbringen, 

König vor Göttern § 331, 2. 

Erdküssen. 

König vor Göttern § 331, 1. 

Glück und Leben geben. 

Götter dem König § 82. 119 D. 

Kleid darbringen. 

König vor Göttern § 161. 299. 

Königliche Opfergabe darbringen. 

Der König vor fünf Gottheiten § 163. 

Krugständer weihen. 

König vor Amon-E,e § 30. 

Ma'^at darbringen. 

Der König vor Thot § 268. 
» j » Amon-Ee § 383. 

» V » einer nicht dargestellten Göttin 

§ 245 und 247. 
. . ' Amon, Mut, Chons § 261. 

» Osiris, Gottheit, Hathor§ 271. 
» » •» vier Göttern § 253. 

» » » einer Reihe von Gottheiten 

§ 309. 329. 345. 
Onuris-Schow vor Osiris § 269. 

Myrrhen darbringen. 
König vor Göttern § 393. 



Der Name des Königs 

in Verbindung mit der geflügelten Sonnen- 
scheibe § 54. 

Öffnen des Schreines 
durch den König § 139. 

Opfern. 

König mit X7 Schale vor Chepra § 72. 91. 118. 

> ö Topf vor Schovv § 76. 119 B. 
Unbestimmt: König vor Sobk(?) § 375. 

. Göttern § 196. 317. 
319. 
Privatmann vor ToiJris § 396. 

Räuchern. 

König vor Amon-Re § 384. 

>• und Königin vor einem Gott und einer 
Göttin § 367. 
Der König vor Gottheiten g 162. 172. 

Räuchern und Wasser sprengen. 

König vor Amou-E.e § 26. 
» Atum § 119 G. 
(Privatmann) § 390. 

Rufen zur Nahrung. 

König vor Amon-Re § 35. 

Salben. 

König vor Göttern § 170. 346. 

mit Salbgefäß vor Geh § 79. 119 C. 
> Chepra § 119 K. 

Schminke darbringen. 
König vor Göttern § 324. 

Sistrum spielen. 
Königin § 400. 401. 

Sprechen. 

König vor Göttern § 306. 

Speise. 

König ruft Amon-Re zu seiner Speise § 35. 
Mann vor Speisen sitzend § 478. 



158 



INDIZES. 



Uzatauge darbringen. 

König vor Göttern § 297. 310b. 

Wasser sprengen. 

König vor Osiris § 416. 
Vgl. Eäucliern. 

Wein darbringen. 

König vor Ee-Harachte § 6ü. 87. 119 F. 133. 
> Atum § 101. 123. 
: Chepra § 124. 



König vor Thot § 135. 

> • Schow, Bastet, Onuris § 226 rechts. 

» - melireren Gottheiten § 195. 

W^eißbrot darbringen. 

König vor Amon-Ee § 51. 
.. Atum § 69. 

Unbestimmte Zeremonie. 

König mit vorgestreckten Händen vor vier 
Göttern § 160. 



K 



i §39. 

m 



1 



^^^ ä-J=^ § 160 a. 



Hieroglyphische Beischriften zu den Bildern. 

Ci^' § 269. 
1^^ § 73. 92. 118. 



.c2>-i: 



1PT§172. 

(J[5 §26. 
^ U=^§163a. 

f^öööö 

I § 119 C. 

rtfl?m§ 67. 88. 123. 126.227. 



"'^,,,, S 151. 

Ci A^^/^A^ IUI ^ 



c 



— D "^ Jj § 245. 247. 254. 261. 268. 270, 2. 
271. 






.^A^- § 161 a. 171 a. 



O 



T 



t:£l 



>^ § 49. 165 links a, rechts a. 166 
links a, rechts a. 193, 1. 197, 1. 
291. 293. 






§ 36. 



Haltung des Königs in den Bildern. 



König sitzend. 

Statue § 108. 127. 

König stehend 

mit nach vorn herabhängenden Hän- 
den , 
)»-^ § 49. 165. 166. 167. 168. 193. 
* — m § 165 rechts a. 166 rechts a. 167 
rechts a. 168 rechts a. 197, 1 ; 
faßt mit beiden Händen an einen 

Schrein § 139 c d; 
mit erhobeneu Händen, 

hält vier Wasserkrüge § 147. 151. 
Arme frei ausgestreckt 160 a. 170. 



trägt MM § 161. 171. 299. 

trägt eine Platte § 119 C. 
trägt auf jeder Hand ein Salbengefäß § 80. 
119 K. 
. auf jeder Hand ein ö Krug. 
>*^^ § 88. 119. 136. 195, 1. 
*— »c § 67. 77. 133. 
auf jeder Hand eine Vase § 119 B. 227. 
auf jeder Hand ein \J Topf § 73. 92. 118. 
injeder Hand ein BeutelSchminke § 324,1. 
erhebt auf der linken Hand ^, auf der 
rechten "Q § 117. 119 H. 



DIE BILDER AUF NAOS 70001—70050. 



159 



auf der linken Hand lil und gießt Wasser 
mit I Krug § 27 : 
das Gesicht rückwärts wendend g 39; 
zerstört § 116. 313, 1. 
König *— «* stehend, 

erhebt die rechte Hand 

mit ^ § 254. 271. 309, 1. 375. 383. 
mit ^S § 297. 310 b, 1. 
mit l\ § 70. 

mit l| § 162 a. 
frei § 163 a. 306. 343,1; 
erhebt die linke Hand 
mit ^ § 345, 1. 350, 8. 
mit ^ (?) § 368. 
König m — > stehend, 

erhebt die linke Hand, 

mit ^ § 261. 286. 329, 1. 
mit Räucherinstrument § 384. 



mit 1^ § 52. 

frei, Daumen nach oben § 36; 
erhebt die rechte Hand, 
mit ^ § 172. 
frei §31. 173. 

König knieend, 

beide Hände erhebend, 
mit Platte § 331, 2. 
mit zwei ö § 102. 125. 

mit ^ und "O § 105. 
an eine Säule § 174, 1; 

die rechte Hand erhebend. 

mit ^ § 245 m — >. 
zerstört § 123. 

König liegend, 

auf dem Bauche § 331, 1. 
Ka des Königs, 

stehend § 246. 

Königin stehend, 

die Hände frei erhebend § 369. 

mit zwei Sistren § 400. 401. 



Amasis II. 



Die Königsnamen. 

Neehtharheb. 







1 






i 










1 



§180. 




^tJ 



O^-Ö I bezw. f^ÜlBl § 191- 



o^^ 



§ 188. 190. 193, 1. 195, 1. 
197, 1. 



Amenophis III. 



c 






§381. 



O^ 



§384. 



fi\^^ 




§ 384. 



Apries. 



G 



162 a. 171, 1. 



§ 161a. 163 a. 170 a. 
172. 



'Ö' § 175. 



mm^ {i\ 




§ 202. 210 [zweimal). 218. 227. 245. 
247. 271. 



IWP{? 




§ 254. 261. 272. 
§ 252. 



Nektanebos. 



fo^u'll ('^^^0-^J^^| §268.282. 
V "^^ A K '-=^^>^'^^^ )\ 289-350 
passim. 360. 



( o ^ U) § 275. 306. 320. 324. 345. 348. 



(^-3^^^)l §275. 



,;i s 



Nitokris (vgl. Schepenupet). 






xix: 

Q O 1 Q J \ V, D X 

§ 399. 400. 401. 



160 



Osorkon II. 



INDIZES. 

Thutmosis I. 



C^iHl (MMM 



§ 139 E (zweimal), 
rolläö^^^^l § 139 C. D. 
Psammetich I. 



§ 399. 



Ptolemaios II. Philadelphos. 



(33^3 C^ES 



§ 416 (zweimal). 418, 3. 418, 11. 
Ramses II. 



§ 64—105 und 115— 119 L passim. 



V I jlI aaaaa/\ J\ 



Sehabaka 



(zweimal). 147. 149 (zweimal). 151. 
Sehepenupet (vgl. Nitokris). 



C l I A/v^AA^ ^^ 



(XSü)! (M^ s "■ 



Thutmosis II. 



(o2=>^ '«~^)| ( %' n M § 13. 16. 22 



O 



3 



/w>A^ 1 § 26. 36. 39. 52. 



c 



3 M '^^■^^ ] § 55. 



O 



W 1 § l''- 19- 20. 



CMD« 



§ 31. 49. 



MlTl 



^M 



§18. 



§21. 



Thutmosis III. 



O t^^ 



[]CMI£I«*"- 



(ot^^) §454. 456. 



CMiJ«"'' 



Thutmosis IV. 



O ^ 



§61. 



(Tiberius) Claudius. 

TIBePIOY KAAYAIOY usw. § 413. 



DIE BILDER DES NAOS 70021. 161 



DIE BILDER DES NAOS 700>i 

(NAOS DES SOPD VON NEKTANEBOS AUS SAFT EL-HENNE). 
Namen der Gottheiten und Orte. 

Die Angaben >links, hinten, rechts« verweisen auf die Außenwände des Xaos; die ersten Zahlen verweisen 

auf die Reihe an der Wand, die zweiten auf die Nummer der Gottheit innerhalb der Reihe. Also soll 

vhinten 1,8« bedeuten: »hintere Außenwand, Reihe 1, Nummer 8«, d.h. die Ahet in §306,8. 

Hieroglyphische Namen stehen auf dem Naos; [Namen in Umschreibung] sind nach ähnlichen Bildern ergänzt. 
' ^ hinten 1, 8. 



U^ mit Beischrift: 1) Frau mit TY Krone, säugend; hinten 1, 6 j]^^ (,} ^ ; rechts 2, 6 J 



rechts 5, 8 j] ; innen rechts 4, 15 j] ^. 2) Frau mit | Kopfschmuck, an der Osiris- 
bahre knieend: innen rechts 4, 6. 3) Frau mit Skorpion a,uf dem Kopf: hinten 1, 7 

Jl'^ ' . 3^. 4) Frau ohne Abzeichen: rechts 4, 13 ^ 

[Isis] ohne Beischrift: 5) Wie 1: hinten 2,10. 6) Frau ohne Krone, säugend: hinten 2, 11. 
7) Frau einen Falken säugend: rechts 3, 19. 8) Frau mit X^ Krone, stehend: hinten 
3, 12. 5, 14. — sitzend: hinten 6, 14. 15; rechts 6, 3; innen hinten 1, 3. — die ge- 
flügelten Arme ausbreitend: rechts 6, 6. — die Peitsche schwingend: innen rechts 6, 9. 

[Isis-Sothis?]: hinten 2, 12. 

Ol I 

, rechts 2, 24. 2o. 
^ I ' 



ii^^i^BiffAi^ >■■""" »■ "■ 16- 



"""^Uü:-^-.- 



& I 

ö "^^^^ : 1) Mann mit Widderkopf: rechts 1, 27 ü . 2) Ithyphallischer Yogel mit Menschen- 

köpf: links2,ll ()_Y^^^^; links 2, 16 () _ |^; rechts^3, 14 (J_^- 
3) Wie 2, nicht ithyphallisch (unkollationiert) fl^i^^p=,- i) Liegender 
Löwe mit Widderkopf: innen rechts 3, 12 >\ ^,^^^^- 5) Figur weggebrochen: innen 

rechts 2, 4 t| "^ =|, |l|| ^ 



"--r 



[Amon] ohne Beischrift: 6) Manu mit Amonkrone: hinten 5, 2. 6, 3. 7) AVie 2 : hinten 6, 4. 
8) Vielleicht auch hinten 6, 6; innen links 1, 16. 

^ ^'^ . Mit Beischrift: links 1, 12 I) ^ ^^ ; innen rechts 4, 13 I) ^, J^ „■ <^^°" 
Beischrift : hinten 3, 8. 18. 



1 






. Schlangen als Türhüter: rechts 4, 17 — 20. 

Ol 

Roeder, Naos. ^^ 



162 INDIZES. 

(| Npj-jj. 1) Gott: rechts 4, 6 1] ^ti-^ • 2) Gott mit Eattenkopf : links 1, 10 l] ^^n-n- ■ 3) Ratte: 

rechts 1, 29 (] c^^ncU | ©• 
fAtuml ohne Beischrift: 4) Wie 2: hinten 3, 17. 5) "Wie 3: rechts 2, 10— 11 (vgl. Wappen 

auf Seite 184). 

— "fl" siehe 1 

/wvw\ Ol® I 

fl4 rechts 2, 7. Ohne Beischrift: rechts 5, 11. 

■^^^vj (Eatte) : innen rechts 5, 3. 

"^^ mit Beischrift: 1) Frau mit ^ , säugend: hinten 1,9 | ^__^ D D l--- ^' ^'^^^ ™^* V' 
links 1, 20 |^; rechts 3, 16 |!] (|^. 3) Frau mit Löwinnenkopf: rechts 1, 3 'y\ ■=• 
[TTto] ohne Beischrift: 4) Wie 2: hinten 3, 9. 5) Wie 3: hinten 4, 9. 

^Mj- Wl rechts 1, 18. — ohne Beischrift: rechts 6, 7. 8. 



^^ Göttin: 1) Liegend: rechts 1, 7 ].^. 2) Säugend: rechts 1,8 Y® — o^ne 

Beischrift: wie 1 und 2: hinten 4, 15 — 16; vielleicht: rechts 4, 2. 4. 

^^|lJ rechts 2, 15; vgl. [Set]. 

ji^ mit Beischrift: 1) Mumienkörper, stehend, mit Osiriskrone: rechts 5, 19 ^£^^ ; innen 
rechts 4 16 -D jV^. 2) Gott, sitzend: rechts 4, 12 .,;^ nJ i hockend: hinten 1, 17 

[Osiris] ohne Beischrift: 3) Wie 1, stehend: hinten 2, 9; rechts 4, 1. — sitzend: rechts 

5, 7. 6, 2; innen hinten 1, 2. 4) [Sokar-Osiris] : rechts 6, 5. 

]T 1) Frau mit Löwinnenkopf; sitzend: hinten 6, 7 [[ ^; hockend: links 3, 5. 6 jj^; hinten 

6, 8. 9 "5° j] q'- 2) Desgl., Krone 0: links 1, 21 ^^^ ^' ^ "ff O' ^^ ^^^''^ '^"" 
|T(^: links 3, 2 (daran Löwinnenkopf mit Ol- 

[Bastet] ohne Beischrift: 4) Wie 1, stehend: hinten 4,21; rechts 1,12; sitzend: hinten 1, 2(?). 
5) Wie 2: rechts 2, 9. 6) Katze: hinten 1, 3. 

J (|,__,^ Falke: 1) Stehend: rechts 5, 9 J ^-^^^^ 2) Mit Löwenkopf: rechts 2, 13 
J ü ; innen rechts 5, 2 J ü 

g ^ rechts 5, 14. 

n® s. '^^, ^. 



DIE BILDER DES NAOS 70021: l| — . 163 

^= i^ "ÜlT ~~''~" hinten 1,23. 
<ri=^ {p)--iSpd nach Brugsch, Dict. giiogr. 702) über zwei [Isis]; hinten 6, 14. 15. Vgl. A 

DR . ° 8 • °8 "^^ 

(! Mumienleib mit Kappe. 1) Sitzend: rechts 2,3 ^)!; innen rechts 1, 14 ^ ^ 

2) Stehend: rechts 2, 4 _^|; innen rechts 1, 12 ^^J ]. 1, 15 ^ |^. 

[Ptah] ohne Beischrift : 3) Wie 1 : hinten 2, 2. 4) "Wie 2 : hinten 2, 3. 6, 2 : innen rechts 
1, 8. 11. 

^^1 links 1,11. 

[Maat] innen rechts 1, 13. 6, 11. 

^ 0^ Y ' 1) Löwe, einen Mann beißend: rechts 1, 11 ^ X I """ ' ^""^" rechts 1,2 ^xl 

2) Mann mit Löwenkopf: links 1,15 ^^i | 
[Mahes] ohne Beischrift: 3) Wie 1: hinten 4, 20. 4) Wie 2: hinten 3, 16. 



1) Frau mit Doppelkrone, säugend: rechts 1,28 ^ )^; innen rechts 3,2^^^. 2) Frau 

mit Y^ liiil^s 2, 14 

[Mut]: Frau mit Doppelkrone. 1) Sitzend: innen hinten 1, 4. 2) Säugend: hinten 6, 17. 
3) Vielleicht hinten 5, 3 Frau mit Löwinneukopf und 30 . 

1 1 Uli I ■"■'■■ .1 n i i i I. 

s=^ 1) Mann mit Falkenkopf: links 1, 18 ^^^^] rechts 1, 10 ^ — \ 2) Mann 

mit zwei Falkenköpfen: hinten 6, 5 h . '' — ^ 



[Mont] 3) Wie 1: hinten 3, 20. 4, 19: rechts 2, 8. 
^^ 1) Frau mit Löwinnenkopf: hinten 1, 19 .^— > ^_2> ü o' ^^ I'i'au: hinten 1, 20 
<=> ^ — a 



rechts 4, 11. 



-^ rechts 2, 5. 



n 1) Frau, Beischrift M. 2) Frau mit M auf dem Kopf: rechts 5, 11; innen rechts 4,5. 
J p() Baum: Vgl. [^, ^. 

"""^ J "^^^ I ^'■^^^'^ 2) ^■ 

^J^ Manu mit Löwenkopf: links 1, 17 >J=. 3, 4 >J^. 3, 12 ^J= IJ: rechts 1, 4 ^J^ 
— ohne Beischrift; hinten 3, 15. 4, 11. 

rechts 1,17. 

-LI ^ rechts 3, 15. Ohne Beischrift: hinten 6, 16. 

21* 



164 



INDIZES. 



® 



"^ Zwei Falken: rechts 2, 26. 27 | |_p. rechts 2, 28. 29 ||' 

des A : hinten 3, 13. 
*^ rechts 4, 5 '^. 4, 22 Y^ (Form des Sopd). — ohne Beischrift; innen rechts 2, 2. 



j- a 






vgl. 



rechts 4,21. — Vgl. 1]^^^^^^ 5, J] (;s, 1 ; Türhüter: rechts 4,17 — 18. 
I Frau: rechts 3,23 ^1; unter einem Baum: rechts 4,16 I^J<;;^> J 



Ha'pi, h^pj] Totengott: innen rechts 4,8. 

=S°^|(|(|^^ rechts 5,18. 
[Ha'pi, //pj] Nilgott: hinten 2, 20. 21. 

rechts 2, 19. 

1) Falke mit Doppelkrone : innen rechts 3, 9 
3) Mann mit Falkenkopf: rechts 3, 22 

Falkenleib, Amonkrone: rechts 6, 10 ^s^ 
mit Messern: rechts 5, 1 ^^ ^__^ ^^ ^ 



2) Falke unter Baum 
innen rechts 4, 3 Vs^ 






4) Männer- und 



n 



AAAAftA 



Yfj. 5) Geflügelte Besgestalt 
6) Sitzender Gott: rechts 4, 15 



^Horus] 7) Falke, von [Isis] gesäugt: rechts 3, 19. 8) AVie 3: hinten 3, 19. 9) Knabe mit 
Doppelkroue, von | ^ gesäugt: hinten 1, 9. 10) Barke des iHorus]: rechts 6, 4. — 
Vgl. A '^.^ 4; gesäugt von Isis (s. d.). 



....I 



^ ^v Frau mit Löwinnenkopf: hinten 6,13. 



S ^g^- ^ ^ U' "^h \\' %■ 

n ^ 

^-[J-? Krokodil: rechts 2,4. 



.1' 



links 2, 20; innen rechts 3, 8. 



so o 



links 1,2.14; rechts 1,9. 3,24. — ohne Beischrift: hinten 4,13.18. 



V^ „ ^ innen rechts 3, 13: rechts 1, 16 vjt-^^ r^ 
W^Tq!<J^ hinten 1,18. 



DIE BILDER DF.S NAoS 70021: -"«^ — |'. 

5^^ 1) Mann mit Falkenkopf : links 1,16 ^5 ''^T- -' Mumienleib mit Falkenkopf: 
rechts 1, 6 Vv ö • 3) Löwe mit Falkenkopf, Doppelkrone: rechts 5, 10 ^ ^ ^^^^^^- 

— ohne Beischrift: 4) Wie 2: hinten 4, 14. 17; 5, 6. 5) Wie 3: hinten 2, 15. 

^jj. ,, Ithyphallischer Mann mit Falkenleib, Peitsche schwingend, Amonkrone: links 1, 13. 
2,21. — ohne Beischrift: hinten 3,14. 

^^ \\ '^UA ^'"^^ Schlangen: rechts 1,22. 

^ ? 

H^=^ innen rechts 1, 3. 



165 



I P ^ 'T' ^'' "'^'^*^ ^' ^■ 



0, 



iunen rechts 5, 4. 



rechts 4, 7. 
i 11 Mumienleib mit Falkenkopf, darauf Q: links 2, 15; rechts 1, 5. 2) Kind, 



Mut gesäugt: rechts 1, 28. — ohne Beischrift: 3) Wie 1 : hinten 4, 12. 4) Knabe 
mit O : innen rechts 2, 8. 

Gott. Mumie mit I) : rechts 3, 4. 4, 23. 

^ Göttin. 1) Frau mit XX, stehend: links 1, 3 ^ ^■, rechts 3, 2 ^ ^, 

sitzend: rechts 6, 11 <. ■ 2) Desgl., hält Bogen und Pfeile: rechts 4, 24 
^ ^. 3) Frau mit Rinderkopf: rechts 4, 25 _^^ ^ <:^ ^ ^-4= <3> • 

^^ J 1) Falke: hinten 1,13. — ohne Beischrift: 2) Mann mit Widderkopf : rechts 5,12; 
innen hinten 1, 1. 

^^^I^'^E [^°™ ^^^ So¥^'-] hinten 1,21. 
[Sokar-Osiris] rechts 6, 5. 

■^y Schakal: hinten 3, 5. 

^a"^ i-echts 2,17. 

j\\ 1) Hockender Falke auf Ruhebett: rechts 3, 21 (\^ f{f] f^ ®. hinten 2, 18 (hinter Nr. 12). 
2) Desgl., Kopfschmuck [fl zwei Federn: links 2,12 (\"1^J]^^. Hnten 1,10 

/\l^f JlMJl-'^^'^^^^'^&y k5^;• 3)Desgl.miti vier Federn: 
links 2, 18 (hinter Nr. 12). 4) Falke mit menschlichem hockendem Unterkörper, Kopf- 
schmuck 1 zwei Federn: rechts 3, 1 /\^; links 1, 6 /\1|.:...- 5) Desgl., hält 
Bogen und Pfeile: links 1, 4 /\1P^; rechts 5, 2 /if^P"^- 6) Stehender Mann 
mit Syrerkopf, Falkenleib: rechts 3, 5 (^^^^ ^ ^ ^ ^^ ^> , links 2, 10 .....^^=^ 



Wm. 



166 INDIZES. 

"§ '© '^ '^^K, ^2> . 7) Mann mit Falkenkopf, darauf Lli zwei Federn: innen rechts 3, 11 
A . 8) Stange mit Halskragen, darauf Falkenkopf mit LU zwei Federn; innen rechts 
3, 3 ] A. 9) Geflügelte Besgestalt, Kopfschmuck il vier Federn: hinten 3, 13 ^ ] ^^ 

^ ^'^li'V'- ^^'> ^''^S^- ™^* H- ^"°f Federn: links 1, 5 /\1|^^^|- 

11) Mann, Kopfschmuck H von vier Federn: rechts 3,12 [\ VV • 12) Naos des [] | [j 

'^^^r^&l-^'^'^^^'l^- 13) Naos des /\']|^^^\^^|: links 1,8. 
[Sopd] ohne Beischrift: 14) Wie 1: links 1, 7. 15) Hockender Falke: innen rechts 2,3 
hinter großem A ; rechts 3, 20 von einer Frau vor die Brust gehalten (oder = Horus?). 
16) Schakalleib mit Löwenschwanz und Falkenkopf, Kopfschmuck [J] zwei Federn: 
innen rechts 3,10. 17) Wie 8 : innen rechts 3, 4 '^::i7i ^ J ^^^^ (Form des Sopd nach 
Nr. 2). 18) Halskragen mit Falkenkopf, darauf [jj zwei Federn: innen rechts 3, 5. 
19) Ähnlich Nr. 9, Kopfschmuck jj] zwei Federn: hinten 4, 7. 20) Mann mit Kopf- 
schmuck IH. vier Federn: innen rechts 3, 7. 21) Stehender Mann, die Hand an ein 



P 



großes /\ legend (wohl Form des Sopd, vgl. links 2, 12, rechts 4, 22; innen rechts 2, 3): 

rechts 5, 4 -^2>- ^ \^ "U^/l .^hm %.=Ji L I J^ I ' "^^^^^ ^> ^' ^^^^^ rechts 6, 6. 

Vgl. =p^® pr-ij)d und P_^ siv. 

"]|\^^ rechts 5,13. 

^— ^ rechts 3, 13. 

p^3gPvgl.j^. 

Y Frau mit Löwinnenkopf : 1) Ohne Kopfschmuck: rechts 1,13. 2) Mit (^: links 1, 22. 3,9. 
3) Mit 5Q: innen rechts 1,16. 

[Sechmet] ohne Beischrift: 4) AVie 1: hinten 2,5. 4,22. 5) Wie 2: hinten 3,9. 6) Wie 3: 
hinten 2, 4. 

[Set]: Wappen mit Kopf des Tieres des Set: rechts 2,14 (vgl. ^^^^U). 

P^ 1) Knabe mit Kinderlocke: rechts 5, 15 [j _p. 2) Desgl. unter einem Baum stehend: 
rechts 3,17 p^g^(so!). 3) Sitzender Gott: rechts 4, 8 [) ^ 5^. 4) Mann mit 
Bogen und Keule: rechts 2,21 (davor Wappen mit Sopdkopf). — Vgl. [] ] ^ ^^. 

[Schow] ohne Beischrift: 5) Wie 1 mit TJräus: rechts, vor Reihe 3—6 Nr. 2. 6) Wie 1 
sitzend, Löwe am Thron: hinten 1, 4. 

ssmt.f[?): Frau mit Löwinnenkopf: links 1, 19 ^ ^; rechts 1,2 P_|^^- — oJiue 

Beischrift: hinten 4, 8. — Vgl. "fff" am Ende dieses Iudex: S. 167. 



DIE BILDER DES NAOS 70021: ' — 1). 167 



"S^vs falsche Lesung für >nho s. d. 

[Kebehsenuf] Totengott: innen rechts 4, 8. 



^ j Stier: hinten 1, 22. 



^^ r/ unterägyptische Ivrone: rechts 3,3. 



[Geb] rechts 4, 10. 
[Toeris] hinten 6, 18. 

^=^ 1) Mädchen mit Kinderlocke: rechts 5,16 5,'=^- 2) Frau mit Löwinnenkopf, darauf ?Q: 
innen rechts 6, 17 ^'=^. 3) Ohne Darstellung: rechts 3, 17 Ä'^^. 

[Tefenet; ohne Beischrift: 4) Wie 1 mit Uräus : rechts, vor Reihe 3 — 6 Nr. 2. 5) Sitzender 
Gott (so!): rechts 4,9. 

[Duamutef ] Totengott : innen rechts 4, 8. 



D © ^- U O' 



1) Hockender Pavian: links 3,8 .-^; innen rechts 4, 14 -JJ^. 2) Desgl., mit O 
Mond: rechts 6, 9 . -^. 3) Mann mit Ibiskopf: innen rechts 4, 12 — ^C ', mit großer 



Krone: links 3, 10 -^C. 4) Mumienleib mit Ibiskopf: hinten 1, 24; mit großer Ki-one, 
haltend: links 3, 11 . Jr^ JJ BSV, } '• 5) Mann mit Bossen und Keule: 



rechts 2, 23 .'S^ (vor ihm Nr. 9). 6) Figur weggebrochen : rechts 3, 7 .S ^ % 
^: links 



7) Naos des . -^ : links 3, 7 



[Thot] ohne Beischrift: 8) Wie 1: hinten 2, 14. 5, 13. 9) Wapisen mit Paviankopf: rechts 
2, 22 (dahinter Nr. 5). 



rechts 2,2 — lies ismt.t'} vgl. Seite 166 unten. 

Archäologische Schlagworte auf Naos 70021, 

Standangaben wie im vorigen Index; wo sie hier fehlen, schlage man dort nach. 

Wenn die Gottheit auf dem Naos eine hieroglyphische Beischrift hat, so ist diese in Hieroglyphen an- 
gedeutet. Ist der Name der Gottheit nur in Umschreibung und eingeklammert gegeben (z. B. »[Sopd]«), 

so ist er aus ähnlichen Darstellungen ersclilossen. 

Fettgedruckte Verweise zeigen an, unter welchem Kernwort in diesem Index nachzuschlagen ist. 

hinten 3, 18 [Amenemopetj Mumienleib wie 
Min, Stange von Krone bis Sockel. 

innen rechts 4, 13 ü r3 . — , desgl. 

hinten 5,3: Gott [Amon ?j als sitzender Mann, 
nur die Federn erhalten. 

» 5, 4: stehender Falke mit Menschen?]- 
kojjf, nur die Federn erhalten. 



Amonkrone iM (Helm mit Doppelfeder ; 

ohne Stange, falls nichts Anderes angege 
ben ist). 



1) mit Stange von der Krone bis auf den 
Vogelrücken : 

links 2, 11 U .als meuschenköpfiger 

Falke. 



li'^ks 2, 16 t] _ 1^ desgl. 



rechts 3, 14: ithyphallischer Falke mit Men- 
schenkopf : Helm mit zwei Federn, Stange 

bis an den Falkenrüeken ü V\ . 

1 i\r>f\r\/^ JEv- 



168 



INDIZES. 



2) bei verschiedenen Figuren: 

sitzender Mann : [Amon] auch: innen links 

1,16. 
ithyphallischer Vogel mit Menschenkopf: 

fi ei^ o _ , ^ n ti^^ ?>§ 

U , , I Amon], U '^. 

desgl. (nicht ithyphallisch, unkollationiert): 



rechts 6, 12 



So I 



stehender Mann mit Falkenleib, hält Stäbe 



lind Keule: 



A 



rechts 6, 10. hinten 3, 14. 
stehender Mann mit Falkenleib, 



j5? 
1 1 1 



Peitsche 

schwingend, ithyphallisch, Krone Q : j^^ 

n^ links 1, 13. 2,21; [Harsiesis] hinten 
3,14. 

sitzender Mann, geschützt von einer ge- 
flügelten Göttin: innen links 1, 16. 
ithyjDhallischer Mumienleib, Peitsche schwin- 

gend: links 1, 12 U , — ,. Stange bis 

auf den hockel. 
desgl. hinten 3, 8 [Amenemopet]. 

Amon kröne [A/ (Helm mit Sonne und Doppel- 
feder). 
Sitzender Mann: [Amon] hinten 5,2. 

Arm. Vgl. Schulter. 

Arm mit Schulter in ungewöhnlicher 
Seitenansicht ^ 

bei Mumienleib: links 3, 11 ^- 
Arm unterdrückt, nur Schulter ge- 
zeichnet 
bei Göttern wie Min (menschliche Gestalt 
oder »Mumienleib«): 

U ^^^^^ p-, links 1, 12 (Mumienleib), 
links 1, 11 (Mumienleib), 
links 1, 13. 2, 21 (männlicher 



O o 



Körper). 
[HarsiesisJ hinten 3, 14 (Mann). 
[Amenemopet] hinten 3, 8. 18 (Mumien- 
leib). 
Vgl. Mumienleib. 
Erhobener Arm mit Geißel, s. d. 
Zwei geflügelte Armpaare: hinten 4, 7 

[Sopd]. 
Nur Armstümpfe: rechts 1, 20. 21 (Frau 

mit Schlangenkopf). 
Ein Arm völlig unterdrückt: 

König in Seitenansicht; rechts, vor Reihe 
3—6, Nr. 2. 

Atefkrone. Vgl. Oberägyptische Krone mit 
Straußenfedern. 



Band, das von Kronen u. ä. auf den Rücken 

fällt (nur bei dem König) : 

? / 
an rt* : rechts 1, 1. 

fehlt: vorn i-echts. 

fehlt bei den dargestellten Kronen: links 

2, 13; rechts 3, 3; 

am Kriegshelm: hinten 2, 1 zerstört; 

an U: vorn links, links 1, 1. 

fehltan der dargestellten Krone : links2,13 ; 

am kurzen Haar mit Stirnband: ^^ 
rechts 4, 22. 

Barke 

der \] ^ links 3, 2 (Löwinneukopf mit Sonne), 
des [Horus] rechts 6, 4 (Falkenköpfe), 
zerstört: links 4. 

Bart umgebogen (nur bei Göttern ; schmalei- 
langer Bart, dessen Spitze nach vorn 
umgebogen ist) : 

1^^"^ (3 
links 1, 12 



13 ^jj 



AA/VW\ I 1 






16 

21 



AAAAAA I 



^^i 



o- 



hinten 1, 21 .,;_, i] {^ (Form des Sopd). 
" 3, 8 [Amenemopet]. 
» 14 [Harsiesis 1. 



rechts 


18 
3,10 


[Amenemopet]. 


» 


14 


1 /\/vv/vv\ .üTv- * 


» 


4,1 


[Osiris]. 


» 


5 


1- 


» 


22 


1?. 



n' 



G 
innen rechts 1, 14 ^ 

2, 9 Gott. 

. 4, 13 ü Hl 

l A^AAAA I n 

hinten 1, 2 [Osiris]. 
links 1, 16 [Amon?]; 
fehlt bei allen anderen Göttern! t 

gerade (steifer Bart, der sich nach unten 
verbreitert) : 
links 2, 12 Königssphinx. 

hinten 1, 1 König mit 



DIE BILDER DES NAOS 70021: Arm 



Falke. 



169 



fehlt überall bei dem König, 
hinten 2, 2 [Ptah]. 

3 < 

20. 21 Nile. 

ü: 

rechts 2, 3 

G 



Kinnbart: links 2,10 Sopd als Asiat, 

rechts 3, 5 desgl. 

Backenbart: 

links 1, 5 AI Abb. 38 in einzelnen 



Strähnen. 
. 9 |] ] desgl. 

hinten 3, 13 ^ 

i, 7 [Sopd] 

rechts 3, 6 [\fv.- 



als Fläche 
gezeichnet. 



5,1 



Baum 



über Sopd ^ 1 rechts 4, 21. 



über Hathor 
über Falke 



rechts 4, 16. 



rechts 5, 20. 



rechts 3, 17. 



über Knabe U y)> 

Beine (Erklärung der verwendeten Schlag- 
worte) : 

1) stehend: 

bei Männern: in Schrittstellung mit aus- 
einander gesetzten Füßen (Tafel 79 f). 

bei Frauen: ebenso, die Füße nur wenig 
auseinander gesetzt (Tafel 80 g i). 

bei Vögeln und Säugetieren: wie bei Män- 
nern (Tafel 19 unten rechts: Falke; 
Tafel 10, Reihe 2, 5: Pavian). 

jedoch bei Schakalen: mit geschlossenen 
Beinen, von denen nur je ein Vorder- 
und Hinterbein gezeichnet ist (vgl. 
»schreitend«): Tafel 26 Mitte; so auch 
bei den Euhebetten Tafel 82 h, i. 

2) knieend: beide Füße untergeschlagen. 

1) Der ganze Unterschenkel und Fuß be- 
rühren den Boden (nur bei Frauen): 
Tafel 80 k. 

2) Nur Knie und Zehen berühren den Bo- 
den: (nur bei Männern): Tafel 81 e. 

3) hockend: ein Fuß auf den Boden gesetzt, 

ein Fuß untergesclilagen (Tafel 79b). 



bei riTj -Figuren: beide Füße aufgesetzt 
(Tafel 19 oben rechts; 79 a). 

Roeder, Naos. 



bei Pavianen : beide Hinterfüße aufgesetzt 

(Tafel 19 oben Mitte). 
bei Falken: nur in grober Silhouette ohne 

Füße (Tafel 19 unten Mitte); 

4) schreitend: die Schritt Stellung ist meist 
durch »stehend« bezeichnet, weil Män- 
ner, Frauen und Tiere fast nie mit ge- 
schlossenen Beinen dargestellt werden, 
bei Schakalen: in Schrittstellung, alle 
vier Beine gezeichnet (vgl. »stehend«): 
Tafel 21, Eeihe 3,4 — 5. 

Besgestalt 

geflügelt mit Messern; vgl. l\ , ^;^- 

Vgl. Körper in Vorderansicht, Backen- 
bart, Flügel, Messer, Schwanz, fünf 
Federn als Krone, kahlköpfig. 

Bett vgl. Ruhebett. 

Bogen 

links 1, 4 A hält Bogen und zwei Pfeile. 
» 9 zwei Bogen und sieben Pfeile am 

Sockel des A . 

" 1*' ü Nti— n- hält Bogen u. zwei Pfeile, 

hinten 3, 17 Atum » . » » » 
> 4, 3 Gott (zerstört) mit Bogen. 

rechts 2, 17 "^^^ ^^ liält Bogen und zwei 
Pfeile. 

21 P ^ hält Bogen und Keule. 

23 -^ » » » > 

» 3, 6 zwei Bogen und vier Pfeile an 



jeder Seite des Sockels des! 

4, 24 Frau ^ mit |, Bogen 

und zwei Pfeilen. 

» 5, 2 A r\ hält Bogen u. drei Pfeile, 
innen rechts 4, 9 Bogen, Pfeile u. Szepter 
unter der Osirisbabre. 

Bündelkrone mit Straußenfedern, wagerechten 
Widderhörnern, ITräus und hinten Band. 

König rechts 2, 1. 

Bündelkrone auf wagerechteWidderhörner 

gestellt vgl. Widderhörner. 

Falke 

1) in natürlicher Vogelgestalt: 

von einer [Isis] gesäugt : Horus, siehe [Isis]. 

auf Papyrussäule stehend: 
innen rechts 1, 3. 

stehend auf Palastfassade : 'S 



170 



INDIZES. 



'^^^^^^ A m Ai 

hockend vor l\, Krone 111 : M • 

» mit 111 Krone: A 

» auf Ruhebett: A , [Sopdl. 

» von einer Frau an die Brust 

gehalten: rechts 3, 20 [Sopd?] 

oder [Horus?]. 

» vor A: [Sopdl. 

» mit Ul Krone, vor einem A un- 

ter Baum: [Sopd] rechts 4, 21. 
stehend, trägt -<E>- auf menschlicher Hand: 

zwei stehende auf Gesteller " 



'-n 



> andere : 
stehend unter Baum: 



en: ^^^. 



» mit Doppelkrone: V^- 
von einer Frau gesäugt: [Horus] rechts 

stehend: [Horus?], 



mit 



V 



D 



Krone: 



^D ©■ 



stehend mit ausgebreiteten Flügeln, auf 

F5^ stehend, im Fries, hinten, 
stehend mit jQ Kopfschmuck: ebenda. 

2) Falke mit Menschenkopf: 

ithyphallisch, Amonkrone: U . links 



2, 11 



1 l^.^^/^^ _nf * 



rechts 3, 14, [Amou] 



hockend, Krone LU : "t^ rechts 4, 22. 
stehend mit ausgebreiteten Flügeln : hin- 
ten 5, 16. 

3) Falke mit Löwinnenkopf: 

stehend: J U innen rechts 5, 2. 

4) Falke mit Nefertem-Krone als Kopf- 

schmuck bei: 
Löwe, der einen Mann in den Kopf beißt: 

innen rechts 1, 2 ^ . [Mahes] hin- 
ten 4, 20. 

Mann mit Löwenkopf: ^I links 3, 4. 

[Nefertem] hinten 4, 11. 

5) stehender Mann mit Falkenleib: 

Amonkrone, hält Stäbe und Keule: rechts 

ithyphallisch. Peitsche schwingend, Amon- 
kröne: _^^i]^, [Harsiesis]. 



6) 



Besgestalt, geflügelt mit zwei Arm- und 
Flügelpaaren: [Sopd] hinten 4, 7. 

Mann mit Syrerkopf: A ; 
hockender Mann mit Falkenleib: 

hält Bogen und Pfeile, Krone LU : A 
rechts 5, 2. 

(ohne Arme) mit Ul Krone: /\ ^^ • 
mit vier Widderköpfen: g^ . 



""mu 



Mann mit Falkenkopf: 
stehend, hält 1 T: \^- 
» hält nur "T" : fHorusT 



ö 

[Horus] 



» Hände herabhängend : 

rechts 4, 3. 
» Hände vorstreckend : hinten 5, 

11—12. p^^ 

» an der Osirisbahre: N^y innen 

rechts 4, 3. 
sitzend, Hände geballt vorstreckend : v y 



[Hor-mertil 



» erhebt Hände seitlich: [Horus?]. 
» Hände vorstreckend : hinten 5, 1. 

legt eine Hand an die Brust : 

hält Stab mit f] : ^ ^ ^ 
■> langen Stab und kurzen (oder Pa- 

pyrusrolle?) V^ x ' " 

» jundj: rechts 3, 22. ^J [1 ^)- 
stützt die Osirisbahre: [Kebehsenuf] in- 
nen rechts 4, 8. 

rn. ^^^^ 



Krone 
Krone 






.[Montl./^'^.p^P^ 



9) 



» ?Q : [Re-Harachtel, ^ 
Manu mit zwei Falkenköpfen: 
Kronen je ui mit verschiedenen Sonnen: 

AAAAAA U O I 

Falkenkopf: 
auf Schakalleib: vgl. Schakal, Greif. 
y> Halskragen: innen rechts 3, 3. 4. 5. 
liegender Löwe mit Falkeukopf (= Greif) 

rechts 5, 10 V^ ij 
liegende Mumie mit Falkenkopf [Osiris- 

Sokar] rechts 6, 5. 
auf einem Krug: rechts 3, 18. 
an der Barke: [Horus], rechts 6, 4. 



DIE BILDER DES NAOS 70021: Falke — Flügel. 



171 



Feder als Kopfschmuck. 
1) Straußenfeder p bei : 

Frau: [Ma'at] innen rechts 1, 13. 5, 11. 

^ 
Mumienleih (Mann): 'w^aaa ^ rechts 4,23. 

Frau mit y in Stirnbinde: hinten 1,11 

© — "^«^ ßi At=] 

Feder ü in einer Sonne bei einer ge- 
flügelten Göttin, die einen sitzenden 



Mann mit & Krone schützt: innen 
links 1, 16. 

Vgl. Straußenfeder I) in der Sonne O 
als Kopfschmuck. 

2) Doppelfeder (ll : 

links 1, 4 A ohne Untersatz. 

» 2, 12 /\"] . 
hinten 1, 10 A ohne Untersatz. 



21 
23 



I 



ohne Untersatz, 
auf ■^=f Untersatz 



Krokodilkopf. 
» 4, 7 [Sopd] auf >=■ Untersatz. 
» 19 [Mont] ohne Untersatz. 

rechts 1, 10 ^^ » » 

» 2, 8 [Mont] » 

' 3,1 /\^ » 

. 4, 21 [Sopd] 

» 22 v^ > » 

> 5,2 /\fv, ' 
innen rechts 3, 3 A 

4 

tersatz. 
» » 5 ohne Beischrift, ohne 

Untersatz. 
» » 4, 11 f. Krone dargestellt 

über der Osirisbahre. 

stehender Mann mit Krokodilkopf: 

Mann mit Falkenkopf: ^^ [Mont], 

P-. hl- 



feffJ 



ohne Untersatz. 



rv^'v/i 



ohne Un- 



hockender Falke mit Menschenkopf, Krone 

hockender Mann-Falke: A ■ 

hockender Falke: A • 
Schakal mit Löwenschwanz, Falkenkopf: 
[Sopd] innen rechts 3, 10. 

Falkenkopf mit Hl, auf Halskragen : A b 
[Sopd]. 

Manu mit |, Peitsche: ,_— > f] f^ • 
Besgestalt, geflügelt: [Sopd]. 

Doppelfeder am Kopfschmuck vgl. Widder- 
hörner, Rinderhörner mit Sonne. 

3) Doppelfeder mit zwei Schlangen: 

Mann mit Falkenkopf: l\ „ , ', 

[Mont] hinten 3, 20; p^^ links 1, 18. 

4) Vier Federn ||] als Kopfschmuck bei: 

stehender Mann mit Zweig : A ^^^ rechts 

3,10. /\f\^ rechts 3, 12. 

Besgestalt, geflügelt mit Messern: A 
hinten 3, 13. 

stehender Manu mit Zweig und \ J\' /\ • 

hockender Falke auf Sopha: A links 

2, 18. 
sitzender Mann : innen rechts 3,7= [Sopd]. 

5) Fünf Federn |j|j| als Kopfschmuck bei: 

links 1, 5 
9 
rechts 



3,0 ÄL- 



6) Fünf Federn, die sich nach oben ver- 
breitern : 

Besgestalt, geflügelt, mit Messern: A • 
Wappen mit [Sopd]kopf: rechts 2, 20. 



Flügel bei Gottheiten. 

Frau geflügelt: [Is: 

Besgestalt: ^ ^ ^ q ^ jS^ ' ftl 



Frau geflügelt: [Isis] rechts 6, 6. 



AAAAAA ' 

^ II 



links 1, 5. 



links 1, 5 A mit ausgebreiteten Armen 
und Flügeln. 

9 l\\ desgl. 

22* 



172 



INDIZES. 



Flügel. , - 

iunten 3, 13 ij] desgl. 

y 4. 7 Sopd : ein Annpaar wie 
oben: das andere: Anne 
herabhängend, Flügel aus- 
gebreitet. 

rechts 3, 6 A V\ mit ansgebreiteten Ar- 
men nnd Flügeln. 

» 5, 1 ^ ^ desgL 
innen linlcs 1. 17 Göttin desgL 
Praa Tgl. Säugende Frau. 

Fraaenkleid : beginnt unter der Brust, endet 
über den Knöcheln; es liegt eng an 
und wird durch zwei Tragbänder auf 
den Schultern gehalten. Bei flüchtiger 
Ausführung werden die Tragbänder 
und die obere Abschlußlinie meist weg- 
gelassen Tafel 80j. 

Frosch 

hinten 1, 5: hockender. 

FoBleiste vgl. Gestell- 
Gegengewicht zum Halskragen: 

links 2, 12 A I hockender Falke : kein 
Halskragen. 

{ > 18 Sopd hockender Falke: bei- 
des fehlt: . 

{hinten 1, 10 |] | beides fehlt! . 

I 2, 2 Ptah^ kein Halskragen. 
> 3 > ' desgl. 

«etts 2,3 ^^, i^l desgL 

im 

» 4, 22 '^^ Hai »kragen mit Gegen- 
gewicht. 

Og 
innen rechts 1, 14. 15 ^^ Halakragenmit 

G egengewicht. 
Geier 



stehend mit O Krone : 



<? 



1- 



3Iann mit Geierkopf; hinten 3, 7. 

GeiBel (Peitsche) 

1) im hinteren Arm geschwungen, wie 
bei Min: 

Unk3l,4 j^lP"^- 

> 11 ->4 



: ß 



13 






hinten 3, 8 'Amenemopet]. 

> 14 Harsiesis . 

> 18 Amenemopet . 

innen rechts 4, 13 ll r3 . — • 

> » 5, 9 Frau ! mit Geißel im 

vorderen Arm. 

rechts 5, 2 
2; Gott mit Krummstab und Geißel: 
hinten 2, 9 TOsiris' 

rechts .3,10 |\^^- 



-PkP' 



4, 1 'Osiris]. 

. .5,19]]-^^- 

6, 2 Osiris. 

> 5, 7 » 

innen rechts 4, 16 Osiris. 
» hinten 1, 2 [Osiris . 

3) Gott mit Ge ißel : 

hinten 1; 21 ,,_-> (j ^^ - 
hinten 2, 9 Osiris . 
innen rechts 4, 10 Osiris . 

4 I und V\ liegen unter der Osiris- 
bahre: 
innen rechts 4, 9. 

Gestell 

Untersätze für Barken, Xaos, Götterbilder 
usw. ^Tafel 82 . Ton ihnen sind meist 
nur die seitlichen Stützen gezeichnet, 
gelegentlich auch eine wagerechte Leiste 
am Boden »Fußleiste« . 
links 1. 8 mit Naos) oben Eundstab, 
Hohlkehle. 

> 2, 3 desgl. 

> 6 mit Fußleiste, oben Bund- 

stab und Hohlkehle. 

> 17 wie 1, 8. 

» 3, 2 wie 2, 6 mit Barke auf einem 

Schlitten. 
» 7 wie 1, 8. 

> 4, — wie 3, 2. 

rechts 1, 22 wie links 1, 8, darauf sitzen 
Schlangen. 

> 6,4 Gestell obenEundstab,Hohl- 

kehle] auf Schlitten, trägt 
Barke und Schrein- 
innen rechts 5, 2. 3 Gestell ,'oben Bund- 
stab und Hohlkehle 
mit Schrein. 
» > 3,3.4 als Untersatz für eine 

Wappenstange. 



—DIE BILDER DES NAOS 70021 ; Flügel — Haar. 



llO 



Greif 

TgL Iiöwo mit Falkenkopf, 
Schakal mit Falketikopf. 
Haar 

Götter mit Männerkopf 

haben meist Frauenhaar ;passim): 
Götter mit Tierkopf 

haben meist drei Strähnen 1 Tafel 79 c dl : 
seltener Frauenhaar Tafel 79 i) ; 
vereinzelt: auf den Säcken fallend 
(Tafel 79 f. 
Götter mit Momienleib 
ohne Arme 

haben das Haar in zwei Strähnen 
Tafel 79 k' : 
mit Armen in Vorderansicht 
haben Frauenhaar Tafel 79 i). 
1; Frauenhaar: langes Haar, das teüs aof 
den Bücken, teüs über die jeweilig 
hintere'' Schulter nach vom fällt 
Tafel 77 b. 80 fi;. Kommt vor bei 
Frauen f Göttinnen! : gelegentlich auch 
bei Göttern mit Tierfcopf statt des drei- 
strähnigen Haares. 
2} Zweisträhniges Haar: 

bei Mumienleib : Tafel 79 k. SO h. 
> ll-Figuren : Tafel 79 a. 

3: Dreisträhniges Haar: 

bei Göttern mit Tierkopf: Tafel 79 c d. 

4) Anliegendes Haar, meist bei dem König 

(wohl nicht kahlköpfig : 
links 2, 13 Sphinx mit Uräus. 
rechts, ror ßeihe 3 — 6, Xr. 1. 3: König 

mit ITräns. 
rechts 4, 23 Gott mit Stirnband. 
iTgl. Kappe bei Ptah.) 

5) Halblanges Haar: 

hinten 1, 14 Gott. 
. 2,6—8 Gott. 

links 2, 10 M als Asiat ; hinten herab- 
hängend. 
rechts 3, 5 desgl. 

3, 10.12. 13 Gott, hinten abgerundet. 
> 5, 3. 4 Gott 'tJ mit Uräus. 
innen rechts 1, 1 König desgl. 
> 2, 1 ' 

6) Langes Haar: 

nur über die hintere Schulter nach vom 
fallend: hinten 2, 20. 21 Nile. 

bei Isis . die beide Arme seitwärts aus- 
breitet, als Abkürrung für das Frauen- 
haar: rechts 6, 6. 

einsträhnig: Falkenkopf auf Halskragen 
innen rechts 3, 3. 4 (nach Tom faüend). 



einsträhnig nach hinten fallend: innen 
rechts 4, 5. 6 Xephthys, Isis, Arme 
nach Tom streckend. 

Zweisträhniges Haar: 
links 3,5.6 1 ( ^ . Frau 



~ . j. K.U. p^ mit Löwin- 
nenkopf. 
» 3, 11 Mumienleib mit Ibiskopf, 
hinten 1, 8 » » Einderkopf. 

> 15 Schlange mit ilenschenkopf. 
» 24 llumienleib mit Ibiskopf. 

> 2, 15 Löwe mit Falkenkopf. 

> 16 Schakal mit > 

3 18 Löwe » "Widderkopf. 

. 3, 2 > » Falken » 

» 4 Schakal » » » 

» 4, 14 Mumienleib mit Falkenkopf. 
» 17 » • » 

» 5, 6 » » » 

» 8 weibliehe Mumie. 

» 6, 8 Frau ^jt mit Löwinnenkop£ 
rechts 1, 6 Mumie mit Falkenkopf. 
3 23 » 5 SchIangenkop£ 

» 4, 25 Frau mit Kinderkopf ^ 

» 5, 10 liegender Löwe mit Falken- 

topf ^1"="- 

> 4, 5 — 15 Mumienleib mit mensch- 

lichem Kopf^ teils männlich 
'mit Bart:, teils weiblich. 
» 23 Mumienleib mit mensch- 

lichem Kopf. 
innen rechts 3, 10 Schakal mit Falkenkopf. 

> » 12 Löwe mit Widderkopf 

• » 4, 3. 12 Mann mit Falken- 

>\ bezw.Ibiskop f ^ >^ . 

Oberkörper in Seiten- 
ansicht. 

> > 5, 2 Falke mit Löwinnen- 

köpf JH^ (längs- 
gesträhnt) . 
8) Frauenhaar bei Göttern: 

Menschlicher Körper mit Kopf eines: 
Mannes: hinten 1,21. hinten 3, 15. innen 
rechts 2, 9. 10. innen rechts 3, 7. 
Falken: links 1,2. 14. 2,15. hinten 4, 12. 
5, 11. 12; rechts 1, 5. 9. 10. 
2, 5. 8. 3, 13. 6, 1. 
Löwen: links 1, 15. 17. hinten 3, 16. 
hinten 5, 5; rechts 1, 5. 1, 19. 
"Widder: rechts 1,27. 
Schlange: » 1. 24. 26. 



a .Vordere« und »hintere. Schulter sind in der Richtung des Gesichtes der Figur gemein: 



174 



INDIZES. 



(Haar) 

9) Dreisträhniges Haar: 

bei Göttern in männlicher Gestalt mit Kopf 
eines : 
Löwen: links 3, 4. 12. hinten 4, 11. 
Falken: » 1, 16. 18. 2, 20. hinten 
1, 18. :5, 19. 20. 
hinten 4, 13. 4, 18. 19. 5, 1. 
rechts 3,22. innen rechts 2,2. 3,8. 
innen rechts 3, 11. 4, 8. 
Schakal: innen rechts 4, 8. 
Pavian: » » 4, 8. 

Ibis: links 3, 10. 
Krokodils: hinten 1,23. 
Geier: hinten 3, 7. 

Widder: • 6, 6. rechts 5, 12. innen 
hinten 1, 1. 

Halskragen ohne Zusatz, bedeutet: glatt, voll- 
ständig gezeichnet. 
Glatt: nur obere und untere Begrenzungs- 
linie angegeben (Tafel 78 e). 
Gesäumt: mit schmalem Saum am oberen 

Rand (Tafel 78 d. 79 e. 80 g). 
Breit: bei Mumienkörpern, deren Ober- 
körper in Seitenansicht gezeichnet ist 
(Tafel 79 g). 
bei schematischen ^n/]- Figuren (Tafel 79 a). 
Vollständig gezeichnet: fast nur, wenn 
kein Haar über die Schultern nach vorn 
fällt (Tafel 78 d— f. 79 e). 
bei Frauenhaar: links 1, 15. 17. 
> dreisträhnigem Haar: links 1, 16. 18. 
Nicht gezeichnet auf der jeweilig hin- 
teren" Schulter: 
bei Frauenhaar (Tafel 80 d — g, i). 
» dreisträhnigem Haar (Tafel 79 c). 
Nur in der Mitte gezeichnet (nicht auf 
den Schultern): 
bei dreisträhnigem Haar (Tafel 79 d). 
Gegengewicht, s. d. 
1) Halskragen gesäumt und vollständig 
gezeichnet: 
a) bei kurzem Haar bezw. KJronen. 

vorn links, rechts : König mit N* bezw. ü ■ 
links 1, 10 mit ßattenkopf. 

20 . y. 

» 2, 9 » Ki-one. 
» 10 halblanges Haar. 

> 11 Amonkrone. 

16 



hinten 1, 1 König mit 

» 4 Knabe mit Locke. 

> 2, 1 König mit Kiiegshelm. 

» 6 — 8 Gott, halblanges Haar. 

rechts 2, 15 Ur-heka, = » 



rechts 3, 12 Sopd mit halblangem Haar. 

innen rechts 2, 8 Chons mit Knabenkopf 

mit Locke. 

> » 3, 1 König mit Kriegshelm. 

» » 4, 5. 6 Nephthys, Isis (Haar 

einsträhuig). 

U nS,— iHiitAmon- 



I V\AA/V\_L_Q. 

kröne. 



n* 



» » 5, 1 König mit e/ • 

» » 8 » * w/ ' 

b) bei Frauenhaar 
innen rechts 2, 9 Gott. 

5, 9 Göttin. 

c) bei dreisträhnigem Haar 
links 1, 16 Gott. 

2) Halskragen gesäumt, auf einer Schul- 

ter nicht gezeichnet: 

bei Frauenhaar 

links 1,2 ^ . 1,3 rs- !■ 1-^ 

' ^^^. 1, 18 Gott. 1, 19 Göt- 
tin. 1,°21 Göttin. 1, 22 Göttin. 
2, 2 Göttin, 
hinten 1, 2 Göttin. 1,6 Göttin. 1,7 Göt- 
tin. 2, 4 Göttin. 2, 5 Göttin. 
2, 10 Göttin, 
innen rechts 3, 7 Gott. 

3) Halskragen glatt, vollständig ge- 

zeichnet: 
a) bei kurzem Haar bezw. Krone : 

Unks 2, 14 Mut mit ^ ■ 

» 4, 1 König mit Q- 
hinten 2, 9 [Osiris] mit oberägyptischer 

Krone ^J • 

» 11 Knabe mit Locke, gesäugt. 

> 3, 1 König mit Kopftuch. 

» 8 [Amenemopet] mit Amon- 

krone. 

9 [rto] mit y ■ 
» 14 [Harsiesis] mit Amonkrone. 

» 17 [Atum] mit Battenkopf. 

» 18 [Amenemopet" mit Amon- 

krone. 
» 5, 2 [Amon?] mit Amonkrone. 

. W 
rechts 1, 1 König mit e/ • 

25 Gott mit y. 
» 2,1 König mit zusammengesetz- 
ter Bündelkrone. 

» 3,10 A ^^' mit halblangem Haar. 



a Vgl. Seite 173 Anmerkung a. 



DIE BILDER DES NA08 70021: Haar — Hörner. 



175 



rechts 3, 14 Gott mit Amonkrone. 
» 15 Göttin mit Q Krone. 

» 16 » * H/ * 

» 17 Gott (Knabe) mit kurzem 

Haar. 
4, 1 [Osirisl mit Atefkrone 

22 Gott mit Hl Doppelfeder. 

> 5, 15. 16 Kindermit kurzem Haar. 
» 6, 10 Gott mit Amonkrone. 

12 desgl. 

innen rechts 1, 1 König mit ^ • 

2, 1 > » '4. 

» ■ 3, 2 Knabe mit Locke. 

> » 4, 1 König mit halblangem 

Haar ^. 
bl bei Frauenhaar: 
hinten 1, 21 Gott. 
» 3, 16 . 
. 4, 12 . 
» 15 Göttin, 

rechts 3, 2 » 

» 5,8 

11 
» 6, 1 Gott. 6, 3 Göttin. 
■■> 5, 13 Göttin. 6, 11 Göttin, 
innen rechts 2, 10 Gott, 
c) bei dreisträhnigem Haar 
innen rechts 3, 11. 

4) Halskragen glatt, auf der linken 

Schulter nicht gezeichnet: 

a) bei König mit Kopftuch: hinten 1, 12. 

b) bei Frauenhaar: 

hinten 3, 10 Göttin. 3, 11 Göttin. 4, 8 
Göttin. 4, 9 Göttin. 4, 10 Göttin. 

rechts 1,8 Göttin. 1, 9 Gott. 1, 10 Gott. 
1,19 Gott. 1, 24 Gott. 1,26 Gott. 
1,27 Gott. 1,28 Göttin. 2,2 Göt- 
tin. 2,5 Gott. 2, 6 Göttin. 2, 8 Gott. 
2, 9 Göttin. 3, 13 Gott. 3, 19 Göttin. 
3, 20 Göttin. 3, 23 Göttin. 3, 24 
Gott. 4, 2 Göttin. 4, 3 Gott. 4, 4 
Göttin. 4, 24 Göttin. 5, 18. 4, 16 
Göttin. 

c) bei dreisträhnigem Haar: 
hinten 4, 11 Gott. 4, 13 Gott, 
rechts 5, 12. 

5) Halskragen glatt, auf der rechten 

Schulter nicht gezeichnet: 

bei Frauenhaar: 

links 3, 3 Göttin. 3, 9 Göttin. 

hinten 1, 11 Göttin. 1, 19 Göttin. 2, 12 

Göttin. 2, 13 Göttin. 2, 20 Gott. 

2, 21 Gott. 3, 15 Gott. 4, 16 Göttin. 



4,18— 19 Gott. 4, 21 Göttin. 4,22 
Göttin. 5, 1 Gott. 5, 3 Göttin. 5, 4 
Göttin. 5, 5 Gott. 5, 7 Göttin. 5,9 
Göttin. 5, 10 Göttin. 5, 14 Göttin. 
5, 15 Göttin. 

rechts 1,2 Göttin. 1,3 Göttin. 1,4 Gott. 

innen rechts 2, 12 Göttin. 3, 2 Göttin. 
4, 15 Göttin. 

6) Halskragen glatt, nur in der Mitte 

gezeichnet: 

bei dreisträhnigem Haar: 

links 3, 10 Gott. 3, 12 Gott. 2, 20 Gott. 

hinten 3, 7 Gott. 3, 19 Gott. 3, 20 Gott. 

rechts 3, 22 Gott. 

innen rechts 2, 2 Gott. 

7) Halskragen glatt, fälschlich auf dem 

Rücken gezeichnet: 



rechts 3 

. 5,3 

4 



,*l\1- 



X u=^- 



8) Halskragen überhaupt nicht ge- 

zeichnet : 

links 2, 15 Göttin, Frauenhaar, 
hinten 1, 23 Gott, dreisträhnig, 
rechts 1, 20. 21 Frau mit Schlangenkopf, 

kein Haar. 
innen rechts 3, 9 dreisträhnig, Gott. 

» links 1, 16 Gott mit Amonkrone. 

" ' 17 Göttin mitFrauenhaar. 

9) Halskragen breit, glatt: 

links 3, 5. 6 )[(-.. Göttin '^ (scheint je- 
doch zu fehlen bei der glei- 
chen Figur hinten 6, 8). 
am Mumienleib [des Osiris-Sokar] rechts 
6,5. 
Gg. 
» » des ^ (Rinnen rechts 1, 15. 

10) Halskragen breit in fünf Reihen: 

innen rechts 5, 2 Falke mit Löwinnenkopf 

11) Hohe Stange mit Halskragen; 

innen rechts 3, 3. 4. 5 |\, 

hockend vgl. Beine. 

Hörner. 

Rinderhörner, s. d. 
Widderhörner, s. d. 
Kurze Hörner, vgl. Sonne. 






176 



INDIZES. 



Oll 

r 



Ibis. 

Zwei stehende Schopfibis : 

1) Mumienleib mit Ibiskopf 

mit zusammengesetzter Bündelkrone : 

links 3, 11. 
ohne Krone: hinten 1, 24 

2) Mann mit Ibiskopf 

mit zusammengesetzter Krone: 
links 3, 10. 

Ithyphallisch. 

Kommt vor bei: 

Falke mit Menschenkopf, Amonkrone: 
|| d^i^ O [1 1^^^ ^ ijjjj.g 2 15. rechts 

3, 14. 

Mumienleib, Peitsche schwingend, Amon- 

kröne: ü ,_, links 1,12, [Amene- 

mopetj hinten 3, 8. hinten 3, 18. 
Mann mit Vogelleib, Peitsche schwin- 

!arsiesis] 



gend, Amonkrone: 'S 
hinten 3, 14 (nackt). 
Mumienleib mit Widderkopf: hinten 6, 6. 

Falkenleib mit Unterkörper und hocken- 
den Beinen eines Mannes: links 2,19 



JIo.P 



links 1, 11 Mumienleib 



t"^"^ C2 



12 > M n- 

13 stehender Mann mit engem 

Knieschurz ^^ Jj ^^ • 
2, 11 Yogel mit Menschenkopf 



1 AAl^^/v\ I 

21 wie 1,13 ^J]q- 
hinten 6, 6 Mumienleib mit Widderkopf. 

kahlköpfig 

a) mit Backenbart : 



desgl. 



links 1, 5 

■ »l\^ 

rechts 3,6 ^ ^\^. 5, 1 ^• 

b) ohne Backenbart: 

hockender Mann: j1 ] hinten 1,17. 

c) Vgl. Kappe des Ptah. 



Kapelle (Pavillon) größer als Naos (s. d.), in 
ihr stehen Götterbilder. 

rechts 1,2 — 13 oben mit Ruudstab, Hohl- 
kehle, Abdeckplatte. 
16—17 desgl. 
» 18 desgl. 

19—26 desgl. 
27—28 • 
29 desgl. 
innen rechts 4, 2 groß, ohne Abdeckplatte. 
rechts 3, 17 Wände und Dach glatt; darin 
Schow. 
» 4, 17 — 18 oben abgerundet; darin 
Schlangen. 

Kappe, anliegend am Kopf. 

G g 
Mann mit Mumienleib: ^ o rechts 2, 3. 4. 

innen rechts 1, 14. 

[Ptah]: hinten 2, 2. 3. 

Vgl. kahlköpfig. 

Kasten als heiliges Gerät. 

rechts 4, 25 darauf Göttin Chenset. 
> 6, 5 als Sarg des Osiris-Sokar. 

Katze. 

hockend: hinten 1, 3. 

Frau mit Katzenkopf: vgl. Löwin. 

Keule. 

stehender Mann mit Falkenleib, Amon- 
krone, hält Stäbe und Keule : ^^ ö^ ' 

^ • n A '^ 

^=7 Un^ rechts 6, 10. 
11,1. .„ 

stehender Mann mit großer Keule: I ' 

stehender Mann mit Bogen, Keule: 

stehender Mann mit zwei Pfeilen und 

Keule : y \> ■ 
U \^ hält Bogen und Keule. 



innen rechts 1, 1 König mit Stab und 
Keule. 
» » 4, 9 vier Keulen unter der 

Osirisbahre. 
Kinderzöpf chen . 

Knabe: hinten 1, 4 [Schow?]. 
» gesäugt: hinten 2, 11. 

rechts 1, 8. 2, 6. 5, 8. 
» > innen rechts 3, 2. 4, 15. 

» stehend: rechts 3, 17. 



DIE BILDER DES NA08 70021: Ibis — Krone. 



177 



n 



als nackter Knabe: rechts 5, 15. 



Knabe mit O [Chons] innen rechts 2, 8. 

i^ 
Mädchen nackt: rechts 5, 15 2,=-- - 

Knabe nackt, meist mit Kinderlocke. 

[Horus], gesäugt von U bezw. [Isis]. 

^^^^^ .\, [Chons], gesäugt von o^ , [Mut]. 

sitzend (? aber wohl nicht nackt!) mit 
Kinderzöpfchen , O : [Chons] innen 
rechts 2, 8. 

stehend unter Baum: ü y> rechts 3, 17. 

stehend U J^, [Schow]. 

sitzend, Löwe am Thron: [Schow?] hin- 
ten 1, 4. 

knieend vgl. Beine. 

Knieschurz vgl. Schurz 

Kopfschmuck vgl. Amonkrone, Bündelkrone, 
Feder, Haar, Kappe (des Ptah], Krone, 
Mond, Nefertemkrone, Rinder- 
hörner, Sehlange, Sonne, Widder- 
hörner. 

Kopftuch nur bei dem König, stets mit Uräus: 
hinten 1, 12. 

3, 1. 
rechts, vor Eeihe 3 — 6, Nr. 2. 

Körper, menschlicher, 

meist in der üblichen »Dreiviertelansicht«. 
Abweichungen bei: Arm, Schulter. 

in Vorderansicht («Besgestalt') bei A | 

und \^- 
Mumienleib, s. d. 
Krokodil 

liefcend: 






I 



Mann mit Krokodilkopf: 

Kriegshelm. 

König hinten 2, 1 mit Uräus, hinten zerstört. 
innen rechts 3, 1 mit Uräus und Band. 

Krone (vgl. Kopfschmuck). 

Oberägyptische Krone 

1) beim König 

vorn links und links 1, 1 mit Uräus, 
hinten Band. 

vorn Königssphinx der Mut gebracht, 

ohne Uräus: links 2, 13. 
hinten 1, 1 Uräus? (zerstört), kein Band. 

R e d e r , Naos. 



2) bei Gottheiten ; stets ohne Uräus oder 
Band. 



Mumienleib mit Löwenkopf: 

rechts 3, 1 1. 
Mumieuleib 



Peitsche 



ithyphallisch, 

schwingend: -^ <M links 1, 11 ohne 
Uräus und Band. 

stehende Frau: 4- J , [Nechbet]. 
Schlange mit Menschenkopf : hinten 1,15. 
dargestellt über der Osirisbahre : innen 
rechts 4, 11. 



Oberägyptische Krone O mit 
Straußenfedern ( »Atef kröne«). 



Geie 



rechts 2, 7. 



säugende Frau: -^"^^ )[' Q rechts 1, 8 
ohne Uräus am Haar, [Unet] hinten 
4, 16, Uräus am Haar. 

Mumienleib : Jl ] • 

Mann mit Löwenkopf: ^ S Y links 

1, 15, [Mahesj hinten 3, 16. 
stehende Frau: rechts 4,2.4 [Unet?]. 

sitzende Frau: A Un rechts 5, 13. 
Mann mit "Widderkopf: rechts 5, 12. 

Oberägyptische Krone ^ J m i t 
Straußenfedern, wagerechten 
Widderhörnern und Uräus. 

Mumienleib: [Osiris] hinten 2, 9. 

desgl. I Osiris] rechts 4, 1 ohne Uräus. 
. . 6,2 . 

» » innen hinten 1,2 ohne 

Uräus. 

Unterägyptische Krone W . 

1) bei dem König 

vorn rechts: mit Uräus, hinten kein Band, 
innen rechts 1,1: desgl. 5, 1 : vorn zerstört, 
links 2,13: vom Königssphinx der Mut ge- 
bracht, ohne Uräus. 
rechts 1, 1: Band, kein Uräus. 
innen rechts 5, 8 : mit Uräus, hinten zer- 
stört. 

2) bei Gottheiten 

Frau: links 1, 20 |^, hinten 3, 9 [Uto], 
rechts 3, 16 |(| 1]^, links 2, 14 



•0 ®' 



als Symbol r/ : 
Mann: rechts 1, 25. 
Schlange: hinten 1, 16. 



V 



23 



rechts 3, 3. 



178 



INDIZES. 



(Krone) p^ r.^^^ 

Falke: innen rechts 3, 13 V^ ,-, _■ 
dargestellt über der Osirisbahre: innen 
rechts 4, 11. 



Doppelkrone f-f ohne Uräus. 

[Horus] als Kind, von Uto gesäugt: 
siehe 



säugende Frau: ^ VN rechts 1,28. innen 

rechts 3, 2; [Mut^. 
sitzende Frau: [Mut] innen hinten 1,4. 

stehender Falke: V^ innen rechts 3, 9. 
Falkenkopf der Barke: [Horus] rechts 6,4 

liegender Löwe mit Falkenkopf: 

rechts 5, 10, [Hr-hknw]. 

liegender Löwe mit Falkenkopf: hinten 

2, 15 ohne Beischrift. 

§■ ? 
Falke: . , 11 '^-=^ innen rechts 1, 3. 



dargestellt über der Osirisbahre: innen 
rechts 4, 11. 

Krug 

rechts 3, 18 mit Deckel in Gestalt eines 
Falkenkopfes : als heiliges 
Gerät. 

Krummtab 

hinten 2, 9 [Osiris mit i 

rechts 3, 10 [\^=: desgl. 



12 



desgl. 



n 

Osiris 



"^^^^^ desgl. 
desgl. 

desgl. 



13 

. 4,1 

5, 19 

6, 2 [Osiris] desgl. 

innen rechts 4, 9 1 J\ unter der Osiris- 
bahre. „ 
» » 16 Osiris mit und J\- 
' hinten 1, 2 [Osiris] desgl. 

Locke vgl. Kinderzöpfchen. 

Löwe (vgl. Löwin). _ 

einen Mann in den Kopf beißend: J^ ^^' 

[Mahes]. 
am Thron eines Knaben : [Schowj. 
stehend: hinten 3, 3. 

liegender Löwe mit menschlichem 
Kopf (»Sphinx«) 
links 2, 13 König. 



liegender Löwe mit Widderkopf (• Widder- 
sphinx« ' 



1^^"^ 



hl 

hinten 2, 18 U . innen rechts 3. 12. 

1 ^^^\A^^ 



liegender Löwe mit Falkenkopf, Doppel- 
krone (»Greif«): 



[Hr-hknw], hinten 3, 2. 

Mann mit Löwenkopf 

mit O Krone: _^\l |', [Mahes]. 

mit Nefertem-Krone «T': ^Jr°", [Nefertem]. 
stehend: hinten 5, 5. 

knieend, j/n auf dem Kopf: rechts 1,27. 

Mumienleib mit Löwenkopf: ,,;^^ ^^' 

Schakal mit Falkenkopf und Löwen- 
schwanz: [Sopd] innen rechts 3, 10, 

""^^ JP~^ (• [Horus]. 
Löwin (vgl. Löwe). 

1) Löwinnenkopf mit O an der Barke der 

'J^ links 3,2. 

2) Frau mit Löwinnenkopf 
\- ^^ riTtol ^i, [Bastet], 



y\. , [Uto] 
O 



^.' 



stehend: 

P^^^, [Schesemtet]. 
mit O Krone: 



no ^ 

mit 5Q Krone [Bastet], Y , ^'=^' 

mit ^: Y links 3, 9. 
stehend: 

hinten 4, 10 (vor Uto und Schesemtet). 
21 [Bastet?] vor [Sechmet]. 
» 5, 3 mit 50. 

sitzend: 
hinten 5, 4. 

1, 2 [Bastet?]. 

» 6, 13 _ -v: \^' 

knieend: 

hinten 5, 15 hält 1 und O. 

3) Hockender Leib ^ mit Löwinnen- 

kopf: Yo- 

4) Falke mit Löwinnenkopf 

innen rechts 5, 2 J U 

5) Wappen mit Löwinnenkopf 

rechts 2, 12. 



DIE BILDER DES TSTÄOS 70021 : Krone — Palastfassade. 



179 



Mädchen mit Kinderzöpfchen, nackt, 

stehend ^=^ , [Tefenet]. 
Messer in der Hand von : 

Mann mit Syrerkopf: A • 

Besgestalt, geflügelt : \ , [Sopd], \^- 
Gott mit einem Messer in jeder Hand: 
links 1,5 ^ 

• »r 

hinten '3, 13 /\ • 

4, 7 [Sopdl, linke Hand zerstört. 

rechts 3, 5 A • 

Mond als Kopfschmuck bei: 

© 1 
Mumienleib mit Falkenkopf: 1 links 

2,15. rechts 1,5; [Chons] hinten 4,12. 



Pavian: . !?^ rechts 6, 9. 
Mumienleib mit Knabenkopf: innen rechts 
2,8. 

Mumienleib: in Seitenansicht gezeichnet, Füße 
geschlossen (Tafel 79 i. k). Oberkörper 
bald in Seitenansicht ohne Arme (Tafel 
79 k); bald mit gelösten Armen, die 
selten in Seitenansicht (Tafel 79 g), 
meist in Vorderansicht gezeichnet sind 
(Tafel 79 i). 

11 mit menschlichem Kopf (bei Göttern und 
Göttinnen) : 
hinten 2,2 [Ptahj. 2,3 [Ptah]. 3,8 [Ame- 
nemopet]. 

rechts 3, 4 ^ (kein Bart). 

. 4, 5—15. 

23 ^ _ ^^ (kein Bart). 



• 5, 7 [Osirisj. 
innen rechts 4, 16 j] 



ithyphallisch, Peitsche schwingend : 
[Amenemopet] hinten 3, 88. 

mit y Krone, hält/\ [: J-^j^. [Osiris: 
rechts 4, 1]. _ 

Hände herausstreckend, mit Kappe: 

[Ptah]. 

. f? O ^ 

mit ü auf dem Kopf: ^^"^ . 



2) mit Tierkopf: 
mit Löwenkopf: 



rechts 3, 11. 
fHor-he- 



Falkenkopf: Vv 

o -] ' "-; 

kenn] i, [Chons], ^Sokar-Osiris]. 



" Ibiskopf: links 3, 11 

» hinten 1, 24 ,..^. 

' Widderkopf: hinten fi, 6. 
» Schlangeukopf: rechts 1, 23. 

3) weiblicher Mumienkörper: hinten 5,8. 

nackt. 

Kinder: D V, rf^^- Vgl. säugende Göttin. 
ithyphallischerMann: hinten 3,14[Harsiesisl 
Mann mit Gürtel ohne Schurz: rechts 3. 5 

hl- 

Naos (Schrein): oben mit Rundstab, Hohlkehle 
und Abdeckplatte; oft mit einer Stange 
zumTragen desNaos; zuweilen auf einem 
Gestell oder unter einem baldachinarti- 
gen Pavillon stehend. Vgl. Kapelle. 

links 1,8 des A , unter Pavillon auf 
Gestell mit Tragstange. 
2, 3 desgl. 

17 des |] I desgl. 
. 3, 7 des ^ desgl. 

» 2 des jj ^ desgl. ohne Trag- 

stange, 
rechts 6, 4 unter Pavillon auf Barke; 

keine Tragstange, 
innen rechts 5, 2 auf Gestell; mit Falke 



M 



» » 3 auf Gestell ; mit Ratte 

» • 5 — 7 auf Gestell; mit 

stehendem Mann. 
Nefertemkrone (Doppelfeder auf einem Unter- 
satz mit zwei Gegengewichten). 

Mann mit Löwenkopf: °X°" links 1, 17, 

[Nefertem] hinten 3, 15. 
Falke mit Nefertemkrone, s. Falke. 

Nilpferd 

aufgerichtet stehend: [Toeris], innen rechts 
2,11. 

Palastfassade 

links 1,8. 2, 17 als Ornament am Naos 

des l\\ (fehlt aber: links 2, 3!). 

23* 



180 



INDIZES. 



(Palastfassade) 

links 3, 7 desgl. des 

hinten 1, 13 Falke auf Palastfassade 



stehend <^ 
Pavian 

hockend: -^, [Thot]. 

Wappen mit Paviankopf: rechts 2, 22. 

Mann dahinter : -^^ • 

hockend mit O: -^^ 
Mann mit Paviankopf 

stützt die Bahre des Osiris : [Hapi] innen 
rechts 4, 8. 

Pavillon wie ein Baldachin über einem Naos 
stehend : 
links 1,8. 2, 3. 2,17. 3,2. 3,7. 
rechts 6, 4. 
Vgl. Kapelle. 

Peitsche vgl. Geißel. 

Pfeile (vgl. Bogen) 

gekreuzt vor einem Schild mit Tierkopf als 
Wappen : 
rechts 2, 10. 12. 14. 16. 18. 20. 22. 

zwei Pfeile gehalten von: 

Batte 

stehend: Lj i^n-n- , [Atum], ^_^^ "fe)^. 

Mann mit Rattenkopf: ü stnmr' 
Wappen mit Rattenkopf: rechts 2, 10. 



rechts 5, 8 



Reiher 

rechts 5, 14. 



J) ö 



Rinderhörner. 

Ij Rinderhörner mit Sonne XX- 

links 1, 3 ,^„^^ Q O auf = Untersatz, 
Uräus am Haar. 

hinten 1, 6 J| ohne Untersatz, kein 

Uräus. 
» 2,10 [Isisj auf Untersatz, Stirn 

zerstört. 
» 3, 11 [Isis] auf Untersatz, kein 

Uräus. 
» 5, 14 [Isisj auf » » 

Uräus. 
6, 14. 15 [Isis] auf Untersatz, 

kein Uräus, 

rechts 2, 6 J| auf Untersatz, 
Uräus. 



11 



AAA/V\A (^ 



jj auf Untersatz mit Hohl- 
kehle. 
6, 3. 6,6 beide: [Isis] aufUntersatz. 

(^ auf Untersatz. 

L5 j](^ auf Untersatz. 
» » 5, 9 Frau auf Untersatz, 

hinten 1, 3 [Isis] auf Untersatz. 

2) Rinderhörner mit Sonne, \X auf- 
liegend auf der Doppelfeder [J]. 
Frau mit: [Isis-Sothis?] hinten 2, 12. 



innen rechts 4, 15 



>o 



Mann mit zwei Falkenköpfen : A 

hinten 6, 5. 
aufgerichtetes Nilpferd: [Toeris] hinten 

6, 18. 

Rinderkopf 

Frau mit Rinderkopf mit langen Hörnern : 

ra 



kein 



Frau mit Rinderkopf mit kurzen Hörnern : 

o q|"""'| — » — 

-^ r. ® ^ ^P rechts 4, 25. 
Vgl. Stier, Rinderhörner. 

Rüekenpfeiler 

beginnt unten am hinteren Ende des Sockels: 
Tafel 80 h ; in größerem Abstand vom 
Sockel: Tafel 80 g; reicht oben bis zum 
Scheitel: beistehenden Göttinnen: hin- 
ten 2,5. 12. bei sitzenden Göttinnen: 
hinten 2, 11; von der Amonkrone bis 
auf den Sockel: links 1, 12 u. o. 

links 1, 12 U _-, stehender Mumien- 

' 1 AAAAAA I I 

leib, Peitsche schwingend: R. 
von derAmonkrone zumSockel. 

>. 2, 11 U , als menschenköpfiger 

' 1 AAAAAA I 

Falke: R. von der Krone bis 
an den Vogelrücken. 

» 16ll_|V (wie 2, 11). _ 

hinten 2, 5 stehende [Sechmet] mit Lö- 
winnenkopf: R. vom Kopf 
bis zum Sockel (doch nicht 
anstoßend). 

» 11 säugende Göttin : R. vom 

Scheitel bis Sockel. 

» 12 stehende [Isis-Sothis]: R. 

vom Scheitel bis Sockel. 

» 5, 7 stehende Frau, R. vom 
Scheitel bis Sockel. 

. 8 stehende weibliche Mumie: 

desgl. 



DIE BILDER DES":5fAÖ8 70021: Pavian 



Schlitten. 



181 



hinten 5, 9 stehende Frau : E,. vom 
Scheitel bis Standlinie, je- 
doch nicht an den Sockel 
stoßend. 
» 6,5 stehende Mont-Re, Mann mit 
zwei Falkenköpfen: R. vom 
Scheitel bis Sockel. 
» 7 sitzende Bastet, Frau mit 

Löwinnenkopf: R.vom Schei- 
tel bis Sockel, 
rechts 2, 2 stehende Schesemtet, R. vom 

Scheitel bis Sockel, 
innen rechts 1, 6 Gott, oben weggebro- 
chen : R. vom Sockel ab. 
3, 8 stehender Gott mit Fal- 
kenkopf ^^ 1^ : R. vom 

Scheitel bis Sockel. 
Ruhebett 

links 1,7 (mit [Sopdj): Einder(?)füße, 
Widderkopf mit doi^peltem 
Gehörn, Löwenschwanz. 
• 2, 18 mit rSopd;: wie 1, 7. 
hinten 4, 15 mit [Unetl: Löwenfüße, 
Löwenlsopf, kein Schwanz. 

rechts 1, 7 mit -1- ^ ■ Löwenfüße, 

-köpf, kein Schwanz. 

> 3, 21 mit /\ als hockendem Fal- 
ken. Löwenfüße, Widder- 
kopf, Löwenschwanz, 
innen rechts 4, 7 mit 'Osirisj. 



mit liegender Frau: 
Säugende Frau 

mit X^ Ivroue: J] 
ohne Krone: [Isis 
mit W Krone: 



. &. 



[Unet]. 



[Isis] 



mit O Krone: '^^^, [TJnet]. 

mit ^: o^, [Mut]. 

einen Falken säugend: [Isis] rechts 3, 19. 

Schakal 

1) wirklicher Schakal 

V 



stehend: ? j ? : 
zwei liegende am Sarge des Osiris-Sokar]: 
rechts 6, 7. 8. 

schreitend: 'M^ ' hinten 3, 5. 6 (zerstört) 

mit Y(?) um den Hals. 

rechts 1, 14 mit''^^^ Band um den Hals. 

stehend: links 3, 2 in der Barke der [[ ^• 



2) Schakal mit Falkenkopf 

schreitend: "'-'^ J ';=:^ ]j mit Schakal- 
schwanz. 
mit Löwenschwanz: [Horus]. 

Krone [Q: 
innen rechts 3, 10 [Sopd]. 

3) AVappen mit Schakalkopf: rechts 2, 16 

(vgl. ^iS^). 

4) Mann mit Schakalkopf 

stützt die Bahre des Osiris: 'Duamutef] 
innen rechts 4, 8. 

Sehlange. 

1) Schlangen als Tiere 

Schlangen, aufgerichtet auf hohem Sockel: 

hinten 5, 17 — 19. 
Schlange mit Menschen- i r\ q bj^ 

köpf, Krone ^: M^<=>^ 

Schlange mit y Krone : ) (m^\(m(a\" 



_fl 



zwei Schlangen in 

Kapellen: 
zwei Schlangen auf ( rechts 4, 17 — 18. 

Papyrussäulen: / ' 19 — 20. 

zwei Schlangen auf einem Kasten: 

auf Dach des Pavillons überNaos : links 1 , 8. 

9 s » » » » »2,17, 

» « » » j » 5 3,7. 

j » » » » » innen 

rechts 4, 2. _ 

auf dem Sockel des [^ | links 1,5. 1,9. 
hinten 3, 13. 



2) Schlange (/ji als Kopfschmuck bei: 

Sl® 

Frau mit Löwinnenkopf: Y [Sechmet]. 

Mann mit Löwenkopf: rechts 1, 19. 

Vgl. Widderhörner 2) und 5). 

Sonne 3Q mit Schlange als Kopfschmuck 
vgl. Sonne 2). 

3) Mann mit Scblangenkopf 

rechts 1, 31 stehender Mumienleib mit 
Schlangenkopf. 

» 32. 34 stehender Mann mit 

Schlangenkopf. 

4) Frau mit Schlangenkopf 

rechts 1, 20. 21. 

Schlitten unter Gestell mit Naos 
links 3, 2. 4, am Ende. 



182 



INDIZES. 



Schrein vgl. Naos, Kapelle, 
schreitend vgl. Beine. 

Schulter (vgl. Arm) 

in Seitenansicht bei vorgestrecktem Arm: 
hinten 1, 14 Gott, innen rechts 4,3. 12 
(aber bei ähnlicher Haltung in der üb- 
lichen Vorderansicht: links 3, 4 Gott, 
hinten 1, 18 Gott. 1, 23 Gott). 

hintere Schulter in Seitenansicht: hinten 
5, 11. 12 Gott (aber normal in Vorder- 
ansicht bei der gleichen Göttin 5, 10). 
Körper in Seitenansicht, Schulter in Vorder- 
ansicht: 

knieender König: rechts, vor Eeihe 3 — 6, 
Nr. 2. 

knieende Nephthys: innen rechts 4, 5. 
» Isis: >' >• 6. 

stehende Götter: rechts 5,3 — 4. 

Schurz, stets von einem Gürtel gehalten. 
Knieschurz 

eng: bei Göttern, stets ohne Schwanz: 
Tafel 79 f. h. 
bei sitzenden Figuren ist die un- 
tere Randlinie meist nicht an- 
gegeben, 
weit: im spitzen Winkel vorstehend, bei 
dem König 
entweder glatt (passim) 
oder mit Zierlinieu in der Spitze 

(Tafel 81 f); 
mit oder ohne Schwanz (Tafel 32 rechts). 

1) Enger Knieschurz: 

immer bei Göttern, wohl ohne Ausnahme. 
bei dem König, immer ohne Schwanz : 

hinten 1, 12 stehend. 

rechts, vor Reihe 3 — 6, Nr. 2, knieend. 

innen rechts 5, 8 stehend. 

2) Weiter Knieschurz, nur bei dem König, 

vorn rechts und links, mit Schwanz, 
links 1, 1 zerstört, mit Schwanz. 

» 2, 1 weit, ' 

hinten 1, 1 weit, zerstört. 

» 2, 1 » ohne Schwanz. 

» 3, 1 " zerstört. 

» 4, 1 » ohne Schwanz, 
rechts 2, 1 zerstört, 
innen rechts 1, 1 ohne Schwanz, glatt. 
, 2, 1 '. 

« » 3, 1 drei Zier- 

linien in der Spitze. 

4, 1 ohne Schwanz, desgl. 

5, 1 ^ » desgl. 

Schwanz, lang zwischen den Beinen herab- 
hängend: 

links 1,5 fp\. 1,9 /\"]. 



hinten 3, 13 ^■ 

rechts 3,6 /\ fv,- 

. 5, 1 
Schwanz am Schurz, s. d. 

Seitenansicht 

des ganzen Körpers : 

liegender König: rechts, vor Reihe 3 — 6, 

Nr. 1. 

des Oberkörpers : 

Frau mit Mumienkörper und Rinderkopf 

__„_ ^ Q^ rechts 4, 25. 
des Armes: vgl. Arm, Schulter. 

Set, Tier des: 

Wappen mit Kopf des Tieres des Set: 
rechts 2, 14, 

sitzend vgl. Beine. 

Skorpion. 

Frau mit Skorpion auf dem Kopf: jl 

Sockel: rechteckige Untersätze für stehende 
oder sitzende Götterbilder. 

niedrig: 0,5 cm hoch bei 3 — 10 cm Breite. 

ohne nähere Angabe: Höhe ist etwa 
-j bis .V der Breite. 

hoch; fast so hoch oder höher als breit. 

mit Füßen: Tafel 82 g. 

Sockel mit Füßen, nur bei sitzenden 
Gottheiten : 
links 2, 4 Gott. 
» 5 » 

9 Göttin. 
.3,2 . 
9 
rechts 1, 28 Göttin. 
19 Gott. 
. 2,3 
5 

9 Göttin. 
. 5, 7 Gott. 

• 4, 5—15 Gott und Göttin. 
> 4, 24 Göttin. 

vorn abgetreppt: 

links 3, 5, 6 '2'^- 

hinten 1, 2. Frau mit Löwinnenkopf, 

[Bastet?!. 



» 6,8.9 fj 






DIE BILDER DES NAOS 70021: Schulter — Thron. 



183 



Sonne O als Kopfschmuck. 
l)nurOSonne. ,^ 

Frau mit Löwinnenkopf : U links 1,21. 

3, 3. Yo; rechts 2, 9. 
Löwinnenkopf mit O auf der Barke der 
■J ^ links 3, 2. 

2) Sonne iCl mit Schlange. 

n ® 

Frau mit Löwinnenkopf: [Bastet], Y ^' 

[Sechmet] hinten 2, 4. ^■■^- ; hinten 5, 3. 

Mann mit Falkenkopf: [Re-Harachte], 

sitzende, '^^ TO, stehende, links 2, 20. 

Frau mit Löwinnenkopf: hinten 5, 3 
[Mut?] hinter [Amon]. 

3) Straußenfeder U in der Sonne O als 

Kopfschmuck 
bei einer Göttin, die einen Gott mit 
schützt. 

4) Sonne mit Doppelfeder, Schlange und 

kurzen Hörnern. 

Mann mit zwei Falkenköpfen: A „, 

hinten 6, 5. 

5) Vgl. Widderhörner 1) — 2) und 4)— 5). 

6) Sonne zwischen Rinderhörnern X^, s. d. 
Sopha s. Ruhebett. 

Sopdzeichen, 

großes |\; dahinter: links 2, 12 hockender 
Falke l\\- 

Stab, lang (vgl. Stock) 
1) Glatter langer Stab 

stehender Mann mit Falkenleib, Amon- 

krone, hält Stäbe und Keule : |^^ ^ | 



1 1 



rechts 6, 10. 



1 



langer Stab: hinten 1, 18 

. 1,23 

rechts 2, 15 ^^^^ ^U stößt ihn wie einen 
Speer. 

. 6, 12 l| ^^ Falke mit Kopf und 
Armen eines Mannes, hält 
Stab und Messer, 
innen rechts 1, 1 König mit Stab und 
Keule. 



2) Langer Stab mit Panterkopf, gehalten 
von einem : ^ "''^^r 

Mann mit Falkenkopf: ^^ ^ ^ , [Hor- 

merti ! 
Mann mit Geierkopf: hinten 3, 7. 

stehend vgl. Beine. 



Stier 



stehend: 5^ 



a ^ 



Wappen mit Stierkopf: rechts 2j 17. 
Stirnbinde 

hinten 1, 11 r. Göttin mit Feder 



P 



auf dem Kopf: Stirnbinde 
hinten zur Schleife gebunden. 

21 Gott^l] l^mit 111: desgl. 

Stock (vgl. Stab) 

links 2, 10 A | als Asiat: kurzer Stock, 

unten umgebogen, 
hinten 1, 18 kurzer Stock (oder Papyrus- 

rolle?) ^Tf ^• 

Straußenfeder [) vgl. Feder 1). 

an der Bündelkrone: vgl. Widderhörner 

4)-5). 

Syrerkopf im Profil: 

rechts 3, 5 und links 2, 10 Mann, hinten 

mit Falkenleib, hält zwei Messer A 

Szepter 

bei Göttinnen 



Thron 



passim. 

Göttern I: passim. 

dem König: vgl. Keule, Stab. 



glatt: nur als Silhouette gezeichnet (Tafel 

82 a). 
mit Eckleiste: Tafel'82 b. 
» Ecklinie: Tafel 82 c. 

1) Thron glatt: 

links: alles mit Eckleiste. 

hinten 1,2 Göttin. 1,3 Gott. 1.6 Göttin. 
1,7 Göttin. 1,9 Göttin. 2,2 Gott. 
2, 3 Gott. 2, 4 Göttin. 2, 10 Göt- 
tin. 4, 16 Göttin. 5, 1 Gott. 5, 2 
Gott. 5, 4 Göttin. 6, 1 (?). 6. 3 Gott. 
6, 13—15. 17 Göttin. 

rechts 6, 1 Gott. 6, 2 Gott. 6, 3 Göttin. 

innen rechts 1, 9 Gott. 1, 15 Gott. 1, 17 
Göttin. 2, 2 Gott. 



184 



INDIZES. 



(Thron) 

rechts 6, 11 Göttin. 

innen rechts 2, 10 Gott. 3, 2 Göttin. 3,7 
Gott. 3, 11 Gott. 
» hinten 1, 2 Gott. 

2) Thron mit Ecklinie: 

rechts 4, 5 Gott. 5, 8 Göttin. 5, 11 Göttin. 
5, 12 Gott. 5, 13 Göttin. 

3) Thron mit Eckleiste; 

links 2, 4 Gott. 2, 5 Gott. 2, 9 Göttin. 

3, 3 Göttin. 3, 9 Göttin, 
rechts 1, 8 Göttin. 1, 27 Gott. 2,3.4.5 

Gott. 2,6 Göttin. 2,9 Göttin. 4,24 

Göttin. 

Uräus bei dem König 

an e/ : vorn rechts, innen rechts 1, 1 (fehlt 
jedoch: rechts 1, 1). 

an Q: vorn links, links 1, 1. 

am anliegenden Haar: links 2, 13; rechts, 

vor Reihe 3 — 6, Nr. 1. 3. 
am Kriegshelm: hinten 2, 1. innen rechts 

3,1. 
am Kopftuch: hinten 1, 12. 3, 1. rechts 

vor Eeihe 3—6, Nr. 2. 
an Bündelkrone (zusammengesetzt) rechts, 

2, 1. 
an halblangem Haar: innen rechts 1, 1. 4,1. 

1) bei Göttern: 

rechts 5, 3. 4. an halblangem Haar: Gott, 
innen rechts 3, 2 Knabe mit Locke, ge- 



säugt von 
bei Göttinnen am Frauenhaar: 
^^ links 1, 3 (mit Xy] Göttin. 

[Unet] hinten 4, 16 mit O auf Frauen- 
haar. 

rechts 5, 8 mit X^- 
Gott: innen rechts 2. 9. 10. 
Frau mit Isiskrone: innen rechts 5, 9. 

3) Uräus fehlt 
an der Krone 
an den dargestellten Kronen 



i: 



'i°i"i"r!'t^- 



[V : links 2, 13. rechts 3, 3. 



2, 13. 



links 1, 18 ^^: 
Kopfschmuck. 



zwei TJräen vor 



als 



Wappen 

mit Kopf eines Tieres oder Gottes. 

Hatte: rechts 2, 10. 
Löwin: rechts 2, 12. 



Tier des Set: rechts 2, 14. 
Schakal: rechts 2, 16. 
Stier: rechts 2, 18. 
Sopd: rechts 2, 20. 
Pavian: rechts 2, 22. 



1) Widder 



© 



rechts 5, 17. 



stehend: ^— j IT 

Löwe mit Widderkopf: hinten 2, 18. 
2) Mann mit Widderkopf 

o . [1^ 



sitzend, Krone 



<? 



rechts 5, 12. 
stehend, Krone zusammengesetzt: i Chnum 
innen hinten 1, 1. 

3l Mumienleib mit Widderkopf 

ithyphalllsch , mit zusammengesetzter 
. Krone, hinten 6, 6. 

Widderhörner (vgl. Bündelkrone, ober- 
ägyptische Krone). 

1) Wagerechte Widderhörner mit Sonne 

o 

Mann mit Widderkopf: ü rechts 1, 27. 

2) Wagerechte Widderhörner mit Sonne; 

in ihr Schlange , auf ihr Doppel- 
feder m ■ 
ithyphallischer Mumienleib mit Widder- 
kopf: hinten 6, 6. 

3) Wagerechte Widderhörner mit Dop- 

feder Gl ■ 

Löwe mit Widderkopf: U innen 3, 12. 

dargestellt über der Osirisbahre : innen 
rechts 4, 11. 

4) WagerechteWidderhörn er mit Bündel- 

krone; au ihr zwei Straußenfedern, 

auf ihr eine Sonne. 
Mann mit Widderkopf: [Chnum] innen 

hinten 1, 1. 
Krone dargestellt über der Osirisbahre: 

innen rechts 4, 11 e. 

5) Ebenso; jedoch noch unten an der Bündel- 

krone eine Sonne; auf den Widder- 
hörnern je eine P Schlange mit Sonne 
l^ links 3, 10 _^. 3, 11 -2 

6) Widderhörner, nach unten gebogen, 

nur am Widderkopf: 

links 1, 7 I am Euhebett, auch wage- 

» 2, 18 ) rechte Hörner darüber! 

» 2, 19 Gott mit vier Widderköpfen 

fkeine wagerechten Hörner!). 



DIE BILDER AUF DEN ÜBRIGEN NAOS (AUSSER 70021) 



185 



hinten 2, 18 liegender Löwe mit Widder- 
kopf (ohne Krone oder — i — ). 
• 6, 6 Mumie mit Widderkopf, dar- 
auf — I — mit Krone. 

rechts 1, 27 MannmitWidderkopf. Krone 

— I — ■ Amon. 
5, 12 Mann mit Widderkopf 
[Chnum]. 
> 5, 17 stehender AVidder. 
innen rechts 3, 12 Löwe mit Widderkopf 

» hinten 1, 1 Mann » > 

[Chnum]. 



Widdersphinx vgl. Löwe. 

Zeichnung, 

ungewöhnliche des Körpers: s. Schulter, 
Arm. 

Zweig. 

Mann mit Zweig: /V ^=' , A 



DIE BILDER AUF DEN ÜBRIGEN NAOS. 



Gestalt der Gottheiten 

(zu Naos 70021 vgl. S. 167—185 

Männlicher Körper mit menschlichem Kopf 
1) ohne Krone 

mit kurzem Haar § 5.30. 
» halblangem Haar mit Zopf § 171c 



(Osirifl'Pj. 

» mitlangemHaar§81 undllO C (Geh). 
§ 148 und 152 (Osiris). § 165 links b 
und rechts b (schreibend). § 172 b 
(mit Stock). § 172 d und e (Hände 
herabhängend). § 193, 3 (zwischen 
zwei Frauen hockend). § 195, 6 — 8 
(drei gleiche Götter hintereinander 
hockend). 

mit Frauenhaar § 255, 1 — 4. 

Haar zerstört § 409. 

2) mitKopfschmuck oberhalb desHaares 

mit halblangem Haar und JH § 228 
(Schow?). § 230 (Onuris). § 240 und 
270, 1 und 272 (Onuris?). § 269 
(Onuris-Schow). 

> langem Haar und D § 78 und 119 B 
(Schow). 

• langem Haar und 5Q § 74. 93. 106. 
118. 123 (sämtlich Chepra). § 110 
und 127 (Statuen des Chepra). 

Roeder, Naos. 



mit langem Haar und O § 370 und 530. 
langem Haar undBündelkrone § 163 b. 

3) mit zwei menschlichen Gesichtern 
§172g. 

4) mit Krone auf dem Kopf. 

Doppelkrone ^§71. 84. 103. 117. 119D. 
119 J (sämtlich Atum). § 109 und 127 
(Statuen des Atum). 

Oberägyptische Krone Q § 161 b. 

Amonki-one ^ § 32. 37. 50. 261. 383. 

384 (sämtlich Amon bezw. Amon-Re). 

§ 386 (Statue des Amon). 
Unterägyptische Krone § 161 c. 

Fetter Greisenkörper 

mit herabhängender Brust § 160 b. 

Kinderkörper 

den rechten Zeigefinger in den Mund 
steckend § 171 b (Horus). 

Männlicher Körper mit Tierkopf. 

Falkenkopf mit 5Q § 68. 85. 89. 116. 119D. 

119 F. 134 sämtlich Re-Haraohte). 
Ibiskopf § 137 (Thot). 162 bd. 375(?). 
Krokodilkopf § 375(?). 

24 



180 



INDIZES. 



Mumienleib < mit menschlicliem Kopf 

1) ohne Krone 

mit kurzem Haar § 168 rechts b. 389 

Statue, 
mit langem Haar. 

mit ] § 193, 7—9. 

hockend § 195,2—4. 

stehend §161 f. 163 cd. 172 c f. 173d. 

196, 6—8. 
sitzend § 196, 3—4. 197, 4—18. 

mit auf kurzem Haar § 197, 2 

(Osiris). 

2) mit Krone: 

Atefkrone Q § 407. 486. 487. 488 

(sämtlich Osiris). 
Bündelkrone § 269 und 271 (Osiris). 

3) ithyphallisch 

mit kurzem Haar und Doppelfeder § 28. 
40. 53 (sämtlich Amon bezw. Amon-Ee). 

4) zerstört § 261 (Chons). 
»Mumienleib« mit Tierkopf. 

Ibiskopf § 160 c. 161 d. 
Falkenkopf § 163 e. 
Schakalskopf § 170d. 
Katzenkopf § 163 f. 



Weiblicher Körper mit menschlichem Kopf 

1) mit Frauenhaar ohne Krone. 

Hände herabhängend § 166 links b. 170 f. 
beide Hände vorstreckend § 193,6. 197, 3. 
betend § 530, 2. 
hockend § 193, 4—5. 

2) mit Kopfs ch muck oberhalb desFrauen- 

haares. 

mit ?Q § 371. 

mit X^ § 167 links b. 271 (Isis). 402, 
1 — 7 (Hathoren). 

3) mit Krone auf dem Kopf (kein Frauen- 

haar ! ). 

- w 

TJnterägyptische Krone ^ § 167 rechts b. 

4) mit Flügeln an den Armen. 

mit ?Q oberhalb des Frauenhaares § 531. 

5) oberer Teil der Figur weggebrochen 

§ 257, 1—2. 261 (Mutl. 532. 

Weiblicher Körper mit Tierkopf 

mit Katzengesicht und Frauenhaar § 166 
rechts b. 229 (Hastet). 163 g (mit jQ). 

Weiblicher Nilpferdkörper 
§ 396 und 397 (Toeris). 



Namen der Gottheiten 

(in Auswahl; für Naos 70021 vgl. Indes S. 161—167). 

j)"§271. 459. 
'Ö'<=>r1'^— §193,3 

(]d^^ § 161 d. 



U bezw. ü , 70001 a b aus Der el- 

I /VV\AAA 1 A/wsA^ I 

Bahri (§ 13. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 
22. 32. 37. 40. 50. 53. 55). 

70025 aus Karnak (§ 381. 383. 384). 
70040 aus Karnak (§ 480). 

ferner: §61 (ausgemeißelt). 171,2 Misch- 
gott. 



Nji-ir 70003 und 70004 aus Tanis (§ 70. 71. 
80. 103. 117. 119. 119 C. 123). 70005 
aus Abu-Simbel (§ 132). 

V^^ §453.455. 



Q^ § 161 f. 173 d. 



§491. 
(] j^ ^ § 510. 511. 512. 

Mp^§269. l^' 



§ 230. 



"^^ 

M °-'^- 



y §271. 

't^^^ o. ä. § 269. 507. 

T 



w 



§ 142. 148. 152. 

aus Abydos § 406. 446,1a. 453. 456. 

486. 487. 488. 
ferner: § 197, 2. 395. 



I 



^M ® §360. 
§ 139 E (zweimal). 229. 



DIE BILDER AUF DEN ÜBRIGEN NAOS (AUSSER 70021). 



187 



n — ** — -cji^>^ 
^tej]1§506. 

sir 

7=^ ^ §160b. 



^ § 275 (zweimal). 418, 3. 13. 
g^^T § 193, 6. 197.3. 

'^V'^11 § 162 b. 
"j -= g 449. 

mit verschiedenen Zusätzen. § 193, 
7—18. 195,2. 197. 197,4—18. 

O^ bezw. ^ 70003 und 70004 aus Tanis 
(§ 67. 68. 73. 77. 89. 116. 118. 119 B. 
119 F). 70005 aus Abu-Simbel § 134. 



§ 402 (sieben Hathoren). 

■^ § 1711. 271. 459. 

|U § 172b. 

— §172g. 

^ (] j^ 70003 und 70004 aus Tanis (§ 74. 
93. 105. 118. 126). 



^^ 



163 e 
A 



P^§172. 

].i^ § 161b. 

^\^ §78. 119 B. 



§ 188. 190. 

J § 81. 119 C. 

^g ^ Toeris] § 396. 397. 

Gott (vgl. besonders Naos 70008 §§ 155 
— 174) mit den folgenden Beiworten: 

Q ;--^, '^ § 162 c. 



% 163 b. 
§ 160 c. 

l^ 'J§162d. 

^=^== § 137. 
D Göttin § 170 f. 




.11 



Namen der Orte 

(für Naos 70021 vgl. S. 161—167; Herkunft der Naos auf S. 155). 



® 



§ 360. 



'J 



® 



§ 418, 3. 13. 



^^ §17-21. ^^§22. 



® 



§ 360. 



24* 



188 



INDIZES. 



Heilige Tiere. 



Falke §173c ([SD" 



n 
T 



Ibis § 168, links b. § 170 b 

§ 173 b (]|JU- § 426 (gemalt). 

Mischwesen (ithyphallischer Vogel mit Men- 
schenkopf) § 174, 2. 

Geier § 151 (Nechbet). 

Pavian (Hundskopfaffe) § 130 (Statue; vgl. 
den Thot § 137). § 162 (Q auf dem Kopf). 

§173e(|^. §1616 (P-^^). 



D •=> 



)■ §405 



§268 (-^f, ^,11^ 

(zwei Paviane die Sonne anbetend). 

Schakal § 427. 

Schlange § 147 (^ Uto). § 160 d (j 

I ). §170e( «J'=^)- §389 

(plastisch). 

Skarabäus § 130 (Statue; vgl. den Ee-Harachte 

§ 133). 
(Vgl. den Index > Gestalt der Gottheiten« 

Seite 185—186.) 



Mann stellend 

Hände herabhängend § 444. 445. 454. 

455. 456 (Statue), 
erhebt eine Hand (betend) § 396. 
erhebt beide Hände (betend) § 402. 487. 

488. ^ 
sprechend u! § 470. 
opfernd § 390. 463. 
Standarte tragend § 426. 427. 



Haltung der Männer. 

Mann sitzend 



vor Opfergaben § 446. 465. 471. 478. 

481. 

Mann hockend 

zwei Verwandte § 472. 

Mann und Frau 

sitzend § 461. 467. 474 (Statuen). 



J\ 



J\ 



Namen der Männer. 

(Geordnet nach der hieroglyphischen Schreibung ohne Eückslcht auf die Aussprache., 
^K^ § 443. 444. 446, la. - | fl^ ® § ^^S- 

^"^ ' ^"^ § 446, 3 b. 



J\ 



^H_|i J § 444,3 c. 
\y J §444,2b. 

H^D^dp^ §480; so auch §481 

lesen statt l^-^fjP^- 
[j^° §445, 3a. 

1'^»^"'°"- ^'^^^• 

1| ^ § 390. 



§ 444, 2 a. 
!^^fl §446, 2 c. 



^K.-!^ § 445,2b. 



§ 444, 3 a. 



-^^^ 



§ 465. 



I Q I 

I n^^ 8 444, la. 445, 3c. 

o 



> t ^ 



§ 385. 



.0 



^^l § 396. 397. 402. 



[|i p ^ § 453 (zweimal). 455. 
§ 454. 



I 



DIE BILDER AUF DEN ÜBRIGEN NAOS (AUSSER 70021). 



189 



^^ ^ § 449. 450. 

^"-^Pl§446,2a. 
i^ § 506. 507. 510—512. 



^ I 






a 



] () ^ § 471. 
§ 406. 



e 



^ §506. 507. 510—512. \1/ ^j 
§ 510. 511. 



=.f' 



§ 512 oben. 

I J § 459 rechts. 473. | J ^ § 474. 

I'^I,„i§467. 
I ^_ § 444, 1 a. 445, 3 c. 

|§^^|....8«M. 

PI^^ §445,lc. 
P § 444, 3 b. 



CTOTOYHTIOC APnAHCIOC §413. 



Haltung der Frauen. 



Frau stehend 

mit herabhängenden Armen § 445. 
eine Hand an eine Brust legend § 481. 
erhebt beide Hände betend § 434. 
» ' » opfernd § 391. 

mit einem Sistrum § 487. 488. 



Frau hockend 

als Verwandte § 446. 464. 

Frau neben dem Mann 

sitzend § 462. 468. 474 (Statue). 



Namen der Frauen. 



jj^^ § 506. 507. 510. 512. 
J]oS<^-^^§^06. 
iPl^^ §446, Ib. 
flS'TT? § 444,1a. 446,3c. 



§ 445,2 c. 



§ 445, 3 b. 



YM 



§ 446, 2 b. 
J ^ § 459 links. 

6 ^? § 468. ^ 



Sic 



474. 






f"^^' ^P^P § 459 Anm. f. 

O 5 § ^81. 

§ 391. 

X,§445,3c. |lp J §445, Ib. 
□ ^ § 445,3 a. 
12^ §446, 2 a. 3 c. 

^ä^§446,2a. 
O 



A^^A/^A 



S 462. 



\^\ §446, 2 c. 
fllll'r'T^^^ §445,2a. 



190 



INDIZES. 



§ 444, 1 b. 445, 



^. § 446, 2 a. 3 c. 

P^€p §444, 3 a. 

i; 44o zweimal . 
2 b. 446, 1 a. 3 a. 

j3 ^ § 444, 1 b. 2 a. 445, 2 a. 
|l J l| §444,2bc. 445, labe. 446, Sab. 
Pr^^ §446, 2 b. 



fl^j^^7l§^«« 



4: 



102 



;j: 



□ ^1 §445, 2 c. 
"^11 §480. 
^^Il[]§ 444,3a. 
' § 444, 3 c. 

a Ob V:. zu lesen? 



§487. 
§ 406. 
§487. 



Titel von Privatleuten 

(und zwar von Männern, wo nicbts Anderes bemerkt ist). 
iS I I 



^Ifl^ y, usw. §418, 11. 

^^ § 443. 444. 446, 1 a 



\f^ §449,450. 






':^ (]^ § 473. 459 

fj § 472 (zweimal). 



§ 446, 2 c. 



397. 



j-^l (nur bei Frauen) § 459 links. 462. 468. 
474. 480 (zweimal). 481. 



I n 

SIC 



stc 



§ 506. 



§507. 



n I 



§487. 



§ 487. 488. 



§ 385. 



AA'WNA 



-o:-^«H Pf: 



_D □ 

J. ni ii I. ""l :5^ 



l»T^ ■■§^02. 



•=?■.=©> 



;€^p. 



1^ ^pp 

mi 

n 8 



.^fe^ 



453 



l 



(zweimal). 



O 



__^ (| [| K.=_ § 449 (zweimal). 



^ p §445, 3 b. 
\ ][ verschiedener Götter § 418, 12. 23. 



^^ lIS/w^ I t m lt©nil<=> I' 

§ 396. 



i Bi^m§ 



""l 



PI I ^ 

§ 397. 



i?ni- ^si 



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1f! ^.c=S.§467. 474. 



DIE BILDER AUF DEN ÜBRIGEN NA08 (AUSSER 70021). 



191 



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>n1!M—1™ää85. 



lillf^lll §506- 507. 510-51i 



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B § 471- JÜ' § 445, 3 a. 



I m;:^ § 482. 



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-^ ^§487 (Frau). 



^ i::^ §487 (Frau). 



-^^ ^ § 488 (Frau). 

^ P ^ ^ § 445, 2 c (Frau), 
c^ ^ § 444, 2 a. 



Darstellung der Sonne. 



Skarabäus in der Sonne § 405. 
Sonne mit Schlangen 

über dem König § 191 



268 (^3- 

Geflügelte Sonne ohne Schlangen 
über einem Bild § 82. 119 D. 

Geflügelte Sonne mit Schlangen 

am Türsturz § 187 (^). 203. 211 



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508. 



auf der Hohlkehle § 203. 211. 276. 362. 
412. 433. 509. 



am Dach §177 (^^ j )• 



241 



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am Königsring § 55. 



Halle I J mit Pavian und Messer \j 



Geräte, Kronen, Symbole, Schriftzeichen u. ä. 

Schriftzeichen J § 170 c. 
Q § 29. 41. 
8§ §14. 24. 
Sistrumsäule § 174, 1 |_^| - 
Zelt § 171 b. 



§ 163 h: 
Kronen, verschiedene § 171 d — k. 
PaviUon § 197, 2. 
Kuhebett § 193, 2. 195, 5. 196, 5. 197, 2. 



NACHTRÄGE UND BERICHTIGUNGEN. 



Seite 1. § 1: Fundgeschichte des Naos bei Naville, Deir el-Bahari 2 (1897) 1. 
10. §53: Statt »Zeichnung 145« lies: Tafel 72. 
»§ 27« lies: § 28. 
» 17. § 102: Schurz des Königs auf Tafel 85 b. 

41. § 197, 2: PaviUon mit Osiris auf dem Ruhebett: Tafel 76 b. 

> 48. §241, Zeile 2: Statt »Türschurz<c lies: Türsturz. 
» 48. Anm. a, Zeile 2: Statt Anhor« lies: Onuris. 

> 50 Anm. f: Statt »Chonnet« lies: Chounet. 

» 71. §306,18: Statt >Havendotes« lies: Harendotes. 

77. §317,10: Stehende Frau: Tafel 80 i. 

» 85. Vor »Eeihe 3« lies noch: § 331 A. 

99. § 355, 16—17: Amon und Göttin: Tafel 77 b. 
» 112. § 412, Zeile 4: Lies »geht allmählich über in eine Hohlkehle«. 
. 128. § 456, Zeile 1: Statt .§ 4« lies: § 455. 

Tafel 83. Lies: a.— b. 70015. 

. 84. Lies; a. 70040.